Leica hat sich auf dem neuen Feld der spiegellosen Systemkameras stark positioniert. Leica-Produkte sprechen jene Käufer an, die in der Fotografie sowohl bei der Bildqualität als auch bei der Materialqualität und Bedienung des Equipments keine Kompromisse eingehen wollen. Dies hat natürlich auch seinen entsprechenden Preis, der nicht zuletzt durch den Produktionsstandort Deutschland gerechtfertigt ist.
Was ist ein Objektiv?
Das Objektiv ist der wichtigste Bestandteil einer Kamera. Denn ohne Objektiv kommt das Bild gar nicht erst zustande. Objektive bestehen aus optischen Linsen. Bei vielen Kameras lassen sich die Objektive auch wechseln.
Objektive haben eine spezifische Brennweite. Diese beschreibt den Abstand von der Frontlinse bis zum Fokuspunkt. Sie ist wesentlich verantwortlich für die Weite des Bildausschnitts bei einer gegebenen Entfernung zum Motiv. Ein Beispiel hierzu: Der Fotograf steht in fünf Metern Abstand zu seinem Motiv, in diesem Fall eine andere Person. Ein Objektiv mit einer kurzen Brennweite wird nun einen sehr weiten Bildausschnitt wiedergeben. Neben dem Hauptmotiv wird auch sehr viel von der Umgebung mit auf dem Bild zu sehen sein. Man nennt diese Art von Objektiv daher Weitwinkelobjektiv.
Ein Objektiv mit mittlerer Brennweite wird nur die abgebildete Person selbst zeigen. Es hat einen Bildwinkel, der in etwa der menschlichen Sehweise entspricht. Man nennt dies daher Normalbrennweite. Mit langbrennweitigen Optiken, sogenannten Tele-Objektiven ist es dagegen möglich, einen Ausschnitt abzubilden, in diesem Fall ein Portrait des Gesichts.
Was bedeutet der Begriff Festbrennweite?
Eine Festbrennweite ist eine Optik mit nur einer festen Brennweite. Neben Festbrennweiten gibt es auch Objektive mit variabler Brennweite, sogenannte Zoom-Objektive. Leica stellet jedoch vorwiegend Festbrennweiten her.
Welche Festbrennweiten gibt es in der Praxis? Dies hängt auch von dem verwendeten Bildformat des Sensors beziehungsweise Films ab. Die Leica-Kameras des M-Systems und des SL-Systems verwenden beide einen Sensor im klassischen Kleinbildformat 24x36 mm. Das entspricht der Größe eines herkömmlichen Kleinbild-Negativs. Bei diesem Format liegen Normalbrennweiten um 50 mm. Weitwinkelobjektive haben zwischen 16 und 35 mm. Tele-Objektive liegen bei 75 bis 135 mm.
Welche Kaufkriterien gibt es beim Objektivkauf?
Wichtig beim Fotografieren ist das Öffnungsverhältnis, das heißt, die maximal erreichbare Offenblende. Die Blende beschreibt das Verhältnis von Brennweite zum Durchmesser des Lichtkanals im Objektiv. Je kleiner die Zahl, umso größer die Blende. Bei großer Blende spricht man von lichtstarken Objektiven. Solche haben meist Offenblenden von 1,0 bis 1,4. Optiken mit Blenden zwischen 1,8 und 2,8 sind mäßig lichtstark. Bei noch kleineren Blenden spricht man von einer lichtschwachen Optik
Die Offenblende ist wichtig, denn je größer sie ist, um so mehr Licht kann die Linse einfangen. Das heißt, es kann auch bei wenig Licht noch verwacklungsfrei fotografiert werden. Zudem erlauben große Blenden eine bessere Freistellung, das bedeutet, dass der Hintergrund hinter dem Motiv mehr verschwimmt.
Eine große Blende bedeutet aber auch große und schwere Linsen. Wenn möglichst leichte und kleine Optiken gewünscht sind, zum Beispiel zum Reisen, dann sind lichtschwächere Optiken vornehmlich die bessere Wahl.
Weiterhin ist die Schärfeleistung der Optik für viele Fotografen sehr wichtig. Diese soll möglichst über den ganzen Bildbereich gleichmäßig sein und schon bei Offenblende vorhanden. Abblenden verbessert üblicherweise die Bildschärfe. Festbrennweiten von Leica gehen jedoch bei der Bildqualität keine Kompromisse ein.
Die Vignettierung ist ein Bildfehler, der gerne bei Weitwinkelobjektiven und bei großer Offenblende auftritt. Das bedeutet, die Fotografie wird zu den Rändern hin dunkler. Leica-Optiken sind allerdings ebenfalls auf eine möglichst geringe Vignettierung hin ausgelegt.
Darüber hinaus sagt auch die Verzeichnung etwas über die Qualität einer Optik aus. Die Verzeichnung sagt etwas darüber aus, wie korrekt geometrische Formen beim Fotografieren im Bild wiedergegeben werden. Optiken, die eine gerade Linie verzerrt darstellen, haben Verzeichnung. Bei Leica-Optiken tendiert die Verzeichnung jedoch oftmals gegen null, nur bei extremen Weitwinkelobjektiven kann sie konstruktionsbedingt auftreten. Dies ist aber bei anderen Herstellern nicht anders.
Fazit
Leica-Objektive für das M-System und das SL-System bieten für anspruchsvolles Fotografieren herausragende Qualität. Nicht nur optisch, sondern mechanisch gehören sie zu dem Besten, was es auf dem Fotomarkt gibt. Damit garantieren sie, dass der Besitzer, egal ob Profi oder Fotografie-Enthusiast, viele Jahre Freude an ihnen haben kann.






































