Testurteil: "Gold-Award"
Test: Einzeltest: Corsair Dominator DDR3-1600 12GB Triple-Channel-Kit
Zitat: Corsair stellt auch mit denen neuen 4GB Modulen eindrucksvoll unter Beweis, das diese Module nicht nur viel Arbeitsspeicher-Kapazität ins System"schaufeln", sondern auch performant agieren können. Die Signalqualität samt Stabilität ist über jeden Zweifel erhaben, das SPD fehlerfrei programmiert und die Übertaktungsfähigkeit charakterisieren wir als angemessen, was auch für den Preis gilt. Positiv anzumerken ist, das die Module auch schon bei 1,50 Volt DDR3-1600 erreichen, dann allerdings mit reduzierten Timings (9-9-9-24). Ob die Speicherverwaltung des Mainboards so etwas wie eine Entlastung registriert, sei mal dahingestellt. Zwar ist für eine 12GB Bestückung keine Vollbelegung der Speicherslots mehr notwendig, das sich die Mainboards mit den 4GB Modulen trotzdem etwas schwer tun, unterstrich die Inbetriebnahme unserer beiden aktuellen Sockel 1366 Mainboards. Erst nach dem Einspielen der aktuellsten Bios Versionen war an einen sauberen Systemstart zu denken. Das versteht sich zwar bei der Verwendung von neuer Hardware eigentlich von selbst, allerdings lagen die jeweiligen Bios Versionen von Asus nur wenige Wochen auseinander. Die Lüfterleiste hat in unserem System, außer einer deutlichen Zunahme der Gesamtlautstärke und minimalen Temperaturabsenkung der Module, keine nennenswerten Aspekte herausarbeiten können. Solange in eurem PC-Gehäuse ein ausreichender Airflow existiert, genügen die DHX Heatspreader im Regelfall völlig. Wer grenzwertige Übertakungsversuche realisieren möchte, wird sich an der Lärmentwicklung der beiden 60mm Lüfter ohnehin nicht stören, da der Rest des Systems naturgemäß kaum leiser agieren dürfte. Einen spürbaren Unterschied zwischen 3x2 und 3x4GB Bestückung konnten wir unter Windows 7 64bit im herkömmlichen Alltagsbetrieb kaum herausarbeiten. Keines unserer installierten Spiele lief spürbar schneller oder lud seine jeweiligen Speicherstände performanter als 3x2GB, auch nicht GTA IV. Photoshop CS3 kam mit dem angebotenen Speicher zunächst einmal überhaupt nicht zurecht und quittierte das quantitative Überangebot mit einem Absturz. Erst nach einigen Änderungen in der CS3 Speicherverwaltung, in der wir Photoshop weniger verfügbaren Speicher zugewiesen haben, entspannte sich die Situation. Beim Rendern oder aufwendigen Videoschnitt relativiert sich die Situation allerdings deutlich, hier kann gar nicht genug Ram im System arbeiten, insofern überwiegen hier die Vorteile einer größeren Kapazität deutlich. Dies wird im CAD-Bereich vermutlich genauso aussehen, allerdings fehlt uns diesbezüglich die Software, um die Situation objektiv zu beurteilen. Eines haben die Hersteller in unseren Tests allerdings alle gemeinsam, die fehlenden Angaben bezüglich der QPI-Uncore Spannungen, die als genauso elementar anzusehen sind, wie die Angabe der "normalen" Speicherspannung. Wir haben diesbezüglich bei Corsair nachgefragt und erhielten folgende Antwort: "Intel validierte die Lynnfield XMP Profile bei 1,35V – die aktuelle Validierung (Bloomfield) sieht hier jedoch nur noch 1,20V vor. Auch werden von Intel nur noch XMP Profile für den Bloomfield freigegeben. Alle Corsair Module, die über XMP Profile verfügen haben somit entweder 1,35V oder 1,20V als QPI im XMP Profil hinterlegt – letzteres ist mit einem „a“ in der Revisionsnummer angegeben (auf dem Label der Module ersichtlich)" Wir würden es auch begrüssen, wenn Corsair eine aktuelle Mainboard Kompatibilitätsliste führen würde, damit sich die potentiellen Kunden darüber informieren könnten, ob der anvisierte Speicher mit dem eigenen oder zu kaufenden Mainboard harmoniert. Dies gilt übrigens nicht nur für Corsair, sondern für alle Speicherhersteller. Das der Speicher auf vielen Mainboards im Werk getestet wird, ist zwar eine gute und richtige Maßnahme, nur welche Boards dies explizit sind, weiß ja trotzdem keiner...