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Dr. Kay Scarpetta reist nach Dublin, um Vorlesungen über Forensik zu halten – und um der Frage aus dem Weg zu gehen, ob sie den Mann, den sie liebt, auch heiraten will. In Irland trifft sie Margaret Foley wieder, eine alte Bekannte und Kollegin. Als Scarpetta ihr von einer Mordserie erzählt, die ihr Team in Atem hält, stoßen die beiden auf einen möglichen Zusammenhang mit Verbrechen in Irland einige Jahre zuvor: In beiden Fällen wurden zerstückelte Leichen auf Müllhalden gefunden. Als an Halloween auf einer Deponie in Virginia der Torso eines zehnten Opfers auftaucht, scheint es zunächst, als hätte derselbe Täter wieder zugeschlagen. Aber bei der Obduktion zeigen sich eindeutige Unterschiede zu den bisherigen Fällen. Haben sie es mit einem Trittbrettfahrer zu tun? Was Scarpetta außerdem Kopfzerbrechen bereitet: Die Haut des Opfers ist mit roten Pusteln übersät. Der Gerichtsmedizinerin kommt ein fürchterlicher Verdacht: Setzt der Mörder einen Virus als biologische Waffe ein? Scarpetta und ihr Team müssen dem Täter schnell das Handwerk legen – sonst droht eine vernichtende Seuche …
Ein paar Tage, vielleicht die letzten, möchte der alte Vater mit seinem Sohn auf der Insel seiner Kindheit verbringen. Sofort steigt der Sohn hinab aus den Bergen, die sein Zuhause geworden sind, um ihm den Wunsch zu erfüllen. Der Vater, ein Seemann, war selten zu Hause; der Sohn hat seinen eigenen Weg beschritten, dem Meer den Rücken gekehrt – und doch verbindet die beiden eine schier grenzenlose Bewunderung und Zärtlichkeit, über die aber nie gesprochen wurde. Werden die beiden eine Sprache finden? Über der Reise liegt ein Schatten: Der Vater ist krank, sein baldiger Tod gewiss. Der Sohn will dem Vater die Diagnose vorenthalten, um dessen Mut nicht zu trüben. Beide versuchen sie, der sommerlichen Hitze, der geschwätzigen Verwandtschaft und ihren Ängsten zu trotzen.
Die Geschichte eines Reisenden, dessen Leben untrennbar mit seiner Heimat verbunden ist. Auf der Hochebene von Asiago, an der Grenze zwischen dem Königreich Italien und Österreich-Ungarn, lebt Mitte des 19. Jahrhunderts Tönle Bintarn. Ein einfacher Mann, ein Hirte, der schmuggelt, um seine Familie zu ernähren. Als er aus Versehen einen Zollwächter verletzt, muss er fliehen und hilft fortan in den Wäldern Kärntens beim Holzabrinden und dann einem Bauern in der Steiermark aus, wird Hausierer von Kunstdrucken in den Karpaten, Gärtner in Prag, Pferdehirt in Ungarn. Doch jeden Winter kehrt der Einzelgänger von den Grenzbeamten unbemerkt nach Hause zurück, zu seiner Frau und seinen Kindern. Erst nach Jahren wird Tönle begnadigt und kann sein Leben als Schäfer wieder aufnehmen. Doch bald zerbricht die Welt, wie er sie kennt, erneut: Als der Erste Weltkrieg ausbricht, ist er achtzig Jahre alt. Während seine geliebte Heimat nur noch ein Schlachtfeld ist, weigert sich der alte Mann, seine Herde, sein Haus und seine Familie aufzugeben. In poetischer, klarer Sprache erzählt Mario Rigoni Stern die Geschichte eines freien Geistes, der zwischen den Mächten der Geschichte gefangen ist: dem Untergang der K.u.k.-Monarchie, den Wirren des Ersten Weltkriegs und dem Zerfall der alten bäuerlichen Welt.
Vor siebzehn Jahren hat Fin Macleod seine raue Heimat auf der Isle of Lewis vor der schottischen Küste hinter sich gelassen – und das aus guten Gründen. Jetzt verschlägt es den Detective Inspector von der Kriminalpolizei Edinburgh wieder auf die Insel: Ein Mann wurde grausam ermordet und in einem Bootshaus aufgehängt, und der Fall weist Parallelen zu einer Tat in der Hauptstadt auf. Sofort wird Fin in seine Kindheit zurückversetzt: Mit dem Opfer, Angus Macritchie, ist er zur Grundschule gegangen. Und im Laufe der Ermittlungen begegnet er auch Marsaili wieder, seiner ersten und einzigen Liebe, und seinem ältesten Freund Artair, der inzwischen mit Marsaili verheiratet ist. Um das Rätsel um die Morde zu lösen, muss Fin noch einmal an der Guga-Jagd teilnehmen, einer lokalen Tradition, bei der junge Männer auf der unbewohnten Insel An Sgeir Tausende von Jungvögeln abschlachten. Kann Fin die Verbrechen aufklären und mit seiner Vergangenheit abschließen?
Der Nachricht von der Sichtung eines äußerst seltenen Blauwangenspints folgend, reist die Hobby-Ornithologin und Journalistin Eva aus der Stadt auf die Insel. Dort trifft sie auf Holly: Die berühmte ehemalige Schauspielerin lebt hier allein und hat den Vogel erstmals beobachtet. Holly redet pausenlos, auch über die intimsten Themen, isst mit den Händen und zeigt beim Lachen schamlos ihr Zäpfchen. Eva kommt kaum zu Wort. Sie spricht ohnehin wenig und selten aus, was sie denkt. Die schöne, irgendwie obszöne Holly mit ihren Männergeschichten und dem unendlichen Selbstbewusstsein weckt in Eva Begehren, Eifersucht, Ekel, Bewunderung, Hass. In nur sieben Tagen auf der grünen Insel, sieben Tagen mit Holly, geht in Eva eine unheimliche Veränderung vor. Sie hat die Reise angetreten, weil sie einen Vogel suchte. Gefunden hat sie so viel mehr. Doch zu welchem Preis?
»Ich bin davon überzeugt, dass Dr Braithwaite meine Schwester Veronica getötet hat. Damit meine ich nicht, dass er sie im üblichen Wortsinn ermordet hat, dennoch ist er für ihren Tod verantwortlich, als hätte er sie mit seinen eigenen Händen erwürgt.« Zwei Jahre zuvor, im Herbst 1963, ist Veronica am Bridge Approach in Camden von einer Überführung gesprungen und vom 4:45-Uhr-Zug nach High Barnet überfahren worden. Niemand hätte ihr das zugetraut. Am wenigsten ihre Schwester. Und so wird diese bei Dr Braithwaite, Veronicas charismatischem Therapeuten, vorstellig, allerdings unter falschem Namen: als zutiefst aufgewühlte Patientin Rebecca Smyth. Sie ist entschlossen, der seltsamen Beziehung zwischen Braithwaite und Veronica auf den Grund zu gehen, die Umstände des Selbstmords ihrer Schwester zu klären. Wird ihre Darstellung den Psychologen überzeugen? Ein hochspannendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Therapeuten und seiner Patientin. Was ist wahr, was Täuschung? Wer ist wer, wer glaubt wem was - und was dürfen, was können wir Leser glauben?
Seit vier Jahren ist Harry Bosch im Ruhestand. Nun muss der ehemalige Detective des LAPD seinen einstigen Mentor John Jack Thompson zu Grabe tragen. Von ihm hat Bosch zu Beginn seiner Karriere gelernt, dass jedes Leben zählt, dass es keine Toten erster und zweiter Klasse gibt. Ein Credo, das Bosch immer beherzigt hat. Thompsons Witwe übergibt Bosch eine Akte, die ihr Mann offensichtlich entwendet und zwanzig Jahre unter Verschluss gehalten hat: Sie dokumentiert die Ermittlungen im Mordfall eines schwulen Junkies, der als Polizeispitzel tätig war. Warum hat Thompson die Akte an sich genommen, als er das LAPD verließ? Da Bosch offiziell nicht mehr selbst ermitteln darf, bittet er Detective Renée Ballard um Hilfe. Gemeinsam machen sich der pensionierte Cop und die junge ehrgeizige Polizistin an die Arbeit, und zum ersten Mal kommen Bosch Zweifel an der Integrität seines verstorbenen Mentors: Hat Thompson die Akte gestohlen, um im Ruhestand an dem Fall weiterzuarbeiten? Oder im Gegenteil: Wollte er, dass der Mord niemals aufgeklärt wird?
Vor vier Jahren haben sich die Schweizer Kriminalpolizistin Corinna Holder und ihr Mann Michael ein Cottage auf Spruce Head Island in Maine gekauft. Hier wollten sie nicht nur ihre Ferien, sondern später auch den Ruhestand verbringen. Doch seit neun Monaten ist Michael tot, gestorben bei einem Verkehrsunfall. Als Corinna das erste Mal allein nach Maine reist, wird sie von ihren Erinnerungen eingeholt. Aber viel Zeit zum Trauern bleibt nicht, denn als sie im kalten Atlantik schwimmen gehen will, findet sie eine übel zugerichtete Leiche: Dem Mann wurde eine Hummerzange in die Augen gerammt. Corinna nimmt die Ermittlungen auf, zumal sie den Toten kannte: Es ist Norman Dunbar, und der hatte nicht wenig Feinde. Es könnte ebenso eine seiner Frauengeschichten sein, die ihm zum Verhängnis geworden ist, wie auch seine eher unrühmliche Rolle als Investor bei ominösen Geschäften auf der Insel. Oder besteht ein Zusammenhang zu der Initiative gegen die größte Lobsterfabrik auf Spruce Head Island? Als Fremde auf der Insel werden Corinna viele Steine in den Weg gelegt, aber sie lässt sich nicht beirren.
Aus der Moorlandschaft Yorkshires erhebt sich das Anwesen Wuthering Heights, den Naturgewalten schutzlos ausgesetzt. Dort wachsen die Bauerntochter Catherine Earnshaw und das Findelkind Heathcliff gemeinsam auf. In ihren stürmischen Wesen erkennen sie sich als Seelenverwandte, im Kampf gegen äußere Widerstände als Verbündete - und sie verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Doch Catherine beschließt, den vermögenden Edward Linton von Thrushcross Grange zu heiraten, und Heathcliff verschwindet. Jahre später kehrt er zurück, auf rätselhafte Weise zu Reichtum gekommen. Doch Catherine will Linton nicht verlassen, und Heathcliff sinnt auf Rache. Emily Brontës einziger Roman erzählt von familiärer Gewalt, von der Macht der Psyche und von einer Liebe, die Grenzen sprengt. Die Zeitgenossen lehnten ihn ab, heute gilt er wegen seiner Radikalität als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur.
Als sein Vater stirbt, soll der zehnjährige Patrick Dennis in die Obhut seiner Tante Mame gegeben werden. So hat der Vater es im Testament verfügt. Aber Tante Mame ist keine typische Tante. Sie ist jung, hübsch und extravagant, feiert die Feste, wie sie fallen, pflegt einen flamboyanten Lebensstil - aber bitte erst ab zwölf Uhr mittags. Nicht ohne Grund ist Mame ein Star der New Yorker Boheme der zwanziger Jahre. Begeistert geht sie ihre neue Aufgabe an, wie alles im Leben. Von klassischen Erziehungsmethoden hält sie jedoch nichts: Patrick bekommt ein Vokabelheft, um seinen Wortschatz zu vergrößern: »Daiquiri«, »nymphoman« oder auch »ödipuskomplex« sollte man kennen, findet Tante Mame;erste schulische Erfahrungen macht Patrick in einer FKK-Schule. Mame nimmt Patrick mit zu den wildesten Partys, auf denen er die schillerndsten Persönlichkeiten kennenlernt, und bringt ihn in die verrücktesten Situationen - und doch kann er sich keinen liebenswerteren Menschen vorstellen als seine Tante Mame.
Als der aufstrebende Rechtsanwalt Jonathan Harker beruflich von London nach Transsylvanien reist, ahnt er nicht, dass er sich in die Fänge einer Bestie begibt. Der mysteriöse Graf Dracula, der ihn auf sein Schloss bestellt hat, um einen Immobilienkauf abzuwickeln, entpuppt sich als blutdurstiger Vampir – und er hat es auf Harker abgesehen. In Todesangst gelingt dem jungen Mann die Flucht, doch kurz darauf verschwinden in London Matrosen, erkranken Gesunde und brechen Wölfe aus dem Zoo aus. Von Harker und seinen Freunden ist äußerstes Geschick gefragt, um den tödlichen Durst von Graf Dracula und seiner Vampirmeute zu stoppen. Und es erfordert einen starken Willen, nicht den eigenen niederen Trieben nachzugeben.
Gemeinhin glauben die Leute, was der Bichel sagt. Er redet wie ein gelehrter Mann, wie ein Pfarrer oder ein studierter Doktor, und ist doch nur ein einfacher Viehhändler. Aber der Bichel kann erzählen. Diese Gabe ist nicht jedem gegeben. Der Bichel versteht es, die Leute in seinen Bann zu ziehen. Einen magischen Spiegel soll der Bichel besitzen, so hört man. Darin könne man geliebte Menschen sehen. Und der Spiegel verfüge über prophetische Kräfte, sage einem die Zukunft voraus. Nur über den Erdspiegel sprechen dürfe man nicht. Schlechte Gedanken reichten, um ihn zu zerstören. Und noch viel Schlimmeres könnten Zweifel und Unglauben anrichten! Seine Kritiker schimpfen den Bichel einen Menschenfänger, doch die meisten glauben ihm, wollen ihm glauben, dass sie ein besseres, ein leichteres Leben verdient haben. Die meisten - das sind junge Mädchen, hübsche und fleißige Töchter armer Tagelöhner. Sie mögen naiv und leichtgläubig sein, aber sie haben Träume. Bis eine nach der anderen plötzlich verschwindet …
Jack McEvoy ist Polizeireporter bei den Rocky Moun tain News in Denver. Als er vom Tod seines Zwillingsbruders Sean, Detective bei der Mordkommission, erfährt, gerät sein Leben vollkommen aus dem Gleichgewicht. Die Polizei geht von Selbstmord aus: Jacks Bruder soll sich in seinem Auto erschossen haben. Einen Abschiedsbrief habe er auch hinterlassen, auf der Windschutzscheibe: Out of space. Out of time. Ein Zitat von Edgar Allan Poe. Jack glaubt nicht, dass sein Bruder sich selbst das Leben genommen hat und ermittelt auf eigene Faust. Dabei stößt er auf eine ganze Reihe ungelöster Todesfälle: Sean ist nicht der einzige Polizist, der unter ungeklärten Umständen umgekommen ist und Verse von Edgar Allan Poe hinterlassen haben soll. Jack sieht seine Zweifel an der Selbstmordthese bestätigt. Aber wer ist dieser »Poet«, der es vor allem auf Polizisten abgesehen hat? Was ist sein Motiv? Und wer wird das nächste Opfer sein?