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Audio Media Digital Die besten Gedichte A1069199624
Die besten Gedicht von Joachim Ringelnatz, u.a.: Unter Wasser Bläschen machen, Übergewicht, Heimatlose, Ich habe dich so lieb, Reklame, Ostern, Mein Wangenbart, Nach dem Gewitter, Ruf zum Sport, Bumerang, Die Ameisen, Die Schnupftabaksdose, Ein Nagel saß in einem Stück Holz, Das scheue Wort, Ein Kehlkopf litt an Migräne, Freiübungen, Logik, Der Unfall, Fand meinen einen Handschuh wieder, Meine Schuhsolen, Die Geburtenzahl, Kindergebetchen, Kleine Lügen, Aus meiner Kinderzeit, Silvester bei den Kannibalen, Das Hexenkind, Ernster Rat an Kinder, Armkräutchen, Zu dir, Wer hört ein Stäubchen lachen?, Heimweg, Umweg, Schenken, Der Komiker, Schöne Frau mit schönen Katzen, Es lebe die Mode, Komm sage mir was du für Sorgen hast, Gold, Hinrichtungen, Der Seriöse, Genau gesehen, Seepferdchen, Spielen Kinder doch, An den Mann im Spiegel, Liedchen; "Ich bin eine alte Kommode. Oft mit Tinte oder Rotwein begossen, manchmal mit Fußtritten geschlossen. Der wird kichern, der nach meinem Tode mein Geheimfach entdeckt."
Man sah die Hände nicht vor dem Gesicht in diesem Dschungel. Im März 1987 kam mir in einem italienischen Restaurant in Los Angelas die Idee, einen Weingarten und einen Wald in Italien zu kaufen...
Peter Altenberg, eigentlich Richard Engländer, war ein österreichischer Schriftsteller. Sein Pseudonym wählte er nach dem Rufnamen "Peter" seiner Jugendliebe Berta Lecher, die in Altenberg an der Donau (heute Ortsteil der Gemeinde St. Andrä-Wördern) wohnte. Ich versäumte abends den Zug nach Wien. Der Oberkellner in dem »Waldhotel« hatte nämlich den letzten Zug selbstverständlich falsch angegeben.
Palmström steht an einem Teiche und entfaltet groß ein rotes Taschentuch: Auf dem Tuch ist eine Eiche dargestellt, sowie ein Mensch mit einem Buch. Christian Morgenstern, am 06.05.1871 als Nachkomme einer Malerfamilie in München geboren, studierte zunächst Volkswirtschaft und Jura, später Philosophie und Kunstgeschichte. Seine ersten heiter-grotesken Dichtungen wie "Galgenlieder" und "Palmström" machten ihn sehr rasch bekannt. Eine innere Krise beendete Morgensterns "weltliche Epoche" und führte ihn zu Nietzsche, Kierkegaard und Meister Eckhart. Seine Lyrik wurde mehr und mehr Gedankendichtung, ja geradezu "Philosophie in Versen". Morgenstern starb am 31.03.1914 in Meran.
Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte.
Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte.
Daniel Spitzer gilt heute als einer der bedeutendsten Satiriker und Humanisten Wiens. Seine Erzählungen sind humoristisch und apokryphisch, ein echter Genuss. 1. Januar 1882 – Ein lieber Freund hatte mich eingeladen den Weihnachtsabend im Kreise seiner Familie zu zubringen und ich saß bei meinem Schreibtische um noch vorher eine kleine Pflicht der Pietätlosigkeit zu erfüllen und eine Satire auf unsere Zustände, für den folgenden Sonntag, zu schreiben...
Audio Media Digital Die Götterdämmerung A1068829505
Daniel Spitzer gilt heute als einer der bedeutendsten Satiriker und Humanisten Wiens. Seine Erzählungen sind humoristisch und apokryphisch, ein echter Genuss. Die Götterdämmerung: Dritter Tag aus der Trilogie "Der Ring der Nibelungen" von Richard Wagner. 11. November 1879. Ah, oh Götter … ah, oh Jammer … oh ich armer Mann, ich bin des Todes, oh weh!
Sein Kummer aber ist riesengroß und grenzenlos. Würde plötzlich Jonas Brust zerreißen und der Kummer aus ihr ausströmen, so würde er wohl die ganze Welt überschwemmen – aber dennoch sieht man ihn nicht. Er hat es verstanden, in einer so winzigen Schale Platz zu finden, dass man ihn selbst bei Tage mit einem Lichte nicht sehen kann.
Audio Media Digital Der Heiratsvermittler A1069204749
Johann Feichtl lehnte an einem Baume und schaute zu, wie seine Herde sich gütlich tat. Die Kühe blieben ruhig auf ihrem Platze und fraßen gewissenhaft links und rechts ab, was sie erreichen konnten; sie bewegten sich nur, wenn die Arbeit getan war, und traten dann ruhig einen halben Schritt vor, um von neuem anzufangen. Mit den Schweinen war das anders. Die fuhren hin und her, rissen hier und dort etwas vom Boden weg, blieben nirgends stehen, und wenn eines sah, dass das andere einen Fund machte, stürzte es grunzend hin und suchte es zu vertreiben. Sie waren beständig in Unruhe, voll Neid, und nicht einmal während des Fressens konnten sie es unterlassen, giftig herumzuschauen, ob es nicht einem anderen besser ginge.
Und die schlanke, schneeweiße, schön gebaute Münchnerin mit den undurchdringlich dichten, üppigen Rabenhaar neigte sich zitternd über ihn und küsste ihn auf den Mund, auf die halbgeschlossenen Augenwimpern, um ihn seine Frage vergessen zu machen. Frank Wedekind (* 24. Juli 1864 in Hannover; † 9. März 1918 in München; eigentlich Benjamin Franklin Wedekind) war ein deutscher Schriftsteller und Schauspieler. Wedekind, der der Familie Wedekind zur Horst angehört, wuchs ab 1872 in Lenzburg in der Schweiz auf. Sein Vater, der pensionierte Gynäkologe Dr. med. Friedrich Wilhelm Wedekind, war aus Opposition gegen das neu gegründete preußisch-deutsche Reich mit seiner Familie dorthin emigriert. Schon nach der gescheiterten Märzrevolution 1848/49 war er zunächst nach San Francisco ausgewandert (wo er Emilie Kammerer, die Tochter des Erfinders der Streichhölzer Friedrich Kammerer, heiratete), 1864 aber nach Deutschland zurückgekehrt. Er kaufte das Schloss Lenzburg, und sein Sohn Frank verbrachte dort seine Jugendzeit. Seit Herbst 1872 ging Frank in die Lenzburger Gemeindeknabenschule, die dortige Bezirksschule. 1879 wechselte er auf die Kantonsschule in Aarau. Hier gründete er den Dichterbund Senatus Poeticus zusammen mit W. Laué, A. Vögtlin und O. Schibler. Für seine Schwester Emilie entstand das Kinderepos Der Hänseken, mit Zeichnungen des Bruders Armin (EA 1896). Nach Abschluss der Schule und einem abgebrochenem Jurastudium arbeitete Frank Wedekind unter anderem als Journalist, Chef der Werbeabteilung bei Maggi und Sekretär. 1889 siedelte er nach München über, wo er ab 1896 die Zeitschrift Simplicissimus mitbegründete, in der er auch unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte. Wegen "Majestätsbeleidigung" in dieser Zeitschrift wurde er 1899 verurteilt und verbrachte sechs Monate in Festungshaft. 1901/02 wirkte er im Münchner Kabarett Die Elf Scharfrichter mit, dort sang er nach eigenen Kompositionen seine Lieder zur Gitarre. Wedekind trat auch als Schauspieler in eigenen Stücken auf. Er schrieb gegen das Bürgertum und dessen Scheinmoral. Mit der Schauspielerin Tilly Newes hatte Wedekind zwei Töchter, Pamela und Kadidja. Grabstelle Waldfriedhof Solln, München. Seine Dramen Erdgeist und Die Büchse der Pandora dienten als Vorlage für die Oper Lulu von Alban Berg und dem Stummfilm Die Büchse der Pandora von Georg Wilhelm Pabst (Deutschland, 1929).
Diese Geschichte ist wahr, alle Leute die zwischen Tölz und Miesbach wohnen kenne sie und mancher wird es mir verübeln wenn ich etwas dazutäte oder davon wegließe, also will ich bei der Wahrheit bleiben!
Es war um die Zeit, da der Affe zum Mensch wurde. Und am Vor-Abend seiner Menschwerdung versammelte der Affe noch einmal alle Tiere der Erde um sich, um von ihnen Abschied zu nehmen...
Schon wieder etwas neues, ein Bienenzüchter der zur Feder greift. Man hat den Gänsen noch zu wenig Federn ausgerupft und zu wenig Lumpen zu Papier geweiht...
Audio Media Digital Der Schimmelreiter A1068828972
Der ehrgeizige, tatkräftige Deichgraf baut einen neuen Deich, der vor Sturmfluten schützen und neues Land gewinnen soll. Als in einer stürmischen Nacht genau dieser Deich bricht, muss der Deichgraf hilflos mit ansehen, wie seine geliebte Frau und sein Kind in den Fluten untergehen. Da stürzt auch er sich samt seinem Schimmel ins tosende Wasser und lebt als gespenstischer Schimmelreiter im volkstümlichen Aberglauben weiter.
Lauretta Delevo, die Lorbeerblüte, wie sie die Bauern und Anrainer des Dorfes nennen, ist geboren. Sie war noch jung und so schön wie einer der stolzen Pinienbäume im Garten der Villa zur fröhlichen Frühlingszeit. Die einfachen Menschen des Tales hatten sich unbewusst vor ihr gebeugt, wenn sie ihr begegneten. Da kam Licht aus ihr, durchstrahlte jeden Dunkeln, der an ihr vorüber schritt, und oft geschah es, dass ihr ein süßes Gebet nachgemurmelt wurde, das eigentlich für die Madonna gedichtete war. Nun liegt sie da, noch in der Lage einer ruhig Schlafenden, nur etwas strenger die Glieder gestreckt und lebensferner das Angesicht.
Ein alter Affe saß auf einem Kokosbaum und brummte böse. Er war sehr verstimmt, denn er hatte Rheumatismus in den Beinen. Er war kein gewöhnlicher Affe, sondern das Haupt einer zahlreichen Familie, ein Affenbürgermeister. Wenn ein gewöhnlicher Affe Rheumatismus hat, so ist das nur störend für ihn selbst; wenn aber ein hochgestellter Affe Rheumatismus hat, so ist das nicht nur ihm selber unangenehm, sondern auch überaus peinvoll für seine Umgebung.
"Himmeltau" ist eine Erzählung von Jörg Zemmler die auf Basis eines Gesprächs mit Elisabeth Hilbert (geboren 1919) beruht. Der Morgen war wolkenfrei und ein wunderschöner Sonntag brach an. In unsere kleine Wohnung, bestehend aus Schlafzimmer, Kabinett und Küche im dritten Stock eines Hauses nahe der Rotundenbrücke und der Erdberger Lände in Wien schien die Sonne. Meinen Blick aus dem Fenster trübten nur die vielen Fabriken, in denen damals, im Jahr 1944, polnische Zwangsarbeitern Kriegsgerät herstellten. Ich konnte mich an ihren Anblick einfach nicht gewöhnen.
Viktor Frankenstein ist von der Idee besessen, das Elixier des Lebens zu finden. In einer düsteren Novembernacht gelingt ihm das Unfassbare: Aus Leichenteilen, die er aus Friedhöfen zusammengetragen hat, formt er einen menschenähnlichen Körper, ein überdimensionales, hässliches Monstrum und haucht ihm Leben ein. Das Monster lernt schnell und versucht vergeblich die Zuneigung anderer Menschen zu erlangen. In seiner Isolation verflucht es seinen Schöpfer.
Audio Media Digital Wer ist der Verräter? A1069031745
Des Morgens ging Lucidor festen Entschlusses hinab, mit dem Vater zu sprechen und ihn deshalb in bekannten freien Stunden unverzüglich anzugehn. Wie groß war sein Schmerz, seine Verlegenheit, als er vernahm: der Oberamtmann, in Geschäften verreist, werde erst übermorgen zurückerwartet. Julie schien heute so recht ganz ihren Reisetag zu haben, sie hielt sich an den Weltwanderer und überließ mit einigen Scherzreden, die sich auf Häuslichkeit bezogen, Lucidor an Lucinden. Hatte der Freund vorher das edle Mädchen aus gewisser Ferne gesehen, nach einem allgemeinen Eindruck, und sie sich schon herzlichst angeeignet, so musste er in der nächsten Nähe alles doppelt und dreifach entdecken, was ihn erst im allgemeinen anzog.