Wer schon einmal einen Wasserschaden im Eigenheim erlebt hat, weiß: Wenn man das Problem bemerkt, ist es meistens schon zu spät. Wassermelder schaffen da Abhilfe, denn sie können größere Wasserschäden durch Früherkennung verhindern. Leistungsfähige, smarte Geräte schalten zusätzlich das Gerät aus, das für den Wasseraustritt verantwortlich ist. Hohe Kosten und aufwendige Sanierungen durch Wasserschäden können mithilfe von Wassermeldern also vermieden werden. WLAN-Wassermelder eignen sich dementsprechend als sinnvolle Erweiterung fürs Smart Home. Beliebte Hersteller sind u. a. AVM, Abus, Bosch, Nedis, Gigaset, Loxone, Honeywell oder Somfy.
Was ist ein Wassermelder?
Wassermelder sind kleine Geräte, die über Wassersensoren auf Wasser und Feuchtigkeit reagieren. Erfasst ein Wassersensor auftretende Nässe, wird beim Gerät ein Licht- und Tonalarm ausgelöst. Wassermelder gibt es grundsätzlich mit einem oder mehreren Wassersensoren. Die Geräte reagieren mit unterschiedlicher Empfindlichkeit bereits bei etwa 1 mm bis 1,5 mm Wasserstand. Smarte Wassermelder können beispielsweise die Waschmaschine, aber auch Räume bzw. das Haus kontrollieren.
Je nach Modell arbeiten Wassermelder über das Stromnetz oder ziehen ihre Energie aus Batterien beziehungsweise Akkus. Batteriebetriebene Geräte erlauben wegen der Unabhängigkeit zum Stromnetz eine flexiblere Montage als kabelgebundene Modelle. Die Anbringung der Meldegeräte erfolgt nahe am wasserführenden Gerät oder am Wasserrohr. Für die Überwachung eines ganzen Hauses braucht es mehrere Wassermelder, damit alle Räume und Etagen des Wohnraums abgedeckt werden können. Verschiedene Geräte lassen sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes installieren.
Was unterscheidet smarte von herkömmlichen Wassermeldern?
Wassermelder für das Smarthome unterscheiden sich von einfachen Geräten durch die Verknüpfung mit WLAN und einer App. Zeitgleich mit Leucht- und Tonalarm geht eine Benachrichtigung an die Mieter oder Hausbesitzer, die in der entsprechenden App auf dem Smartphone erscheint. Außerdem können smarte Wassermelder wie der Bosch Smart Home Wassermelder auch smarte Steckdosen abschalten. Der einfache Wasserwächter dagegen ist auf den örtlichen Alarm des Geräts beschränkt, ganz ähnlich wie ein Feuer- oder Rauchmelder.
Zu großen Wasserschäden durch Hauswasser kommt es besonders häufig, wenn die Bewohner abwesend sind. Der Vorteil eines WLAN-Wasserwächters liegt deshalb auf der Hand: Auch wenn man gerade außer Haus, verreist, bei der Arbeit oder sonst wie unterwegs ist, kann man sofort Hilfe alarmieren, etwa die Nachbarn oder einen Notdienst. Wer über ein voll vernetztes Smart Home verfügt, kann zudem über die App das Hauswasser abstellen.
Sind im Haus oder der Wohnung ständig Personen anwesend, kann ein herkömmlicher Wassermelder ausreichen. Im Haus empfehlen sich allerdings Funk-Wassermelder, die miteinander verknüpft sind. Dadurch kann man den Alarm in allen Etagen empfangen. Anderenfalls ist der WLAN-Wasseralarm die sicherste Lösung zur Verhinderung großer, teurer Wasserschäden.
Wann braucht man einen Wassermelder?
Wasserschäden werden in Deutschland häufiger gemeldet als Brandschäden. Die Anschaffung eines Wassermelders kann sich also lohnen und ist grundsätzlich für jede Wohnung sinnvoll. Im eigenen Haus sollten sie unbedingt installiert werden. Wasserwächter können nicht nur Leitungswasserschäden, sondern auch eintretendes Regenwasser melden. Dazu muss der Wassersensor eines Geräts auf dem Boden des Kellers angebracht werden, etwa hinter der Tür oder unter dem Fenster.
Wie wichtig die Anschaffung eines oder mehrerer Wasserwächter sein kann, zeigen die potenziell verheerenden Schäden, die ein Wasserschaden im Eigenheim anrichten kann. Werden obere Räume beim Wasserschaden überschwemmt, bahnt sich das Wasser gewöhnlich Wege durch Decke und Wände in untere Räume. Beschädigt werden Bodenbeläge, Wandbeläge und bodennahe Möbel.
Gelangt das Wasser an Kabelführungen, Verteilerdosen und dergleichen, kann ein Kurzschluss die Stromversorgung im ganzen Haus stilllegen. Zum Kurzschluss kann es ebenfalls kommen, wenn das Wasser herumstehende Elektronikgeräte wie Fernseher, Lüfter, HiFi-Boxen und mehr erreicht. Nicht selten liegen auf dem Boden auch Verteilersteckdosen, bei denen Wassereintritt ebenfalls einen Kurzschluss herbeiführen kann.
Nach einem Wasserschaden sind in der Regel umfangreiche Reparatur-, Renovierungs-, Sanierungsarbeiten erforderlich. Elektroschäden erfordern zusätzlich den Einsatz eines Elektrikers. Je nach Art des gewählten Vertrags können oft nicht alle Kosten von einer Versicherung abgedeckt werden. Gemessen an den Folgen eines größeren Wasserschadens ist der Aufwand in Hinblick auf die Kosten und die Installation eines Wassermelders also zu vernachlässigen.
Wasseralarmgeräte gibt es in unterschiedlichen Preiskategorien für diverse Anwendungsbereiche und Bedürfnisse. Dabei gilt: Selbst Sensorgeräte fürs Smart Home von renommierten Marken sind recht günstig. Nicht vernetzte Geräte werden schon für um die 10 Euro angeboten. WLAN-fähige Wassermelder gibt es zu Preisen von 35 bis 80 Euro.
Besonders beliebt sind smarte, universelle Wasserwächter, die sich einfach und flexibel überall anbringen lassen. Das sind Melder mit Saugnäpfen, zum Anschrauben oder Ankleben. Hausbesitzer wissen den Wasseralarm zu schätzen, der zugleich für Außenbereiche geeignet ist.
Welche Kaufkriterien sollte man beim Kauf eines (smarten) Wassermelders beachten?
Wer sich für den Kauf eines Wassermelders entscheidet, sollte im Vorfeld eine Kriterien beachten.
Betriebsdauer: Weil die meisten Wassermelder für den Privatgebrauch mit Batterien betrieben werden, verfügen sie über eine begrenzte Betriebsdauer pro Batterieladung. Die Betriebsdauer sollte mindestens zwei Jahre betragen, wie sie etwa der eQ-3 HomeMatic IP Wassersensor zu bieten hat. Bei Geräten mit WLAN-Anbindung fällt die Betriebsdauer in der Regel geringer aus als bei anderen Modellen, weil die ständige Funkverbindung zusätzlicher Energie bedarf.
Lautstärke: Wassermelder informieren ähnlich wie Rauchmelder mithilfe eines lauten Alarmtons über austretendes Wasser. Damit der Alarm auch auf Entfernung noch gut hörbar ist, sollte die Lautstärke wie im Fall des Eve Water Guard V2 bei mindestens 85 Dezibel liegen. Hersteller geben diesen Wert in der Regel so an, dass die Lautstärke auf eine bestimmte Entfernung gemessen wird, also beispielsweise 85 dB/5m, wenn das Gerät mit 85 Dezibel in fünf Metern Entfernung hörbar ist.
Smart oder nicht smart: Wassermelder gibt es sowohl mit Funk- als auch mit WLAN-Anbindung. Geräte, die eine Funkverbindung unterstützen, können den Alarm an andere Melder weitergeben, sodass der Warnton dann an allen Geräten im Haus oder in der Wohnung abgespielt wird. Modelle, die WLAN unterstützen, lassen sich ins Smarthome integrieren und senden eine Benachrichtigung via App an das Smartphone des Nutzers.
Akku oder Kabel: Hersteller liefern Wassermelder in der Regel als batteriebetriebenes Gerät aus. Kabelgebundene Modelle sind dementsprechend eher eine seltene Ausnahme. Wer sich für ein Gerät mit Batterie entscheidet, sollte allerdings darauf achten, dass sich die Batterie austauschen lässt. Besonders günstige Modelle verzichten auf die Möglichkeit des Batterietauschs, wodurch das Gerät nach dem Ende der Betriebsdauer nur noch Elektroschrott ist. Das belastet nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
Kabelsonde: Je nachdem, wo der Wassermelder angebracht werden soll, empfiehlt es sich, ein Gerät mit Kabelsonde zu wählen. Während normale Modelle die Sensoren auf der Unterseite des Geräts besitzen, verfügen Wassermelder mit Kabelsonde wie der Abus Z-Wave Wassermelder über einen Sensor an einem Kabel, das an schwer zugängliche Stellen (etwa hinter der Waschmaschine) verlegt werden kann.
Fazit
Wassermelder erfüllen wichtige Aufgaben im Kontext häuslicher Sicherheit. Der rechtzeitige Wasseralarm ermöglicht das schnelle Eingreifen, um eine größere Überschwemmung mit kostenintensiven Schäden zu verhindern. Wasserwächter gibt es für jedes Budget, wobei Batteriemelder flexibler einsetzbar sind als Steckergeräte. Die größte Sicherheit bieten miteinander vernetzte Wasseralarme, auf die man weltweit per Smartphone zugreifen kann.
kostengünstig
leicht zu montieren
verhindert teure Schäden an Bausubstanz und Einrichtung
besonders günstige Modelle verzichten auf Smart-Home-Anbindung
Betriebsdauer begrenzt
kabelgebundene Geräte funktionieren nicht bei Stromausfall

















































