Test: Einzeltest: Intel "SandyBridge" Core i7-2600K
Zitat: Pro: +
+ günstiger Preis verglichen mit Sockel 1366
+ niedriger Stromverbrauch
+ vollwertige, integrierte Grafik
+ extrem gute Performance
Contra: -
- aktuell keine Plattform, die sowohl CPU als auch GPU-Overclocking vollwertig unterstützt
- Overclockingpotential unter Kälte noch sehr beschränkt
Es gibt eindeutig einen neuen Preis-Leistungs-Stern am Intel-Himmel. Die SandyBridge-Produktreihe bietet viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld. Waren die Preise der 1366-CPUs bis auf den i7-920 für die meisten "out-of-range" so bietet bereits der 2500K für knapp 200€ eine überragende Leistung zum guten Preis. Die fehlenden HT-Threads vermisst man angesichts der enormen Roh-Leistung im Alltag nur in seltenen Fällen und selbst die 300€, die für den 2600K fällig werden, sind angesichts des direkten Vergleiches mit dem i7-920 jeden Cent wert, wenn man Wert auf maximale Performance legt.
Bei der Boardausstattung lässt Intel zwar den Schritt zu USB 3.0 vermissen, PATA Ports gehören der Vergangenheit an und CF/SLI gibt es bei den günstigeren Boards nur mit 8x/8x, jedoch werden Boardhersteller wie ASUS, Gigabyte und EVGA dafür Lösungen bieten. So ist USB 3.0 auf fast allen Dritthersteller-Boards Standard und der NF200 sorgt z.B. auf dem ASUS Maximus IV Extreme für mehr PCI-E-Lanes.
Der Stromverbrauch ist generell niedriger geworden, ein neues Netzteil wird niemand für die neuen CPUs brauchen, wenn er jetzt ein aktuelles Gerät ab 400W sein Eigen nennt. Selbst mit Overclocking bei 4.5 GHZ verbraucht der 2600K dank niedriger Spannungen nur insgesamt 210W für das gesamte System unter Vollast. Für Freunde des "Undervolting" und Multimedia-PCs werden Systeme nahe der 100W-Grenze (auf Basis eines H67-Board) möglich ohne auf eine gute Leistung verzichten zu müssen.
Abraten würden wir jedem Overclocker aktuell von den Non-K-Varianten. Solange der BCLK nicht Richtung 150+ geht, braucht man einfach den freien Multiplikator von 2500K und 2600K. Ersterer ist unser "Preis-Leistungs-Tipp", der 2600K ist das Richtige für Enthusiasten, die sich alle Möglichkeiten offen halten wollen.
Für das Benchen älterer Grafikkarten in den hwbot-Ranglisten ist der SandyBridge ein absolutes "Must-Have", wie diverse Tests mit 7950 GT, 8800 GTS, 465 GTX und 480 GTX zeigten. Problemlos kann man mit sich bei 5.3 GHZ auf der CPU um den höchstmöglichen GPU-Takt kümmern - die Kompressorkühlung nützt dabei auf der Grafikkarte oftmals mehr als auf der CPU.
Dies ist der einzige negative Punkt am SandyBridge - bisher nützt Kälte nur wenig und somit wird der Extreme-Overclocking-Bereich gerade angesichts des Potentials noch nicht voll angesprochen. Mit einigen Mods und neuen Bios-Versionen könnte sich dies aber noch ändern.