Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Baustellenradios von Herstellern wie unter anderem Bosch, Festool, Makita, Blaupunkt, Einhell, Hilti, Medion oder Milwaukee. Worauf es beim Kauf zu achten gilt und welche Unterschiede es zwischen den Geräten gibt, stellen wir Ihnen nachfolgend genauer vor.
DAB, DAB+, Bluetooth und mehr – was ist ein Baustellenradio?
Baustellenradios, die auch häufig nur als Bauradios bezeichnet werden, sind eine besondere Art von Radio, das sich speziell für den Einsatz auf einer Baustelle eignet. Die Bedingungen sind auf einer Baustelle rauer als zu Hause. Deshalb muss ein solches Gerät robust, leistungsstark und resistent gegenüber Schmutz sowie Spritzwasser sein. Viele Bauradios sind mit größeren Tasten ausgestattet, die sich auch mit Handschuhen bedienen lassen. Zarte, elegante Hightech-Geräte wie für zu Hause haben in dieser Umgebung nichts verloren – sie wären viel zu anfällig für Schmutz oder Kratzer.
Ein Bauradio ist um einiges widerstandsfähiger und durch seine Bauweise gut vor Spritzwasser, Staub oder Stürzen geschützt. Dank der höheren Leistung erreichen diese Radios eine höhere Lautstärke und sind somit auch bei Baustellenlärm noch zu hören. Ganz egal, ob mit schmutziger Schutzbrille oder mit Handschuhen – dank großer Tasten und einer einfachen Bedienung lassen sich der Radiosender oder die Lautstärke schnell anpassen. Beachtet werden sollte, dass ein Baustellenradio mehr Gewicht auf die Waage bringt als ein normales Radio für den Haushalt – sie sind entsprechend besser gepolstert, was sie schwerer macht.
Welche Standards sollte ein Baustellenradio erfüllen?
In der Regel ist jedes Baustellenradio dazu in der Lage, Rundfunk über UKW (Ultrakurzwelle) auf einer Baustelle zu empfangen. Auch der Empfang von MW (Mittelwelle) ist damit normalerweise kein Problem. Dadurch lassen sich alle im Bundesland zur Verfügung stehenden Radiosender unterwegs hören. Wer sich eine größere Reichweite wünscht und auch internationale Sender auf dem Radio empfangen möchte, kann sich alternativ für einen Weltempfänger entscheiden. Auch DAB und DAB+ sollten unterstützt werden.
Dank USB- oder SD-Datenträgern lassen sich häufig auch MP3-Dateien auf Bauradios übertragen, auch wenn diese Technologie mittlerweile etwas veraltet ist und viele Menschen inzwischen über ihr Smartphone Musik aus dem Internet streamen.
Besonders wichtig ist, dass das gewählte Radio gewisse Qualitätsstandards erfüllt, wie zum Beispiel die Kompatibilität zu DAB oder DAB+. Es sollte aus robusten, stabilen Materialien gebaut sein, denen Wasser, Staub oder auch Stöße nicht viel anhaben können. Entsprechend widerstandsfähig müssen das Gehäuse sowie auch der Tragegriff verarbeitet sein.
Hier zeigen sich zum Teil große Unterschiede, wenn teurere und günstigere Modelle miteinander verglichen werden. Meist spiegelt sich eine solide Verarbeitung im Preis wider, sodass es sich lohnt, etwas mehr zu investieren. Darüber hinaus bieten hochpreisigere Geräte häufig auch einen größeren Funktionsumfang. Wir empfehlen daher, vor dem Kauf einen umfassenden Vergleich verschiedener Modelle durchzuführen, um das richtige Bauradio zu finden.
Vor- und Nachteile: Akku vs. kabelgebunden
Baustellenradios sind sowohl als kabelgebundene als auch als kabellose Variante erhältlich. Beide Bautypen bieten spezifische Vor- und Nachteile, über die man sich vor dem Kauf im Klaren sein sollte. Dabei überzeugen kabellose Geräte durch ein hohes Maß an Flexibilität: Sie lassen sich überall hin mitnehmen und nutzen, ohne dass sie vor Ort auf einen Stromanschluss angewiesen sind. Diese Geräte sind mit einem aufladbaren Akku ausgestattet. Ein Nachteil ist, dass die Akkus der Geräte irgendwann leer sind – was nach mehreren Stunden auf der Baustelle der Fall sein kann.
Wer sich trotzdem für ein flexibel nutzbares Gerät entscheiden möchte, sollte zumindest darauf achten, dass es sich um ein Baustellenradio mit einem besonders leistungsstarken Akku handelt. Es gibt auch Modelle, für die ein zusätzlicher Akku als Ersatz nachgekauft werden kann. Gibt die eine Batterie dann auf, legt man die nächste in das Radio ein und schon kann es weitergehen.
Kabelgebundene Geräte bieten den Vorteil, dass sie unbegrenzt lange nutzbar sind, da sie über ein Kabel und ein Netzteil verfügen. Ist eine Steckdose in der Nähe, wird das Gerät einfach eingesteckt und schon genießt man den ganzen Tag über Musik. Dies ist gleichzeitig aber auch ein gewisses Manko, denn dadurch ist die Flexibilität eingeschränkt – das Gerät kann nur dort genutzt werden, wo es auch eine Steckdose gibt. Gerade auf einer Baustelle können Steckdosen Mangelware sein.
Technische Feinheiten
Damit die Geräuschkulisse auf einer Baustelle etwas angenehmer gestaltet wird und die Arbeiter motiviert ans Werk gehen, sollte ein Bauradio nicht nur möglichst laut sein, sondern auch einen guten Klang bieten. Dabei gibt es einige technische Feinheiten, die es beim Kauf zu beachten gilt. Wer verschiedene Produkte miteinander vergleicht, wird feststellen, dass diese sich im Hinblick auf Funktionen und Leistung voneinander unterscheiden. Deshalb ist es von Vorteil, bereits im Vorfeld zu wissen, worauf man selbst Wert legt.
Die Klangqualität eines Baustellenradios lässt sich bei einem Kauf über das Internet zuvor nicht überprüfen – hier können allerdings Testberichte und Käuferrezensionen eine gute Hilfe sein. Die tatsächliche Klangqualität lässt sich nur schwer in genauen Zahlen angeben und ist oft subjektiv. Im Zweifelsfall sollte man ein Gerät bestellen und ausprobieren, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Sagt einem das Radio dann nicht zu, so hat man immer noch die Möglichkeit, das Gerät wieder an den Händler zurückzuschicken.
Die Leistung eines Baustellenradios kann bis zu 20 Watt betragen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Wattleistung der Boxen, desto höher lässt sich auch die Lautstärke einstellen. Mit der Klangqualität hat dieser Wert allerdings nichts zu tun. Wird das Gerät vor allem auf einer lauten Baustelle eingesetzt, auf der Kreissägen oder auch Presslufthämmer zum Einsatz kommen, ist es sinnvoll, sich für ein Gerät mit einer hohen maximalen Lautstärke zu entscheiden, welches die monotonen Baustellengeräusche übertönt. Trotzdem ist es natürlich wichtig, auch weiterhin während der Arbeit einen Gehörschutz zu tragen.
Weil es auf Baustellen schmutzig, matschig, staubig und nass werden kann, muss es sich um ein Modell handeln, das bei jedem Wetter einsatzbereit ist und äußeren Einflüssen trotzt. Ein Spritzwasserschutz sollte daher selbstverständlich sein. Ist dieser nicht ausreichend, kann es passieren, dass das Radio bei Regen oder extremer Witterung den Geist aufgibt.
Es gibt Geräte, die über eine integrierte Weckfunktion verfügen – diese lassen sich als Timer nutzen. Ganz egal, ob als Erinnerung an die Mittagspause oder auch für den Start eines Projekts. Manchmal ist es von Vorteil, ein lautes Signal abspielen zu können, um alle Personen vor Ort zusammenzutrommeln. Das erspart lautes Rufen.
Wer sein Gerät nicht nur an das Smartphone koppeln, sondern auch die Unterhaltung und die Musik dem Radio überlassen möchte, sollte sich für ein Modell mit integrierter Speicherfunktion entscheiden. Solche Radios ermöglichen, Radiosender abzuspeichern – so ist es ein Leichtes, die passende Frequenz wiederzufinden und abgespeicherte Sender sofort einzustellen. Die meisten Geräte bieten dabei eine Speicherfunktion zwischen fünf und 32 Sendern, die sich ganz einfach per Tastendruck einstellen lassen.
Besonders praktisch ist außerdem, wenn ein solches Radio mit einem USB-Anschluss ausgestattet ist. Dann lässt sich damit sogar das Smartphone aufladen, wenn die Batterie zur Neige zu gehen droht. Doch Vorsicht: Bei Akku-Radios zieht das Aufladen des Smartphones die Batterie leer. In diesem Zusammenhang sollte man deshalb unbedingt auf einen ausreichend starken Akku achten oder ein kabelgebundenes Gerät kaufen.
Wichtig ist zudem das Gewicht eines Bauradios. Viele dieser Geräte sind schwerer als normale Radios für den Heimgebrauch – teilweise wiegen sie sogar bis zu 10 kg. Wer das Radio häufiger von einem Ort zum anderen transportieren möchte, sollte dem Gewicht beim Vergleich verschiedener Modelle Beachtung schenken. Denn es macht einen Unterschied, ob man ein Radio mit nur 2 oder 10 kg Gewicht über mehrere Stockwerke nach oben tragen muss. Verbleibt das Radio dauerhaft am selben Platz, so ist das Gewicht nicht der wichtigste Faktor beim Kauf.
Möchte man sich nicht auf die lokalen Radiosender verlassen und seinem eigenen Musikgeschmack nachkommen, dann ist es von Vorteil, wenn das Radio über einen Bluetooth oder AUX-Anschluss verfügt. Beide Varianten sind an vielen Geräten zu finden, aber natürlich nicht für jeden Nutzer unbedingt notwendig. Welcher Anschluss sich besser für die eigenen Bedürfnisse eignet, hängt sowohl vom Arbeitsplatz als auch von der individuellen Nutzungsweise ab. Auf offenen Flächen mit nur wenigen Störfaktoren wie Decken oder Wänden ist ein Bluetooth-Anschluss die richtige Lösung – das Smartphone kann dann in der Hosentasche bleiben und die Musik wird trotzdem zuverlässig abgespielt. Wer das Radio jedoch in geschlossenen Räumen nutzt, sollte eher auf einen AUX-Anschluss setzen, damit es nicht zu wackeligen Verbindungen und Störungen kommt. Der einzige Nachteil dabei ist: Klingelt das Telefon, hört man den Klingelton auf der ganzen Baustelle, da die Musik dadurch unterbrochen wird.
Fazit
Für unkomplizierte Musik auf einer Baustelle ist ein Bauradio die richtige Wahl. Sie sind resistent gegenüber äußeren Einflüssen wie Schmutz, Wasser, Staub oder extremen Temperaturen und reagieren unempfindlich auf Stöße.
Baustellenradios bieten inzwischen einen ebenso großen Funktionsumfang wie andere Radios auf dem Markt und sollten daher entsprechend der eigenen Vorstellungen, aber auch des Arbeitsplatzes gewählt werden. Es macht einen Unterschied, ob das Gerät im Freien oder in einem Gebäude zum Einsatz kommt. Auch die Auswahl zwischen einem kabelgebundenen und einem akkubetriebenen Gerät muss vor dem Kauf getroffen werden – diese hängt insbesondere von den örtlichen Gegebenheiten ab.
verbessern die Stimmung auf der Baustelle
sehr robust und wettergeschützt
lange Akkulaufzeit
teurer als normale Radios
wenig Funktionen und Senderspeicher
oftmals kein Stereoklang



















































