PC-Gehäuse sind mehr als nur der Aufbewahrungsort der einzelnen Komponenten. Die Auswahl des richtigen Modells sollte wohlüberlegt sein. Auch die kleinsten Cases für Mini PCs sind mittlerweile recht leistungsstark. Beliebte Hersteller sind Kolink, Lian Li, Corsair und Thermal Take.
Was ist ein Mini-Tower-Gehäuse?
Mini-Tower-Gehäuse zählen zu den kleinsten PC-Gehäusen, die der Markt zu bieten hat. Meist haben sie ein Volumen von 20 bis 40 Litern. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise kommen sie größtenteils bei reinen Office- und Mulitmedia-PCs zum Einsatz. Häufig sollen Mini-Towers lediglich dazu dienen, die Grundfunktionen eines PCs zu garantieren. Dank cleverer Lösungen eignen sich Mini-Towers mittlerweile aber je nach Anspruch auch für Gaming-PCs.
Welche Gehäuse-Typen gibt es?
Es gibt verschiedene Gehäuse-Typen. Je nach Hauptfunktion des PCs ist ein anderer Typ zu empfehlen.
In großen Big-Towern ist viel Platz, sodass auch große Komponenten problemlos verbaut werden können. Dabei ist genug Platz zwischen den einzelnen Bauteilen, sodass lästige Kühlergeräusche ausbleiben. Big Tower sind allerdings groß und schwer und lassen sich nur mühsam transportieren.
Midi-Tower sind der Klassiker der Gehäuse. Sie bieten weniger Platz als Big Tower, doch die gängigsten Bauteile können problemlos verbaut werden.
Mini-Towers werden immer beliebter. Aufgrund ihres kompakten Äußeren sind sie leicht und lassen sich platzsparend unter oder auf dem Schreibtisch verstauen. Ein Transport ist unkompliziert. Allerdings ist im Innenraum aber nur wenig Platz für Hardware vorhanden und der Einbau der Komponenten kann sich unter Umständen als knifflig erweisen.
Welche Kaufkriterien gibt es?
Beim Kauf eines Mini-Towers spielen verschiedene Kriterien eine wichtige Rolle.
Anschlüsse: Nicht alle Mini-Tower-Gehäuse haben vorn an der Front bereits Anschlüsse verbaut. Diese sind aber im täglichen Einsatz besonders praktisch. Als besonders empfehlenswert gelten Gehäuse, die über die modernen USB-3.0-Anschlüsse verfügen. So können Sie Daten problemlos auf jedes externe Speichermedium übertragen. An einigen Gehäusen befindet sich die Blende mit den Anschlüssen an der Seite. Dies kann sich als unpraktisch erweisen, wenn das Gehäuse an einer Wand stehen soll. Findet der PC in einem Schrank Platz, sollte die Blende nicht an der Oberseite des Gehäuses verbaut sein.
Größe: Bevor ein eigener Mini PC gebastelt werden kann, müssen die Maße der zu verbauenden Kernkomponenten im Auge behalten werden. Diese müssen problemlos im Case Platz finden. Denn auch beim Mini-Tower gibt es Größenunterschiede. Einige Modelle fassen 20 Liter, andere hingegen das Doppelte. Die Größe muss im Hinblick auf das gewünschte Leistungsvermögen beachtet werden.
Typ: Es gibt zwei verschiedene Mini-Tower-Typen: M-ATX und Mini-ITX. Mini-ITX-Gehäuse sind etwas kleiner. M-ATX-Gehäuse verfügen häufig über Lüfter für eine bessere Luftzirkulation.
Rechenkerne: Häufig sind in Mini-PCs fest verlötete Mobil-Prozessoren verbaut, die so auch in gängigen Notebooks verwendet werden und bis zu 45 Watt Leistung aufnehmen. Für gängige Office-Anwendungen reichen zwei Kerne meist aus. Sehr günstige Mini-PCs verfügen häufig nur Prozessoren mit Atom-Kernen (zum Teil als Pentium oder Celeron vermarktet). Diese arbeiten zwar sparsamer, sind aber auch langsamer als die größeren Rechenkerne. Wenn vier statt zwei Kerne verbaut sind, mindert das die Leistungsdifferenz etwas ab.
Lüfter: Nicht in jedem Mini-Tower-Gehäuse sind bereits Lüfter verbaut. Wenn der PC ausschließlich zu Office- oder Multimedia-Zwecken verwendet wird, ist dies für den Anwender unter Umständen auch kein Problem, sondern sogar ein Vorteil, da keine lauten Lüftergeräusche zu hören sind. Wenn der PC jedoch auch zum Gaming verwendet werden soll, muss eine Grafikkarte verbaut werden und ein Lüfter ist zwingend nötig. Hier lohnt es sich, auf ein PC-Gehäuse zu setzen, in dem bereits mindestens ein, besser mehrere, Lüfter verbaut sind. Sonst muss diese Komponente später nachgerüstet werden.
Optik: Einige Mini-Gehäuse setzen auf knallige Farben. Für Bastler kann dies eine reizvolle Komponente sein. Wer das kleine Case jedoch nur für seinen Office-PC nutzen möchte, wird sich vielleicht eher über eine unauffällige Front mit hochwertiger Optik freuen, die den PC gut in den Raum eingliedert oder sogar fast verschwinden lässt. Einige Cases punkten mit einer durchsichtigen Front oder Seite, sodass die Komponenten und der Kabelverlauf gut sichtbar sind.
Fazit
Bei der Auswahl des richtigen Mini-Gehäuses sind einige Punkte zu beachten. Dabei muss man im Hinterkopf behalten, welche Verwendungszwecke der PC erfüllen soll. Wer das Case mit Bedacht auswählt, wird sich über einen leistungsstarken Mini PC freuen können.





















































