Testurteil: "49%"
Test: Einzeltest: Coraline
Zitat: Pro: + Schwierigkeitsgrad ist Okey
+ Grafik gleicht dem Film
+ Synchro ist akzeptabel
+ Typische Gaiman Story
+ Super Cutscenes
Kontra: - Fixe Kamera
- Wiederholende Minispiele
- "Im Rechten Winkel laufen"
Vorneweg fürs Protokoll: Das Spiel ist ein kompletter Spoiler des Films, wer also sich die Freude auf den Kinofilm nicht verderben möchte, der wartet bis der Kinobesuch vorüber ist. Das Spiel selbst ist leider nur Mittelmass. Gerade was die Story anbelangt wäre hier mehr drin gelegen. Wer sagt denn, dass ein Spiel zum Film immer die selbe Story erzählen muss? Ich hätte es schön gefunden, wenn man sich hier die Mühe gemacht hätte eine Vorgeschichte zu erzählen. Das hätte auch schon genügt um den restlichen spärlichen Inhalt und die sich wiederholenden Minispiele hinwegzutrösten. Die Minispiele und Rätsel, die es zu lösen gilt sind zwar ganz nett, aber sie wiederholen sich einfach zu schnell. Zudem nervt die fixierte Kamera, die einige Blickwinkel verdeckt. So sieht man gewisse Ecken einfach nicht, was bei einigen Minispielen wirklich ungünstig ist. Wer die Fussbälle im Obergeschoss z.B. ins Tor schiessen möchte, der muss sehr darauf achten, dass keiner dieser Bälle unter die Kamera rollt oder in eine verdeckte Ecke. Einmal dort, bekommt man sie nämlich nicht mehr raus. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Steuerung von Coraline. Das Mädchen läuft ausschliesslich im rechten Winkel umher. Sowas habe ich zuletzt bei 10 Jahre alten Spielen gesehen. Besonders auffällig ist dies, wenn Coraline im Schneckentempo eine Kiste schieben oder tragen muss. Wirklich positiv überrascht hat mich der Schwierigkeitsgrad des Spiels. Das Game ist zwar sicherlich für Kinder gedacht, fordert aber Erwachsene durchaus auch. Denn kaum ein Minispiel ist beim ersten Versuch zu schaffen. Es bedarf immer ein wenig Übung. Dennoch, unschaffbar oder unverhältnismässig unfair wird es nie. Hier können also sowohl grosse als auch kleine Spieler ihren Spass dran haben.