Wer am Windows-PC oder Mac kreativ sein möchte, braucht eine leistungsstarke Bildbearbeitungs- oder Grafiksoftware. Unter Bildbearbeitung versteht man die Verbesserung, Korrektur und Manipulation von Pixelbildern von der Digitalkamera oder aus dem Internet.
Grafikprogramme erlauben dagegen das Zeichnen eigener Bilder, wahlweise im Pixel- oder im verlustfrei skalierenden Vektorformat für gestochen scharfe Linien und Objektkanten. Bekannte Hersteller von Kreativ-Software sind Adobe, Corel, Magix oder Microsoft.
Fotos bearbeiten im digitalen Fotostudio
Bei Schnappschüssen mit der Digitalkamera wirken sich oft flaue Farben, schlechte Ausleuchtung, unscharfe Bereiche oder unerwünschte Objekte störend aus. Mit einer Bildoptimierungssoftware lassen sich solche Fehler meist mit nur wenigen Klicks beheben.
Schlaue Algorithmen analysieren das Foto und wenden die nötigen Korrekturen automatisch an. Mehr Einfluss auf die Änderungen erlaubt semiprofessionelle Bildbearbeitungssoftware wie Adobe Photoshop Elements oder Corel Paint Shop Pro.
Hier können Bildbereiche für gezielte Korrekturen ausgewählt und maskiert werden. Außerdem lassen sich damit Retuschen durchführen – etwa das Entfernen von Personen aus Landschaftsaufnahmen oder das Abmildern von Hautunreinheiten bei Porträtfotos.
Faszinierende HDR-Bildwelten
HDR heißt ausgeschrieben „High Dynamic Range“, zu Deutsch etwa „Hoher dynamischer Tonwertumfang“. Dazu werden drei oder mehr Bilder mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen miteinander verrechnet, um ein HDR-Bild mit hohen Kontrasten und Details in hellen, mittleren und dunklen Bereichen zu erzeugen. Per Tonemapping werden die Ergebnisse für die Darstellung auf dem Monitor optimiert. Dabei werden auch die Farben intensiviert, was für den charakteristischen HDR-Effekt sorgt.
Grafiksoftware für professionelle Illustrationen
Im Gegensatz zur pixelbasierten Bildbearbeitungssoftware arbeiten die meisten Grafikprogramme mit Vektoren. Dabei werden Start- und Endpunkte sowie Verläufe und Krümmungen von Objektkanten nicht als einzelne Pixel, sondern als Koordinaten gespeichert. Aus diesem Grund lassen sich Vektorgrafiken beliebig vergrößern und verkleinern, ohne dass die gefürchteten „Pixeltreppen“ entstehen. Mit Grafiksoftware wie CorelDraw oder Adobe Freehand lassen sich von geübten Anwendern präzise Illustrationen und Zeichnungen erstellen.
Funktionsumfang: Was sollte Kreativ-Software leisten?
Der Funktionsumfang von Kreativ-Software reicht von simplen 1-Klick-Korrekturfunktionen bis hin zu Profi-Tools wie Ebenen, Masken und 3D-Elementen. Die Grundausstattung für das Bearbeiten von Fotos besteht aus verschiedenen Filtern, einer Auswahl von Pinseln für Retuschen und gezielten Einstellungsmöglichkeiten für Farbe, Kontrast und Belichtung. Für professionelle Anwender sollte die Software zusätzlich Korrekturebenen zum Anwenden von Effekten auf bestimmte Bildbereiche bieten. Fortschrittliche Werkzeuge zum Erfassen von Objektkonturen erleichtern beispielsweise das Freistellen einer Person, sodass sie vor einen anderen Hintergrund gestellt werden kann.
Kostenlos vs. Lizenz
Die kostenlosen Varianten von Bildbearbeitungs- und Grafik-Software sind oft mit Einschränkungen im Funktionsumfang versehen oder integrieren Wasserzeichen in das fertige Bild, die sich nicht entfernen lassen. Erst durch den Erwerb einer kostenpflichtigen Lizenz lassen sich alle Funktionen der Software nutzen und die Ergebnisse ohne Kennzeichnung ausgeben.
Abo vs. Einmalkauf
Bei professioneller Kreativ-Software besteht oft die Wahl zwischen dem einmaligen Kauf einer zeitlich unbegrenzten Lizenz und einem Abo-Modell. Profi-Lizenzen sind meist sehr teuer, sodass die Abo-Lösung mit günstigeren monatlichen oder jährlichen Raten kein so großes Loch in den Geldbeutel reißt. Außerdem werden im Abo immer die aktuellen Versionen der Software bereitgestellt, sodass man stets auf dem neuesten Feature-Stand ist.
Wie sieht ein Computersystem für kreatives Arbeiten aus?
Um große Digitalfotos und Vektorgrafiken schnell und verzögerungsfrei bearbeiten zu können, sollte der Computer über einen schnellen Prozessor wie Intel Core i5 oder höher verfügen. Da Bildbearbeitung sehr arbeitsspeicherintensiv ist, sollten mindestens 16 Gigabyte RAM vorhanden ein. Eine leistungsstarke Grafikkarte wie eine GeForce GTX 1650 oder besser beschleunigt den Bildaufbau und übernimmt bei manchen Programmen die Berechnung aufwendiger Filteraktionen.
Fazit
Mit Kreativ-Software lassen sich Digitalfotos verbessern und bearbeiten sowie eindrucksvolle Illustrationen am eigenen Computer erstellen. Das Spektrum reicht von einfachen und preiswerten Einsteiger-Produkten mit 1-Klick-Korrekturen bis hin zur umfassenden Grafik-Suite mit professionellem Funktionsumfang.
kreative Bearbeitungsmöglichkeiten
automatische Foto-Optimierung
präzise Vektorgrafik-Erstellung
kostenpflichtige Lizenzen
Einschränkungen bei Gratis-Versionen
Häufig nur noch im Abo-Modell





































