Testurteil: "44%"
Test: Einzeltest: Raumschiff Manager 2.0
Zitat: Pro: + Original Raumschiff-Designs
+ Guter Kontrast zwischen den Parteien
Kontra: - Geringer Spielumfang
- Chaotische Weltraumschlachten
- Lizenz nicht ausgeschöpft
- zu wenige Taktik-Optionen
- langweilige Präsentation
- unpassender Storyansatz
Ich bin weder Trekkie noch Trekker, aber ich kenne die Serien und Filme gut genug, um schon nach kurzer Zeit zu erkennen, wie erbärmlich Star Trek: Conquest mit dem gegebenen Potential umgeht. Mal abgesehen davon, dass viele Gegebenheiten von vornherein nicht ins Star Trek-Universum passen, ist es die Spielmechanik, die mich am meisten verärgert. Das Herumkommandieren der wenigen Flotten ist einfach zu dröge und bieder, um Faszination zu versprühen. Schon nach rund 15 bis 30 Minuten hat man alle Elemente des Spiels gesehen und klappert einen Feldzug nach dem anderen ab. Wobei die Spieldauer einer Partie erstaunlicherweise kaum zwei Stunden beträgt. Faszinierend? Nein! Ehrlich gesagt ist die gut geklaute Hintergrundbeschallung insgesamt noch das spannendste Element. Von den Echtzeit-Gefechten brauche ich gar nicht erst anzufangen, denn eine koordinierte Schlacht stelle ich mir anders vor. Neben Übersichtshilfen wie einer Art Radaranzeige fehlt es an einer besseren Unterscheidung zwischen Freund und Feind sowie einer erkennbaren Gefechtsstruktur. Man hat eigentlich nur das Gefühl, auf gut Glück durch den Raum zu fliegen und alles abzuknallen, was einem vor den Bug kommt. Der Spaßfaktor liegt somit irgendwo zwischen einem Star Trek V-Themenabend und einem Interview mit dem getöteten Fähnrich aus Episode 121 von "The Next Generation". Scottie, beam es weg, ich kann es nicht mehr sehen!