Der Begleitband zu den Ausstellungen der Gedenkstätte Esterwegen präsentiert die Geschichte der Emslandlager in Bildern und Dokumenten. Zwischen 1933 und 1945 unterhielt der NS-Staat im Emsland und der Grafschaft Bentheim 15 Lager, die als Teil des Systems von SS, Justiz und Wehrmacht Orte des nationalsozialistischen Terrors waren. In den Lagern litten etwa 80.000 KZ-Häftlinge und Strafgefangene; während des Zweiten Weltkriegs kamen weit mehr als 100.000 Kriegsgefangene hinzu. Über 20.000 Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern kamen in diesen Lagern ums Leben. Der Begleitband gibt nun erstmals einem breiten Publikum einen Überblick über die Geschichte der Emslandlager und verortet sie im Kontext der Geschichte des »Dritten Reiches«. Der reich bebilderte Band mit dem auf internationalen Archivrecherchen basierenden aktuellen Forschungsstand zeigt bislang unbekannte historische Dokumente und Fotografien. Im Mittelpunkt stehen dabei die harte Zwangsarbeit, das Leben und Leiden sowie der Tod der Häftlinge. Der Band informiert aber auch über Täter, Profiteure und das zivile Umfeld der Lager. Als komplexen und bis heute andauernden Prozess der Erinnerungskultur schildert er zudem die Nachgeschichte der Emslandlager.
Winner of the Carnegie Medal 2003 Tiller and Sairy live a quiet life in Ruby Holler; their children have long since left home and things are peaceful. But when they decide to adopt two children from the local orphanage to take on a giant adventure, they form an unlikely foursome. And Tiller and Sairy have to deal with some pretty unconventional behaviour on the part of the children, who don't believe they could ever be 'wanted'. A wonderful, magical story that combines quirky action and adventure with family, loyalty and learning to belong.
Der Philosoph Peter Strasser, der sich keiner philosophischen Schule zugehörig fühlt, hat in einer klirrenden Welt toter Rationalität keine Angst davor, sich dem als mythisch und irrational Verfemten zuzuwenden. In diesem Sinn ist sein neues umfangreiches Werk eine erfahrungsgesättigte Meditation über das Leben - ein Leben, das ohne Ende aber nicht zu denken wäre. Wobei Ende sowohl das Ende der Epoche meint als auch des individuellen Lebens. Trotzdem ist Eine Hölle voller Wunder weit davon entfernt, in die üblichen Klagen über all das, was verlorenging und noch verloren gehen wird, einzustimmen, vielmehr orientiert sich Strassers spätes Philosophieren an einer Poesie der Dämmerung, in der die Konturen der Dinge an trügerischer Schärfe verlieren. Unterm Flügelschlag des göttlichen Dämmertieres, der Eule der Minerva, umspielt jene Poesie das unerreichbar Nahe: die Welt als Heimat aller Geschöpfe, als Ort des ewigen Friedens, worin noch das Böse vom Bösen erlöst wäre. Spätes Philosophieren kultiviert diesen Traum, er gilt ihr als das Realste. Eine Hölle voller Wunder ist in zwei große Teile gegliedert: Während der erste Teil, Die Welt ist nicht genug", wie eine klassisch philosophische Erörterung auftritt, vollzieht der zweite Teil, "Die Götter sind nicht genug", die Wende zu einem stark persönlich orientierten, ins Literarische ausgreifenden Erzählen.
Von der Freundin verlassen und von Depressionen zerfressen. Von Tag zu Tag verschlimmert sich Brians Zustand merklich. Nach zahlreichen verzweifelten und sehnsüchtigen Nachrichten an die Ex dann endlich die erlösende Antwort: das Angebot auf freundschaftlichen Kontakt, wenn er im Gegenzug einen Psychologen aufsucht. Doch dass ihm, nach dem ersten Besuch bei selbigem, eine unerwartete Nachricht von ihr den Boden unter den Füßen wegziehen sollte, hatte er nicht kommen sehen. Nach dieser nicht absehbaren Wendung sollte er vor nichts mehr zurückschrecken... Ein Kampf mit sich und der Welt beginnt!
Vonjournalisten.de Aus der Hölle nach Hause A1044128394
Abenteuerlust, der Einsatz fürs Vaterland und der Wunsch, sich satt essen zu können. Das waren Motive, freiwillig als Soldat in den Ersten Weltkrieg zu ziehen. Auch für Wilhelm Dornebusch aus Jüterbog. Als Maler-Lehrling in Dahme arbeitete er für Kost und Logis, die übliche Entlohnung. Mehrmals rannten die jungen Männer dem Meister davon. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, ließ sich Wilhelm von der Begeisterung, fürs Vaterland zu kämpfen, anstecken. Er bettelte den Vater zuzustimmen. Einfühlsam ist in seinem Tagebuch zu lesen, wie er erst nach Ostpreußen und später nach Frankreich geschickt wurde. Gefahren liebte der junge Mann. Die gab es reichlich. Trotz zerschossener Dörfer und Felder sah er die Schönheit der Landschaft und fragte sich, wie gut es sich im Frieden dort leben ließe. Mit den Niederlagen wurde der Hunger wieder ständiger Begleiter. Der junge Rekrut entwickelte sich zu einem erfahrenen Frontsoldaten, der nur schwer aus der Ruhe zu bringen war. Am Ende sehnte er sich nach Frieden. Als er der endlich kam, ist er der Illusion beraubt, für etwas Sinnvolles gekämpft zu haben. Seine Aufzeichnungen geben ein einprägsames Bild jener Jahre; flüssig und spannend geschrieben.