Digitalkameras gibt es in vielen Größen und Arten, fast alle haben jedoch eins gemeinsam: Das Display, durch das das Motiv betrachtet wird, ist relativ klein und erschwert es, wichtige Details wie den Fokus oder die Bildschärfe genau abzuschätzen. Auch die geschossenen Fotos offenbaren ihr Potenzial meist erst, wenn sie in voller Auflösung auf einem größeren Bildschirm betrachtet werden.
Abhilfe schafft hier ein Kameramonitor. Was es bei der Produktwahl zu beachten gibt, erklären wir in unserer Kaufberatung. Beliebte Hersteller sind Atomos, Blackmagic, Aiptex, Hama und Sony.
Was ist ein Kameramonitor?
Bei einem Kameramonitor handelt es sich um ein beliebtes Zubehör für die Kamera. Konkret geht es um einen externen Bildschirm, der mit der Kamera verbunden wird. Alles, was das Kameradisplay zeigt, ist auch auf dem Kameramonitor zu sehen – nur deutlich größer und in besserer Auflösung. Der Fotograf kann dadurch die Lichtverhältnisse, den Fokus und weitere Qualitätsmerkmale bereits vor den Aufnahmen besser beurteilen. Das reduziert das Risiko einer misslungenen Fotosession, die sich erst bei der anschließenden Bearbeitung der Bilder offenbart.
Hinzu kommt, dass viele DSLR-Kameramonitore über Methoden verfügen, die das Finden des perfekten Fokus erleichtern. Auf diese Art und Weise entstehen Bilder, bei denen genau das im Fokus liegt, was vom Fotografen auch beabsichtigt wurde.
Ein weiterer Vorteil von Kameramonitoren ist deren flexible Ausrichtung. In der Regel werden sie direkt an der Kamera montiert, können jedoch durch bewegliche Verbindungen in jede beliebige Richtung gedreht werden. Das ist eine große Unterstützung, wenn beispielsweise bei einem Outdoor-Shooting die Sonne direkt auf das Kameradisplay scheint. Auch ungewöhnliche Aufnahmepositionen, wie zum Beispiel über Kopf, sind so kein Ding der Unmöglichkeit mehr.
Welche Arten von Kameramonitoren gibt es?
Für einen Vergleich mehrerer Kameramonitore muss man zunächst wissen, was die grundlegenden Unterschiede zwischen den Modellen sind. Nur so ist eine realistische Einschätzung des Preises möglich.
Art des Bildschirms: Für Monitore jeglicher Art kommen verschiedene Technologien zum Einsatz. Dies gilt für Fernseher-, Smartphone- und Tablet-Monitore gleichermaßen. Die momentan führende Technologie sind IPS-Bildschirme (In-Plane-Switching). Sie zeichnen sich durch beeindruckende Kontraste und satte Farben aus. Häufiger kommen LCD-Bildschirme zum Einsatz. Sie sind aktuell die verbreitetste Technologie bei Monitoren. Kontrast und Sättigung können zwar mit IPS-Bildschirmen nicht mithalten, dafür zeigt sich dies in einem deutlichen Preisunterschied. Eine weitere Technologie ist OLED (organic light emitting diode). Bildschirme mit dieser Technologie können besonders gut Schwarzwerte darstellen.
Größe des Monitors: Ein weiterer Unterschied zwischen den Modellen betrifft die Bildschirmgröße. Kameramonitore sind mit einer Diagonale von 5 bis 10 Zoll erhältlich. Einerseits gilt natürlich, je größer, desto besser das Bild, andererseits ist dies auch mit einem erhöhten Gewicht verbunden.
Auflösung: Die Auflösung sagt aus, aus wie vielen Pixeln, also Bildpunkten, ein dargestelltes Bild besteht. Grundsätzlich gilt: je mehr Pixel, desto besser das Bild. Ein ausschlaggebender Faktor ist jedoch auch immer die Bildschirmgröße. Zum Vergleich: 100.000 Pixel auf einer Fläche von einem Quadratzentimeter ergeben ein ganz anderes Bild als dieselbe Menge an Pixeln auf einem Quadratmeter. Gängige Größen bei der Auflösung sind 4K, Full HD und HD. Da viele Kameras lediglich so viele Pixel senden, wie sie selbst darstellen können, ist Full HD meist ausreichend.
Welche Kaufkriterien gibt es?
Die folgenden Punkte sollten berücksichtigt werden, wenn man einen Kameramonitor kaufen möchte.
Bildschirmtechnologie: Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Technologien, mit denen Bildschirme arbeiten. Ob tatsächlich ein teurer IPS-Monitor nötig ist, hängt in erster Linie von den Zielen des Fotografen ab. Bei detailgetreuen Naturaufnahmen kann die Luxusvariante durchaus den entscheidenden Unterschied machen, zur reinen Vergrößerung sind LCD-Bildschirme jedoch völlig ausreichend.
Schnittstelle: HDMI Anschluss: Um den Kameramonitor mit der Kamera verbinden zu können, sollte ein HDMI Anschluss vorhanden sein. Praktisch: Falls es die Geräte unterstützen, überträgt HDMI auch Daten in 4K.
Audio-Ausgang: Vor allem, wenn mit der DSLR Kamera auch Videos gedreht werden sollen, sollte der Kameramonitor über einen Audio-Ausgang verfügen.
Akku-Betrieb: Damit man von Steckdosen unabhängig ist, sollte der Kameramonitor über einen Akku verfügen. Häufig müssen diese separat erworben werden.
Fokus: Externe Monitore verfügen häufig über einige professionelle Funktionen. Besonders wichtig ist jedoch die Fähigkeit, den Fotografen beim Setzen des Fokus zu unterstützen.
Fazit
Am Markt gibt es eine große Auswahl an Monitoren für Digitalkameras. Wer sich im Vorfeld darüber Gedanken macht, welche Eigenschaften das Gerät der Wahl mitbringen sollte und welches Budget zur Verfügung steht, sollte aber problemlos das passende Produkt finden können.











































