Testurteil: "8.2 / 10"
Test: Einzeltest: Need for Speed: Shift
Zitat: Pro: + großer Umfang, abwechslungreiche Events, netter Fuhrpark. Mischung aus echten und Fantasy-Strecken, viele freischaltbare Abzeichen, Levelsystem, Fahrerprofil, coole Cockpitperspektive, viele Leistungsupgrades, umfassendes Wagen-Setups, viele Möglichkeiten der Individualisierung, viele zuschaltbare Fahrhilfen, meist flüssige und stimmige Grafik, solide Online-Rennen, kerniger Motoren-Sound, nette Replays (leider nicht abspeicherbar), Lenkrad-Unterstützung
Contra: sensibles und gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten, viel zu aggressive und schwankende KI, sehr fummelige Dirft-Events, mageres Schadensmodell, lange Ladezeiten, gelegentliche Ruckler (PS3, Xbox 360), kein LAN-Modus (PC), Tastatur kaum zu gebrauchen (PC), kein Autosculpt mehr, pixelige Aufkleber, unspektakulärer Soundtrack, recht lange Installation (PS3)
Need for Speed: Shift stellt ein völlig neues Need for Speed dar, das einen Spagat zwischen Simulation und Arcade schlagen will. Das klappt grundsätzlich, da neben unzähligen Fahrhilfen auch viele Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Auch der Umfang ist mehr als ausreichend und dürfte für Wochen beschäftigen. Hinzu kommen noch eine angenehme Strecken- und Fahrzeugauswahl. Technisch lässt Shift seine ruckligen Vorgänger weit hinter sich und überzeugt mit schicken Wagenmodellen, netten Streckendetails und einem flüssigen Bildaufbau. Doch warum durchbricht das Spiel nicht die 90er-Marke? Die Antwort ist ganz einfach: Need for Speed: Shift leidet an einer etwas undurchsichtigen Fahrphysik, die viel Einarbeitungszeit und eine Menge Feinjustierungen nötig macht. Und trotzdem bleibt immer ein unstimmiger Punkt übrig. Das Verhalten der Wagen im Grenzbereich ist zu extrem, während man ständig mit Übersteuern zu kämpfen hat. Zwar kann man die Empfindlichkeit der Steuerung umfangreich anpassen, so richtig glücklich wird man dennoch nicht, da ein flüssiges Kurvenverhalten irgendwie nicht richtig zustande kommt. In Verbindung mit der aggressiven KI muss man teilweise recht frustresistent sein, um möglichst viel Spaß mit Need for Speed: Shift zu haben.