Testurteil: "8.6 / 10"
Test: Einzeltest: inFamous
Zitat: Silber Award
Pro: + lebendig wirkende Stadt, offene Spielwelt, Empire City sieht nicht austauschbar aus, düstere und dreckige Atmosphäre, viele und vor allem nützliche Superkräfte, Rollenspiel-Elemente, das Moral-System, Passanten reagieren auf Spieler, durchdachte Steuerung, sehr dynamische Klettereinlagen, flott inszenierte Kämpfe, sehr faires Checkpoint-System, Spielzeit (16-20 Stunden), flüssige Bildrate, schön anzuschauende Lichteffekte, tolle Animationen, kaum Ladezeiten, hoher Wiederspielwert
Contra: Story kommt nur langsam in Fahrt, keine einprägsamen Nebendarsteller, gewisse Missionen wiederholen sich, Pop-Ups und Clippingfehler, teils zu gut gemeinte Kletterhilfe, keine Mehrspieler-Modi, wenige Gegnertypen, kaum Boss-Kämpfe, keine steuerbaren Fahrzeuge
Ein wenig GTA, eine Prise Mirrors Edge und ein paar Superkräfte, auf die jeder Marvel-Held stolz wäre, fertig ist ein gelungenes Open-World-Spiel in einer düsteren, von Angst, Hunger, Gewalt und Seuchen regierten Stadt. Trotz der ausweglosen Lage kommt sogar der Humor nicht zu kurz. Die Entwickler von Sucker Punch haben sich bei allerlei anderen Spielen bedient und einen einzigartigen Mix erschaffen, der mit brachialer Action, einer stimmigen Welt, einem coolen Helden und halsbrecherischer Akrobatik überzeugt. Jeder einzelne Superkraft hat ihren Sinn und lässt sich taktisch prima einsetzen, während ein Moralsystem dafür sorgt, dass die Bewohner den Spieler lieben oder fürchten. Leider hat inFamous bei all dem Lob seine Schwächen, die bei Open-World-Spielen leider zu oft in Erscheinung treten: Die Aufträge wiederholen sich in ihrer Art und auch die Story kommt nur sehr langsam in Fahrt. Darüber hinaus muss man mit einigen Grafikschwächen leben, während die deutsche Sprachausgabe dafür aber sehr überzeugend wirkt.