
























































Viele der Babyschalen besitzen einen passenden Tragegriff. Ein Gebrauch außerhalb des Autos ist jedoch erst ab dem sechsten Lebensmonat zu empfehlen, da vorher die Wirbelsäule des Babys unter Umständen zu stark belastet wird. Von Vorteil sind größenverstellbare Babyschalen, da sie für einen gewissen Zeitraum mitwachsen und so länger im Gebrauch bleiben können.
Für Kleinkinder und Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren gibt es verschiedene Kindersitzsysteme. Zum einen werden sogenannte Hosenträgersysteme angeboten, die über ein eigenes Gurtesystem verfügen und oft mehrere Liegeeinstellungen ermöglichen. Sie sind normalerweise über einen 3-Punkte-Gurt sowie mit einem Beckengurt zu befestigen. Vorteil dieses Systems ist die hohe Bequemlichkeit, allerdings sind die Sitze recht groß. Zudem unterlaufen recht häufig Bedienungsfehler und es besteht ein höheres Risiko für Halswirbelverletzungen. Rückwärtsgewandte Reboard-Systeme hingegen bieten einen sehr guten Schutz der Wirbelsäule. Problematisch ist es jedoch meistens, wenn sie in Kleinwagen eingebaut werden sollen. Auch die nötigen Zusatzgurte erschweren eine Montage. Die neueren Fangkörpersysteme sind mit 3-Punkt- und Beckengurten kompatibel und bieten eine Abstützung des Kindes über einen Fangkörper. Sehr von Vorteil ist die simple Montage, nachteilig sind jedoch die fehlende Schulterfixierung sowie der geringere Komfort, bei dem keine Schlafstellung ermöglicht wird. Bei Dreipunktsystemen werden die Kinder auf einer Sitzschale mit dem Drei-Punkt-Gurt gesichert. Oftmals handelt es sich bei diesem System um Kombi-Sitze, die für mehrere Gewichtsklassen zulässig sind. Die universelle Einsetzbarkeit und die zusätzlich leichte Montage sind das Plus dieses Systems. Jedoch muss man dazu sagen, dass die Sitze für Kinder mit einem Gewicht unter 15 Kilogramm eher ungeeignet sind. Außerdem sind sie nicht auf Sitzplätzen mit Beckengurten einsetzbar und bieten keine Schlafstellung. Sogenannte Sitzerhöhungen dürfen nur mit 3-Punkt-Gurten verwendet werden. Moderne Isofixsysteme bieten eine sehr gute Sicherung in allen Bereichen und eine Fehlmontage wird praktisch ausgeschlossen. Diese Kindersitze werden über eine Steckverbindung sehr stabil mit dem Auto verbunden. Mit ihnen wird gleichzeitig die Körperbelastung reduziert. Sie sind allerdings relativ teuer und bisher leider nur für einzelne Fahrzeugmodelle erhältlich.
Zunächst einmal muss darauf geachtet werden, dass der Kindersitz beziehungsweise die Babyschale zur Bauart des Autos sowie zur Gurtlänge kompatibel ist. Weitere wichtige Kriterien sind das Gewicht und die Größe des Kindes. Die Sitze werden anhand von fünf Gewichtsklassen gefertigt, die angeben, welche die richtige für das Kind ist. Zudem ist es vorteilhaft, wenn der Kindersitz leicht zu montieren ist. Er sollte kippsicher sein und nicht verrutschen können. Eine hochwertige Verarbeitung der Systeme ist Pflicht, daher sollten nur Kindersitze gekauft werden, die mit dem aktuellen Prüfzeichen (ECE 44-04) ausgewiesen sind. Bei Babyschalen ist es ratsam, ein größenverstellbares Modell zu wählen, da sie dann länger vorhalten. Kindersitze sollten über seitliche Absicherungen verfügen. Außerdem muss sichergestellt sein, dass der Kopf auch beim Schlafen gestützt wird und die Sitze für das Kind komfortabel sind. Bei einfachen Sitzerhöhungen sollten zumindest Führungshörner vorhanden sein, die einen korrekten Gurtlauf gewährleisten. Es ist sinnvoll, daneben auf den Bezugstoff des Sitzes zu achten. Dieser sollte abnehm- und waschbar sowie insgesamt pflegeleicht sein. Wichtig ist es auch, atmungsaktive Bezüge zu wählen, damit ein unnötiges Schwitzen verhindert wird. Eine Einbauprobe vor dem Kauf eines Kindersitzsystems ist unabdingbar: Nur so lässt sich prüfen, ob das System wirklich in das jeweilige Auto passt und ob das Kind bequem, gut und sicher darin sitzt.