Test: Einzeltest: Final Fantasy - The 4 Heroes Of Light
Zitat: Zuallererst war ich ein wenig enttäuscht: Wieder ein Knuddel-Final-Fantasy für den DS? Ist ja gut und nett, aber inzwischen gibts am DS schon eine ganze Latte herausragender traditioneller RPGs, die nicht unbedingt mit Knuddel-Grafik, dafür aber mit umso größerer Tiefe im Klassen-/Kampfsystem daherkommen. The 4 Heroes Of Light bietet dagegen nur ein noch vereinfachteres Kampfsystem, das merklich auf Einsteigerfreundlichkeit getrimmt ist und besondere Spezialaktionen (wie die rettenden Kombinationsangriffe durch mehrere Helden) dem Zufall überlässt. Allerdings ist der wichtigste Punkt eines RPGs stets die Story und deren Umsetzung - und hier haben die Entwickler wirklich großartige Arbeit geleistet. Alternative Handlungsstränge, spielbare Rückblenden, herzzerreisende Begegnungen, die völlig spontan wieder enden können - in The 4 Heroes Of Light wird gleich zu Beginn klargestellt, das wirklich alles möglich ist und man nichtmal davor gefeit ist, dass sich plötzlich ein Teil oder die ganze Gruppe in alle vier Himmelsrichtungen zerstreut. Das kombiniert mit dem wirklich umwerfenden Grafikstil der eben am besten zweifellos in den Dörfern und Städten zur Geltung kommt und einmal mehr zeigt, dass man aus der verstaubten Nintendo-Daddelkiste ein bezauberndes Meisterwerk hervorholen kann, wenn man sich halt nur die entsprechende Arbeit machen möchte.
Wer ein Abenteuer sucht, das in seiner Gesamtheit besticht und nicht nur durch die Tiefe einzelner Elemente wie dem Kampfsystem, wer sich verzaubern lassen will und Rollenspiele stets als Hort von Fantasie und Traumhaftigkeit angesehen hat, der wird um Final Fantasy - The 4 Heroes Of Light nicht herumkommen und dank der einsteigerfreundlichen Menüführung sich schnell zurechtfinden. Zu entdecken gibt es auf der riesigen Weltkarte ohnehin genug, sodass auch diejenigen, die die Story an sich schon durchgespielt haben, eine Zeitlang brauchen werden, wollen sie alle 28 Crowns und deren Fähigkeiten für sich gewinnen...