Polfilter sind vor allem bei strahlendem Sonnenlicht hilfreich, um neben der Reduzierung von Reflexion und Spiegelungen – nicht nur bei Wasseroberflächen gibt es diese, sondern auch beispielsweise auf Blättern – den Kontrast zu erhöhen und die Farben zu verbessern. Beliebte Hersteller von Polfiltern sind unter anderem B+W, Zeiss, Hoya und Rollei.
Was ist ein Kamerafilter Pol Circular?
Ein Polarisationsfilter ist eine dünne Scheibe, die vor das Kameraobjektiv geschraubt wird. Auf den Polfilter können zusätzlich die Gegenlichtblende oder weitere Filter angebracht werden.
Licht besteht aus unterschiedlich ausgerichteten Wellen. Diese können beim Fotografieren oder Filmen zum Teil störende Reflexionen – unter anderem Spiegelungen im Wasser, die vom eigentlichen Motiv ablenken – hervorrufen. Um diese Reflexionen zu reduzieren und auch Kontraste sowie Farben zu verstärken, werden mit einem Polfilter bestimmte Wellenlängen herausgefiltert und dadurch nicht vom Sensor der Kamera aufgenommen. Durch Drehen am Filter kann die Wellenlänge, die herausgefiltert wird, variiert und an die Bedingungen der Umgebung angepasst werden.
Bei heutigen Kameras, die viel mit dem Autofokus arbeiten, wird zumeist ein circularer Polarizer – manchmal als CPL abgekürzt – eingesetzt. Es gibt auch linearen Polarisationsfilter. Grundsätzlich ist der Zweck von beiden Arten, dass sie das polarisierte Licht filtern. Der wichtigste Unterschied zwischen linearen und cirularen Polfiltern ist, dass circulare Polfilter der Kamera den Eindruck vermitteln, dass das Licht unpolarisiert auf den Sensor treffen würde. Dadurch können Spiegelreflexkameras mit eingebauter Belichtungsmessung bessere Ergebnisse beim Fotografieren oder Filmen erzeugen, als wenn ein linearer Pol verwendet werden würde. Bei spiegellosen Kameras funktionieren sowohl circulare als auch lineare Kamerafilter, um das Licht zu polarisieren.
Welche Arten von Kamerafiltern gibt es?
Neben Polfiltern gibt es noch zwei andere wichtige Arten: UV-Filter (Skylight-Filter) und ND-Filter (Graufilter). UV-Filter sind vor allem für den Schutz der Objektive hilfreich. In der digitalen Fotografie haben sie ansonsten kaum noch einen Effekt. Allerdings sollte beim Einsatz eines UV-Filters eine gute Qualität verwendet werden, da ansonsten die Bildqualität verschlechtert werden kann. In sandigen und staubigen Gegenden, wie am Strand, sind UV-Filter hilfreich, um zu verhindern, dass die feinen Sandkörner das Objektiv beschädigen.
Graufilter oder auch ND-Filter (Neutral Density Filters) werden vor allem für Langzeitbelichtungen eingesetzt. So kann Wasser dynamisch dargestellt werden. Durch Graufilter wird eine Überbelichtung des Motivs verhindert, weshalb sie auch beim Filmen gerne eingesetzt werden. Graufilter gibt es in unterschiedlichen Stärken und mit Grauverlauf. Außerdem gibt es noch Infrarotfilter, Trickfilter und Low Contrast Kamerafilter, die vor allem in der kreativen Fotografie eingesetzt werden.
Welche Kaufkriterien gibt es?
Beim Kauf von Polfiltern sind mehrere Faktoren entscheidend. Die wichtigsten Kaufkriterien sind folgende:
Die Filtergröße: Da Kamerafilter direkt auf das Objektiv geschraubt werden, müssen die Größe des Filters und die des Objektivs übereinstimmen. Es gibt auch Adapterringe, wodurch die Filter für mehrere Objektive verwendet werden können.
Die Qualität: Günstige Filter können die Bildqualität verschlechtern. Je dünner ein Filter ist, umso besser sind meistens die Ergebnisse. Ein dickeres Glas kann beispielsweise zu einem Schattenwurf auf der Bildfläche führen. Billige Filter sind häufig uneben, wodurch das Licht nicht gleichmäßig gefiltert wird.
Filtergewinde: Es ist sinnvoll, wenn die Kamerafilter über ein sogenanntes Doppelschraubengewinde verfügen. Dadurch können mehrere Filter – also zum Beispiel ein Polfilter und ein Graufilter – zusammen eingesetzt werden. Auch ist es dadurch möglich, eine Streulichtblende vor das Objektiv zu schrauben.
Entspiegelte Filter: Wie bei einer Brille sollten die Kamerafilter mit einer Entspiegelung arbeiten, da sie unangenehme Artefakte von Reflexionen entfernen. Besonders bei Polfiltern ist dies wichtig, da diese häufig in strahlendem Sonnenlicht eingesetzt werden.
Kratzfest sowie wasser- und schmutzabweisend: Polfilter werden häufig gedreht, wodurch die Scheiben schnell ebenfalls berührt werden. Deshalb ist es sinnvoll, wenn nicht jeder Fingerabdruck sichtbar wird oder womöglich sogar Kratzer entstehen.
Fazit
Mit Polfiltern kann die Bildqualität von Film- und Bildaufnahmen verbessert werden. Aber nicht nur Bilder an Gewässern profitieren von Kamerafiltern mit polarisierendem Effekt, sondern auch Landschaftsaufnahmen im Sonnenlicht oder in der Architekturfotografie, wenn Reflexionen durch Gebäude oder Glasscheiben entstehen. Allgemein werden die Farben lebendiger und die Bilder kontrastreicher.






























