Schon vor vielen Jahrzehnten ist das Gefährt mit den drei Rädern, das in seinem Aufbau einem gewöhnlichen Fahrrad ähnelt, für Kleinkinder zu einem beliebten Fortbewegungsmittel geworden. Mit einem Dreirad lernen Kinder in den ersten Jahren ihres Lebens, die Balance zu halten, sich selbstständig fortzubewegen und ihre Bewegungen zu koordinieren. Zu den beliebtesten Herstellern zählen dabei unter anderem Puky, Pfau Tec, Kettler, Smoby und Pinolino.
Was ist ein Dreirad?
Das Dreirad ist im Grunde genauso aufgebaut wie ein Fahrrad – mit dem Unterschied einer anderen Rahmenform, da es eben drei statt nur zwei Räder gibt. Gerade deshalb eignet es sich für Kleinkinder, die noch keine Übung mit einem richtigen Fahrrad haben oder dafür zu klein sind. Ein großer Vorteil eines Dreirads ist, dass das Kind nicht selbstständig die Balance halten muss. Ganz egal, ob es kurzfristig an der Ampel anhalten oder plötzlich bremsen muss – stoppt es, bleibt das Dreirad stehen und das Kind muss sich nicht aus dem Sattel bewegen. Die Gefahr des Umkippens ist somit deutlich geringer als bei einem Fahrrad. Gerade Kinder, die noch nicht ohne Stützräder fahren können, nutzen daher meist ein Dreirad im Kleinkindalter. So können sie auch ihre Eltern auf dem Fahrrad begleiten.
Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass sich ein Dreirad hervorragend dazu eignet, um die Motorik des Kindes zu schulen. Es lernt selbst, wie es lenken, in die Pedale treten oder bremsen muss. Für das spätere Erlernen des Fahrradfahrens ohne Stützräder sind diese Kenntnisse wichtige Grundlagen, die gerade im Kleinkindalter schnell erlernt werden können. Ganz egal, ob im Garten, in der Einfahrt oder auch gemeinsam mit den Eltern auf dem Gehweg – ein Dreirad ist für jedes Kind ein wichtiger Schritt in der Entwicklung – und natürlich macht es auch Spaß, damit zu spielen.
Welche Arten von Dreirädern gibt es?
Dreiräder existieren inzwischen in den verschiedensten Ausführungen und Modellarten. Deshalb gilt es, vor dem Kauf zu wissen, welche Unterschiede es gibt.
Für Kleinkinder sind Lauf- oder Treträder eine passende Alternative zu normalen Modellen. Schiebbare Dreiräder, bei denen sich der Schieber auch auf Wunsch abnehmen lässt, sorgen für zusätzliche Sicherheit in den ersten Wochen. Gerade Kleinkinder, die noch nicht alleine fahren können, können auf diese Weise von ihren Eltern angetrieben und so beim Fahren unterstützt werden.
Ebenfalls praktisch sind Modelle, die sich bei Bedarf zu einem Fahrrad umbauen lassen. Das bedeutet: Kann das Kind irgendwann sicher auf dem Dreirad fahren, lässt sich das Modell zu einem Zweirad abrüsten und das Kind kann eine neue Herausforderung wahrnehmen. Dreiräder sind sowohl mit als auch ohne Pedalen erhältlich. Einige Modelle lassen sich sogar zusammenklappen. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn man das Rad für sein Kind im Auto transportieren oder in den Urlaub mitnehmen möchte.
Welche Kaufkriterien gibt es?
Wer ein Dreirad für Kinder möchte, sollte auf unterschiedliche Kriterien achten – allen voran spielt die Sicherheit die wichtigste Rolle. Deshalb sollten Eltern vor allem auf eine gute Verarbeitung achten, bei der nichts wackelt: Lenker und Sitz sollten stabil befestigt sein und sich nicht verdrehen lassen. Auch ist es für das Kind von Vorteil, wenn das Dreirad möglichst leicht ist. Erreicht wird dies aus ein Rahmengestänge aus Aluminium, das im Vergleich zu anderen Metallarten ein deutlich geringeres Gewicht auf die Waage bringt. Kippt das Kind beispielsweise einmal mit dem Dreirad um, ist es so einfacher, selbstständig wieder aufzustehen und das Gefährt wieder hinzustellen.
Dreiräder sind zwar einerseits spaßig zum Spielen, andererseits schulen sie auch wichtige Fähigkeiten bei deinem Kind, die für seine gesunde Entwicklung essenziell sind.
Fazit
Der Kauf eines Dreirads sollte wohlüberlegt sein. Insbesondere hinsichtlich der Bauart, aber auch der Ausführung, Materialauswahl und Stabilität gibt es teilweise sehr große Unterschiede. Aus diesem Grund empfehlen wir einen Vergleich, denn gerade bei Kleinkindern ist der Sicherheitsaspekt das Wichtigste. Hier lohnt es sich, im Zweifelsfall lieber etwas mehr auszugeben.













































