Das Album "Innocentia" ist das zweite Album der portugiesischen Jazzsängerin Maria Mendes, die mit zauberhafter Stimme und virtuosen Vokalimprovisationen auch ein weiteres Mal imponiert. Dieses Mal präsentiert Maria Mendes Jazz-Klassiker wie "Smile", brillante Bearbeitungen klassischer Stücke sowie sehr persönliche Eigenkompositionen, welche Unschuld (Innocentia) - das zentrale Thema dieses Albums - aber auch Kindheitserinnerungen und Hoffnung thematisieren. Maria Mendes gelingt es, eine überzeugende, charmant und verspielt wirkende Version zu interpretieren - egal, ob beim Jazz-Standard "Smile", dem Sting-Coversong "Fragile" oder Heitor Villa Lobos' "Bachianas Brasileiras Nr. 5". Ihr Scatgesang führt den Zuhörer souverän und überraschend in unerwartete Richtungen und macht sie zu einer großen Jazz-Improvisatorin.
Das Album ist ein Konzertmitschnitt im Hønefosser Studio mit 40 Gästen. Ketil Bjornstad erinnert sich, dass sowohl das Publikum als auch der Zeitpunkt der Aufnahme seine Spielweise beeinflusste. Das Konzert habe an einem wunderschönen Frühlingstag stattgefunden, an dem der Flieder in voller Blüte stand. Doch gleichzeitig wühlte der Prozess um den Attentäter von Utoya die ganze Nation auf, ebenso die ständige Präsenz dieses Themas in den Medien und immer mehr grausame Details, die ans Tageslicht gelangten. "I had passed by Utøya while driving to the studio, and had been reminded of both the beautiful and the brutal aspects of life. (...). Mostly because of the people listening in the studio that day, this was a concert that I will never forget", so Ketil Bjornstad. Zwei Jahre nach dem Konzert musste das Pettersens Kolonial Lydstudio schließen und der Flügel zum Kauf angeboten werden.
"Epistola" ist das griechische oder lateinische Wort für "Brief", und wie jeder Brief enthält auch das Album "Epistola" eine Botschaft. Carmen Souzas und Theo Pascals Botschaft an ihre Fans lautet: Jeder soll ihre musikalische Nachricht empfangen, der offen ist für ihre Texte und ihre Musik. Die besondere Herausforderung bei "Epistola" war es für Carmen Souza, sich dem Publikum auch als Instrumentalistin zu präsentieren. Auch wenn sie zunehmend als Gitarristin wahrgenommen wird - eröffnete sie doch die Zevener Gitarrenwoche im Sommer 2014 - ist sie den meisten Zuhörern eher als Sängerin bekannt. Das Album enthält neben acht eigenen, zwei gecoverte Songs: "Moonlight Serenade" von Glenn Miller und den "Cape Verdean Blues" von Horace Silver. Carmen Souza, die kapverdische Wurzeln hat und bereits mehrere Preise auf den Kapverden gewonnen hat, ist musikalisch vor allem vom Jazz und der traditionellen portugiesischen Musik geprägt. Gefeatured werden auf dem Album der britische Drummer Shane Forbes, der New Yorker Pianist Matt King, der Saxophonist und Klarinettist Craig Yaremko und der Drummer Zoe Pascal.
Vier Jahre nach dem Erfolg des Albums "Maggio" ist die Banditaliana mit ihrem neuen Album "Argento" zurück und feiert damit ihre mittlerweile 25 Jahre andauernde Karriere. Das Quartett wurden 1992 von dem Akkordeon-Spieler Riccardo Tesi gegründet und zählt heute zu den international bekanntesten italienischen Weltmusik-Gruppen, zu der weiterhin Claudio Carboni am Saxophon, Maurizio Geri an Gitarre, Gesang und Gigi Biolcati an der Perkussion, Gesang und Gigitarra (eine Mischung zwischen Dulcimer und E-Gitarre, die mit einem Sushi-Stäbchen gespielt wird) gehören. In perfekter Balance zwischen instrumentalen Stücken und Liedern, ist dieses Album ein neuer Höhepunkt auf ihrer langen Reise durch den Mittelmeerraum, der immer Inspiration für ihre Musik war. Musik ohne Grenzen, bei der Tradition und Innovation zusammengebracht werden, und die eine Hommage an den okzitanischen Liedermacher Jean Marie Carlotti und an Gianmaria Testa ist, der ein enger Freund der Band war und vor kurzem verstorben ist.