Bei meinem Sigma 105/2,8 EX bei kleinen Blenden und Autofocus kommt es zu einem Kollaps der Elektronik. Sigma D hat mir am nächsten(!) Tag geantwortet, das Objektiv ist nicht reparierbar. Auf meine Anfrage, wie sie das so schnell feststellen könnten kam keine Antwort, ebenso auf die Frage, wie ist die Katalognummer des Ersatzteiles.
Ich habe Sigma Japan angeschrieben, erst dann hat mir Sigma D mitgeteilt, wie das Teil heißt, aber es ist nicht mehr produziert wird. Objektiv ist 8 Jahre alt! Von EOS 50 auf EOS 550 musste ich ihn "re-chipen" lassen, optisch auch nicht die erste Sahne.
Fazit: nach dieser Erfahrung habe ich mich definitiv von Sigma verabschiedet!
Man kann mit dem Sigma 105 sich den Einstieg in die Marco-Fotografie leisten. Denn dieses Objektiv ist nicht zu schwer um es mitzunehmen. Die Bilder werden sehr scharf. Wird noch ein Stativ verwendet sind die Bilder noch besser, weil das OS/ VR fehlt. Minuspunkte gibt es für den Autofokus, dieser justiert sich teilweise mehre Sekunden. Das heißt er fährt ganz aus und wieder rein, dies braucht Zeit und geht nicht ganz geräuschlos über die Bühne. Ansonsten ganz Ok. Das Objektiv verlangt Übung um gelungene Bilder zu erreichen.
in fast allen Punkten perfekt
Ich benutze das 105er auf einer K200. Die Schärfe ist tadellos, bei Offenblende 90%ig, bei Blende 4 zu 100% da, Mitte wie Ecken, so etwas ist selten. Die Frontlinse liegt so vertieft, die Vergütung so effektiv, dass i.A. keine Geli nötig ist. Der Kontrast ist top, und der Offenblendwert von 2,8 stimmt recht genau, da mogeln Andere mehr. Es ist für Makro, Portrait und Landschaft gleich gut. Was ich mir wünsche, wäre eine flachere und gedämpftere Focusschnecke. AF mit einem 105er im Makrobereich ist so knifflig, dass MF fast immer treffsicherer ist, zumal bei 2,8 und dem guten K200 Sucher MF gut einzustellen ist. Bedingt durch die geringe Tiefenschärfe muss man aber realistisch davon ausgehen, dass für sehr viele Aufnahmen eine gleichmässige Schärfe erst zwischen Blenden 8 und 11 anfällt, denn konstruktionsbedingt durch die grosse Hinterlinse, die auch bei 1:1 immer nah am Chip bleibt, ist bei diesem 105er die Tiefenschärfe geringer als bei anderen Festbrennweiten dieses Brennweitenbereichs. Für Repro- und Dokumentationsaufnahmen ist dieses 105er "State of the Art".
Schärfe gut, Handhabung eher schlecht!
Bin nich ganz überzeugt von dem Objektiv. Wie schon mehrmals hier erwähnt ist die Schärfe und die Abbildungsqualität der Bilder hervorragend, aber: Der Autofocus arbeitet langsam und zum Teil auch sehr unzuverlässig. Gerade wenns mal keine Macro Motive mit wenig Kontrasten sind. Die Umstellung von auto auf manuellen Focus und umgekehrt muss durch einen kleinen Schalter + durch das vor und zurückziehen des Einstellrings vorgenommen werden. Das ist mir nicht klar warum das sein muss. Zumal es doch ab und zu vorkommt das die eine Einstellung versehentlich auf auto und die andere auf manuell steht und hierdurch laut Beschreibung Schäden am Objektiv entstehen können. Es nervt auch die Sonnenblende die hier mit einem Filtergewinde aufgeschraubt wird und nicht umgekehrt drauf passt. So liegt sie ständig störend rum und wenn man sie abschrauben will passiert es oft dass der verwendete Filter mit der Blende abgeschraubt wird.... das nervt zusätzlich. Deshalb von mir nur drei Sterne!
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