Ein TV-Gerät mit einer großen Bildschirmdiagonale gibt die Filme besonders überzeugend wieder. Das gilt vor allem für die Großgeräte mit 55 Zoll. Eine Diagonale von 55 Zoll entspricht etwa 139 Zentimetern und ist bei einem TV inzwischen der Normalfall. Beliebte Hersteller sind LG, Sony, Philips, Panasonic, Samsung und Grundig.
Was ist ein UHD-TV?
UHD bietet im Vergleich mit Full HD die vierfache Auflösung, insgesamt bestehen die Bilder dann aus etwa 8,3 Megapixeln. Das bedeutet, sie enthalten mehr Informationen als bei einem kleineren Format. Die feinere Auflösung bewirkt mehr Pixel, sodass ein Bild entsteht, das bedeutend natürlicher wirkt. Auch die Bildfrequenz ist meist höher als bei früheren Standards. Die nun möglichen 120 Hertz bemerkt besonders der Gaming- und Sportfan, denn die schnellen Bewegungen sind nun ohne Ruckeln übertragbar.
Die mit UHD verbundenen Vorteile werden dem Betrachter besser bewusst, wenn er auf den richtigen Abstand zum TV achtet. Mindestens sollte der Filmfreak in einer Entfernung Platz nehmen, die doppelt so groß ist wie die Diagonale. Die Größe des Bildschirms entspricht also der halben Distanz zwischen ihm und dem TV. Für ein Gerät mit 55 Zoll sind also etwa 2,5 Meter die ideale Entfernung.
Was ist der Unterschied zwischen UHD und 4K?
Viele Hersteller verwenden die Abkürzungen UHD und 4K, als hätten sie dieselbe Bedeutung. Tatsächlich aber sind die Auflösungen der beiden Standards nur beinahe identisch.
4K liefert nämlich 4096x2160 Pixel, das ergibt ein Bildverhältnis von ungefähr 17:9. Die Fernseher und andere Wiedergabegeräte verwenden aber das Format 16:9. Den Unterschied gleichen sie dann durch schmale schwarze Balken aus, damit das Fernsehbild und die Monitorgröße einander entsprechen.
Der Begriff Ultra High Definition, oder kurz UHD, wurde von den Herstellern eingeführt und richtet sich vor allem an den Verbraucher. Der Standard bietet das bekannte Bildverhältnis von 16:9 mit einer Auflösung von 3840x2160 Pixeln, ist also etwas kleiner als 4K. Dieser geringe Unterschied wird dem Zuschauer bei seinem alltäglichen Fernsehkonsum allerdings nicht bewusst.
Welche Kaufkriterien gibt es?
Das besondere Augenmerk, auch beim Kauf eines Fernsehers in UHD, gilt der Ausstattung. Zunächst sind die Anschlüsse wichtig, denn sie geben Auskunft über die Verwendbarkeit des Geräts. Ein zweiter HDMI-Steckplatz etwa ermöglicht es, einen Player anzuschließen und gleichzeitig zu betreiben. Soll auch eine Spielekonsole zum Einsatz kommen, sollte über HDMI 2.1 auch eine 4K-Auflösung bei 120 Hertz möglich sein.
Außerdem sind Zusatzfunktionen ein Kaufkriterium. Die USB-Anschlüsse für Speichersticks oder Festplatten erweisen sich in der Praxis als praktisch, wenn der USB-Typ angegeben ist oder die elektrische Spannung, die das Gerät verarbeiten kann. Nicht selbstverständlich ist die Time-Shift-Funktion oder ob man während der Aufnahme andere Programme ansehen kann. Und welche Medien lassen sich von externen Speichern abspielen, welche Dateiformate von Videos, Musik oder Bildern gibt der Fernseher wieder?
Eine weitere interessante Technik ist „High Dynamic Range“ oder HDR. Der Standard bewirkt einen weiter erhöhten Kontrast und ein noch größeres Farbspektrum als UHD. Mit den bekannten Vorteilen, das Bild wirkt noch natürlicher, die besonders hellen oder dunklen Bereiche sind noch besser sichtbar.
Wer also einen Fernseher mit UHD anschaffen will, sollte ein Modell wählen, das den HDR-Standard unterstützt. Bei Amazon oder Netflix laufen viele Filme und Serien mit dieser Technik. Auch die aktuellen UHD-Blu-rays unterstützen HDR.
Fast alle modernen Fernseher sind mit einem CI+-Steckplatz ausgestattet. Da hinein gehört die Smart-Card des Pay-TV-Anbieters. Dann wird es möglich, dessen Angebot direkt am TV anzusehen, und der separate Empfänger muss gar nicht erst ans Stromnetz angeschlossen werden. Unter Umständen benötigt man noch ein besonderes CI+-Modul als Adapter. TV und Smart-Card sollten aber zueinander kompatibel sein, anderenfalls kann man die kostenpflichtigen Programme nicht empfangen.
Fazit
Die Entwicklung der Technik schreitet voran, das gilt auch für Fernsehgeräte: Eben noch Full HD, heute schon UHD. Die Verbesserungen der Farbgebung und tiefere Kontraste rechtfertigen allerdings die neuen Standards, und der Betrachter profitiert von einem natürlichen Fernsehbild, das vor kurzem noch fern der Realität schien. Beim Kauf gilt es aber auch, sich mit HDR auf die Zukunft vorzubereiten.





































