Gutes Gehäuse, aber laute Lüfter und schlechte Kühlung.
Ich habe eine AMD CPU 965 mit 3,4 GHz eingebaut. Die CPU wird mit dem AMD BOX -Lüfter betrieben. Ich habe nun beim spielen Temperaturen von über 50°C, die ich vorher nicht hatte und mehr Lärm. Ich bin der Meinung bei normalen ATX Gehäusen bei denen das Netzteil direkt neben der CPU sitzt und der Netzteil-Lüfter die CPU zusätzlich kühlt hat man eine bessere Kühlung. Der Lüfter des Xigmatek Gehäuses saugt die Gehäuse-Luft nur ab. Das ist nicht so effektiv, sodaß man noch mehr Lüfter einbauen muss. Drei Punkte für das gute Gehäuse und die Schnellverschlüsse !
Hauptkritikpunkt aus Tests abgestellt, aber
In fast allen Tests, die ich las, wurden die eher schwächlichen Schnellspanner kritisiert.
Xigmatek hat das abgestellt. Habe das Gehäuse am 28.12.2009 erworben und es sind gänzlich andere Schnellspanner drin.
Diese sind nicht nur leicht zu entfernen, sie üben auch viel Kraft aus (und sind nicht immer leicht zu schließen, Fingerkraft sollte man haben) und halten jede Karte, selbst den schweren Brocken Graphikkarte, kompromisslos fest.
Eine Sache, die irgendwie nirgendwo erwähnt wird:
bei den Lüfteröffnungen im Seitenteil sind die Schraubenlöcher ein klein wenig zu groß. Die Standardschrauben rutschen da einfach durch. Plant man dort Lüfter einzubauen, sollte man sich schonmal Gedanken um Unterlegscheiben machen oder man nicht Schrauben mit etwas größeren Köpfen.
Davon ab:
den Rechner zusammenzubauen hat mir viel Spaß gemacht. Das Gehäuse ist geräumig und übersichtlich. Jede noch so kleine Ecke ist lackiert. Scharfen Kanten bin ich nicht begegnet. Die Entkopplung der Festplatten funktioniert überraschend gut, Beim eindrehen der Abstandhalter kann man sich auf die Beschriftung verlassen. Allerdings sollte man darauf achten, daß nicht alle Boards alle Bohröffnungen haben. Ein kurzer Blick auf die Hauptplatine zum abgleichen schadet nicht.
Die Kabel des Gehäuses sind lang genug, um auch noch die hinterste Ecke der Hauptplatine zu erreichen. Die Lüfter sind durchzugstark und teilen das auch mit, lassen sich allerdings an einer Lüftersteuerung sehr weit runterregeln. Schon eine kleine Änderung und sie sind angenehm ruhig. Die Geräusche sind dem Luftstrom und weniger den Lüftern geschuldet.
Dank des vielen Platzes ist Kabelmanagment kein Thema. das man freie Wahl hat beim Einbau des Netzteils ist eine durchdachte Kleinigkeit - nicht jeder will den Dreck vom Boden ins Netzteil ziehen - und die Möglichkeit die warme Luft von den PCI Karten wegzusaugen hat auch ihren Reiz.
Das Oberteil und die Front lassen sich einfach lösen und sitzten trotzdem wackelfrei und fest.
Die Bleche des Gehäuses sind nicht zu dünn. Tatsächlich fühlen sich die Seitenteile angenehm robust und stabil an. Insgesammt macht das Gehäuse einen stabilen Eindruck.
Es klappert nichts, es rappelt nicht. Die Seitenteile sitzen kompromisslos fest, selbst wenn man auf die Schrauben verzichtet (Rädelschrauben, die sich gut eindrehen lassen). Die Festplatten einzubauen ist einfach, die Schnellspanner für große Geräte sind ausreichend. Sollten sie einem nicht reichen, kann man zudem ein, zwei Schräubchen zur Beruhigung der Nerven mitgeben - war bei mir allerdings nicht nötig. Alles sitzt und ist sauber gearbeitet.
Resonanzschwingungen, wie bei meinem vorherigen Gehäuse habe ich noch nicht erlebt.
Oh - und das Ding sieht sehr, sehr gut aus.
Ich gebe dem Gehäuse volle Punktzahl und würde es jederzeit wieder kaufen.
Xigmatek Midgard - Ein kleines Wunder
Verarbeitung/Optik: Das Midgard Gehäuse setzt auf (meiner Meinung nach) beste Verarbeitung und sieht deshalb sehr edel aus. Der Powerknopf und Reset finden sich oben am Gehäuse. Wer bedenken hat, wegen dem "Maschengitter" was fast das ganze Gehäuse durchzieht, der kann die getrost ablegen, denn das Gitter ist sehr stabil und bekommt nicht gleich dellen.
Innenleben: Das Gehäuse setzt innen auf viel Platz (für einen Midi Tower) und das Netzteil wird im unteren Teil platziert, was ich sehr gut finde, so sind NT und CPU bzw. die Wärmequellen nicht direkt beieinander. Vorab eingebaut sind zwei ruhige 120er Lüfter mit LED Leuchtfunktion (wers braucht). Der erste befindet sich in Höhe der eingebauten CPU am hinteren Teil des Gehäuse (da wo normal das NT verbaut ist), der zweite befindet sich hinter den quer eingebauten Festplattenrahmen (die auch bei arbeitender Festplatte nicht vibrieren). Xigmatek setzt auf eine Installation der Hardware, komplett ohne Schrauben (bis auf Mainboard und Netzteil). Wenn man die Hardware einbaut, hat man ein super "plug and play" Gefühl. Alles passt genau, keine wackelnden Halterungen oder sonstigen Krachmacher. Einfach super! Die Belüftung des verbauten Systems ist sehr gut durchdacht, so bietet das Xigmatek Midgard noch reichlich weitere Installationsmöglichkeiten für Zusatzlüfter (wenn man denn welche braucht). Auch die Option, bzw. Vorbereitung der Wasserkühlung wird nicht vorenthalten, so findet der Besitzer am hinteren Gehäuseteil vorgestanzte und verblendete (ich sag mal) Löcher, durch die man die Kühlschläuche ziehen kann. Eine Lüftersteuerung ist im Lieferumfang ebenfalls enthalten. Halterungen für die neuen SSD Festplatten sind auch dabei. Scharfe Kanten ect. sucht man im Innenleben vergebens, so denke ich nicht, dass sich jemand beim Einbau seiner Hardware verletzen wird.
Preis/Leistung/Mein Fazit: Ich habe mir eine Woche Zeit gelassen, um nach einem günstigen und guten Gehäuse zu suchen. Ich habe kein besseres in der Preisklasse gefunden, zumindest keins, was so ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung/Qualität bietet. Ich hatte schon zwei andere Gehäuse, die teurer waren und bei weitem nicht das bieten konnten, was man beim Midgard bekommt. Ein Low-Noise Gehäuse ist es allerdings nicht, durch die vielen Lüftervorbereitungen sind gute Lüfter Voraussetzung, sonst denke ich, könnte es etwas lauter werden (zu mindest vom Lüftergeräusch her). Zwei Mankos habe ich jedoch: Xigmatek hätte oben auch einen Staubfilter einbauen können (sonst sind die im übrigen auch vorhanden). Und die mitgelieferten Kabelhalter (Clips die dem besseren verlegen der Kabel dienen sollen) sind recht nutzlos, es empfehlen sich hierzu Kabelbinder oder ein Kabelschlauch. Da das aber kein Problem darstellt und ich bei anderen Gehäusen ganz andere Probleme hatte (zb. mit ratternden Festplattenhalterungen oder Einbauschächten in die DVD Laufwerke nur mit Gewalt rein gingen) würde ich das Gehäuse jederzeit wieder und gerne kaufen.