Hat man sich für ein Kamera-Gehäuse und somit für einen bestimmten Hersteller entschieden – beliebt sind hierbei Canon, Nikon, Pentax, Sigma und Sony - beginnt die Suche nach dem optimalen Objektiv. Wichtig ist hierbei vor allem, was man hauptsächlich fotografieren möchte, aber ein Objektiv mit Zoom ist in vielen Fällen eine sinnvolle Wahl.
Was ist ein Zoom-Objektiv?
Man kann Objektive einteilen in Festbrennweiten und Zoom-Objektive; der grundlegende Unterschied ist, dass Objektive mit Festbrennweite jeweils nur eine einzige Brennweite abdecken, während Zoom-Objektive einen ganzen Bereich an Brennweiten vereinen, die beim Zoomen fließend ineinander übergehen. Durch die Verwendung einer im Vergleich längeren Brennweite (entweder mit einem längeren Festbrennweiten-Objektiv oder mithilfe eines Zoom-Objektivs) wird das Objekt näher herangeholt, also vergrößert. Genauer gesagt verändert sich dadurch der Blickwinkel, ohne dass man sich dabei dem anvisierten Objekt tatsächlich nähert. Eine Brennweite von 50 mm wird bei Kleinbildkameras (unter anderem von Pentax) oder Digitalkameras im Vollformat als Normalbrennweite bezeichnet, da hier der Blickwinkel ungefähr demjenigen des Auges beim Menschen entspricht.
Welche Arten von Objektiven gibt es?
Die Einteilung von Objektiven erfolgt anhand ihrer Brennweite:
- Superweitwinkel-Objektive,
- Weitwinkel-Objektive,
- Standard-Objektive,
- Tele-Objektive und
- superstarke Tele-Objektive.
Zoom-Objektive können jeder der genannten Objektiv-Arten zugeordnet werden, da der Ausdruck Zoom lediglich eine variable Brennweite ausdrückt.
Welche Kaufkriterien für Zoom-Objektive gibt es?
Verschiedene Kriterien spielen beim Kauf eines Zoom-Objektivs eine wichtige Rolle.
Das bereits vorhandene Kamera-Gehäuse: Möchte man die Foto-Ausrüstung um ein neues Objektiv ergänzen, muss man die Kompatibilität von Kamera-Gehäuse und Objektiv berücksichtigen. Bei Pentax gibt es beispielsweise eine K-Serie, eine M-Serie und eine A-Serie.
Das Anwendungsgebiet: Als Nächstes ist die zukünftige Verwendung für die Wahl des neuen Objektivs ausschlaggebend. Für Porträt-Fotografen eignet sich neben einer lichtstarken Festbrennweite von beispielsweise 85 mm ein Zoom-Objektiv aus dem Bereich der Tele-Objektive mit den Brennweiten 70-200 mm. Möchte man hingegen Landschaften fotografieren, sollte man zu einer Optik im Weitwinkel-Bereich greifen – also zum Beispiel zu einem 18-35 mm Weitwinkel-Zoom-Objektiv.
Die Lichtstärke: Im Vergleich zu einem Zoom-Objektiv ist ein Objektiv mit Festbrennweite bei gleicher Brennweite deutlich lichtstärker, wodurch das Fotografieren bereits bei wenig vorhandenem Licht noch möglich ist. Außerdem kann man mit lichtstärkeren Objektiven kürzere Verschlusszeiten erreichen und damit sehr schnelle Bewegungen fotografisch festhalten. Ein Verwackeln und Bewegungsunschärfe sind daher wesentlich unwahrscheinlicher.
Das Gewicht und nützliche Extrafunktionen: Wichtig zu wissen ist auch, dass Zoom-Objektive aufgrund des komplexen Linsensystems im Inneren meist schwerer als Festbrennweiten-Objektive sind – allerdings lässt sich durch die variablen Brennweiten in einem einzigen Zoom-Objektiv wieder Transport-Gewicht einsparen.
Durch das höhere Gewicht und den längeren Auszug von Zoom-Objektiven besteht aber wiederum Verwacklungs-Gefahr. Die Verschlusszeit sollte daher dementsprechend angepasst werden. Üblich ist hierbei, bei einer Brennweite von 200 mm mit einer Verschlusszeit von maximal 1/200 Sekunde zu fotografieren, es sei denn, man hat eine sehr ruhige Hand oder ein Stativ zur Verfügung.
Neben einem schnellen Autofokus sollte man gerade bei Tele-Zoom-Objektiven aufgrund der geringeren Lichtstärke auf das Vorhandensein einer Bildstabilisator-Funktion beim Kauf achten.
Der Kaufpreis: Ein entscheidender Faktor bei der Wahl ist der Kaufpreis und das vorhandene Budget. Nicht ganz so teuer sind Produkte von Fremdherstellern, die mit den gängigsten Modellen anderer Kamera-Hersteller kompatibel sind. Bei günstigeren Objektiven kann allerdings die Lichtstärke beziehungsweise die maximale Blendenöffnung verringert sein.
Fazit
Zoom-Objektive sind besonders auf Reisen eine gute Wahl, da in einem einzigen Objektiv ein ganzer Bereich an Brennweiten kombiniert ist und man daher die Ausrüstung auf ein Mindestmaß beschränken kann. Auch beim Fotografieren von Veranstaltungen ist man mit Zoom-Objektiven wesentlich flexibler, da man hierbei oft rasch reagieren muss und man nicht immer persönlich nahe genug an das Geschehen herankommt.
Nachteilig sind jedoch die meist geringere Lichtstärke beziehungsweise vergleichsweise kleine maximale Blendenöffnung. Zudem sagt man Zoom-Objektiven generell etwas schlechtere Bildqualität sowie geringere Schärfe im Vergleich zu Festbrennweiten nach.









































