Wildkameras werden von zahllosen Firmen in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Beliebte Hersteller sind Denver, Campark, Maginon, Berger & Schröter, Crenova und Apeman.
Was ist eine Wildkamera?
Eine Wildtierkamera ist eine speziell für die Outdoor-Nutzung konzipierte, entsprechend robuste und witterungsbeständige Kamera. Sie wird von Batterien oder einem Akku gespeist und kann, je nach Modell, Fotos und/oder Videos aufnehmen. Sie ist häufig mit einer SD-Karte ausgestattet, auf der die Aufnahmen gespeichert und bei manchen Modellen direkt per WLAN an den Kameranutzer übertragen werden. Andere Modelle übertragen die Daten per Mobilfunk und können daher mit einer App genutzt werden.
Üblicherweise haben diese Kameras auch einen Nachtaufnahme-Modus. Damit bei Dunkelheit brauchbare Aufnahmen entstehen können, wird das Aufnahmefeld durch kaum sichtbare, bestenfalls unsichtbare Infrarot-LEDs ausgeleuchtet. Die so entstehenden Aufnahmen bzw. Videos sind Schwarz-Weiß.
Die Aufnahmen werden durch einen Bewegungssensor ausgelöst. Die Wildtierkamera ist also nur aktiv, wenn sie auch „gebraucht“ wird. Daher werden die Batterien der Wildtierkamera nur selten beansprucht und können so mehrere Wochen oder auch Monate halten. Dies ist speziell für abgelegenere Gebiete vorteilhaft. Allerdings kann dieser Einschaltmechanismus auch problematisch sein, wenn er zu langsam ist. Die Zeit, die zwischen dem Registrieren einer Bewegung und dem Auslösen der Kamera vergeht, nennt man Triggerzeit. Eventuell löst die Kamera erst aus, wenn das Tier den Aufnahmebereich schon wieder verlassen hat. Eine gute Wildtierkamera sollte daher eine Triggerzeit von höchstens einer Sekunde haben.
Diese Wildkameras wurden ursprünglich für die Beobachtung, Zählung und den Nachweis von Wildtieren entwickelt und hauptsächlich in Wäldern von Förstern und Biologen eingesetzt. Heute werden sie auch gerne von Jägern für die Überwachung der Wälder und zur Bekämpfung von Wilderern genutzt. In manchen Fällen werden diese Kameras aber auch allgemein zur Überwachung von Grundstücken eingesetzt.
Wo darf man eine Wildkamera einsetzen?
Das ist eine rechtlich schwierige Frage – selbst bei der ursprünglichen Verwendung im Wald. Zwar befindet sich ein großer Teil der Wälder in Deutschland in Privatbesitz, diese Wälder sind aber trotzdem in der Regel für jeden frei zugänglich. Wildtierkameras werden mit Absicht möglichst unsichtbar angebracht. Dadurch können sie auch versehentlich durch im Wald umherlaufende Menschen ausgelöst werden. Dies führt aber zu einem Datenschutzproblem, da die Menschen in diesem Fall ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung fotografiert oder gefilmt werden. Viele Waldnutzer wird das nicht weiter stören, aber man muss immer damit rechnen, dass Einzelne dagegen vorgehen. Das kann im Zweifelsfall nicht nur lästig, sondern auch teuer werden. Als Ausweg aus diesem Dilemma bietet es sich an, an den Hauptwegen des betreffenden Waldbereichs Hinweisschilder anzubringen.
Allgemein kann man sagen: Eine Wildtierkamera kann problemlos nur auf Privatgelände angebracht werden, wenn dort entweder keine fremden Personen hinkommen oder Hinweisschilder rechtzeitig auf das Vorhandensein der Kamera hinweisen.
Welche Arten von Wildkameras gibt es?
Der Vergleich der Kameras verschiedener Hersteller zeigt, dass es in Bezug auf die Datenspeicherung hauptsächlich die folgenden unterschiedlichen Arten gibt:
- Kameras, die nur mit SD-Karte ausgestattet sind
- Kameras, die mit SD-Karte ausgestattet sind und bei vorhandenem WLAN die Daten direkt übertragen
- Kameras, die mit einer Mobilfunkverbindung arbeiten und daher mit einer App zu nutzen sind.
Ein weiterer wichtiger Unterschied sind die für Nachtaufnahmen verwendeten LEDs. Hier wird zwischen weißen LEDs, IR-LEDs und Black-LEDs unterschieden. Mit weißen LEDs wird die beste Ausleuchtung des Aufnahmebereichs erreicht, die sogar für Farbaufnahmen reicht. Allerdings sind diese LEDs sichtbar. IR-LEDs (Infrarot-LEDs) eignen sich für Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Sie sind nur dann zu sehen, wenn man sie direkt anblickt. Die „unsichtbarsten“ LEDs sind Schwarzlicht-LEDs. Sie werden von Menschen und Tieren kaum wahrgenommen. Allerdings ist ihre Beleuchtungswirkung schlechter als die von IR-LEDs.
Fazit
Wer ernsthaft über den Kauf einer Wildkamera nachdenkt, sollte sich über die rechtlichen Bedingungen der Nutzung und die Funktionsweise der unterschiedlichen Kameratypen im Klaren sein. Wichtig ist auf jeden Fall das Umfeld, in dem die Kamera verwendet werden soll.











































