Eine Liebeserklärung an das geduckte Buch! Wie wird unsere Welt in Zukunft aussehen? Welche Geschichten erzählen wir uns – und vor allem: mit welchen Mitteln? Dieser Frage gingen schon lange vor Erfindung von Audio- und E-Book fünf Gelehrte nach. In Octavo Uzannes Text (von 1894) wird ihnen der rasant voranschreitende technische Wandel (im Besonderen die Erfindung des Grammophons) Anlass zu einer Diskussion über die Zukunft. Über 100 Jahre später erweisen sich manche dieser Visionen als erstaunlich hellsichtig, denn schon damals ahnte man, dass sich der Leser dereinst wieder in einen Hörer (rück)verwandeln wird. „Der Mensch, dieses ewige große Kind, wird auf Bilder nicht verzichten und Abbildungen jener Dinge sehen wollen, die er sich vorstellt oder von denen man ihm erzählt.“ (aus dem Text) „Octave Uzannes futuristischer Essay Das Ende des Buches ist in seiner souveränen selbstkritischen Heiterkeit das Weltkind in der Mitte zwischen kulturkritischen Klagen über den Verfall der Buchkultur und einem Zweckoptimismus, der das alte Medium Buch zum Forever-young-Medium erklärt. Es zeugt von der Wachheit eines Menschen, der gerade als Liebhaber des alten Mediums Buch weiß, dass der jeweilige Stand der Medientechnik ein historisches Apriori für Kultur, Wissenschaft, Politik, ja für alle gesellschaftlichen Systeme ist – und für unsere Lebenswelt sowieso.“ (aus dem Nachwort von Prof. Dr. Jochen Hörisch)
Als Andreas Herzau am 6. Februar 2024 verstarb, verlor die deutsche Fotografiewelt einen ihrer engagiertesten und inspirierendsten Vertreter. Dabei war er ein Spätberufener, der erst mit 30 Jahren zur Fotografie fand. Begonnen hatte er mit einer Lehre als Schriftsetzer und arbeitete zunächst als Buchhersteller in einem renommierten Buchverlag. Dann folgte ein Wechsel in den Journalismus; für «Konkret» und die «Hamburger Rundschau» schrieb er Berichte und Reportagen; in diesem Kontext entdeckte er die Kamera als Arbeitsinstrument – zunächst als Ergänzung zum Text, dann als eigenständiges Erkenntnismedium. Von Anfang an ging es ihm nicht um den sensationellen ‹Schuss›; sondern darum, mit einer eigenen Bildsprache «zu zeigen, was ist». 1992 gehörte er zu den Mitbegründern der Fotografengruppe «Signum», deren Mitglieder sich als politische Dokumentaristen verstanden und unter hohem persönlichen Risiko aus Kriegs- und Krisengebieten berichteten. Ihr Fotoband «Flucht» (1997) ist ein bis heute verstörend aktuelles Zeugnis. In der Folge war Herzau für zahlreiche grosse Magazine tätig, darunter für den «Spiegel», den «Stern», die «Zeit» und andere. Sein Interesse ging aber über die unmittelbare Tagesaktualität hinaus, so dass er parallel an umfangreicheren Projekten zu arbeiten begann. Es entstand eine Reihe von Fotobüchern, für die Herzau einen gänzlich neuen Stil entwickelte. Die Bilder sind seitenfüllend und kontrastiv gegeneinander gesetzt, vermeiden alles Erzählerisch-Anekdotische, sondern konfrontieren gezielt mit Disparatem. Optische Störungen werden nicht um des ‹schönen Bildes› willen ausgespart, sondern bewusst in Kauf genommen. In ihrer Direktheit sprechen die Aufnahmen eine Wahrhaftigkeit des Hinsehens aus, die das Medium Fotografie überraschend erneuert. In seinen Gesprächen mit Sebastian Lux blickt Andreas Herzau auf die Entwicklungen des Fotojournalismus seit den 1990er Jahren zurück, analysiert die Folgen des Medienwandels auf technischer und wirtschaftlicher Ebene, berichtet vom politischen Druck, dem die optischen Medien immer stärker ausgesetzt sind – bis hin zur Gefahr von ‹Deep Fakes› durch die aufkommende KI. Zugleich aber betont er die neue kreative Freiheit, die der Fotografie in einer abgelichteten Welt zugewachsen ist – man muss nur unvoreingenommen um sich gucken.
Drei wundersame Geschichten über Bücher, die uns in eine Welt der Phantasie tragen. In "Unzufriedene Bücher" unterhalten sich einige Bewohner eine Bibliothek mit den Helden der Bücher über deren Zukunft. Ein einsames Buch findet ein neues Zuhause in "Mein Leben als Buch" und ein kleines Lexikon macht sich "Auf dem Weg des Regenbogens", um Kinder zu helfen. Dieses Buch unterstützt die Gewaltopferhilfe der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser. Geeignete Altersgruppe: 5 - 12 Jahre
Kugelschreiber, Giftschränke & gute Nachbarschaft Leben der Bücher ist eine Anthologie über das heutige Schreiben, Entstehen und Sammeln von Büchern – und versucht sich an der Beantwortung u.a. der folgenden Fragen: Wo bin ich, wenn ich schreibe? Warum nur (oder nie) mit der Hand schreiben? Wer schreibt überhaupt, und für wen? Was genau tut ein schreibendes Gehirn? Wie eingreifend schreiben? Erschließt sich im Schreiben Freiheit? Warum nicht einfach die KI schreiben lassen? Und wie findet das Geschriebene seinen physischen Ausdruck in Typographie und Gestaltung? In einem zweiten Teil geht es um das Sammeln, Ordnen, Bündeln, um die Geselligkeit von Büchern. Wer steht neben wem, wie sprechen die Bücher einer Bibliothek – etwa der Bibliothek Suhrkamp – miteinander, wie entsteht „gute Nachbarschaft“ (Aby Warburg)? Wer denkt und konzipiert diese Nachbarschaften? Was sind labyrinthische Bibliotheken? Was wäre eine probate Reisebibliothek? Warum werden Bibliotheken zerstört? Welchen Nutzen und Nachteil haben digitale Bibliotheken? Die Autorinnen und Autoren – auf den Feldern der Kunst, Literatur, Philosophie, Soziologie, der Rechtswissenschaft und der Neurologie zu Hause – beschäftigen sich mit den materiellen, politischen und anthropologischen Entstehungsbedingungen von Büchern und den vielfältigen Formen ihres womöglich unerschöpflichen Lebens. Mit Beiträgen von: Carolin Amlinger, Juri Andruchowytsch, Hannes Bajohr, Joanna Bator, Fritz Breithaupt, Sophie Calle, Ann Cotten, Philippe Descola, Friedrich Forssman, Rainald Goetz, Durs Grünbein, Maren Kames, Maylis de Kerangal, Ozan Zakariya Keskinkiliç, Susanne Lange, Ben Lerner, Steffen Mau, Steffen Martus, Kateryna Mishchenko, Christoph Möllers, Marion Poschmann, David van Reybrouck, Carlos Spoerhase, András Visky, Maxim Znak Dieses Buch ist Teil der Reihe »75 Jahre Bibliothek Suhrkamp« : Willy Fleckhaus hatte für die Bibliothek Suhrkamp ein ikonisches Coverdesign und eine eigene visuelle Ordnung geschaffen. Mit »30 Farben für Willy Fleckhaus« (2026) greift Olaf Nicolai diese Gestaltung auf und aktualisiert die scheinbar zeitlose Gestaltungsgrammatik. Mit deren mathematisch berechneten Kombinationen bespielt er dieses Raster und verändert unseren Blick auf Fleckhaus’ Arbeit: Was ursprünglich als funktionaler Entwurf gedacht war, wird jetzt als konzeptuelle Struktur sichtbar. Nicolai erzeugt so eine neue Aufmerksamkeit für die Reihe als Form, er konserviert sie nicht, er aktiviert sie, er zeigt die Bibliothek Suhrkamp als eine höchstlebendige Struktur.
Die Figur von Hiob, dem Sinnbild des »leidenden Gerechten«, der von Gott geprüft wird und dennoch an seinem Glauben festhält, ist bis heute fixer Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses. Der Stoff von Hiob, der nicht nur unheilvolle »Botschaften« erhält, sondern von einem Schicksalsschlag nach dem anderen heimgesucht wird, ist allerdings deutlich älter als die biblische Erzählung. Ähnlichkeiten des biblischen Buches zu anderen altorientalischen Texten legen nahe, dass das Hiob-Motiv bereits seit dem dritten vorchristlichen Jahrtausend kursierte.Somit ist die vertraute Bezeichnung »Das Buch Hiob« in ihrer Singularform höchst trügerisch. Mehrere Sprachwechsel und Jahrtausende der Überlieferung führten unweigerlich zu Fehlern und zu unterschiedlichen Erzählungen. So gibt es, über die Epochen hinweg, zahlreiche »Bücher Hiob«. Hinzu kommen Rekonstruktionsversuche früherer Versionen und laufende Neuschreibungen – schließlich sind viele Autor: innen von Hiob fasziniert, wollen sich an seiner Geschichte abarbeiten, sie um- oder weiterschreiben. Um es mit Wisława Szymborska zu sagen: »Hiob, geprüft an Leib und Gut, verwünscht das Schicksal der Menschen. Große Poesie.«Szymborskas Hiob-Bearbeitung findet sich, neben denen von Hedwig Caspari, Paul Claudel, Simone Weil, H. G. Wells und vielen anderen im vorliegenden Band. Dramen, Gedichte, Monologe, Kommentare, literarische und philosophische Interpretationen bringen uns die »Bücher Hiob« und deren poetische Fruchtbarkeit näher. Nicht immer findet Hiobs Leben dabei ein glückliches; frommes Ende. Manchmal stirbt er im Elend – und manchmal auch gar nicht, weil er nämlich wieder aufersteht. Einige Texte verfolgen politische Absichten, bringen uns zum Schmunzeln oder versetzen Hiob in neue Umgebungen – etwa ins England des 18. Jahrhunderts, oder »in ein riesiges Zirkuszelt, wo eine Art Seitenbude aufgeschlagen ist. (…) Die Stimmung ist die einer menschenleeren Vergnügungsstätte spät nachts. Es ist niemand da, abgesehen vielleicht von einem Bühnenarbeiter; der irgendwo aufräumt und an der Beleuchtung herumspielt.«
Möchtest du ein besonderes Buchprojekt starten, aber dir fehlen die finanziellen Mittel dazu? Oder willst du einem deiner Projekte eine besondere Bühne schenken? Eine Schmuckausgabe veröffentlichen? Vielleicht willst du auch Merchandise Artikel rund um dein Buch kreieren, weißt aber nicht, ob diese überhaupt eine Nachfrage haben? Wenn du schon vor dem Start des Projektes das notwendige Kapital zusammen haben möchtest oder besondere Ausgaben und Formate testen willst, dann sind Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter genau der richtige Ort für dich. Hier kannst du deine Idee in Szene setzen und Menschen, die Bücher genauso lieben wie du, mit in dein Team holen. In diesem Buch findest du 108 Tipps, um dein Buch erfolgreich über Kickstarter & Co. zu veröffentlichen, dir eine engagierte Leserschaft aufzubauen und Spaß mit deiner Kampagne zu haben. Unter anderem kannst du das mitnehmen: Erkenntnisse zur Vorbereitung & Planung deiner Kampagne Wertvolle Hinweise zur kreativen Gestaltung deiner Kampagnenseite, Belohnungen, Stretch Goals & Add-ons Ideen, wie du potenzielle Unterstützerinnen erreichst & für dein Projekt begeisterst Anregungen zur Kommunikation während & nach der Kampagne Zusätzliche Tipps zu Vermarktung, Fulfillment & vielem mehr Egal, ob du ein erfahrener Autor oder ein Neuling in der Welt des Selbstverlegens bist - mit den 108 Tipps in diesem Buch kannst du deine Chancen auf eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne erhöhen und dein Buchprojekt voranbringen. Lass dich inspirieren und motivieren, deine Ziele zu erreichen und deine Leser zu begeistern! Natürlich kannst du die Tipps auch für jede andere Crowdfunding-Plattform nutzen.
Wussten Sie, dass Amalia der Niederlande Cocktails liebt und in einer Strandbar unter dem Pseudonym »Claire« mit angepackt haben soll? Oder dass König Felipe von Spanien und seine Letizia sich vom Geschlecht ihres erstgeborenen Kindes überraschen lassen wollten, sich aber noch im Krankenhaus für den Namen Leonor entschieden? Oder dass George of Cambridge gern zu Shakira tanzt? »Das große BUNTE-Königskinder-Buch« vereint die wichtigsten Fakten, die schönsten Geschichten und lustigsten Insides gepaart mit tollen Bildern: von ihrer Betreuung sowie Ausbildung über den Erziehungsstil, den sie genießen, bis hin zu den vielfältigen Strategien, mit denen sie sich auf die Thronfolge vorbereiten. Lernen Sie die König*innen von (über)morgen kennen und tauchen Sie ab in die schillernde Welt der Royals.
&bull Mit vorgedruckter 7stelliger Rechnungsnummer zur eindeutigen Identifizierung. Fortlaufend nummeriert, garantiert ohne Nummernwiederholung. Identische Nummerierung auf Original und Kopie. Jedes Blatt mit anwenderfreundlicher Abheftlochung, ultrafeiner Microperforation für leichtes, sauberes Abtrennen. Besonders haltbarer Spezial-Rückenleimung und integrierter Schreibunterlage zum Einklappen.
Einfache Montage Mit 2 flexibel einhängbaren Metallböden und 2 Weinregalen Weinregal für bis zu 12 Flaschen Modular und endlos erweiterbar. Maße: 70 x 21 x 68 cm
Die Wilden Hühner und die Liebe Liebe ist schön, aber kompliziert. Sprottes Mama z. B. kann sich nicht entscheiden, ob sie wieder heiraten soll oder nicht. Trude entdeckt ihre Vorliebe für schwarze Locken. Frieda muss sich mit einer Wochenendfreundschaft herumärgern. Und Wilmas erste Liebe ist ein Mädchen. Das fünfte Hühner-Abenteuer von Cornelia Funke erstmalig als Hörspiel. Aufwendig produziert, mit tollen Songs und fantastischen Stimmen!
In der Abgeschiedenheit Norwegens erreicht Ben eine schreckliche Nachricht: Die letzten drei Pegasusfohlen werden vermutlich nie schlüpfen und mit ihnen werden die geflügelten Pferde für alle Zeit aus dieser Welt verschwinden. Um sie zu retten, machen sich Ben und Barnabas mit einem äußerst ungewöhnlichen Expeditionsteam auf in den indonesischen Dschungel, um dort eins der gefährlichsten Fabelwesen der Welt zu finden. Denn nur die Sonnenfeder eines Greifs kann die Fohlen vielleicht noch retten. Doch Greife hassen Pferde, und das Wesen, das sie als ihren ärgsten Feind betrachten, ist Bens bester Freund ? ein Drache.
Gerade will Ben etwas Zeit mit Lungs Drachenbabys verbringen, da ruft das nächste Abenteuer nach dem Drachenreiter und seinen Gefährten. Die Aurora, ein gigantisches Tiefseewesen, soll auftauchen und ihre Saat verteilen. Dem Ungeheuer muss man friedlich begegnen und jede der vier Samenkugeln von einem Fabelwesen der vier Elemente empfangen werden - wenn nicht, drohen alle Fabeltiere der Welt vernichtet zu werden. Als wäre dies nicht genug, wittert ein Feind von Barnabas seine Chance ...
Menschen und Bücher ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1893. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.
Der Doktor reicht ihm Taschentücher und sagt: „Was glauben Sie, wofür Verwirrungen da sind? Die Knoten in Ihrem Kopf wollen, dass Sie einen Lösungsweg finden. Sie haben durchaus etwas Gutes, denn sie weisen Sie auf eine neue Erfahrung hin, die Sie aus dem Irrgarten, in dem Sie sich verlaufen haben, herausführen kann. Sie müssen etwas anderes probieren, nachdem all Ihre Eigenversuche gescheitert sind.“ Da hat er mit dem Irrgarten ein schönes Bild gezeichnet, der Weltklassearzt. Arne denkt darüber nach und hört auf, die Tränen kullern zu lassen. Stefan Koenig gelingt es, ein Tabu-Thema auf literarische Weise aufzubereiten. Depressionen, Angststörungen, Sucht, das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndrom – es sind keine Marotten oder Charakterschwächen, sondern handfeste Krankheiten. Koenig fasst in seiner Erzählung gut nachvollziehbar zusammen, was Betroffene, Angehörige, Freunde oder Kollegen fühlen - und was sie wissen sollten.