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Deutsche Grammophon Literatur Tonio Kröger A1077733933
Der junge Tonio Kröger sieht sich in der zerreibenden Gegensätzlichkeit zwischen dem normalen Alltag und dem künstlerischen Intellektualismus. Der erste Teil seines Namens verweist auf seine mütterliche Herkunft und steht für die ungeregelte, italienische Lebensart, Kröger hingegen steht für Bürgertum und deutsche Pflichterfüllung, es ist der Teil, den er von seinem Vater geerbt hat. "Ich stehe zwischen zwei Welten, bin in keiner daheim und habe es infolgedessen ein wenig schwer."
Deutsche Grammophon Literatur Herr und Hund A1077734131
Tiere sind ungehemmter und ursprünglicher, also gewissermaßen menschlicher in dem körperlichen Ausdruck ihrer Gemütszustände als wir; Redensarten, die unter uns eigentlich nur noch in moralischer Übertragung und als Metapher fortleben, treffen bei ihnen noch - und das hat jedenfalls etwas Erheiterndes für das Auge - im frischen Wortsinne und ohne Gleichnis zu." Thomas Mann, "Herr und Hund" Ein "Idyll" nannte Thomas Mann seine zauberhafte Novelle "Herr und Hund", in der er die komplizierte Beziehung zwischen ihm und seinem Vierbeiner "Bauschan" ins amüsant Literarische hob. Jeder Hundefreund findet in dieser Erzählung seine eigenen Erfahrungen bestätigt: was Verhaltensweisen zwischen Herr und Hund betrifft, was die Lernfähigkeit - von Hund und Herr! - angeht, was die Gefühle ausmacht, die man bei seinem Tier und bei sich selbst beobachtet. Thomas Mann erzählt zum Beispiel von der ersten Begegnung mit dem Hund, der nur ein "Skelettchen" war, "ein Brustgitter nebst Wirbelsäule, mit ruppigem Fell überzogen und vierfach gestelzt". Den geradezu dramatischen Höhepunkt in der sonst so ruhig erzählten Geschichte bildet das abschließende Kapitel "Die Jagd". Hier wird Bauschan in voller Aktion gezeigt. Mann beschreibt detailliert die Jagd auf Hasen und auf verschiedene Wasservögel mit all ihren Höhepunkten, Erlebnissen und den stets wiederkehrenden Misserfolgen, die seinem Hund aber so gar nichts ausmachen. Das Spüren und Auftreiben, das Rennen und Verfolgen - darin besteht der "hochherzige Selbstzweck": "Alles Edle, Echte und Beste in Bauschan wird nach außen getrieben und gelangt zu prächtiger Entfaltung in diesen Stunden; darum verlangt er so sehr nach ihnen und leidet, wenn sie unnütz verstreichen.
Deutsche Grammophon Literatur Mario und der Zauberer A1077733929
In dieser Erzählung, entstanden im Sommer 1929 im weltfernen Samland am Ufer der Ostsee, greift Thomas Mann auf ein Ferienerlebnis mit der eigenen Familie am Ufer des Tyrrhenischen Meeres zurück. Der Italienurlaub einer Familie entpuppt sich als Kette von Verhängnissen und Widrigkeiten. Man erwägt die vorzeitige Abreise, entschließt sich aber dann doch zum Bleiben und erlebt den Auftritt des Zauberers Cipola, dessen Vorstellung man den Kindern zuliebe besucht. Cipola nimmt das Publikum durch seine hypnotische Ausstrahlung sofort gefangen und fast willenlos unterwerfen sich die Besucher seinen Anordnungen. Der Höhepunkt der Spannung ist erreicht, als der Fischerknabe Mario, ein Hilfskellner, den die Kinder zum Freund gewonnen haben, die Bühne besteigt, um sich mit dem Zauberer zu messen. Anschließend kommt es zur Katastrophe.
Golden Grammophon Märchen für Kinder: Die Schneekönigin A1038664336
Es war ein mal ein böser Kobolt. Er war der Teufel. Er hatte einen Spiegel gemacht, der alles Gute und Schöne dass sich darin spiegelte hässlich aussehen ließ. Das Böse jedoch sah gut darin aus. Als der Teufel bereits allen Menschen den Spiegel vor Augen gehalten hatte, wollte er zu seiner Belustigung Gott in den Spiegel blicken lassen. Da fiel ihm der Spiegel aus den Händen und zerbrach in viele Millionen Teile. Traf ein Splitter einen Menschen im Herzen, so wurde es zu Eis. Ging ein Splitter ins Auge, so sah er nur noch das Unschöne in einer Sache. Die beiden Nachbarskinder Kay und Gerda spielen gemeinsam den ganzen Sommer über, als Kay einen Splitter ins Hers und einen ins Auge bekommt. Er merkte es nur einen kurzen Augenblick, dann ist der Schmerz vorbei, aber Kay sieht daraufhin nur noch die hässlichen Seiten in Dingen und Menschen und belustigt sich an ihnen. Im Winter binden die Jungen ihre Schlitten an vorbeifahrende Kutschen um von ihnen ein kurzes Stück mitgezogen zu werden. Als Kay seinen Schlitten an die Kutsche der Schneekönigin bindet, gerät er in ihren Bann und kann sich nicht mehr loslösen. Sie nimmt ihn mit auf ihr Schloss und er verfällt ihrer Schönheit und vergisst die Welt um sich herum. Gerda beschliesst Kay zu suchen erlebt einige Abenteuer auf ihrer Reise. Sie lernt viele Menschen und Tiere kennen, die ihre Freunde werden und mit deren Hilfe sie Kay immer näher kommt. Schliesslich findet sie ihn und ihr gelingt es sein Herz aus Eis zu schmelzen und der Splitter im Auge verschwindet. Er erinnert sich endlich an sein vergessenes Leben und entkommt dem Bann der Schneekönigin. Wieder zu Hause sehen Kay und Gerda ihre alten Zimmer und merken das sie erwachsen geworden sind.