Hat seinen Zweck gut erfüllt ... leider ist das original Netzteil etwas zu laut bei hohen Außentemp (32°C+)
und Anwendungen (GPU - R9 270x).
Lieblos zusammengebratene Technikrestesammlung
Fangen wir mit dem Positiven an: die Optik des Gehäuses ist wirklich nett und fügt sich gut in eine Hifi-Landschaft ein. Gebürstetes Aluminum, ansehnliche Füße, das Auge hat nichts auszusetzen, die Fernbedienung sieht nicht aus wie billiger China-Ramsch aus dem 1-Euro-Shop.Bis hier alles gut.Ziel: MediaCenter unter Linux, Ubuntu mit Kodi.Gehäuse öffnen: Deckel wabbelig und sperrig zu demontieren, viele Schrauben.Montage Board: ok. Karten einbauen weniger, Maße nicht ganz stimmig, kleiner Gewaltakte mit Zange am Slotblech. Machbar, aber unschön.Montage optisches Laufwerk: der erste große Spaß. Die schief verklebte Zierblende dazu zu bewegen, mit der Lade des Laufwerks sauber zu schließen bedurfte nicht weniger als 3x ausbauen, nachfeilen (ohne die schwarze Eloxierung so abzutragen, dass es geschlossen unschön wird), wieder einbauen, schauen, wo's immer noch schleift, wieder raus, etc etc. 2h um. Werkzeug liegt herum. Schmirgelpapier. Staub.Eigentlich schon Grund genug, das Ding wieder zurückzuschicken.Dank handwerklichen Geschicks aber behoben, also weiter:Festplatte. kommt onter ODD, kein Schlitten oder Caddy. Zum Glück gesehen bei Montage des ODD. Dämpfung eher semi. Besser, man geht gleich auf 2.5" in einem gedämpften 3.5"-Montagekit. (=Zusatzkosten.)Anschluss des Netzteils: da die Fernbedienung das Gerät auch einschaltet, muss ATX an den IR-Controller gekoppelt werden. Passiert mit einem ATX-Zwischenstück, von dem ein Kabel für PowerOn zum Controller abzweigt.Das Zwischenstück, das meinem Gehäuse beilag war nur mit soviel Kraft in die ATX-Wanne zu rammen, dass ich Board ausbauen und plan auflegen musste, da sonst Bruchschaden zu befürchten war. Nebenbei füllt dieser 15cm-Kabelstrang das Gehäuse unnötig.Ins Gehäuse sollten 2 USB-Tuner-Sticks - zu einem Board, das nur einen USB2-Header hat. Von dem eine Hälfte vom IR-Controller belegt war. Basteln oder ausweichen, Ausweichen: Mini-PCIe-USB2-Karte mit 2 Ports. Lieferzeit, Extrakosten. Da das AsRock mit einem 2. Header gut beraten gewesen wäre, kreide ich das allerdings in gleichen Teilen AsRock und MS-Tech an.Erster Testlauf.Kurzes Intermezzo: in der Ecke des Wohnzimmers steht eine Storage mit 8 Platten und 2 großen 120er Lüftern. Pingelige HT-Enthusiasten mögen sich dran stören, für mich ist deren Emission ok. Man hört sie - bis ein Film läuft.Das 350W-SFX-Netzteil DIESER Kiste ging mir vom Fleck weg auf die Sacknaht, und nicht zu knapp.Raus damit, rein kommt: Pico-PSU, Power-Brick, Nanum-Pico2SFX-Blende, Zusatzkosten ca 52 EUR mit Wartezeit wegen Elektrochinese, über Nacht vor Ort wäre alles für 80 zu haben gewesen.Ruhe im Karton, schwabbeligen Deckel wieder draufpraktizieren, Linux installieren, Kodi, einrichten,...Fernbedienung.Zum MC-1200 gibt es eine Kodi-Wiki-Seite. Funktioniert für Gehäuse-Revision bis "D". E hat einen neuen Receiver, der offenbar Tastaturkommandos sendet statt IR-Input-Events. Ergo ist der nächste Punkt der Odyssee: einlesen, wie man Tastatur-Events zu Kodi per X-Keyboard-Mapping passend macht. (Plan B: Media-Center-FB nachkaufen, ca 20 EUR). Mit LIRC keine Chance. Der Gedanke an Win7 mit MC kommt auf.Hätte MS-Tech ein leeres Gehäuse, vorbereitet für PicoPSU geliefert und 50 Euro aufgerufen, hätte ich ncihts gesagt.Hätten sie es richtig gemacht und IR-Controller und PSU integriert und bei diesem für linuxbasierte Projekte prädestinierten Gerät für gewisse Verbindlichkeiten gesorgt, hätte ich über die Bastelaktion an der Feile und den unpraktischen Deckel hinweggesehen.In dieser Form aber erhält man für ca 100 EUR ein Gerät, das Dr Frankenstein ersonnen hat, nachdem er merkte, dass man ihn beim Pauschalwerkvertrag behupst hat und je nachdem noch einmal 50-120 EUR Folgekosten aufwirft - wohlgemerkt nur, bis das *Gehäuse* tut, was es soll, ohne Board, Laufwerke, Tuner etc.Dann sind es bald gern 400-450 EUR, ein Preis, zu dem man sehr nette Bluray-HDD-Twin-Tuner-Recorder zum Auspacken, Einschalten, Benutzen bekommt.
Unkomfortabel, muss gefeilt werden, NT-Lüfter ein Witz
Dazu kaufen: 160er und 400er Sandpapier, 80er Lüfter.
Bis die LW-Klappe sauber schloss war ich ca 2h mit Feile und Sandpapier dran, wobei man vorsichtig sein muss, die schwarze Alufront nicht zu verunzieren. Die schon bei Lieferung eine Macke hatte, ebenso die Frontblende. 10 Schrauben, Deckel zu öffnen. Schrauben zum lösen des Laufwerkskäfig. keine Schienen, keine Clipsysteme. Gehäuse relativ dünn. Handbuch kompletter Mist, wäre wegen Verkabelung der IR-Einheit geboten. Anschlüsse zu fest, teils verbogen (Plastikwanne um Pfostenstecker z.B.)
Einsatz für PCI-low-profile-Slots eingesetzt, PCIe1x-Karte mit Gewalt reinbekommen. Schön ist anders. Netzteillüfter ein Witz. Muss raus.
Für die Hälfte hätt ich nichts gesagt, für 90 gibt's nen Finger.
Schönes Gehäuse fürs Wohzimmer
Ich wollte mir einen HTPC zusammenbauen und suchte ein Gehäuses. Ich bin bei diesem gelandet, da es ein schönes Design hat und die nötigen Funktionen. Durch die Fernbedienung ist der Komfort im Wohnzimmer gesichert. Insgesamt fügt es sich gut in meine Wohnlandschaft ein. Nur der Lüfter ist ziemlich laut, was sehr schade ist. Daher keine 5 Sterne.