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Josef Eul Verlag Psychopathen in Nadelstreifen A1021906541
Entgegen der alltagspsychologischen Vorstellung handelt es sich bei Psychopathen nicht ausschließlich um blutrünstige Serienkiller und skrupellose Massenmörder, wie beispielsweise den Kannibalen Hannibal Lecter aus „Das Schweigen der Lämmer“. Psychopathen sind nicht nur als gewalttätige und schwerstkriminelle Kapitalverbrecher in Hochsicherheitsgefängnissen und geschlossenen forensischen Abteilungen zu finden, sondern auch als smarte und erfolgreiche Führungskräfte in den Führungsriegen von Wirtschaftsunternehmen – als „Psychopathen in Nadelstreifen“. Dieses real existierende Phänomen der „Psychopathen in Nadelstreifen“ stellt den Ausgangspunkt dieser Dissertation dar. Die interdisziplinäre Arbeit bewegt sich im Grenzgebiet zwischen Psychologie und Betriebswirtschaftslehre und kann so eine Nosologie (Krankheitslehre) des Phänomens der Psychopathen in ökonomischen Anreizsystemen schaffen. Neben der Untersuchung der Ursachen für die Häufung von Psychopathen in Führungspositionen wird auch der Frage nachgegangen, ob die „Psychopathen in Nadelstreifen“ ihre Führungsposition womöglich nicht erreicht haben, obwohl sie psychopathische Persönlichkeitsmerkmale aufweisen, sondern gerade weil dies der Fall ist. Um diesen Fragestellungen auf den Grund zu gehen, nutzt die Autorin Methoden der Psychodiagnostik und wendet allgemeine und spezifische psychologische Verfahren zur Diagnose von Persönlichkeitsstörungen auf die modelltheoretischen Merkmale und Eigenschaften des homo oeconomicus an. Das wohl viele Wirtschaftswissenschaftler überraschende Ergebnis ist dabei, dass das Menschenbild der Wirtschaftswissenschaften nach den internationalen Manualen die Kriterien für die Diagnose „Psychopathie“ erfüllt. Beim homo oeconomicus handelt es sich also um einen homo psychopathicus.
Tredition Pauli:Die Ordnung der Kräfte, Sachbücher von Günther Pauli
Was ist das Böse? Diese Frage gibt es, solange es Menschen gibt. Alle Kulturen, Religionen und Philosophien sowie die Psychologien der modernen Zeit haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Gibt es unterschiedliche Arten des Bösen? Welcher Unterschied besteht etwa zwischen Massenmördern wie dem Russen Alexander Pichushkin oder dem Deutschen Fritz Haarmann, marodierenden Soldaten in einem Krieg, einer ihre Patienten hinterhältig in den Selbstmord treibenden Ärztin, einer Person wie Adolf Hitler, einem Unternehmer, der Waffen an ein Land verkauft, das mit seinem eigenen Land im Krieg steht, oder dem U-Bahn-Schläger, der einfach so einen Rentner im nächtlichen U-Bahn-Tunnel zu Tode trampelt? Sind sie alle vom selben Teufel besetzt und wie steht es mit der Verantwortung und Schuld? Warum lässt Gott so etwas zu?, haben sich schon viele gefragt. Oder wie verhält es sich, wenn man in einem Land mittels der Geheimdienste Unruhen anzettelt, um dort einen Machtwechsel im Sinne des eigenen Systems herbeizuführen und dabei viele Menschen in Not geraten oder gar zu Tode kommen? Zu einer doch etwas tiefgründigeren und vielleicht auch ungewöhnlichen Auseinandersetzung mit diesen Fragen und der allgemeinen Frage nach dem Wesen des sogenannten Bösen möchte das vorliegende Buch anregen.
Was ist das Böse? Diese Frage gibt es, solange es Menschen gibt. Alle Kulturen, Religionen und Philosophien und auch die Psychologien der modernen Zeit haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Gibt es unterschiedliche Arten des Bösen? Welcher Unterschied besteht etwa zwischen Massenmördern wie dem Russen Alexander Pichushkin oder dem Deutschen Fritz Haarmann, marodierenden Soldaten in einem Krieg, einer ihre Patienten hinterhältig in den Selbstmord treibenden Ärztin, einer Person wie Adolf Hitler, einem Unternehmer, der Waffen an ein Land verkauft, das mit seinem eigenen Land im Krieg steht oder dem U-Bahn-Schläger, der "mal einfach so" einen Rentner im nächtlichen U-Bahn Tunnel zu Tode trampelt? Sind sie alle vom "selben Teufel" besetzt und wie steht es mit der Verantwortung und Schuld? "Warum lässt Gott so etwas zu?", haben sich schon viele gefragt. Oder wie verhält es sich, wenn man in einem Land mittels der Geheimdienste Unruhen anzettelt, um dort einen Machtwechsel im Sinne des eigenen Systems herbeizuführen und dabei aber viele Menschen in Not geraten oder gar zu Tode kommen? Zu einer doch etwas tiefgründigeren und vielleicht auch ungewöhnlichen Auseinandersetzung mit diesen Fragen und der allgemeinen Frage nach dem Wesen des sogenannten "Bösen", möchte das vorliegende Buch anregen.
Was ist das Böse? Diese Frage gibt es, solange es Menschen gibt. Alle Kulturen, Religionen und Philosophien und auch die Psychologien der modernen Zeit haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Gibt es unterschiedliche Arten des Bösen? Welcher Unterschied besteht etwa zwischen Massenmördern wie dem Russen Alexander Pichushkin oder dem Deutschen Fritz Haarmann, marodierenden Soldaten in einem Krieg, einer ihre Patienten hinterhältig in den Selbstmord treibenden Ärztin, einer Person wie Adolf Hitler, einem Unternehmer, der Waffen an ein Land verkauft, das mit seinem eigenen Land im Krieg steht oder dem U-Bahn-Schläger, der "mal einfach so" einen Rentner im nächtlichen U-Bahn Tunnel zu Tode trampelt? Sind sie alle vom "selben Teufel" besetzt und wie steht es mit der Verantwortung und Schuld? "Warum lässt Gott so etwas zu?", haben sich schon viele gefragt. Oder wie verhält es sich, wenn man in einem Land mittels der Geheimdienste Unruhen anzettelt, um dort einen Machtwechsel im Sinne des eigenen Systems herbeizuführen und dabei aber viele Menschen in Not geraten oder gar zu Tode kommen? Zu einer doch etwas tiefgründigeren und vielleicht auch ungewöhnlichen Auseinandersetzung mit diesen Fragen und der allgemeinen Frage nach dem Wesen des sogenannten "Bösen", möchte das vorliegende Buch anregen.
Das Werk des erst nach seinem Tod wiederentdeckten galizischen Schriftstellers Soma Morgenstern ist geprägt von der Identitätssuche des jüdischen Intellektuellen im 20. Jahrhundert. Geflohen aus der Enge der orthodoxen Welt seiner Vorfahren, entwickelt er sich im aufgeklärten Westen zu einem entschiedenen Gegner der Assimilation, da er die Sinnlosigkeit jeder Anpassung erkennt. Dem wachsenden Antisemitismus begegnet er mit stolzer Betonung seiner jüdischen Wurzeln. Nach der Shoah wendet er sich im amerikanischen Exil vom christlichen Europa ab, dem er die religiöse Schuld an diesem Massenmord zuweist. Seinen Roman "Die Blutsäule" schreibt er gleichwohl in einem ganz eigenen Deutsch mit vielen Anklängen an die Sprache der Bibel; insofern diese Sprache zugleich die der "verhassten" Täter bleibt, entsteht eine stilistische und ethische Spannung, die ein wesentliches Kennzeichen der Romankonstruktion ist. Inszeniert wird eine große irdische und überirdische Gerichtsverhandlung über die Täter - und über Gott, der dies alles zugelassen hat. Zum Ausgleich ertrotzen die Leitfiguren das Land Israel als neue Heimat des jüdischen Volkes. Fünfzig Jahre nach seiner Entstehung bereichert dieser zunächst befremdende Roman die deutsche Shoahliteratur um eine besondere Facette. In der vorliegenden Studie wird dessen religiöser wie zeitgeschichtlicher und literarischer Hintergrund auf der Folie der vielfältigen Diskurse über die Shoahliteratur rekonstruiert.
Fischer Taschenbuch Verlag Die Rattenlinie – ein Nazi auf der Flucht A1062305360
Eine unfassbare Geschichte über Liebe, Intrigen und Spionage rund um die berüchtigte Fluchtroute der Nazis über den Vatikan nach Argentinien: Meisterhaft erzählt von dem bekannten Menschenrechtsanwalt und Bestsellerautor Philippe Sands. Im Mittelpunkt stehen Leben, Flucht und Tod des SS-Offiziers Otto Wächter, Spross einer der angesehensten Familien Österreichs, zunächst Jurist in Wien und ab 1939 NS-Gouverneur von Krakau bzw. ab 1942 von Galizien. Nach 1945 als Massenmörder gesucht, gelingt ihm die abenteuerliche Flucht in den Vatikan unter den Schutz des Bischofs Hudal. Doch bevor er sich nach Argentinien absetzen kann, stirbt er 1949 überraschend. Jahrzehnte später begegnet Philippe Sands Ottos Sohn Horst Wächter. Es ist der Beginn einer komplexen Ermittlung: Horst behauptet, sein Vater sei vergiftet worden. Sands beschließt, die Wahrheit herauszufinden. Ausgehend von den privaten Briefen und Tagebüchern der Familie Wächter, gelingt ihm ein intimes, verstörendes Porträt des SS-Mannes und seiner Frau. Dabei lässt er uns auch an seinen Begegnungen mit Horst Wächter teilhaben - und damit an der Beziehung zweier Männer, die auf unterschiedlichen Seiten der Geschichte stehen. »Eine fesselnde Reise durch die Zeit und ein Porträt des Bösen in all seiner Komplexität, Banalität und Selbstgerechtigkeit.« Stephen Fry
Hentrich und Hentrich Verlag Berlin Auschwitz heute A1035183246
Auschwitz – Ort und Symbol der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie. Der Name der südpolnischen Stadt steht in der ganzen Welt für den Holocaust und Völkermord. Er steht für den millionenfachen Mord an Juden, Polen, Sinti und Roma, sowjetischen Kriegsgefangenen und Menschen, die nach der NS-Rassenideologie nicht zur „Volksgemeinschaft“ gehörten. Wenn wir den Begriff Auschwitz-Birkenau hören, löst dies zwangsläufig Bilder in unseren Köpfen aus: das Eingangsgebäude in Birkenau, die schneebedeckten Gleise und der Schriftzug „Arbeit macht frei“. Es sind Zeichen, Symbole, die uns auf schreckliche Weise vertraut sind. Diese Bilder werden häufig in den Medien gezeigt, und sie sind in der Bevölkerung zumeist bekannt. Dies befördert beim Publikum das Gefühl, bereits „alles“ über Auschwitz zu wissen. Dieser Bildband möchte dazu anregen, genauer hinzusehen, sich einen eigenen Zugang zu verschaffen, abseits vom moralischen Appell eines „Nie wieder“ und von vermeintlich erwartetem sozialem Verhalten. Der Photograph Martin Blume spürt seit über 20 Jahren menschlichen Spuren an Stätten von Shoa, Porajmos und den weiteren organisierten Massenmorden der Nationalsozialisten nach. Mit Unschärfen, die im Moment der Aufnahme entstehen, schafft Blume neue visuelle Zugänge, die einer Erstarrung der Szenerien zum reinen Symbol entgegenwirken. Dem Betrachter ermöglicht er so eine einfühlende Projektion, ohne Abwendung und Verdrängung.
Das Werk des erst nach seinem Tod wiederentdeckten galizischen Schriftstellers Soma Morgenstern ist geprägt von der Identitätssuche des jüdischen Intellektuellen im 20. Jahrhundert. Geflohen aus der Enge der orthodoxen Welt seiner Vorfahren, entwickelt er sich im aufgeklärten Westen zu einem entschiedenen Gegner der Assimilation, da er die Sinnlosigkeit jeder Anpassung erkennt. Dem wachsenden Antisemitismus begegnet er mit stolzer Betonung seiner jüdischen Wurzeln. Nach der Shoah wendet er sich im amerikanischen Exil vom christlichen Europa ab, dem er die religiöse Schuld an diesem Massenmord zuweist. Seinen Roman "Die Blutsäule" schreibt er gleichwohl in einem ganz eigenen Deutsch mit vielen Anklängen an die Sprache der Bibel; insofern diese Sprache zugleich die der "verhassten" Täter bleibt, entsteht eine stilistische und ethische Spannung, die ein wesentliches Kennzeichen der Romankonstruktion ist. Inszeniert wird eine große irdische und überirdische Gerichtsverhandlung über die Täter - und über Gott, der dies alles zugelassen hat. Zum Ausgleich ertrotzen die Leitfiguren das Land Israel als neue Heimat des jüdischen Volkes. Fünfzig Jahre nach seiner Entstehung bereichert dieser zunächst befremdende Roman die deutsche Shoahliteratur um eine besondere Facette. In der vorliegenden Studie wird dessen religiöser wie zeitgeschichtlicher und literarischer Hintergrund auf der Folie der vielfältigen Diskurse über die Shoahliteratur rekonstruiert.
Diplomica Verlag GmbH Responsibility to Protect: Frankreich als internationaler Akteur der Menschenrechte im subsaharischen Afrika? A1013307024
Der ruandische Genozid stellte im Jahr 1994 ein einschneidendes Ereignis in der Geschichte des Völkerrechtes dar, aber auch in der Geschichte der Internationalen Gemeinschaft. Fortan mussten wirksame völkerrechtliche Grundlagen geschaffen werden, um künftig Massenmord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhindern zu können. Mit der Responsibility to Protect hoffte man, ein solches völkerrechtliches Konstrukt ausgearbeitet zu haben. Die Autorin Nadja Konersmann hinterfragt die Errungenschaften dieser Neuregelung und eines damit einhergehenden Paradigmenwechsels kritisch. Zunächst befasst sie sich hierzu mit dem völkerrechtlichen Wandel und stellt die Responsibility to Protect in ihren Einzelheiten dar. Anschließend stehen die grundlegenden Probleme von so genannten "Failed States" im Blickpunkt der Analyse der Autorin. Auf diese Analyse hin richtet sich der inhaltliche Blick auf die Geschehnisse während des ruandischen Genozids sowie auf die Vorgehensweisen der verschiedenen internationalen Akteure und insbesondere Frankreichs. Neben den Geschehnissen während des ruandischen Völkermordes liegt der Fokus auf der Rolle des internationalen Akteurs Frankreich, der im subsaharischen Afrika nach wie vor eine entscheidende Rolle innehaben möchte. In den abschließenden Betrachtungen stehen die dringend notwendigen strukturellen Reformen auf Ebene der UN und der Afrikanischen Union, aber auch auf Ebene der afrikanischen Regionalorganisationen im Zentrum.
Hentrich & Hentrich Auschwitz heute, Sachbücher von Christoph Benzaquen Kreutzmuller
Auschwitz - Ort und Symbol der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie. Der Name der südpollnischen Stadt steht in der ganzen Welt für den Holocaust und Völkermord. Er steht für den millionenfachen Mord an Juden, Polen, Sinti und Roma, sowjetischen Kriegsgefangenen und Menschen, die nach der NS-Rassenideologie nicht zur "Volksgemeinschaft" gehörten. Wenn wir den Begriff Auschwitz-Birkenau hören, löst dies zwangsläufig Bilder in unseren Köpfen aus: das Eingangsgebäude in Birkenau, die schneebedeckten Gleise und der Schriftzug "Arbeit macht frei". Es sind Zeichen, Symbole, die uns auf schreckliche Weise vertraut sind. Diese Bilder werden häufig in den Medien gezeigt, und sie sind in der Bevölkerung zumeist bekannt. Dies fördert beim Publikum das Gefühl, bereits "alles" über Auschwitz zu wissen. Dieser Bildband möchte dazu anregen, genauer hinzusehen, sich einen eigenen Zugang zu verschaffen, abseits vom moralischen Appell eines "Nie wieder" und von vermeintlich erwartetem sozialem Verhalten. Der Fotograf Martin Blume spürt seit über 20 Jahren menschlichen Spuren an Stätten von Shoa, Porajmos und den weiteren organisierten Massenmorden der Nationalsozialisten nach. Mit Unschärfen, die im Moment der Aufnahme entstehen, schafft Blume neue visuelle Zugänge, die einer Erstarrung der Szenerien zum reinen Symbol entgegenwirken. Dem Betrachter ermöglicht er so eine einfühlende Projektion, ohne Abwendung und Verdrängung.
GRIN Das deutsche Strafrecht und die Verfolgung von NS-Verbrechen. Gibt es eine "gerechte Strafe"? A1023903630
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Jura - Strafrecht, , Sprache: Deutsch, Abstract: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sahen sich die Alliierten und die deutsche Justiz vor ein großes Problem gestellt. Tausende Menschen hatten während der Zeit des Nationalsozialismus unvorstellbare Verbrechen begangen und waren dafür nicht bestraft worden. Nun war es an der Zeit dies nachzuholen. Bei den NS - Verbrechen handelt es sich um eine Kriminalitätsform, die bisher unbekannt und unvorstellbar war, insbesondere der Massenmord in den Vernichtungslagern und durch die Einsatzkommandos. Ebenso unvorstellbar war aber auch, dass eine deutsche Regierung Verbrechen anordnete und auch durchführte. Ende der Fünfziger Jahre war bei den Deutschen eine weit verbreitete Schlussstrichmentalität und das Bedürfnis, aus der eigenen Schuld entlassen zu werden, festzustellen. Problematisch war es auch, dass zu viele Faktoren und Hindernisse einer freien, engagierten und unbeeinflussten Strafverfolgung entgegen standen. Im Folgenden möchte ich die Frage klären, ob das deutsche Strafrecht überhaupt dafür ausgelegt ist solche Verbrechen zu verfolgen und zu bestrafen. Meine Aufzeichnungen beziehen sich größtenteils auf Adalbert Rückerls Buch "NS - Verbrechen vor Gericht". Adalbert Rückerl war der langjährige Leiter der 1958 eingerichteten "Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen" in Ludwigsburg.
1971 erschien der Roman Malina von Ingeborg Bachmann. Sofort stellte sich die Frage: „Warum heißt das Buch Malina?“ 40 Jahre nach Erscheinen des Romans, der die bewusste Störung und Verstörung eines erinnerungsresistenten Gedächtnisses veranschaulicht und die Inkognito-Anteile der NS-Geschichte verrät, herrschte in der Malina-Rezeption die Auffassung vor, dass die wörtliche Bedeutung des Namens und des Wortes ‚Malina‘ in der germanistischen Fachliteratur am gründlichsten erforscht worden seien. Malina – Versteck der Sprache geht dem bislang verborgenen mundartlichen Potential des Titelwortes nach. Mit Judith Butlers Methode, die sie als ein „anstößiges Vergehen“ bezeichnet, wird die atemberaubende Erfolgsgeschichte eines als deviant diskreditierten Wortes aus den Randgebieten der Sprache erzählt. Das Buch geht auf sein kriminelles Bedeutungsspektrum ein. In den sichtbar gemachten Bedeutungskontexten treten insbesondere die politische und kriminelle Unterwelt und das nachrichtendienstliche Milieu während des Kalten Krieges hervor. Sandra Boihmanes Buch befasst sich vorrangig mit der gewaltsamen Vernichtung von Jüdinnen und Juden im Zweiten Weltkrieg und zeigt, dass der Begriff ‚Malina‘ aus dem Soziolekt der Dieb*innen in den alltäglichen Sprachgebrauch der Ghettoinsass*innen übernommen wurde. Notgedrungen erfuhr das Gaunerwort eine semantische Transformation, die an die existenziellen Gefahrensituationen und an die Ausrottung unerwünschter Menschen erinnert. Die Chiffre entlarvt die verbrecherische Befehlsgewalt des staatlich organisierten und legitimierten Massenmords.
Bibliothek der Provinz Der Ungeist der Stunde Null A1075026769
Österreichs Politiker fanden nach der Befreiung kein Wort des Bedauerns über das Schicksal der Juden. Für Österreichs Leitartikler, deren Meinung damals die wichtigste Orientierungshilfe darstellte, hatte der Holocaust niemals stattgefunden. Daher konnte ihnen die – bis heute unbekannt gebliebene – sowjetische Sprachregelung, welche die Erwähnung der Juden als Opfer der deutschen Massenmorde untersagte, nur willkommen sein. So wurde die Chance vertan, aus dem Entsetzen über das Geschehene die Abwehrkräfte gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus hervorgehen zu lassen. Prof. Hellmut Butterweck belegt diesen Befund mit dem im Zuge einer akribischen Textanalyse gewonnenen Material. Prof. Hellmut Butterweck, 1927 in Wien geboren, wurde in der NS-Zeit zum Regimegegner. Zur Arbeit in der deutschen Kriegsindustrie zwangsverpflichtet, wurde er der Sabotage verdächtigt, entzog sich dem Dienst in der deutschen Wehrmacht und wurde nach dem Krieg Journalist. Das langjährige Redaktionsmitglied der Wochenzeitung Die Furche schrieb Hörspiele, Theaterstücke sowie Bücher zu zeitgeschichtlichen und ökonomischen Themen. Seine historischen Bücher behandeln u.a. Österreichs Nachkriegsjustiz gegen NS-Straftäter und die Nürnberger Prozesse. Ohne Übertreibung kann jetzt schon festgehalten werden, dass keine zeitgeschichtliche Arbeit über dieses monumentale Quellenwerk hinweggehen kann. (Univ. Prof. DDr. Oliver Rathkolb zum Standardwerk „Nationalsozialisten vor dem Volksgericht Wien“)
Tredition Patriarchal denken und sich verhalten A1060119033
Durch das patriarchale machthierarchische Denken und dem daraus herkommenden Handeln entstanden von Beginn seiner Existenz an machthierarchisch organisierte Gesellschaftsstrukturen. Dies begann bei den ersten von Männern dominierten Stämmen, bis hin zu den ersten Stadt- und dann Feudalstaaten. Man nennt diese Entwicklung schon lange Zivilisation. Von Beginn an wurden immer mehr die Frauen unterdrückt und dann missachtet. Dann die unteren Teile der Bevölkerung - meist mehr als 90% - von einer dünnen Oberschicht beherrscht, unterdrückt und ausgebeutet. Darüber hinaus war dieses Denken die Voraussetzung von Kriegen und Eroberungen, von Sklaverei und Folter, von Kolonialismus und der annähernden Vernichtung ganzer Rassen, und nicht zuletzt von Massenmorden. Parallel zu all diesen Entwicklungen wurde die Theologie politisiert, mit dem Ergebnis, dass man die unterdrückten Menschen mit Hilfe ihres Glaubens noch besser beherrschen und kontrollieren konnte. Vor allem aber ist es die derzeitige, aus dem "Sieg" des Kapitalismus hervorgekommene, zunehmende "Zerstörung der Erde", die ebenfalls auf das Konto dieses Denkens und Handelns geht. Wenn wir aber auch noch in Zukunft auf einem bewohnbaren Planeten leben wollen, wird es allerhöchste Zeit, vor allem aber absolut unverzichtbar, diesen Zusammenhang endlich wahr- vor allem aber ernst zu nehmen, um ihn überwinden zu können. Dieses Buch liefert Ihnen für die eben ausgesprochenen Behauptungen umfassende Beweise, aber auch Hinweise, wie wir diesem Dilemma entkommen können.
BoD - Books on Demand Schlacht um Cappa A1068965709
Butlers Einsatz auf Cappa hat zahllose Leben gefordert … und es ist noch nicht vorbei Die fesselnde Science Fiction-Reihe kehrt zurück Colonel Carl Butler versucht sein Bestes, um mit der Last seiner Taten auf Cappa umzugehen. Für die einen ist er ein Kriegsheld, doch für die Hälfte der Galaxis ist er ein Massenmörder. Vom Militär in den Zwangsruhestand versetzt, arbeitet er nun auf dem Planeten Talca 4 für eine Hightech-Firma in der Sicherheit. Sein neuer Job wird augenblicklich spannender, als er herausfinden soll, wer das größte Militärunternehmen der Galaxis gehackt hat. Doch sobald Butler beginnt, nachzuforschen, wird sein Kontaktmann tot aufgefunden und Butler zum Hauptverdächtigen. Er ist entschlossen, die Wahrheit aufzudecken und beginnt beim Militärunternehmen nachzuforschen. Als er auf ein geheimes Projekt stößt, das ihn wieder mit den Cappanern zusammenführt, glaubt Butler nicht an einen Zufall. Wird er den größten Fehler seines Laufbahn wiederholen … oder ist er dafür nicht einmal mehr lang genug am Leben? Weitere Titel dieser Reihe Die Rebellion (ISBN: 9783986374037) Erste Leser:innenstimmen „Endlich geht diese superspannende Science-Fiction-Reihe weiter. Ich habe den zweiten Band verschlungen!" „Dieses Mal ermittelt Butler auf dem Planeten Talca Four - interessanter, nervenaufreibender und fesselnder Sci-Fi-Thriller" „Der fesselnde Schreibstil, das spannende Weltraumsetting und die authentischen Charaktere machen diesen Thriller zum reinen Lesevergnügen" „Perfekt für Fans von packenden Militär-Weltall-Geschichten"
König, Buchverlag Korthals, E: Schottland - Ein kulturhistorischer Reiseführer A1000991601
Das unterhaltsame und informative Buch über eine der faszinierendsten Gegenden Europas ist mit seinem ausführlichen Literatur- und Ortsverzeichnis für Schottland-Neueinsteiger sowie Insider aktuelle Reisebeschreibung, kompetenter kulturhistorischer Führer und Andekdotensammlung zugleich. Inhalt: Der Schicksalsstein. Eine Fälschung? / Die Jagd auf das Loch Ness-Monster / Im Zeichen der keltischen Kreuze / Die Wikinger und Schottland / Auf der Suche nach dem historischen Macbeth und dem Tatort des Mordes an Duncan / Margaret, die Perle Schottlands und Malcolm III. / William Wallace "Braveheart" - der schottische Nationalheld / Robert Bruce, der Sieger von Bannockburn / John Knox, Freudentöter oder großer schottischer Reformator? / Auf den Spuren von Maria Stuarts in Schottland / Der Kampf gegen Bischofskirche und Absolutismus / Die Schlacht von Killiecrankie am 27.Juli 1689 und ihre Folgen / Das Massaker von Clencoe / Rob Roy, der schottische Robin Hood? / Die Porteous-Krawalle in Edinburgh / Der Jakobitenaufstand von 1745/46 unter Bonnie Prince Charlie / Der Whiskykrieg / Kilts und Tartans / Der neue Highland-Kult im 19. Jahrhundert / Auf den Spuren des liebestollen Bauerndichters Robert Burns / Deacon Brodie,der Edinburgher Dr. Jekyll and Mr. Hyde / Burke und Hare, Massenmörder im Dienste der Wissenschaft / Greyfriars Bobby, der treue Hund / Die Brücke am Tay / Die beiden Weltkriege und ihre Auswirkungen auf Schottland / Deutsche Schiffe in Scapa Flow / Das Massaker von Dunblane / Devolution oder Home Rule? Der Kampf um ein eigenes schottisches Parlament
BoD – Books on Demand Tage der Wütenden A1058616657
Eine frühzeitig explodierte Bombe zerfetzt einen jungen Linksradikalen. Seine Gefährtin Claudia überlebt und flüchtet sich zu Lisa. Die hilft, kann aber Claudias Verhaftung nicht verhindern. Es ist Mitte der 1980er Jahre. Westdeutschland. Trotz zweier von Deutschland initiierter Weltkriege, Massenmord und Holocaust peitscht die herrschende westdeutsche Elite ab Ende 1982 den US-NATO-Doppelbeschluss, die Remilitarisierung des Landes gewaltsam durch: Von hier aus sollen wieder Angriffskriege geführt werden. Ein traumatisierender und re-traumatisierender Umbruch für gleich zwei Generationen. Die verbünden und radikalisieren sich schnell, erheben sich zu Hunderttausenden, bilden die zweite Massenbewegung nach den 1968ern. Demonstrationen, Petitionen, Mahnwachen, der Bau von Hüttendörfern gegen die Abholzung von Wäldern und den Bau von Start- und Landebahnen für Kriegsflieger, Blockaden gegen die Stationierung der Pershing 2 und wachsende Militanz, aber alles prallt ab an der Macht der Herrschenden. Untertauchen! Jetzt! Lisa, Nora und Pan, der vom Schulterschluss mit der RAF träumt, haben die Nase voll von Niederlagen, der kalten Arroganz der Politiker und Kriegen in aller Welt! Im »wirklichen Land«, wie Gramsci die Illegalität nannte, nach den Sternen greifen, Teil werden der neuen Front, die schaffen kann, woran alle bislang scheiterten: die Kriegsmaschinerie der Eliten zerstören! Sich einreihen in die internationale Revolution aller, die sich gegen Kapital und Ungerechtigkeit erheben. Und bald schon basteln sie an einer Bombe ...
Rowohlt Berlin Böses Denken, Sachbücher von Bettina Stangneth
Die Philosophin Bettina Stangneth, die mit ihrem Buch über den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann ("Eichmann vor Jerusalem") international die Debatte über das Böse neu entfacht hat, stellt eine unbequeme Frage: Haben wir wirklich das Recht zu jedem Gedanken oder braucht auch das Denken eine Ethik? Die Gedanken sind frei und jeder, der selbst zu denken lernt, wird so frei werden wie sie. Das glauben wir jedenfalls. Weil wir fest davon überzeugt sind, dass es einen Zusammenhang zwischen Denken und Moral gibt, fordern Philosophen seit dem 18. Jahrhundert dazu auf, alles zu bedenken, eigene Überzeugungen zu entwickeln und konsequent danach zu handeln. Wer denkt, so hoffen wir, der mordet nicht. Wer aufrichtig seinen Überzeugungen folgt, macht die Welt besser. Aber dann kam das 20. Jahrhundert und mit ihm der organisierte Massenmord, die Tat der denkenden Mörder. Und es kamen die Selbstmordattentäter, die alles andere als gedankenlos sind und dennoch töten. Dieser elegant geschriebene Essay erklärt und erweitert klassische Konzepte des Bösen, denn wer das Böse bekämpfen will, muss es zunächst einmal erkennen. Es kommt schon lange nicht mehr nur als dummer Barbar, sadistischer Schläger oder gedankenloser Bürokrat daher, sondern mit verführerisch schlüssigen Argumenten. So sehr wir es uns auch gewünscht haben: Für uns Menschen ist nichts jenseits von Gut und Böse. Noch nicht einmal das Denken.
BoD – Books on Demand Tage der Wütenden A1058616657
Eine frühzeitig explodierte Bombe zerfetzt einen jungen Linksradikalen. Seine Gefährtin Claudia überlebt und flüchtet sich zu Lisa. Die hilft, kann aber Claudias Verhaftung nicht verhindern. Es ist Mitte der 1980er Jahre. Westdeutschland. Trotz zweier von Deutschland initiierter Weltkriege, Massenmord und Holocaust peitscht die herrschende westdeutsche Elite ab Ende 1982 den US-NATO-Doppelbeschluss, die Remilitarisierung des Landes gewaltsam durch: Von hier aus sollen wieder Angriffskriege geführt werden. Ein traumatisierender und re-traumatisierender Umbruch für gleich zwei Generationen. Die verbünden und radikalisieren sich schnell, erheben sich zu Hunderttausenden, bilden die zweite Massenbewegung nach den 1968ern. Demonstrationen, Petitionen, Mahnwachen, der Bau von Hüttendörfern gegen die Abholzung von Wäldern und den Bau von Start- und Landebahnen für Kriegsflieger, Blockaden gegen die Stationierung der Pershing 2 und wachsende Militanz, aber alles prallt ab an der Macht der Herrschenden. Untertauchen! Jetzt! Lisa, Nora und Pan, der vom Schulterschluss mit der RAF träumt, haben die Nase voll von Niederlagen, der kalten Arroganz der Politiker und Kriegen in aller Welt! Im »wirklichen Land«, wie Gramsci die Illegalität nannte, nach den Sternen greifen, Teil werden der neuen Front, die schaffen kann, woran alle bislang scheiterten: die Kriegsmaschinerie der Eliten zerstören! Sich einreihen in die internationale Revolution aller, die sich gegen Kapital und Ungerechtigkeit erheben. Und bald schon basteln sie an einer Bombe ...
Marta Press UG (haftungsbeschränkt) Rechte Kontinuitäten A1064057893
Der Experte und Historiker Harry Waibel dokumentiert in diesem Werk die politischen Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland nach 1945 in Bezug auf Rassismus, Neonazismus und Rechtsextremismus sowie deren Kontinuitäten. In beiden deutschen Staaten wurden auf vielfache Weise die Massenmorde der Nationalsozialist:innen verleugnet und verdrängt. Sowohl in der sozialistischen als auch in der kapitalistischen Gesellschaft und ihren staatlichen Institutionen wirkten subkutan rassistische, neonazistische und antisemitische Einstellungen kontinuierlich fort. Gegenüber Menschen fanden sie in Form von persönlichen Angriffen ihre Zuspitzung und ihren Ausdruck. Seit dem Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland (BRD) am 3. Oktober 1990 bis April 2022 haben unzählige rechte Gewalt- und Propagandastraftaten stattgefunden. Harry Waibel legt nach intensiven Recherchen mit diesem Band eine umfangreiche Dokumentation der tödlichen Angriffe auf Menschen vor. Allein in diesem Zeitraum wurden über 400 Männer, Frauen und Kinder von mutmaßlich rechten Täterinnen und Tätern getötet. Nicht von allen Opfern konnten die Namen ermittelt werden, aber sie und die namentlich Bekannten sollen auf keinen Fall in Vergessenheit geraten. Dies möchte diese Dokumentation erreichen. Waibels zeithistorische Forschungsarbeiten zum Verlauf und zu den Ursachen von Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus sind zudem wichtig, um die Entwicklung des gegenwärtigen Rassismus und Neonazismus in Deutschland in ihrer Komplexität und Komplementarität zu verstehen.