Hoch oben in den Bergen Albaniens, in einem Dorf, in dem noch das Gesetzen des Kanun regiert, entkommt Bekija einer arrangierten Ehe, indem sie sich zur Schwurjungfrau erklärt. Damit entsagt sie ihrer Weiblichkeit und gilt fortan im Dorf als Mann. Doch löst diese Entscheidung eine Kette brutaler Ereignissen aus. Denn die Flucht aus der arrangierten Ehe setzt eine Blutrache in Gang, die ihre Familie zerstört und die Bekija von dem einen Menschen trennt, den sie am meisten liebt. Der Roman ist als ein atemloser Bericht Bekijas erzählt, den sie einer Journalistin erstattet, ohne Punkt, mit Briefschnipseln und Gedichten als Beweise. Das Thema selbst, vor allem aber die künstlerisch Bearbeitung machen diesen Roman zu einem ganz besonderen Literaturerlebnis. Die Kritik würdigte den Roman auch als Bulgariens ersten echten queeren Roman.
Mittwoch, 19. Februar 2014. Seit Wochen wird auf dem Majdan im Herzen Kyjiws demonstriert. Die Proteste haben in den letzten Tagen noch einmal Zulauf erhalten. Das Regime unter dem korrupten Präsidenten Wiktor Janukowytsch reagiert mit enthemmter Gewalt. Doch Katja will heute nicht auf den Majdan. Sie möchte ihren Sohn Danylo von der Schule im Zentrum der Stadt abholen, ihn in Sicherheit bringen. Aber noch bevor sie die Schule erreicht, gerät sie mitten hinein in die Woge aus Protest und Gewalt, wird von ihr mitgerissen und verliert den Kontakt zu ihrem Sohn. Es beginnt eine verzweifelte Suche auf und unter dem Majdan in dieser Nacht, in der sich das Schicksal der Ukraine durch einen Paukenschlag entscheiden wird. Olena Sachartschenko erzählt den Euromajdan konsequent aus Perspektive der Frauen. Sie erzählt von einem Kyjiw, das Gäste der Stadt nur selten zu sehen bekommen, vom Erbe der Sowjetzeit, das zuweilen bleischwer auf der ukrainischen Gesellschaft lastet und von Kämpferinnen, die mitbestimmen wollen, wenn es um die Zukunft der Ukraine geht – und um ihre eigene Zukunft.
Bei steigenden Temperaturen möchte man sich gerne in seinem eigenen Pool erfrischen, allerdings neigt dieser mit ansteigender Benutzungsdauer dazu, dass er mehr und mehr verschmutzt. Poolpumpen entfernen zwar den Schmutz aus dem Wasser und verhindern das A
ergonomische Form ideal zum Schonen der Wirbelsäule verbessert die Luftzirkulation am Rücken lässt sich an praktisch jedem Stuhl mit Lehne befestigen bequem mit Gummiband zu fixieren
Kommen Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die zeitgenössische ukrainische Literatur! Die bekannte Literaturkritikerin Tetjana Trofymenko präsentiert in fein pointierten Rezensionen einen Überblick über das facettenreiche literarische Schaffen in der Ukraine aus den Jahren 2007 bis 2017. Auf eine sehr eingängige und unterhaltsame Weise schafft dieses Buch Zugang zu einer Literaturszene, die sich bis vor Kurzem weitgehend außerhalb unserer Wahrnehmung entwickelt hat. Neben mehr als 40 Buchbesprechungen gibt Tetjana Trofymenko auch einen launigen Überblick über den Buchmarkt in der Ukraine in all seiner Vielfalt, mit seinen Höhen und Tiefen. Für alle Leserinnen und Leser, die einen ersten Überblick über die ukrainische Literaturszene suchen, für Lektorinnen und Lektoren, die nach noch zu entdeckenden Autorinnen und Autoren fahnden und für wirklich alle, die Freude am klugen und witzigen Gespräch über Literatur haben.
Hoch oben in den Bergen Albaniens, in einem Dorf, in dem noch das Gesetzen des Kanun regiert, entkommt Bekija einer arrangierten Ehe, indem sie sich zur Schwurjungfrau erklärt. Damit entsagt sie ihrer Weiblichkeit und gilt fortan im Dorf als Mann. Doch löst diese Entscheidung eine Kette brutaler Ereignissen aus. Denn die Flucht aus der arrangierten Ehe setzt eine Blutrache in Gang, die ihre Familie zerstört und die Bekija von dem einen Menschen trennt, den sie am meisten liebt. Der Roman ist als ein atemloser Bericht Bekijas erzählt, den sie einer Journalistin erstattet, ohne Punkt, mit Briefschnipseln und Gedichten als Beweise. Das Thema selbst, vor allem aber die künstlerisch Bearbeitung machen diesen Roman zu einem ganz besonderen Literaturerlebnis. Die Kritik würdigte den Roman auch als Bulgariens ersten echten queeren Roman.
Mauk Ölabsaugpumpe Beschreibung Schnelle und einfache Handhabung Ansaughöhe: 80 cm Lange Kabel und Schläuche für einfachere Bedienung Direkter Betrieb an der 12-V-Batterie des PKW 2 Anschlussklemmen für den Betrieb an der 12-V-Batterie Schneller Ölwechsel Für jeden Selbermachen und für den Einsatz in der Werkstatt und bei Kfz-Reparaturen Zubehör Transparenter Ansaugschlauch 6 mm Transparenter Ablaufschlauch 12 mm Technische Daten Anschluss ½-Zoll Förderleistung bis zu 180 l/h Maße Gewicht ca. 1,3 kg Pumpe: L x B x H ca. 130 x 140 x 90 mm Batterieanschlusskabel 180 cm lang Ansaugschlauch 1,25 m lang Ablaufschlauch 1,5 m lang
Mustafa Dschemilew – aufrecht und unbeugsam. Geboren 1943 auf der Krim, ist sein Schicksal eng verwoben mit dem Leid, das erst Stalin und heute das Russland unter Putin über das krimtatarische Volk brachten. Auch die Familie von Mustafa Dschemilew wurde 1944 von der Krim deportiert. Er wuchs auf in Usbekistan und begann von dort aus Anfang der 1960er-Jahre, gerade volljährig geworden, für die Rechte der Krimtatarinnen und Krimtataren zu kämpfen. Er war Mitgründer der Initiativgruppe zur Verteidigung der Menschenrechte in der Sowjetunion, wurde insgesamt sechs Mal zu Haftstrafen in Straflagern verurteilt, begab sich aus Protest 303 Tage in Hungerstreik, länger als jeder andere Dissident in der Sowjetunion. Und er überlebte die sowjetische Diktatur. Er konnte zurückkehren in seine Heimat, die Krim – bis er 2014 wieder vertrieben wurde. In mehreren Gesprächen berichtet Mustafa Dschemilew in diesem Buch der Journalistin Sevhil Musajewa und dem Journalisten Alim Alijew von seinem Widerstand gegen die Diktatur in der Sowjetunion, über seinen Einsatz für die Rechte der Krimtatarinnen und Krimtataren, und von den neuerlichen Verbrechen, die Russland seit 2014 auf der ukrainischen Krim verübt.
Im Lettland der Zwischenkriegszeit führen Irma und Edvards ein gutbürgerliches Leben. Doch im Juni 1940 dringt Stalins Rote Armee in Lettland ein, annektiert das baltische Land. Sogleich beginnen Massenverhaftungen und Deportationen. Auch Irma und Edvards werden nachts abgeholt, müssen alles zurücklassen: das Haus in Jurmala, die Freunde, vor allem ihre beiden Kinder, den fünfjährigen Sohn Kaspars und die Tochter Māra; nur wenige Monate alt. Edvards stirbt im Gulag. Irma überlebt. Ihre Gefangenschaft in den menschenleeren Weiten Sibiriens, weit oben am Polarmeer, wird 16 Jahre dauern. Und als sie 1956 endlich zurückkehren darf, ist alles für sie fremd, was sie in ihrer alten Heimat vorfindet: Fremde Menschen in ihrem Haus, eine ihr fremde Gegenwart. Und am schlimmsten: Selbst ihre Kinder sind ihr fremd sowie sie ihnen eine Fremde ist. Mit »Eismeer« gelang Dace Vigante der literarische Durchbruch. Es ist die Geschichte von Frauen, die durch die engste mögliche Verwandtschaft und das grausamste Jahrhundert der Menschheitsgeschichte zugleich verbunden und getrennt sind. Die Funken der Intimität und Liebe liegen so tief verborgen, dass es scheint, als sei ein Eismeer über den Herzen entstanden. Es erfordert großen Mut, das Eis der Entfremdung zu durchbrechen. Dace Vigante schreibt darüber. Ein Mauke MikroRoman. Literatur entdecken.
Der ukrainische Schriftsteller Volodymyr Vakulenko-K. geriet in seinem Heimatdorf Kapitoliwka nahe Isjum im März 2022 unter russische Besatzung. In persönlichen Aufzeichnungen hielt er seine Beobachtungen und Gedanken aus dieser Zeit fest. Der letzte Eintrag stammt vom 21. März 2022. Am 22. März wurde er zusammen mit seinem an Autismus leidenden Sohn von russischen Soldaten verhaftet, zunächst wieder freigelassen, um am 24. März erneut entführt zu werden. Sein geschundener Leichnam wurde im September 2022 nach der Befreiung der Region Isjum durch die ukrainischen Streitkräfte in einem der Massengräber gefunden. Der ukrainischen Schriftstellerin Victoria Amelina ist es zu verdanken, dass die Aufzeichnungen gerettet werden konnte. Sie fuhr noch im September 2022 in das Heimatdorf von Volodymyr Vakulenko und fand die Aufzeichnungen vergraben im Garten neben einem Kirschbaum. So wurde dieses Buch möglich, das neben den Aufzeichnungen von Volodymyr Vakulenko auch eine Auswahl seiner Gedichte enthält. Enthalten sind zudem ein Vorwort von Victoria Amelina über ihre Suche und Rettung des Manuskripts, Texte von Sashko Dermanskyi, Kateryna Lykhoglyad und Iryna Novicka sowie ein Nachwort von Franziska Davies. Die ukrainische Originalausgabe des Buches konnte am 22. Juni 2023 zum BücherArsenal in Kyjiw durch Victoria Amelina präsentiert werden. Nur fünf Tage später, am 27. Juni 2023, wurde Victoria Amelina Opfer eines russischen Raketenangriffs auf ein Restaurant in Kramatorsk. Sie starb an ihren schweren Verletzungen am 1. Juli 2023, dem Geburtstag von Volodymyr Vakulenko. So ist dieses Buch auch ein Nachruf auf gleich zwei der hoffnungsvollsten Talente ihrer Generation in der ukrainischen Literatur und ein mahnendes Zeugnis des russischen Terrorkriegs gegen die Ukrainerinnen und Ukrainer und die ukrainische Kultur und Identität.
Der Roman »Der letzte Schritt« von Jordan Slavejkov ist ein dramatisches Familienporträt: die Mutter, die sich um alle zu kümmern versucht, die Unfähigkeit eines Vaters, Zuneigung zu zeigen, die Ohnmacht eines Erstgeborenen, der die Erwartungen nicht erfüllt, die Träume einer Tochter, die von Scham durchdrungen ist, und die Einsamkeit eines jüngeren Sohnes, der von Trauer geprägt ist. Es ein düsterer, intensiver psychologischer Roman über einen Mann, der sich am Rand eines inneren und moralischen Zusammenbruchs befindet. Im Mittelpunkt steht ein Ich-Erzähler, der sich in einer tiefen existenziellen Krise befindet. Er lebt isoliert, geplagt von Schuldgefühlen, Angst und wachsender Paranoia. Während der Handlung verfolgen wir Leser:innen seine Gedankenwelt sehr unmittelbar: Erinnerungen, Selbstzweifel und düstere Fantasien vermischen sich zunehmend, sodass die Grenze zwischen Realität und Einbildung verschwimmt. Der »letzte Schritt« im Titel spielt auf eine entscheidende, unumkehrbare Handlung an, auf die alles hinausläuft. Dabei bleibt lange offen, was genau geschehen wird. Gerade diese Spannung macht den Roman aus. Wir können verfolgen, wie ein Mensch Schritt für Schritt in Verzweiflung, moralische Ausweglosigkeit und möglicherweise Gewalt oder Selbstzerstörung abrutscht. Es ist ein Roman über das Lieben, geschrieben als Tragödie, gelesen als düsterer Monolog eines Scheiternden.
Alles auf Anfang. Und das nicht nur einmal. Mira kehrt zurück in die Stadt ihrer Vergangenheit. Es ist keine freiwillige Rückkehr, aber eine unvermeidbare. Sie zieht ein in das Haus, das ihr nach einem Erbfall gemeinsam mit ihren Cousinen Anka und Róża gehört. Genau genommen besteht ihr Anteil nur in einem Zimmer im Dachgeschoss. Und auch dieses gehört ihr nicht allein. Sie teilt es sich mit einer stummen Sammlung von Kakteen. Immerhin findet sie einen neuen Job in der Stadt und trifft dort auch auf neue Menschen. Aber reicht das, um neu beginnen zu können? »Renette« ist eine Geschichte darüber, wie oft man sein Leben neu beginnen kann; eine Erzählung über Müdigkeit, Kapitalismus, Bewegung und Erstarrung. Und über einen Apfelbaum.
Der Roman »Der letzte Schritt« von Jordan Slavejkov ist ein dramatisches Familienporträt: die Mutter, die sich um alle zu kümmern versucht, die Unfähigkeit eines Vaters, Zuneigung zu zeigen, die Ohnmacht eines Erstgeborenen, der die Erwartungen nicht erfüllt, die Träume einer Tochter, die von Scham durchdrungen ist, und die Einsamkeit eines jüngeren Sohnes, der von Trauer geprägt ist. Es ein düsterer, intensiver psychologischer Roman über einen Mann, der sich am Rand eines inneren und moralischen Zusammenbruchs befindet. Im Mittelpunkt steht ein Ich-Erzähler, der sich in einer tiefen existenziellen Krise befindet. Er lebt isoliert, geplagt von Schuldgefühlen, Angst und wachsender Paranoia. Während der Handlung verfolgen wir Leser:innen seine Gedankenwelt sehr unmittelbar: Erinnerungen, Selbstzweifel und düstere Fantasien vermischen sich zunehmend, sodass die Grenze zwischen Realität und Einbildung verschwimmt. Der »letzte Schritt« im Titel spielt auf eine entscheidende, unumkehrbare Handlung an, auf die alles hinausläuft. Dabei bleibt lange offen, was genau geschehen wird. Gerade diese Spannung macht den Roman aus. Wir können verfolgen, wie ein Mensch Schritt für Schritt in Verzweiflung, moralische Ausweglosigkeit und möglicherweise Gewalt oder Selbstzerstörung abrutscht. Es ist ein Roman über das Lieben, geschrieben als Tragödie, gelesen als düsterer Monolog eines Scheiternden.
Mit Ausbruch der russischen Vollinvasion wurde die Schriftstellerin Victoria Amelina zur Dichterin. Denn was kann im Krieg anderes geschrieben werden als Tagebücher und Gedichte. Es wird bei diesem einen Gedichtband bleiben müssen. Denn Victoria Amelina, die Schriftstellerin, Dichterin, Kulturvermittlerin, Netzwerkerin, Menschenrechtsaktivistin, die Leiterin eines Literaturfestivals im kleinen Dorf Nui York im Osten der Ukraine, sie verlor ihr Leben durch eine russische Rakete, die auf ein Restaurant in der Stadt Kramatorsk abgefeuert wurde. Was hätte sie noch alles erzählen können. Was hätte sie uns noch alles an Literatur geben können, wenn sie nicht für immer 37 Jahre alt bleiben müsste. So bleiben ihre Gedichte in ihrer prosaischen Kraft Zeugnisse einer Zeit, die, wenn wir nicht aufpassen, auch bei uns bald anbrechen könnte: Luftalarm im ganzen Land als führte man alle gleichzeitig zur Erschießung und zielte doch nur auf einen, meistens auf den am Rande. Heute bist das nicht du. Entwarnung.
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