Objektive beeinflussen das Bildergebnis und erhöhen die künstlerische Freiheit beim Fotografieren. Sie sind bei der Fotografie oft wichtiger als die Kamera. Mit einem Objektiv kann ein besonders großer Bildwinkel erfasst werden. Motive können aus größerer Entfernung oder auch ganz aus der Nähe fotografiert werden. Zu den bekanntesten Herstellern zählen Canon, Nikon, Pentax, Sigma und Sony.
Was ist ein Zoomobjektiv?
Objektive lassen sich nach der Lichtstärke und nach ihrer Brennweite unterschieden. Zoomobjektive haben veränderbare Brennweiten. Die Brennweite wird in Millimetern gemessen. Sie gibt den Abstand zwischen Linse und Brennpunkt an und grenzt den Bildausschnitt ein. Bei einem Zoomobjektiv kann innerhalb eines bestimmten Bereichs die gewünschte Brennweite und somit der Bildwinkel gewählt werden. Mit Zoom ist der Wechsel zwischen verschiedenen Brennweiten einfach und schnell.
Ein Zoomobjektiv mit Brennweite 24 mm - 105 mm erlaubt Aufnahmen im Bereich 18 mm bis zum Bereich 105 mm. So können Weitwinkelaufnahmen und auch Teleaufnahmen gemacht werden. Viele Zoomobjektive überzeugen mit einem geringen Gewicht. In der Fotografie ersetzen sie verschiedene Festbrennweiten, haben aber auch Nachteile. Teils verfügen sie nur über eine geringe Lichtstärke. Diese ist oft nicht fest, sondern wird mit zunehmender Teleeinstellung schwächer.
Zu den Vorteilen gehören der Preis und die einfache Handhabung. Oft sind sie sogar billiger als einzelne Festbrennweitenobjektive. Sie vereinen viele Objektive in einem und ermöglichen es schnell hintereinander Aufnahmen mit verschiedenen Bildwinkeln zu machen.
Welche Arten von Objektiven gibt es?
Objektive werden anhand des möglichen Bildwinkels in Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektive eingeteilt. Die verschiedenen Zahlen auf dem optischen System geben Auskunft über die Lichtstärke, die maximale Blendenöffnung und die Brennweite.
Weitwinkel-Objektive haben eine Brennweite unter 40 mm. Sie können einen größeren Bildwinkel erfassen als Normalobjektive. Es passt mehr auf das Bild. Kann sich der Fotograf beim Fotografieren beispielsweise nicht weiter von seinem Motiv entfernen, erlaubt das Weitwinkelobjektiv trotzdem das ganze Motiv zu fotografieren. In dieser Fotografie erscheinen Objekte im Vordergrund im Verhältnis zum Hintergrund viel größer. Weitwinkelbilder haben eine stärkere räumliche Wirkung. Normalobjektive verändern Größen und Perspektiven nicht. Sie geben das wieder, was der menschlichen Wahrnehmung entspricht. Teleobjektive wirken wie ein Fernglas und ziehen das Objekt heran. Sie sind ideal, wenn der Fotograf beim Fotografieren nicht näher an das Objekt herankann.
Auf dem optischen System mit Zoom kennzeichnen meist zwei Zahlenpaare wie 28-135 und 3.5-5.6 die wichtigsten Eigenschaften. Bei einem Objektiv mit nur einer Brennweite ist kein Bereich, sondern nur ein einzelner Zahlenwert, die Festbrennweite angegeben. Das zweite Zahlenpaar ist der Wert für die Lichtstärke. Damit ist die größtmögliche Blendenöffnung gemeint. Gibt es nur einen Zahlenwert, hat das Objektiv bei jeder Brennweiteneinstellung die gleiche Lichtstärke. Die Blendenöffnung verändert sich beim Zoomen nicht.
Neben Zoomobjektiven gibt es viele weitere Spezialobjektive wie Makroobjektive, Lupenobjektive und Fischaugenobjektive sowie Objektive mit extrem hoher Lichtstärke oder mit extrem langer Brennweite auf dem Markt.
Welche Kaufkriterien für Zoomobjektive gibt es?
Für viele Spiegelreflex- und Systemkameras, gibt es verschiedene Objektive zum Wechseln. Beim Nachrüsten mit einem zusätzlichen Zoom- oder Festbrennweitenobjektiv muss das Objektiv zur Kamera passen. Das betrifft die mechanische Verbindung zwischen Kamera und Objektiv. In der Fototechnik ist der häufigste Anschluss für Wechselobjektive der Bajonettverschluss. Moderne Bajonette übertragen zahlreiche weitere Informationen zwischen Kameraelektronik und Objektiv über die eingestellte Brennweite und zur Bildstabilisierung. Zwar nutzen die meisten Hersteller dasselbe System, aber es gibt Unterschiede bezüglich der Nasen beim Bajonettverschluss. Sigma bietet den Kunden für bestimmte Objektive einen kostenpflichtigen Anschluss-Wechsel-Service an. Damit kann das optische System mit der Kamera einer anderen Marke verwendet werden.
Zoomobjektive können nach ihrer Bauweise und nach Brennweitenbereich eingeteilt werden. Beim Schiebezoom wird die Brennweiteneinstellung durch das Schieben des Schärfeeinstellrings erreicht. Drehzooms haben einen Drehring, um die Brennweite auszuwählen. Diese Einstellungsart ist langsamer, aber die Brennweite kann genauer gewählt und festgestellt werden.
Zoomobjektive decken unterschiedliche Brennweitenbereiche ab. Der obere und untere Wert für die Brennweite sind ein entscheidendes Kaufkriterium. Die Anzahl der Blendenlamellen liegt weitgehend zwischen 7 und 9. Je höher die Anzahl der Lamellen ist, desto runder ist die Blendenöffnung. Ein Bildstabilisator verhindert verwackelte Bilder. Mit dem Schalter AF-MF wird zwischen Autofokus und dem manuellen Fokussieren gewählt.
Größe des Filtergewindes, sowie Durchmesser, Länge und vor allem das Gewicht gehören zu den Entscheidungskriterien. Die Spanne beim Gewicht reicht von knapp 300 Gramm bis zu mehr als 1000 Gramm. Unterschiede gibt es auch im optischen Aufbau. Bei der Auswahl spielen größte und kleinste Blende sowie die Naheinstellgrenze eine Rolle. Die F-Zahl gibt die Größe der Blendenöffnung an. Diese steuert die Menge des Lichteinfalls. Je größer die F-Zahl, desto kleiner die Blendenöffnung. Neben dem Brennweitenbereich ist die Vergrößerung ein Auswahlkriterium.
Fazit
Zoomobjektive ersetzen die verschiedenen Festbrennweiten und ermöglichen Nahaufnahmen und Teleaufnahmen. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien zählen der Brennweitenbereich und die Lichtstärke. Das optische System und Kamera müssen zusammenpassen.









































