Neugeborene und Kleinkinder brauchen viel Aufmerksamkeit. Das ist schön und festigt die Beziehung zwischen Kind und Eltern. Wenn es ums kleine und große Geschäft geht, kommen aber auch die unangenehmen Seiten des Nachwuchses zum Vorschein. Gerade unterwegs kann eine volle Windel zum logistischen Albtraum werden. Eine gut gepackte Wickeltasche kann da echte Abhilfe schaffen.
Material
Ein Wickelrucksack muss im Zweifelsfall viel durchhalten; schließlich ist er in den ersten Monaten nach der Geburt praktisch immer dabei. Ein Hauptkriterium beim Kauf ist also die Qualität: Ist das Material strapazierfähig? Sind die Nähte zwischen Stoff und Reißverschluss gut verarbeitet?
Danach entscheidet sich auch die eigentliche Materialauswahl. Der beste Tipp heißt hier robustes Polyester oder wasserabweisender Oxford-Stoff (Baumwolle). Beide Textilien lassen sich sehr einfach reinigen. Gerade bei dreckigen Windeln ist das wichtig; schließlich soll der Rucksack für den nächsten Einsatz schnell und einfach wieder hygienisch einwandfrei sein.
Gewicht
Frische Windeln, Hygienetücher, Wickelunterlage, wasserdichte Tüten, Creme, Wechselwäsche und mehr – ein Wickelrucksack muss ganz schön viel fassen. Umso wichtiger ist es, dass das Eigengewicht des Rucksacks möglich gering ausfällt. Denn alleine der Inhalt kann gerne schon mal zwei Kilogramm wiegen. Wenn dann noch Trickflasche und Essen dazukommt, sind es rasch drei bis vier Kilogramm. Die Faustregel lautet: Umso kleiner das Kind, desto höher der Bedarf an Utensilien. Bei Zwillingen erhöht sich der Bedarf natürlich.
Viele Modelle fassen zwischen 25 und 30 Litern; das reicht in aller Regel für die genannten Inhalte. Beim Eigengewicht des Rucksacks sind die Unterschiede größer. Hochwertige Modelle liegen bei knapp 0,5 Kilogramm Gewicht, günstigere Modelle kommen auf ein Kilogramm. Wer möglichst viel Gewicht sparen will, muss also zu den hochwertigeren Wickeltaschen greifen. Eine gute Auswahl an Produkten bieten Marken wie ABC-Design, Fillikid, Hartan, Babymel, Bugaboo oder Cybex.
Funktionen: Flaschenhalter & Co.
Ein Wickelrucksack ist mit einer Kameratasche zu vergleichen: Beide haben sehr viele Fächer, um die Utensilien getrennt voneinander einzupacken. Das hat auch seinen Grund, schließlich muss man im Bedarfsfall schnell an die einzelnen Dinge rankommen und will nicht erst einmal fünf Minuten in der Tasche kramen. Zudem will man die volle Windel vielleicht nicht direkt neben das Essen packen.
Idealerweise sollte beim Wickelrucksack gleich eine Wickelunterlage mit dabei sein. Dann passt sie perfekt in den Rucksack und ist entsprechend gut verstaut. Zudem sollte die Wickeltasche über ein isoliertes Thermofach verfügen. So kann man etwa ein Fläschchen oder die zuvor abgepumpte Muttermilch warmhalten.
Einige Rucksäcke bieten zudem ein sogenanntes Nassfach. Das ist von den restlichen Fächern des Rucksacks getrennt und ist, wie der Name schon sagt, für nasse Gegenstände gedacht. Gerade bei Stoffwindeln oder schmutziger Kleidung ist so ein Fach Gold wert.
Befestigungsmöglichkeiten
Der Wickelrucksack soll natürlich auch zum Lebensstil der Eltern passen. Entsprechend gibt es verschiedenste Ausführungen, was den Transport angeht. Häufig bieten Wickeltaschen etwa einen Kinderwagengurt. Weitere Modelle kommen aber auch mit entsprechende Halterungen für Gepäckträger am Fahrrad, als Wanderrucksack oder als Umhängetasche.
Fazit
Ein Wickelrucksack ist einfach praktisch und gerade mit Kleinkind kaum zu ersetzen. Seine Einsatzdauer ist zwar verhältnismäßig kurz, dafür bringt er ein gutes Stück Organisation in ein doch schon sehr anstrengendes und unorganisiertes neues Leben mit Kleinkindern. Die Anschaffung lohnt sich also in jedem Fall.



































