Die 2003 gegründete Band Fei Scho widmet sich seit ihrer Gründung der alpinen Weltmusik. Auf der Grundlage der bayerischen Volksmusik hat die Band damit eine wahre bayerische Weltmusik erschaffen, die frei von Klischees und mit dem nötigen Selbstbewußtsein moderne sowie fremde Stilmittel als natürliche Verbündete der eigenen Wurzeln etabliert. Anfang 2013 hat sich die Besetzung der Band radikal erneuert. Lediglich Anschi Hacklinger und Martin Lidl sind von dem ursprünglichen Quintett übriggeblieben. Mit Helmut Sinz, Georg Karrer und Robert Alonso hat sich die Band daraufhin radikal erneuert und ihrer Musik deutlich mehr lateinamerikanische und afrikanische Einflüsse hinzugefügt. Fei Scho präsentieren jetzt mit dem neuen Album "Weltensprung" das Ergebnis dieser Runderneuerung, die man ohne Übertreibung als rundherum Gelungen bezeichnen muss.
Flamenco und Jazz beginnen seit den 50er Jahren sowohl in der internationalen Jazzszene als auch in Spanien, der Heimat des Flamencos, immer wieder neue Liebesaffären. Von legendären Alben wie Miles Davis' "Flamenco Sketches" bis zu späteren Supergroups wie Ketama gibt es zahllose Zeugnisse dieser leidenschaftlichen Beziehung. Doch damit aus der Leidenschaft keine langweilige Ehe wird, braucht es immer wieder einmal neuen Wind. Der kommt dieses Jahr von Rasgueo aus Berlin. Die Band um Flamenco-Gitarrist Nikos Tsiachris und Trompeter Martin Auer mischt aus den bekannten Zutaten Flamenco und Jazz unter Zugabe von Latin und Folk ein Aphrodisiakum, das dafür sorgt, dass sich die alte Liebe neu entzündet. Tsiachris, Auer, sowie Drummer Diego Pinera und Bassist Martin Lillich sind gestandene Musiker, fest verwurzelt in der deutschen Jazz- und Weltmusikszene, die ihre hervorragende Technik dazu einsetzen, feinfühlige, emotionale Klangbilder zu erschaffen, die das Publikum geradezu verzaubern und in Erinnerungen an laue Sommerabende schwelgen lassen.
Er war schon ein Alter, als er noch ein Kind war. José Carlos Gómez wuchs in einer Stadt auf, in der die Gitarre bereits eine Legende war. Paco de Lucía war ein Mythos, und die Leute hatten den alten Schatten der anderen lokalen Gitarren vergessen, die von Frauen, Blinden oder von kleinen Kindern gespielt wurden. Zu dieser Zeit war es, wie Félix Grande sagen würde, unmöglich, schlecht Gitarre zu spielen. Aber dieser junge Gitarrist, der schon bald im Ballet Nacional spielen würde, galt bereits als Wunderkind. Kontrolliert, neugierig und frech und vor allem mit der nötigen Weisheit für den Erfolg ausgestattet. Der bislang größte Beweis für sein Talent ist das vorliegende Album, das sorgfältig komponiert, eine Reise von Alegrías hin zur Seguiriya über Bulerías, die manchmal mit Soleares verbunden werden, anbietet.
Das Zusammenspiel von Jazz-Trompete und Flamenco Gitarre ist die Spezialität des Quartetts Rasgueo um den griechischen Gitarristen Nikos Tsiachris und den bayerischen Jazz Trompeter Martin Auer, und in der Flamenco Welt eher selten zu finden. Nach ihrem grandiosen Debüt "Waterfall", folgt mit "Echo" der zweite Streich der Band, zu der noch Diego Pineira am Schlagzeug und Martin Lillich am Kontrabass gehören. Tsiachris, der bis auf die Bearbeitung des Klassikers Asturias alle Stücke geschrieben hat, ist mittlerweile ein international bekannter Gitarrist, der sich mit seinem Solo-Album "Alcance" das Prädikat "Top of the World" des Songlines Magazins erspielte. Seine Stücke vertonen persönliche Geschichten und Erlebnisse, die durch das melodische Spiel der Solo-Instrumente greifbar werden und einen über die ganze Strecke des Albums ohne Spannungsabfall unterhalten. Rasgueo verbindet Flamenco und Jazz auf eine ganz eigene und in jedem Moment spannende und packende Art und Weise.