Kriegsverbrecher als Helden und Opfer als Täter: Bei Castellari und Tarantino werden bisher gewohnte Kriegsfilmmuster durchbrochen und die Geschichte umgeschrieben. Krieg filmisch darstellen ist eine Herausforderung. Film ist ein Ort des kollektiven Gedächtnisses, Geschichte wird verarbeitet und Denkprozesse sollen beim Zuseher ausgelöst werden. Castellaris Hauptfiguren sind Kriegsverbrecher die zu Helden werden, eine Wiederspieglung der Anti-Kriegshaltung der 1970er Jahre. Tarantino gibt dem jüdischen Volk eine Plattform: Shosanna als Gesicht der jüdischen Rache rächt die 6 Mio. Juden die während des Zweiten Weltkrieges durch die Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern ermordet wurden. Racheaktionen seitens jüdischer Überlebender standen nach dem Krieg an der Tagesordnung. Krieg wird als Männersache verstanden. Dass Frauen aber genauso für ihr Vaterland kämpfen wird oftmals ausgeklammert. Nicole, Shosanna und Bridget geben den vielen mutigen Frauen, die ihr Leben im Kampf gegen den Nationalsozialismus aufs Spiel setzten, ein Gesicht.
»Rockkonzert mit Polizeiaktion«, »Junge Union über unflätige Polittexte der Gruppe Checkpoint Charlie empört« oder »Musik, politische Agitation, Sex und dazu eine zertrümmerte Gitarre« lauteten Überschriften, mit denen die bürgerliche Presse vor der Politrockband Checkpoint Charlie zu warnen versuchte. Ohne Erfolg: Zwischen 1970 und 1982 veröffentlichte die gemeinschaftlich in einer Kommune in der Pfalz lebende Band fünf Alben und absolvierte unzählige Auftritte. Darüber hinaus gründeten Checkpoint Charlie gemeinsam mit Embryo, Ton Steine Scherben und anderen Bands das Label April-Records und den Schneeball-Vertrieb und wurden damit zu Vorreitern der deutschen Independent-Szene. Der Sänger und Schauspieler Uwe von Trotha blickt in seiner Autobiografie als Gründer dieser radikal-anarchistischen Rockgruppe auf die wilden Jahre zurück, auf Provokationen und Gerichtsprozesse, das Leben auf Tour und in der Kommune. Sein Blick reicht zurück bis in seine Kindheit in Nazideutschland, die für ihn den Grundstein gelegt hat, sich später gegen Staat, Militär und Disziplin zu positionieren. »Aus dem Leben eines Bastards« ist ein unterhaltsamer Ritt durch die Gegenkultur der 1970er und 1980er Jahre, eine polemische Abrechnung mit der Politik und dem Kulturverständnis der BRD und das Porträt eines Lebens jenseits bürgerlicher Konventionen.
Den Dungeon zu betreten verspricht unbezahlbare Schätze ... oder den Tod. Hinter jeder Weggabelung, in jedem Raum warten Fallen, Monster und die Gefahr, einen Fehler zu begehen, der einen das Leben kostet. Iarumas wurde als Einziger seiner Gruppe wiederbelebt, ohne jegliche Erinnerungen an sein vorheriges Leben. In der Hoffnung, etwas darüber zu erfahren, steigt er in die Tiefen des Dungeons, um Leichen zu bergen und im Tempel wieder zum Leben zu erwecken. Auf seiner Suche stößt er auf einen jungen Schwertkämpfer, der einen Monsterangriff überlebt hat. Doch etwas scheint mit diesem nicht zu stimmen ...