Bjørn Berge hatte noch nie Bedenken Genres und Einflüsse wild durcheinander zu bringen, um zu sehen was passiert - nicht anders ist es bei seinem neuen Album. "Heavy Gauge" seht für ausgezeichnetes Gespür an der Gitarre, Balladen, Blues und das was der Norweger selbst "Good time music" nennt. Über die Zeit hat sich Bjørn Berge einen weit erklingenden Ruf als exzellenter Gitarrist erarbeitet und auf zahlreichen Festivals in Europa und Nordamerika untermauert - ganz gleich ob Jazz, Blues oder Rock. Seine Konzerte sind seltenst miteinander vergleichbar, so ambivalent wechselt er zwischen seinen Publika. Einmal im Scheinwerferlicht der Bühne erleuchtet, lässt er die Saiten meist zu seinen eigenen Kompositionen erklingen.
"Feeling Good" ist ein Live-Album mit Konzertmitschnitten aus Barcelona. Die erst 20-jährige Jazz-Sängerin und Trompeterin Andrea Motis und der Bassist Joan Chamorro spiegeln mit einem Altersunterschied von über 30 Jahren zwei völlig verschiedene musikalische Generationen wider. "Feeling good" gibt nicht vor etwas anderes zu sein, als es ist. Es ist ein Album voller liebevoll gesungener Jazz, Swing und Latin Standards - mit einer bezaubernden Andrea Motis am Mikrofon und an der Trompete und dem erfahrenen und versierten Joan Chamorro am Bass sowie einer hervorragenden Band. Schlicht ein Album, das Spaß macht - "Feeling Good" eben!
Auf "Live in Telemark" tummelt sich eine erstklassig vielfältige Auswahl an Songs, gleichsam ernst wie unterhaltsam, dargeboten von zwei außergewöhnlichen Künstlern. Lillebjørn Nilsen und Andy Irvine ergänzen sich nahezu perfekt in Musikalität und dargebotenen Texten. Dabei scheint norwegischer und irischer Folk bemerkenswert gut miteinander zu harmonieren. "Wir waren auf derselben Wellenlänge ab dem Moment als wir uns zum ersten Mal begegnet sind", erinnert sich Andy Irvine. Genau diese Vertrautheit übertrug sich auch an einem Samstag auf die Hörer in Telemark, wo besagtes Album seinen Ursprung hat.
Som Spor, eine Live-Aufnahme einer Auftragskomposition für Vossa Jazz in 2012, ist in den Augen des norwegischen Saxophonisten nicht weniger als der bisherige Höhepunkt seiner Karriere, der selbst die hochgelobten Alben "Nyesongar.no" und "Ossicles" toppt. Das Stück wrude im National Scene in Oslo aufgenommen und zeigt die aussergewöhnliche Arbeit des Musikers und Komponisten an der Schnittstelle zwischen Jazz und Folklore. 2012 wurde Som Spor als "Werk des Jahres" von der NOPA (Norwegian Society for Composers and Lyricists) ausgezeichnet. Som Spor ist in Deutschland als CD und LP erhältlich.