Sennheiser e965 - Der neue Stern am Mikrohimmel
Nachdem ich lange auf der Suche nach dem für mich "perfekten" Mikrofon war, bin ich nun mit dem Sennheiser e965 endlich fündig geworden! Bisher nutzte ich neben diversen Funkstrecken ein Neumann KMS 105 und ein Shure KSM 9. Mit dem Neumann singe ich schon länger und war immer sehr zufrieden mit dem sehr ehrlichen und doch durchsetzungsfähigen Klang. Als ich vor einem halben Jahr ein Shure KSM 9 in die Hand bekam, war sofort klar, dass das Neumann künftig als Zweitmikro meist im Koffer bleiben würde. Das Shure KSM 9 verleiht der Stimme einfach noch mal einen sehr schönen Glanz, den ich nicht mehr missen wollte. Für meine sehr obertonreiche Stimme war es mir allerdings immer ein ganz klein wenig zu "schrill". Nicht so schlimm wie bei einem Beta 87, aber doch nicht ganz perfekt und für diesen Preis will man ja schließlich, dass es einfach perfekt passt. Vor wenigen Wochen bekam ich nun das neue Sennheiser e965 in die Hand und wollte es gar nicht mehr hergeben. Schon am Tag nach dem Auftritt kaufte ich es mir und bin seitdem ein großer Fan des e965. Es ist wirklich so, dass die Stimme über das Teil gesungen besser klingt als in der Realität. Man mag es kaum glauben, aber Sennheiser ist es echt gelungen, alles bisher da gewesene in den Schatten zu stellen und wirklich hochwertigen Studio-Sound auf die Bühne zu bringen. Und das auch noch sehr live-tauglich, mit extrem geringer Feedbackneigung und hervorragender Abschirmung anderer Schallquellen durch die umschaltbare Richtcharakteristik. Inzwischen nutze ich das Sennheiser e965 auch als Funkstrecke, indem ich einfach einen Sennheiser Aufstecksender dranklemme und den besten Funksound habe, den man sich überhaupt nur vorstellen kann! Dabei ist darauf zu achten, dass es ein Aufstecksender aus der 500er Serie sein muss, damit eine ausreichende Phantomspannung fürs Mikro anliegt. Klappt prima und ist die erste bezahlbare High-End-Funklösung für Live-Performer. Viel Spaß mit dem Teil! Ach so ja, ich bin natürlich kein Sennheiser-Mitarbeiter, sondern tatsächlich ein Sänger, der davon lebt, zu singen.