OLED Geräte bringen im Vergleich zu anderen TV-Technologien viele Vorteile mit sich. Die Auswahl an Modellen und Marken mit einer Bildschirmgröße mit 77 Zoll ist groß, deshalb ist es sinnvoll, sich im Voraus ausreichend mit der Technik zu beschäftigen. Zu den wichtigsten Kaufkriterien gehören die Bildschirmgröße, die Auflösung, der Stromverbrauch, Funktionen, die Anschlüsse und natürlich der Preis. Besonders beliebte Markenhersteller sind Sony, LG, Grundig, Samsung, Philips und Panasonic.
Was ist ein OLED-TV?
Ein OLED-TV ist eine Technologie, die mithilfe von organischen lichtemittierenden Dioden Bilder auf dem Fernsehbildschirm erzeugt. Durch Stromkontakt sind die Dioden in der Lage, einzeln zu leuchten. Sie liefern dabei eine besonders große Auswahl an Farben und perfekte Schwarzwerte. Denn ohne elektrische Ladung schalten sich die Dioden vollständig aus. Es lassen sich einige Pixel abschalten, während andere weiterarbeiten, hierdurch produziert ein OLED-TV sowohl tiefe und echte Schwarztöne als auch lebendige und satte Farben. Weiterhin ist die Technologie umweltfreundlich, da im Normalfall weniger Energie als bei anderen Geräten verbraucht wird.
Die Technologie wird in zwei unterschiedlichen Arten angeboten. Hierzu zählen die Aktiv-Matrix (AMOLED) und die Passiv-Matrix (PMOLED). Die Aktiv-Matrix Technologie benötigt eine Elektronik mit einzelner Ein- und Ausschaltung jedes Pixels. Diese Art des OLED-TV wird in den meisten Fällen in den Geräten verwendet, die Verbraucher heute kaufen können.
Die OLED Panels sind aus vier unterschiedlichen Primärschichten aufgebaut. Hierzu zählen das Substrat als strukturelles Gerüst, die Anode zur Anziehung von Elektroden, die Kathode zur Bereitstellung von Elektronen sowie eine organische Schicht. Die organische Schicht lässt sich in einen leitenden Anteil, durch den die Elektronenströme einrasten und im Prozess Energie abgeben sowie eine Schicht, die emittiert und der Erzeugung von Licht dient, einteilen. Für die Farbgebung sind die grün-, rot- und blau getönten Schichten aus Kunststoff auf dem Substrat verantwortlich.
Welche Unterschiede gibt es zwischen LED und OLED?
LED-Fernseher und OLED-Fernseher unterscheiden sich in einigen wichtigen Punkten:
- Technologie: LED-Fernseher nutzen eine Technologie, bei der durch LEDs hinter dem Bildschirm Licht erzeugt wird, um das Bild darzustellen. OLED-Fernseher hingegen nutzen organisch leuchtende Dioden (Organic Light-Emitting Diodes), die selbst Licht emittieren, um das Bild darzustellen.
- Bildqualität: OLED-Fernseher bieten im Vergleich zu LED-Fernsehern eine bessere Bildqualität, da sie eine höhere Kontrast- und Farbsättigung bieten und eine schnellere Reaktionszeit haben. Dies führt zu einem realistischeren und lebendigeren Bild.
- Größe und Gewicht: OLED-Fernseher sind im Vergleich zu LED-Fernsehern dünner und leichter, da sie keine Hintergrundbeleuchtung benötigen.
- Lebensdauer und Energieverbrauch: OLED-Fernseher haben im Vergleich zu LED-Fernsehern eine längere Lebensdauer und verbrauchen weniger Strom, da sie keine Hintergrundbeleuchtung benötigen.
- Preis: OLED-Fernseher sind im Vergleich zu LED-Fernsehern teurer, da sie eine fortschrittlichere Technologie nutzen.
Welche Kaufkriterien gibt es?
Verschiedene Kriterien spielen bei der Kaufentscheidung für einen OLED-Fernseher mit 77 Zoll eine Rolle.
Bildschirmdiagonale: Der erste Entscheidungsfaktor eines TVs ist die Größe. Diese bestimmt neben dem Sehvergnügen auch die ästhetischen Konsequenzen für das Wohn- oder Schlafzimmer, in dem das Gerät später steht. Die optimale Bildschirmdiagonale wird in der Regel mit der Sitzdistanz zum TV ermittelt. Bei einem TV mit 77 Zoll empfiehlt sich ein Mindestabstand von 2,5 Metern bei einer 8K-Technologie, drei Metern bei 4K UHD TVs und fünf Metern bei Full-HD-Modellen. Der Wert in Zoll gibt die Größe des Fernsehbildschirms an. Die Bildschirmdiagonale reicht in der Regel in der Kategorie mit 77 Zoll bis etwa 98 Zoll (ca. 249 Zentimeter).
Auflösung: Eine größere Auflösung führt allgemein zu einer besseren Bildschärfe. Eine hohe Auflösung lässt bei der Übertragung von Fußballspielen beispielsweise durch die Bildschärfe einzelne Grashalme erkennen oder macht in Nahaufnahmen von Filmen einzelne Kleidungsfasern der Schauspieler sichtbar. Dabei wird zwischen einer Full-HD- oder Ultra-HD-, 4K- und 8K-Technik unterschieden. Ob der Unterschied zwischen den verschiedenen Auflösungen eindeutig erkennbar ist, hängt von der Bildschirmgröße ab. Für Geräte bis 32 Zoll (ca. 81 Zentimeter) Bildschirmdiagonale eignet sich die Full-HD Technik. Die Auflösungen von 4K und 8K eignen sich für größere Geräte, wobei 8K viermal so viele Pixel anzeigt wie 4K.
Stromverbrauch und Energieeffizienzklasse: Ein OLED Gerät ist besonders energieeffizient. Durch die Technologie erfordert der Betrieb des Gerätes kaum Energie, allerdings benötigt der Fernseher bei Nichtnutzung weiterhin Strom zur Kalibrierung der Dioden. Der Stromverbrauch wird in kWh bei einer Nutzung von 1.000 Stunden im Jahr im Standardbereich (SDR) und hohen Kontrastbereich (HDR) angegeben.
Smart-TV: Eine Wi-Fi-Fähigkeit und ein gutes App-Ökosystem sind für einen modernen Fernseher essenziell. Die Auswahl an vorinstallierten Apps wie YouTube, Netflix und verschiedenen Mediatheken sollte möglichst groß sein.
Anschlüsse: Zu den wichtigsten Anschlüssen gehören HDMI als Schnittstelle zur Übertragung von Bild und Ton, HDMI 2.1 für das Gaming, ein optisches Kabel für die Verbindung mit digitalen Audiogeräten und Bluetooth für eine kabellose Verbindung mit einer Soundbar, Lautsprechern oder einem Kopfhörer.
Fazit
Der beste OLED-Fernseher sollte einige Kriterien erfüllen. Neben einer hohen Auflösung, im besten Fall 8k für eine ausgezeichnete Bildschärfe, sind unterschiedliche Anschlüsse für einen vielseitigen Einsatz des Fernsehers von Vorteil. Die OLED Technologie bringt zudem eine natürliche Farbwiedergabe und einen geringen Energieverbrauch mit sich. Smart TV-Funktionen gehören zu einem modernen Fernseher und HDR ist ein klarer Pluspunkt.






































