Testurteil: "7/10"
Test: Einzeltest: Shinobido 2: Revenge of Zen
Zitat: Pro: + reines Schleichspiel
+ komplexes Craftingsystem
+ Viele Missionsarten…
+ schöne Umgebungen…
+ grosser Umfang…
+ Politiksystem
Contra: - grosser Zeitaufwand nötig
- Story mehr ein Gewand
- … die aber sehr monoton sind
- … von welchen es zu wenig gibt und die leblos wirken
- … die durch Monotonie gefüllt ist
Ihr seht also das Spiel ist komplexer als man vielleicht nach nur ein paar Stunden Spielzeit denkt. Was man aber definitiv für das Spiel mitbringen sollte, ist Bock, Zeit & Toleranz. Bock auf ein Schleichspiel, Bock auf Crafting, Bock auf ein stetiges aber langwieriges Aufbauen des Charakters. Denn das Spiel motiviert zwar extrem mit seinem Crafting-, Politik- und Charaktersystem, bis man aber zu was kommt, muss man schon einige Stunden gespielt haben. Zur Toleranz, die Level sind zwar allesamt schön, aber davon gibt es einfach zu wenig. Zudem sind auch sämtliche Dörfer mit max. 10 Personen bzw. Wachen gefüllt, ungeachtet ihrer Grösse. Gebäude lassen sich zwar betreten aber auch diese sind Menschen-, Möbel- und überhaupt komplett “alles-los”, was sich sonst in einem Raum finden lassen würde. Bei den Missionsarten verhält es sich nicht anders. Mit Entführung, Beschützung, Angriff, Stehlen, Verteidigen, Ausrotten etc. gibt es zwar eine grosse Missionsvielfalt, aber der Ablauf ist immer gleich. Der Händler X ist immer in Gebäude Y, das Artefakt A ist immer an Ort B und Soldaten C/D/E sind immer an Platz F/G/H. Echt schade, denn die Grafik sowie das Flair eines asiatischen Ninjaspiel stimmt. Das Kampf- bzw Meuchelsystem ist zwar auch hier abwechslungslos, funktioniert aber und wird immer wieder mit neuen Moves ausgestattet. Abschliessend rate ich jedem das Spiel zuerst Probe zu spielen, denn wenn man über die erwähten Mängel hinwegsehen kann, bietet das Spiel einem eine unglaubliche Tiefe.