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Kampa Verlag Master und Commander A1068442648
18. April 1800 in Port Mahon, einem Seehafen der britischen Marine auf Menorca. Jack Aubrey, Leutnant der Royal Navy, ist überglücklich: Er hat sein erstes Kommando erhalten. Zwar ist die altmodische kleine Kriegsslup Sophie mit ihren zwei Masten und vierzehn Kanonen nicht gerade das, was man ein Schiff ersten Ranges nennen würde, aber der frischgebackene Kapitän liebt sie vom ersten Augenblick an. Was ihm noch fehlt, ist ein Schiffsarzt, und den beschert ihm das Schicksal: Als Jack sich nach einer ersten unheilvollen Begegnung mit dem Naturforscher und Philosophen Dr. Stephen Maturin, die fast in einem Duell geendet hätte, beim Abendessen versöhnen will, entdecken die beiden ihre gemeinsame Liebe für die Musik, und Aubrey macht Maturin das Angebot, als Mediziner an Bord zu kommen. Der zweiflerische Maturin ist eine ausgesprochene Landratte, aber wer könnte ihn besser in die Seefahrt einführen als ein taktisch so versierter und talentierter Seemann wie Jack Aubrey? Und so sticht die Sophie mit den beiden neuen Freunden und einer tapferen Mannschaft in See, um einen Handelskonvoi zu begleiten. Doch die Gemütlichkeit währt nicht lange: Das Kriegsschiff steuert auf ehrenvollere - und auch weit gefährlichere - Abenteuer zu …
Ein Drogenfahnder des Los Angeles Police Department liegt tot in einem heruntergekommenen Motel in Hollywood. Anscheinend hat sich Cal Moore selbst in den Kopf geschossen. Einen Abschiedsbrief gibt es auch. Doch Detective Harry Bosch hat Zweifel an der Selbstmordthese, und auch das Verhalten von Assistent Chief Irvin Irving, der ihn um jeden Preis aus der Sache heraushalten will, kommt Bosch seltsam vor. Cal Moore hatte zuletzt in einem Fall ermittelt, bei dem es um die Modedroge »Schwarzes Eis« ging. Hat sein Tod damit zu tun? Die Ermittlungen führen Bosch bis nach Mexiko, zur Drogenmafia, und er muss aufpassen, nicht wie Moore zu enden.
In Saint Petersburg, Florida, scheint das ganze Jahr über die Sonne. Das Meer ist blau, das Klima mild, und Friseure, die sich auf weiße Dauerwellen spezialisiert haben, gibt es mehr als anderswo. Bunte Werbeplakate für Hörgeräte und Blutdruckmessgeräte sind allgegenwärtig, ebenso wie Infoblätter zum Thema Einäscherung. Viele Seniorinnen verbringen hier ihren Lebensabend, und auch Senioren, aber die sind weniger zahlreich. Im Gästehaus Butler Arms treffen sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten, ganz unterschiedlichen Realitäten. Unter ihnen die scheue Miss Peabody, der garstige Mr. Thompson, der vorgibt, taub zu sein, und die noch garstigere Mrs. Rubinstein, die sich verächtlich eine Zigarette nach der nächsten ansteckt. In den acht weißen Schaukelstühlen auf der Veranda schaukeln sie stetig nebeneinanderher dem Ende ihrer Tage entgegen.
So schön die Bergwelt ist, so hart ist das Leben auf dem Hof von Niculinas Eltern. Morgens treibt Niculina die Geißen auf die Weide, wo auch die gleichaltrige Ladina eine Herde hütet, die von einem gemeinsamen Hof mit Niculina träumt. Doch zum Träumen hat Niculina keine Zeit, abends muss sie sich um die Nona, ihre Großmutter, kümmern, die den Tod kommen spürt. Als Niculina von einer geheimnisvollen Höhle im Piz Spiert im Wolfstal hört, in der der See des Lebens versteckt ist, weiß sie, was sie zu tun hat. Und ahnt nicht, dass sie dafür alle irdischen Fesseln sprengen muss.Ohne Veränderungen, ohne den Tod gibt es kein Leben, lernt Niculina. Doch einige Dinge, etwa eine Freundschaft, ein Garten voller Lupinen und das unberührte Tal, das durch einen geplanten Steinbruch bedroht wird, sollten für immer bleiben, wie sie sind. Und dafür hat die Nona auch über ihren Tod hinaus gesorgt.
Knapp ein Jahr liegt der Tod seiner Ehefrau Catherine nun zurück. John Cardinal versucht noch immer, zurück ins Leben zu finden. Dazu gehören im Augenblick eine kleine Wohnung, in der er sich vorübergehend ganz gut neu eingerichtet hat, die routinemäßige Arbeit an Cold-Case-Akten und Filmabende mit seiner Lieblingskollegin Lise Delorme, die ihn auf andere Gedanken bringen sollen. Passend zu Cardinals Gemütslage hüllt sich Algonquin Bay unterdessen in Schnee und Stille. Bis zwei enthauptete Leichen in einem abgelegenen Sommerhaus am Trout Lake gefunden werden. Für den Detective steht schnell fest, dass dieser Fall keineswegs Routine sein wird: Die Frau und der Mann waren anlässlich einer Pelzauktion, die jährlich in Algonquin Bay stattfindet, aus Russland angereist. Die renommierte Veranstaltung lockt für gewöhnlich Einkäufer aus aller Welt an, die die Pelze von Manhattan über Moskau bis nach China verteilen. Unvermittelt muss sich Cardinal ins Geschehen stürzen und gerät in ein Netz aus Intrigen und Geheimnissen.
An einem warmen Frühlingsabend des Jahres 1953 eilt ein aufgebrachtes junges Fräulein in der Dämmerung eine menschenleere Landstraße entlang in Richtung Chur. Zwei Tage später finden die Landjäger ihre Leiche im Wald. Sie wurde zweifelsfrei erwürgt, um ihren Hals trägt sie eine rote Schleife. Nur wenige Tage später verschwindet eine junge Näherin aus einem Töchterheim und wird ebenfalls ermordet aufgefunden – auch sie trägt das düstere Markenzeichen um den Hals. Die Nachricht verbreitet sich schnell, und die Gegend ist in heller Aufregung, während Landjäger Caminada und sein bester Freund, Erkennungsfunktionär Leutnant Marugg, die Spur aufnehmen. Als nur wenig später ein Mord vor einer abgelegenen Alphütte die beiden auf eine völlig neue Fährte führt, stehen alle bisherigen Vermutungen plötzlich auf dem Prüfstand.
Milan Kundera umkreist seine Themen mit spielerischer Lust. Rockmusik, das Wesen der Schuld in Kafkas Prozess, Chopins Faible für kurze Stücke – alles scheint verwandt und verbunden. Im Zentrum all seiner Überlegungen steht unverrückbar die Kunst des Romans, der sich als strahlender Schild gegen die drohende Objektifizierung des Menschen in der modernen Welt, diesen grundlegenden Angriff gegen unsere Freiheit, offenbart. Dieser Essay mahnt uns, das Vermächtnis des Romans niemals zu verraten.
Der große Gatsby , the great american novel par excellence, war bei seinem Erscheinen 1925 ein kommerzieller Flop. Auch die Kritiker verkannten die Bedeutung des Romans. Erst nach dem Krieg, spätestens aber 1974 durch die Verfilmung mit Robert Redford und Mia Farrow begann die Renaissance Fitzgeralds und seines Meisterwerks über den sagenhaft reichen Gatsby, der rauschende Partys schmeißt, die nur einem Zweck dienen: Daisy zu ihm zu locken. Daisy, seine große Jugendliebe, die inzwischen mit dem Millionär Tom Buchanan verheiratet ist, der sein Vermögen jedoch geerbt und nicht wie Gatsby auf undurchsichtige Weise erworben hat. Geld und Dünkel regieren diese Welt und die Liebe, die schließlich auf der Strecke bleibt – in einem der größten Liebesromane der Weltliteratur. Die Erstausgabe mit der berühmten Coverillustration von Francis Cugat war noch lange nach Fitzgeralds Tod 1940 lieferbar. Heute bringt ein Exemplar (allerdings nur mit Schutzumschlag!) auf Auktionen über 200 000 Dollar. In diesem Fall inspirierte übrigens der Zeichner den Autor – und nicht umgekehrt. Die Gouache-Zeichnung von Cugat war vor dem Roman vollendet – und Fitzgerald begeistert. In einem Brief an seinen Lektor Max Perkins heißt es: »Benutzen Sie dieses Cover um Gottes willen nicht für ein anderes Buch, ich habe es in meinen Roman hineingeschrieben.«
Die Biographie des Londoner Malers und Kunstkritikers Roger Fry ist Virginia Woolfs letztes Buch, veröffentlicht ein Jahr vor ihrem Tod. Dass sie es schrieb, war Frys ausdrücklicher Wunsch: Ihr Leben lang hatte die Schriftstellerin sich nicht nur literarisch – etwa in der fiktiven Biographie Orlando und in Flush , der Lebensgeschichte eines Cocker spaniels –; sondern auch in Essays mit der Frage auseinandergesetzt, wie man über das Leben eines Menschen schreiben könne. Ihr Freund Roger Fry schlug ihr vor, ihre Überlegungen an seiner Biographie auszuprobieren. Entstanden ist das Porträt einer der prägendsten Figuren der avantgardistischen Bloomsbury-Group: Mit der Ausstellung Manet und die Postimpressionisten in den Londoner Grafton Galleries, die 1910 einen Skandal auslöste, läutete Fry die Klassische Moderne in England ein. Fry, der eine Zeit lang Kurator des New Yorker Metropolitan Museum war, gilt bis heute als Schlüsselfigur der Kunstgeschichte.
Ein Wanderer, der leichtsinnig auf akkurat gestapelten Lärchen herumklettert, die daraufhin ins Rollen geraten und ihn unter sich begraben? Unmöglich, doch so muss es sich zugetragen haben, mutmaßt Förster Arie Daamen, als er eine Hand zwischen den Holzstämmen entdeckt. Er wollte mit seinem Hund Vitali in Ruhe nach dem Rechten sehen, ehe die Gäste des nahegelegenen Wellnesshotels zum Waldbaden in sein Revier strömen. Doch jetzt rücken die Geschwister Stadler von der örtlichen Schreinerei an, um die Leiche zu bergen. Sobald die Motorsägen durch die andächtige Stille dröhnen, wird es Arie Daamen immer schwer ums Herz, auch wenn er weiß, dass der Tod zu seinem Beruf dazugehört: Sei es bei der Jagd oder eben beim Baumfällen. Als klar wird, dass der Wanderer erschossen wurde, lässt die Verstärkung von der Landespolizeidirektion Innsbruck nicht lange auf sich warten. Wer ist der Mann, und wie ist seine Leiche zwischen die Baumstämme gelangt? Arie Daamen wird schnell klar: Ehe er, Vitali und Dackeldame Hermine ihren Wald wieder für sich haben, fließt noch viel Wasser den Inn hinunter.
Wer an der University of Cambridge aufwachsen darf, kann sich wahrlich glücklich schätzen, sollte man meinen. Harriet Morton sieht das anders. Ihr Vater, Professor für klassische Philologie, ist ernst, streng und prinzipientreu, ihre Tante eine hagere alte Jungfer, die ihrem Bruder den Haushalt führt und das Mädchen für töricht und nutzlos hält. Harriet will dem trostlosen Leben in dem kalten grauen Haus entkommen. Denn wenn nicht bald ein Wunder geschieht, muss sie Edward heiraten, der am selben College lehrt wie ihr Vater. Vollkommen glücklich ist die lebenshungrige Neunzehnjährige nur, wenn sie tanzt. Ungehörig für ein Mädchen ihres Stands im Jahr 1912. Als ein gewisser Monsieur Dubrow auf der Suche nach jungen Ballerinen für eine Südamerika-Tournee in Harriets Klasse kommt, ergreift sie die Chance und stiehlt sich davon. Inmitten des Regenwaldes, am legendären Opernhaus von Manaus, wird sie zum umjubelten Star und tanzt den Schwanensee vor heimwehkranken Europäern und kulturhungrigen Brasilianern. Und hier lernt Harriet Rom Verney kennen, den gut aussehenden und geheimnisvollen britischen Exilanten und Besitzer des Opernhauses. Die junge Ballerina ahnt nicht, dass ihr Vater und der Mann, dem sie versprochen wurde, sie bereits aufgespürt haben …
Immer neue Männer tauchen in der kargen kleinen Wohnung der Cuchas auf. Manche bleiben für eine Nacht, andere länger. Wer ihre Väter sind, ist den Kindern nicht ganz klar. Dafür ist auf ihre starke und warmherzige Mutter Gabrielle Verlass. Jeden Morgen zieht sie los, um Obst und Gemüse zu holen, das sie dann verkauft. In der Rue Mouffetard geht es der Familie damit besser als manch anderer, die allein von Almosen lebt. Louis ist das zweitjüngste von Gabrielles sechs Kindern. So genüg und schweigsam, brav und fleißig, dass er in der Schule als »der kleine Heilige« verhöhnt wird. Ein Träumer, der damit beschäftigt ist, die Welt zu betrachten, und allen Widrigkeiten zum Trotz unbeirrbar seinen Weg geht.
Kampa Verlag Weihnachten in den Bergen A1071520165
Wer von weißen Weihnachten träumt, der sollte die Festtage in den Bergen verbringen. Am Heiligen Morgen aufwachen und die verschneiten Gipfel bestaunen. Der klirrenden Kälte trotzen und im knirschenden Schnee spazieren gehen, ehe vor dem lodernden Kaminfeuer die Geschenke ausgepackt werden. Und nach der Bescherung den sternenklaren Nachthimmel bestaunen. Der Stille lauschen, in der nichts zu hören ist außer dem leisen Läuten der Kirchenglocken in der Ferne. Nirgendwo lassen sich die Weihnachtstage und die Zeit zwischen den Jahren besser verbringen als inmitten von Viertausendern. Die Geschichten dieses Bandes erzählen vom Zauber einer frisch verschneiten Winterlandschaft und Feiertagen im Kreise der Lieben, aber jenseits der eigenen vier Wände.
Eine Klingel mit vier Namen: Paul hat das Tennisspielen aufgegeben und nichts Neues angefangen. Elif redet dauernd, fragt, nervt, lacht, als würde sie einen schon ewig kennen. Julia ist so leise, dass man nicht weiß, ob sie zu Hause ist. Und Kenni? Er weiß selbst nicht, was er in Wien will. Er musste einfach weg. Von den Leuten, die in ihm den Typen sehen, der er war, bevor er der wurde, dessen Freundin bei einem Autounfall gestorben ist. Ihre letzte Reise, ohne ihn. Obwohl sie doch einen Sommer lang Frankreich entdecken wollten. Wider Erwarten wird die WG für Kenni zur neuen Heimat. Das Leben geht einfach weiter. Auch die geplante Reise findet statt – mit Elif auf dem Beifahrersitz, was keine gute Idee ist. Zehn Jahre später, Kenni steht am Anfang seiner Karriere als Maler, treffen die vier sich in Zürich wieder. Es wird eine lange, laute Nacht, die lauter Fragen aufwirft. Erst zurück in Wien, aus Kenni ist inzwischen ein renommierter Künstler in den Vierzigern geworden, beginnt mit einem kurzen Gespräch ein Nachmittag, ein Abend, ein Anfang …
Wenn sie auf Reisen gehen konnte, war Virginia Woolf glücklich, und sie reiste ausschließlich zum Vergnügen. Anfangs begleiteten sie Freunde und Geschwister, später ihr Ehemann Leonard Woolf: nach Venedig, Florenz, Palermo, Rom, Porto, Sevilla, Delphi, Athen oder Konstantinopel. Sie fuhren mit Bus, Bahn oder Schiff und schreckten auch vor dem Ritt auf einem Esel nicht zurück, obwohl sie letztlich zu der Erkenntnis kamen, dass es sich mit dem Auto am komfortabelsten reiste. Besonders gern brach Virginia Woolf in ihrem Lanchester auf, in dem sie sich wie eine »reiche, konservative, patriotische Hochstaplerin« vorkam. Ihre Erinnerungen hielt sie in ihrem Tagebuch und in Briefen fest; die hier versammelten Aufzeichnungen entstanden zwischen 1904 und 1932. Mit Virginia Woolf zu reisen bedeutet, ihre heitere, vergnügte Seite kennenzulernen und an ihrer Freude und ihrem Staunen teilzuhaben. »Beschreibungen sind gefährlich und verlockend«, schrieb sie. »Was man festhält, ist im Grunde die eigene Geistesverfassung.« Und gerade das macht ihre Reiseberichte so faszinierend.
Pistole, Dienstmarke, Handy, Ausweis, Kreditkarten – alles weg. Während Renée Ballard am Topanga Beach in Malibu surfen war, wurde ihr Auto aufgebrochen. Melden kann sie den Diebstahl nicht: Ihre Gegner beim LAPD warten nur darauf, dass die junge Detective einen Fehler macht. Ballard muss auf eigene Faust ermitteln. Zur gleichen Zeit bringt eine DNA-Analyse neue Erkenntnisse über einen Serienvergewaltiger, der vor zwanzig Jahren untergetaucht ist. Der »Pillowcase Rapist« brach in die Wohnungen Dutzender Frauen ein, zog ihnen einen Kissenbezug über den Kopf und missbrauchte sie. Der Mann, den das LAPD nun festgenommen hat, war zur Tatzeit allerdings noch ein Kind. Und ein weiterer Fall von Ballards Abteilung Offen-Ungelöst steht kurz vor der Aufklärung, noch dazu der berühmteste cold case in der Geschichte von Los Angeles: der Mord an der Black Dahlia von 1947.
Kampa Verlag Urlaub für den Commissario A1074977267
Marco Pellegrini hat sich auf unbestimmte Zeit beurlauben lassen. Doch statt Dolce Vita am Comersee heißt es für ihn Fläschchen machen und Windeln wechseln: Sechs Wochen ist die kleine Emma alt und hält Pellegrini im Vaterschaftsurlaub mehr in Trab als sämtliche Verbrecher Comos. Aber so ganz kann Papà Pellegrini das Ermitteln nicht lassen: Als sich in den engen Serpentinen der Auffahrt nach Brunate, unweit des Albergo seiner Eltern, ein Unfall ereignet, springt er seinem neuen Kollegen Commissario Antonio Gruber und Ispettrice Claudia Spagnoli von der Polizia di Stato sofort tatkräftig zur Seite. Der Fahrer ist tot, die Beifahrerin schwer verletzt im Krankenhaus. Im Fahrzeug saßen Hans-Peter und Dagmar Bruchsitter aus Köln. Seit über dreißig Jahren verbrachten sie ihre Urlaube im Albergo Pellegrini. Marta Pellegrini ist überzeugt, dass ihre Stammgäste keinem gewöhnlichen Verkehrsunfall zum Opfer gefallen sind. Nur zu gern hütet sie ihr langersehntes Enkelkind, und für den Commissario endet der Urlaub früher als gedacht.
Der Kapitän unfähig und korrupt, die Mannschaft gierig und unkollegial, die Bedingungen mehr als unwirtlich. Kate Shugak bereut, den gefährlichen Auftrag überhaupt angenommen zu haben. Aber sie kämpft für Gerechtigkeit: Christopher Alcala und Stuart Brown sind vor sechs Monaten von ebendem Schiff verschwunden, auf dem Shugak undercover als Krabbenfischerin angeheuert hat. Eigentlich Ermittlerin für die Staatsanwaltschaft von Anchorage, hält sie jetzt auf der Brücke Ausschau nach Eisbergen, sortiert Krabben, versenkt Fangkörbe in den Untiefen des dunklen Beringmeers – und lässt die Crew der Avilda dabei nicht aus den Augen. Warum sind die beiden Männer nie heimgekehrt? Hat der Skipper sie einfach ihrem Schicksal und der todbringenden Kälte Alaskas überlassen? Der Vorstand der Reederei macht Druck, die Seeversicherung weigert sich zu zahlen, die Familien der Vermissten fordern Aufklärung. Ihr neuester Fall führt Shugak von Dutch Harbor bis in die abgelegensten Ecken der aleutischen Vulkaninseln.
Als Ferdinand von einem »Sommer auf dem Meer« sprach, hatte Nora etwas anderes im Sinn: weniger abgelegen, weniger beruflich. Auch Franziska ahnte nicht, worauf sie sich einließ, als ihr Mann Kilian einen Urlaub zu siebt ankündigte: mit seinem Chef Walter Bronstein, Ferdinand Mattern, seinem größten Konkurrenten, den drei Ehefrauen und Walters Sohn David. Auf der luxuriösen Superyacht in den Philippinen mangelt es ihnen an nichts, es könnte eine entspannte Zeit sein, aber die Gäste ahnen: Bei diesem Trip geht es um mehr, um etwas Großes. Nur worum genau, das scheint keiner zu wissen. Wieso hat Walter die beiden Kontrahenten und ihre Frauen eingeladen? Zwei Paare in den Vierzigern, die Kinder aus dem Gröbsten raus, die Eigenheime abbezahlt, die Karrieren steil – die der Männer, versteht sich. Alle zeigen sich von ihrer besten Seite. Es wird strahlend gelächelt und gekonnt konversiert. Eheleute, wie man sie sich nicht glücklicher ausmalen könnte. Aber nichts ist, wie es scheint. Sie alle spielen eine Rolle in dieser Inszenierung. Aber für wen? Und wer führt Regie? Anne Freytag beobachtet präzise und deckt schonungslos auf, was sie sieht. Sie erzählt mit großer Dringlichkeit von stillschweigenden Übereinkünften, die aufgekündigt werden, Erwartungshaltungen und Enttäuschungen, Bedürfnissen und Begierden, Konventionen und Geheimnissen. Ausgezeichnet mit dem GLAUSER-Preis 2026 in der Kategorie »Roman«
OKTOPUS bei Kampa Letzte Ferien am Gardasee A1074978424
An einem sonnigen Morgen im Juli wird am Ufer des Gardasees die Leiche einer jungen Frau angespült. Ein Carabiniere, als Erster am Fundort, geht von einem Unfall aus: Immer wieder unterschätzen Touristen die Gefahr plötzlich aufziehender Stürme, für die der See berühmtberüchtigt ist. Er will die Akte schließen, ehe sie überhaupt angelegt wurde. Commissario Achille Peroni aber ist überzeugt, dass die Frau nicht ertrunken ist. Und er kann die Tote identifizieren. Erst vor drei Tagen hat er eine nächtliche Bootsfahrt mit Cordelia Hope unternommen und sie als versierte Seglerin kennengelernt. In Venedig stationiert, hatte Peroni überraschend frei bekommen und entschieden, seine Schwester zu besuchen, die gerade Urlaub am Gardasee macht – zu Peronis Leidwesen auf einem Campingplatz. Der Flirt mit der attraktiven Geschichtsstudentin aus Oxford war ihm ein willkommener Zeitvertreib, auch wenn Cordelia unnahbar blieb und ihn immer wieder warten ließ, um ihren Recherchen nachzugehen. Was suchte sie wirklich am Gardasee?