Testurteil: "5.9 / 10"
Test: Einzeltest: Der Herr der Ringe: Die Eroberung
Zitat: Pro: + Heldenund Bosskämpfe machen Spaß; originaler Soundtrack erfreut das Ohr; leicht verdiente Gamerscore-Punkte
Contra: vermurkstes Gameplay; triste Schlauchlevel; dröge Grafik und veraltete Technik; Glitches und frustrierende Bugs, hässliches Clipping; untaugliches Kampfsystem und schwere Balancing-Schwierigkeiten; unepischer Multiplayer, der Massenschlachtfeeling vermissen lässt
Ich maße mir an, vom Herren der Ringe und Mittelerde ein klein wenig zu verstehen, Pandemic jedenfalls tut dies nicht. Eine Granate hatte zwar selbst ich als wahrer Fan nicht erwartet, dafür aber einen Titel, der genau mein Klientel ansprechen würde. Vergebens: Electronic Arts und Pandemic haben Herr der Ringe: Die Eroberung wirklich komplett in den Sand gesetzt! Das Gameplay ist durchwachsen, das Kampfsystem überflüssig, triste Schlauchlevel langweilen und die Grafik mit all den matschigen und detailarmen Texturen und grafischen Glitches beleidigt in Zeiten von HD-Optik das Auge. Einzig die Boss- und Heldenkämpfe bringen ein wenig Mittelerde-Feeling in die Sache, welcher Fan wollte nicht schon immer mal als Balrog durch Hobbingen stampfen um schließlich in Form von Sauron Gandalf platt zu machen? Auch die musikalische Untermalung weiß dank Film-Soundtrack zu überzeugen, anders als die teils lieblosen deutschen Synchronisierungen. Inhaltliche Fehler und schwere Bugs trüben das Spielvergnügen aber ungemein, seien es nun fehlende Trigger, unerreichbare Questziele und ähnliches. Wer scharf auf Multiplayer-Action ist, greift lieber zur Battlefield-Reihe, HdR-Fans sind mit „Die Schlacht um Mittelerde“ (beide von EA aus einer besseren Zeit) dank ähnlicher Optik aber ungleich besserem Gameplay besser beraten.