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Tropen Und es geschieht jetzt A1070398545
Was können wir tun – achshav? Jetzt? Ovid Preis 2025 Reiner-Kunze-Preis 2025 Der 7. Oktober 2023 – ein Schreckenstag, dessen Ausmaß noch immer nicht abzusehen ist. Marko Martin beschreibt, was im Jahr danach geschah. Auf der einen Seite die sich polarisierende Öffentlichkeit, die Relativerungen und Rechtfertigungen. Auf der anderen die Jüdinnen und Juden in Deutschland und Israel, in deren täglichen Leben nichts ist wie zuvor. Die furchtbaren Bilder, der Verlust von Freunden und Verwandten, die Angst auf der Straße hier in Deutschland, und immer wieder Frage: Was können wir tun – achshav? Jetzt? Ein Buch der Zwischenräume und Zwischentöne, das dem Hass die Geschichten der einzelnen Menschen entgegensetzt. Ein Plädoyer für Tikkun Olam , die Reparatur der Welt. Das Jahr nach dem 7. Oktober führt in viele Abgründe. Jüdinnen und Juden machen wieder die Ur-Erfahrung der Schutzlosigkeit, besonders nach den Bildern jubelnder Islamisten in deutschen Großstädten. In Israel hat der Massenmord der Hamas tiefe Wunden gerissen, Kindergärten, Bibliotheken, Kibuzzim – plötzlich Schauplätze des Terrors. Das entsetzliche Schicksal der Geiseln. Dazu der Gaza-Krieg und eine Regierung, gegen die Hunderttausende Israelis protestieren. Und immer diese Frage: Wie miteinander weiterleben? Die eine Lösung gibt es nicht, aber doch viele Möglichkeiten erster Hilfe, Gründe für Zusammenhalt. Marko Martin hat sie gesucht und gesammelt und auf bewegende Weise zusammengeführt. »Marko Martin ist ein wahrer Humanist.« Anne Applebaum »Marko Martins Tel Aviv-Szenen erinnern an die Geschichten Bruce Chatwins.« Ha'aretz
"PFLICHTLEKTÜRE FÜR JEDEN, DER SICH FÜR DEUTSCHLANDS VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT INTERESSIERT." -CHRISTOPHER CLARK Um 1500 werden in den Karten der frühen Kartographen und Berichten von Abenteurern und Reisenden erstmals die Spuren einer Nation erkennbar, die Jahrhunderte später Goethe und Schiller hervorbringen wird, aber auch den größten Massenmord der Weltgeschichte zu verantworten hat. Ist dieses "Deutschland" eine Nation mit einer festen Identität und einem angestammten "Volk", oder ist es weit eher ein historischer Raum, in dem sich konkurrierende Vorstellungen davon, was Deutschland ist oder werden soll, permanent ablösen? Helmut Walser Smith geht in seinem elegant geschriebenen Werk der "longue durée" der deutschen Geschichte nach und hält die Idee der Nation und die Ideologie des Nationalismus so hellsichtig auseinander, wie es wohl nur einem Beobachter von außen möglich ist. Imaginationen von Deutschland und deutsche Wirklichkeiten stoßen in seinem geradezu anti-essentialistischen Buch hart aufeinander und entladen sich im 20. Jahrhundert in nationalistischen Exzessen, die Walser Smith ebenso eindringlich wie schonungslos schildert. Bis hin zur Bundestagsrede von Navid Kermani und den aktuellen Versuchen der AfD, sich der deutschen Geschichte zu bemächtigen, reicht diese kluge Meditation über Deutschland und das Erbe seiner Vergangenheit. Wer ist Deutschland und wenn ja wie viele? Ein innovativer Blick auf Deutschland und seine Geschichte "Walser Smith schreibt elegant und bietet eine Fülle von klugen Einsichten und Beobachtungen." Tim Blanning, Wallstreet Journal
Bettina Görings Biografie ist eine Auseinandersetzung mit ihrer dunklen Familiengeschichte und dem verbrecherischen Erbe ihres Großonkels, Reichsmarschall Hermann Göring Bettina Görings Name ist ihr Schicksal. Als Großnichte von Reichsmarschall Hermann Göring wächst sie im Schatten seiner Verbrechen auf, der in der Zeit des Nationalsozialismus für tausendfachen Mord verantwortlich war. Früh rebelliert sie und entflieht Ende der 60er Jahre der bedrückenden Verbindung in die Welt der Hippies und Freigeister. Der Nazi, der Guru und ich Doch weder in der linken Kommune noch im Aschram in Poona kann sie ihrer Vergangenheit entkommen. Sie erkennt, dass auch sie falschen Führern hinterhergelaufen ist und dass allein die Auseinandersetzung mit der dunklen Seite ihrer Familie sie befreien kann. Bettina Göring gewährt einen sehr persönlichen Einblick in die Geschichte ihrer Familie und ins Nachkriegsdeutschland. Sie legt ein mutiges Zeugnis ab über ihren Umgang mit dem schwierigen Erbe aus der Zeit des Nationalsozialismus. »Hermann Göring war ein Massenmörder und Psychopath, der sehr charmant sein konnte. Monster sind nicht charmant, oder?« Bettina Göring Diese Autobiografie legt den Finger in die Wunde der deutschen Erinnerungskultur – und wird dabei aus einer persönlichen und erlebbaren Perspektive erzählt. Es ergründet die Frage, wie sich der Schatten unserer deutschen Vergangenheit bis heute auf uns auswirkt und nimmt damit gleichzeitig die Sinnfrage einer ganzen Generation in den Fokus. Ein Buch, das zeigt, wie wichtig die Aufarbeitung der dunklen Geschichte Deutschlands ist, damit die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden.
"PFLICHTLEKTÜRE FÜR JEDEN, DER SICH FÜR DEUTSCHLANDS VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT INTERESSIERT." -CHRISTOPHER CLARK Um 1500 werden in den Karten der frühen Kartographen und Berichten von Abenteurern und Reisenden erstmals die Spuren einer Nation erkennbar, die Jahrhunderte später Goethe und Schiller hervorbringen wird, aber auch den größten Massenmord der Weltgeschichte zu verantworten hat. Ist dieses "Deutschland" eine Nation mit einer festen Identität und einem angestammten "Volk", oder ist es weit eher ein historischer Raum, in dem sich konkurrierende Vorstellungen davon, was Deutschland ist oder werden soll, permanent ablösen? Helmut Walser Smith geht in seinem elegant geschriebenen Werk der "longue durée" der deutschen Geschichte nach und hält die Idee der Nation und die Ideologie des Nationalismus so hellsichtig auseinander, wie es wohl nur einem Beobachter von außen möglich ist. Imaginationen von Deutschland und deutsche Wirklichkeiten stoßen in seinem geradezu anti-essentialistischen Buch hart aufeinander und entladen sich im 20. Jahrhundert in nationalistischen Exzessen, die Walser Smith ebenso eindringlich wie schonungslos schildert. Bis hin zur Bundestagsrede von Navid Kermani und den aktuellen Versuchen der AfD, sich der deutschen Geschichte zu bemächtigen, reicht diese kluge Meditation über Deutschland und das Erbe seiner Vergangenheit. Wer ist Deutschland und wenn ja wie viele? Ein innovativer Blick auf Deutschland und seine Geschichte "Walser Smith schreibt elegant und bietet eine Fülle von klugen Einsichten und Beobachtungen." Tim Blanning, Wallstreet Journal
Beck C.H. Die Abschottung der Welt, Sachbücher von Susanne Heim
"Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein": Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie ausser Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang - bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte. In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Susanne Heims konzises und anschauliches Buch ist ein grosser Wurf: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.
Sehr wahrscheinlich sind Sie mehr von der „Decke des Schweigens“ betroffen, als Sie denken. Die „Decke des Schweigens“ wird von Generation zu Generation weitergegeben und verhindert Versöhnung, Heilung und Wiederherstellung – bei uns persönlich, in Familien, in Kirchen und Gemeinden sowie in Städten und Nationen. Die meisten Familien in Deutschland leben – ohne es zu merken – unter einer „Decke des Schweigens“. Sie sind die Kinder und Enkel der Kriegsgeneration und tragen die schuldhaften Verstrickungen, traumatischen Erfahrungen sowie die Flucht und Vertreibung dieser Generation heute noch mit sich herum. Ihr gemeinsames Kennzeichen ist das Schweigen. Viele gehen durch endlose Wüsten, ohne dass sich für sie eine Veränderung abzeichnet. Steckt das Schweigen der Kriegsgeneration zum Holocaust immer noch in unseren Knochen? So sehr sich viele Christen in Deutschland auch wünschen, dass das Kapitel des Nationalsozialismus endlich abgeschlossen wird und nicht immer wieder neu ins Blickfeld gerät – es entspricht leider nicht der Realität. Gehören wir, ohne es gemerkt zu haben, schon wieder zur „schweigenden Mehrheit“ und haben dem Geist dieser Zeit nichts mehr entgegenzusetzen? Gibt es einen Weg, wie wir in unseren Städten und in unserer Nation geistliche Durchbrüche und tiefgreifende Veränderungen erzielen können? Ausgehend von den eigenen biografischen Erfahrungen in Tübingen – einer Universitätsstadt, die zur Zeit des Nationalsozialismus eines der ideologischen Zentren war, aus dem Exekutoren und Massenmörder hervorgingen – beleuchtet Jobst Bittner aus biblisch-theologischer, kirchengeschichtlicher und psychologischer Sicht, was die „Decke des Schweigens“ ausmacht und wie wir sie durchbrechen können.
Bettina Görings Biografie ist eine Auseinandersetzung mit ihrer dunklen Familiengeschichte und dem verbrecherischen Erbe ihres Großonkels, Reichsmarschall Hermann Göring Bettina Görings Name ist ihr Schicksal. Als Großnichte von Reichsmarschall Hermann Göring wächst sie im Schatten seiner Verbrechen auf, der in der Zeit des Nationalsozialismus für tausendfachen Mord verantwortlich war. Früh rebelliert sie und entflieht Ende der 60er Jahre der bedrückenden Verbindung in die Welt der Hippies und Freigeister. Der Nazi, der Guru und ich Doch weder in der linken Kommune noch im Aschram in Poona kann sie ihrer Vergangenheit entkommen. Sie erkennt, dass auch sie falschen Führern hinterhergelaufen ist und dass allein die Auseinandersetzung mit der dunklen Seite ihrer Familie sie befreien kann. Bettina Göring gewährt einen sehr persönlichen Einblick in die Geschichte ihrer Familie und ins Nachkriegsdeutschland. Sie legt ein mutiges Zeugnis ab über ihren Umgang mit dem schwierigen Erbe aus der Zeit des Nationalsozialismus. »Hermann Göring war ein Massenmörder und Psychopath, der sehr charmant sein konnte. Monster sind nicht charmant, oder?« Bettina Göring Diese Autobiografie legt den Finger in die Wunde der deutschen Erinnerungskultur – und wird dabei aus einer persönlichen und erlebbaren Perspektive erzählt. Es ergründet die Frage, wie sich der Schatten unserer deutschen Vergangenheit bis heute auf uns auswirkt und nimmt damit gleichzeitig die Sinnfrage einer ganzen Generation in den Fokus. Ein Buch, das zeigt, wie wichtig die Aufarbeitung der dunklen Geschichte Deutschlands ist, damit die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden.
Er war der einsame, mit Deutschland verheiratete «Führer». So wollte es die NS-Propaganda. Tatsächlich hatte Adolf Hitler jedoch eine Geliebte, deren Existenz bis zur letzten Stunde des «Dritten Reiches» geheim gehalten wurde: Eva Braun. Wer war die Frau, die Hitler noch kurz vor seinem Untergang heiratete? Und was hieß es, mit einem der großen Verbrecher der Weltgeschichte zu leben? Heike B. Görtemaker ist allen noch vorhandenen Spuren dieser Beziehung nachgegangen und hat sie zu einer fesselnden Biographie zusammengefügt. Dabei entsteht zugleich ein verstörend anderer Blick auf Hitler. Für gewöhnlich gilt Eva Braun als politisch naives, oberflächliches junges Mädchen, das in München und in der Scheinidylle des «Berghofs» nur eine unbedeutende Nebenrolle spielte. Doch was stimmt an diesem Bild? Mit detektivischem Spürsinn wird in diesem Buch die Lebensgeschichte der Frau an Hitlers Seite rekonstruiert, die aus einem kleinbürgerlichen Haushalt bis in den inneren Zirkel des NS-Machthabers führte und einen Tag nach der Hochzeit im Berliner «Führerbunker» mit dem gemeinsamen Selbstmord am 30.April1945 endete. Welche Rolle spielte die Geliebte in Hitlers privatem Kreis? Über wie viel Einfluss verfügte sie? Und was wussten sie und die anderen Frauen der NS-Führer über die Verbrechen ihrer Männer? Heike B. Görtemaker ist diesen Fragen nachgegangen und zeichnet erstmals ein umfassendes Porträt der «Berghof»-Gesellschaft. Die erste wissenschaftliche Biografie über Frau Hitler will das Bild vom dummen Blondchen an der Seite des Massenmörders korrigieren. Klaus Wiegrefe, Der SPIEGEL
Penguin Random House Davon haben wir nichts gewusst! A1031244498
Was wussten die Deutschen über die Ermordung der Juden? Was wussten die Deutschen vom Holocaust? Wie wurde die nationalsozialistische »Judenpolitik« in der Propaganda des Regimes dargestellt? Wie haben die Menschen auf Informationen und Gerüchte über den systematischen Mord an den Juden Europas reagiert? Diese Fragen gehören zu den zentralen, bisher ungelösten Problemen der Holocaust-Forschung. Auf der Grundlage neuer, bisher nicht ausgewerteter Quellen gibt Peter Longerich überzeugende Antworten. Peter Longerich gelingt es, aus der Sicht des Historikers Antworten auf die Frage nach dem Wissen der Deutschen über die »Endlösung« und ihre Einstellung zur Judenverfolgung zu geben. Er hat die antisemitische Propaganda des Regimes analysiert, sich mit alliierten Rundfunkprogrammen und Flugblättern befasst, alle noch vorhandenen geheimen NS-Stimmungsberichte zur »Judenfrage« untersucht und zusätzlich Informationen aus Tagebüchern, Gerichtsakten, Aufzeichnungen ausländischer Besucher und anderen Quellen zusammengetragen. Longerich weist nach, dass die Judenverfolgung im Deutschen Reich nicht nur in aller Öffentlichkeit stattfand, sondern dass das NS-Regime ab Ende 1941 immer wieder gezielte Hinweise auf die »Vernichtung« der Juden gab. Die konkreten Einzelheiten des Massenmordes unterlagen zwar strikter Geheimhaltung, doch diese wurde immer wieder durchbrochen. Durch seine Propagandapolitik versuchte das Regime der Bevölkerung zu signalisieren, dass sie zu Mitwissern und Komplizen eines Verbrechens ungeheuerlichen Ausmaßes geworden und ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb mit der Existenz des Regimes verbunden war. Ein Thema, das nach wie vor die Gemüter erregt und bisher nie schlüssig behandelt wurde.
bahoe books Klaus Barbie, Belletristik von Fréderic Brrémaud, Jean-Claude Bauer, Fréderic Jean-Claude Bauer
Anfang der 1970er-Jahre gelang es Beate und Serge Klarsfeld, nach einem Hinweis durch die Münchner Staatsanwaltschaft Klaus Barbie in Südamerika aufzuspüren. Da Barbie mittlerweile die bolivianische Staatsbürgerschaft hatte und das Land die Auslieferung seiner Staatsbürger ablehnte, wurde eine Entführung vorbereitet, die jedoch scheiterte. Der ehemalige SS-Hauptsturmführer und Gestapo-Chef von Lyon, einer der brutalsten NS-Folterknechte und Massenmörder, der Organisator der Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Lyon, konnte weiterhin unbehelligt in La Paz leben. In Frankreich hat sich der Name Klaus Barbie nicht zuletzt durch die Ermordung von Jean Moulin, einem der zentralen Kämpfer der Résistance, der nach der Folter mit gebrochenen Armen und Beinen und so gut wie allen Rippen auf dem Weg ins Spital verstarb, früh im kollektiven Bewusstsein verankert. Nach der Befreiung wurde Barbie in Frankreich in drei Prozessen in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Nichtsdestotrotz heuerte ihn der amerikanische CIC als Agent an, um in Deutschland über die Aktivitäten der französischen Geheimdienste zu spionieren. Mit US-Hilfe setzte sich Barbie 1951 über die sogenannte Rattenlinie nach Lateinamerika ab. 1966 engagierte ihn der deutsche BND als Agent, und als in diesem Jahr Che Guevara in Bolivien auftauchte, wurde Barbie als Berater und Ausbilder der Sicherheitskräfte im Innenministerium tätig. Neben der Entführung der Klarsfelds scheiterte auch ein Anschlag des Mossad 1980. In diesem Jahr unterstützte Barbie den Staatsstreich von Luis García Meza Tejada. Im Zuge von Demokratisierungsprozessen wurde er 1983 nach Lyon ausgeliefert, unter Mitarbeit und mit einem umfangreichen historischen Dossier von Jean-Olivier Viout, dem Generalstaatsanwalt beim Barbie-Prozess.
„Jeder Staat wird auf Gewalt gegründet.“ Dieses von Leo Trotzki stammende Zitat bezeichnet bereits einen normativen Wesenszug kommunistischer Herrschaft, ihrer Sicherung ebenso wie ihrer Expansion. Mit der Machteroberung der Bolschewisten im Oktober 1917 vollzog sich eine Weltwende, die nicht nur das seit 1906 formal als Rechts- und Verfassungsstaat firmierende Russische Zarenreich in eine kommunistische Ein-Parteien-Diktatur verwandelte, sondern auch ganz Europa fundamental veränderte. Anlässlich des 100. Jahrestages des bolschewistischen Oktoberputsches organisierte die Technische Universität Chemnitz (Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts) eine Konferenz in Kooperation mit der Akademie Herrnhut, der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens, der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Umweltbibliothek Großhennersdorf zum Thema „Weltwende 1917 – Russland, Europa und die bolschewistische Revolution“ in Herrnhut. Dabei wurde, in bewusst interdisziplinärer Perspektive, nicht nur das Revolutionsgeschehen von 1917, sondern auch dessen aktuelle Bedeutung in den post-sowjetischen und europäischen Gesellschaften diskutiert. Am Ende der in diesem Band versammelten Beiträge steht – neben der neuerlichen Entlarvung des bolschewistischen Großverbrechens und seiner hauptverantwortlichen Täter Lenin und Stalin – die insgesamt ernüchternde Erkenntnis eines noch immer viel zu langsam und viel zu zaghaft in Gang gekommenen interkulturellen europäisch-russischen Dialogs hinsichtlich des Umgangs mit den bolschewistischen Massenmorden der Vergangenheit. Jenseits aller unterschiedlichen Deutungen des Revolutionsgeschehens und seiner Folgen ragt indes ein prägendes Charakteristikum einmal mehr hervor: 1917 war eine Weltwende.
Der Holocaust begann an einem dunklen Ort in Hitlers Kopf: Die Eliminierung der Juden würde das ökologische Gleichgewicht des Planeten wiederherstellen und Deutschland die Ressourcen verschaffen, die es dringend benötigte. Timothy Snyders aufsehenerregendes Buch beginnt damit, wie Hitler die Welt sah. Atemberaubend intensiv schildert Black Earth, was geschah, wie es geschah und warum es geschah. Und es endet mit einer Warnung: Wir sollten uns nicht zu sicher sein. Wir sind nicht so weit entfernt von jenen Ängsten, die den Holocaust ermöglicht haben, wie wir glauben. Wir haben uns daran gewöhnt, den Holocaust als Todesfabrik zu sehen, in Gang gesetzt von Bürokratien des Bösen. Doch als die Gaskammern in Betrieb gingen, waren bereits mehr als eine Million Juden tot: erschossen aus nächster Nähe vor Gruben und Schluchten. Sie wurden in den Todeszonen ermordet, die in einem deutschen Kolonialkrieg im Osten geschaffen worden waren, viele davon auf der fruchtbaren schwarzen Erde, von der die Deutschen meinten, sie würde künftig ihr Überleben sichern. Es hat etwas Beruhigendes zu glauben, der Holocaust sei ein völlig singulärer Vorgang gewesen. Doch Timothy Snyder zeigt, dass wir an einigen der wichtigsten historischen Lehren vorbeigehen, die wir aus dem Holocaust ziehen können, wenn wir nicht sehr genau hinschauen, welche Faktoren und Bedingungen ihn ermöglicht haben. Sein Bestseller Bloodlands war eine innovative Erkundung der Ereignisse in Osteuropa zwischen 1933 und 1945, als die Politik der Nationalsozialisten und der Sowjets den Tod von 14 Millionen Menschen verursachten. Black Earth ist eine nicht weniger eindringliche Auseinandersetzung mit den Ideen und der Politik, die den schlimmsten Massenmord des Jahrhunderts ermöglicht haben: den Holocaust.
Die völkerrechtliche Vereinbarung zur Dekarbonisierung der Welt bis zum Jahre 2100 wurde mit Transferleistungen von jährlich100 Milliarden US-Dollar aus dem Steueraufkommen der Industrienationen erkauft. Die globalisierte politische Klasse versucht damit, eine planwirtschaftliche Weltrevolution zu erzwingen, die zwangsläufig mit allen Grundsätzen von Aufklärung, Wissenschaft und Demokratie kollidieren muss. Wir leben in einer Zeit, in der Gesinnungsmoralisten die Meinungsführerschaft in den wohlstandsübersättigten westlichen Industrienationen übernommen haben. Diese vollalimentierte Minderheit skandalisiert fortwährend unsere historischen und wirtschaftlichen Grundlagen. Dabei hat sie jeglichen Bezug zu den konventionellen Energieträgern verloren, aus deren technischer Nutzung allein sich unser aktueller Lebensstandard und unsere gegenwärtige Lebenserwartung herleiten. Unter dem Mäntelchen einer vorgeblich vom Menschen verursachten Klimakatastrophe träumt sie von der Großen Transformation zu einer mittelalterlich-ökologischen Weltgemeinschaft bis zum Jahre 2100. Die Gleichsetzung dieser ökologischen Zwangstransformation mit der kulturellen Entwicklung des Ackerbaus und der technischen Industrialisierung als epochalen Umbrüchen in der Menschheitsgeschichte verkennt aber, dass sich beide im freien Wettbewerb alternativer Möglichkeiten erfolgreich durchgesetzt hatten. Alle planwirtschaftlich gesteuerten Revolutionen hatten dagegen in Unfreiheit, wirtschaftlicher Not und gesellschaftlichem Chaos bis hin zu systematischer Verfolgung und Massenmord geendet. In diesem Buch hat der Autor eigene Veröffentlichungen und ergänzende Kapitel zu einer schlüssigen Argumentationskette im Sinne einer geowissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der von den politisierten Klimawissenschaften prophezeiten menschengemachten Klimakatastrophe zusammengefasst. Insbesondere die wissenschaftliche Widerlegung des atmosphärischen Treibhauseffektes als zentrales Glaubensdogma der Klimareligion steht hierbei im Vordergrund.
Klostermann, Vittorio Publizistik in jüdischen Displaced-Persons-Camps im Nachkriegsdeutschland
Die Geschichte der jüdischen Displaced Persons stand lange im Schatten der Shoa-Forschung. In der allgemeinen Historiographie geschieht ihre Aufarbeitung erst seit wenigen Jahren, in der buch- und bibliotheksgeschichtlichen Forschung ist dies vollkommenes Neuland. Es waren die Überlebenden des nationalsozialistischen Massenmords an den europäischen Juden, die nun großenteils als Displaced Persons in den DP-Camps vor allem auf deutschem Boden lebten, die die ersten Impulse gaben für die Dokumentation der von ihnen selbst erlebten nationalsozialistischen Verfolgung. Mit ihren Selbstzeugnissen brachten sie von Beginn an die Perspektive der Opfer und ihre Erfahrungen in die Wahrnehmung und Darstellung der Shoa ein. Diese frühen Bemühungen einer Dokumentation der Shoa "von unten" sind ein zentrales Charakteristikum des Lebens in den jüdischen DP-Camps im Nachkriegsdeutschland. Die aus ihren traditionellen Zusammanhängen herausgerissene jüdische (Buch-)Kultur erhielt hier einen neuen Kontext, bevor sie mit der Schließung der Camps nach 1950 in weiten Teilen aus Europa verschwand. Diese Erkenntnis war der Anlass für die Gottfried Wilhelm Leibniz-Bibliothek, die im DP-Camp Bergen-Belsen zwischen 1945 und 1950 (re-)produzierte oder vom Zentralkomitee der befreiten Juden auf verschlungenen Wegen erworbene jüdische Buchkultur sukzessive durch eine gezielte Erwerbung zu rekonstruieren. Auch die Gedenkstätte Bergen-Belsen erhielt den Auftrag, eine entsprechende Sammlungs- und Forschungstätigkeit zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund entstand dieser Band. Das Spektrum der Beiträge reicht von der bibliothekarischen Überlieferung und ihren Bedingungsfaktoren, ihren formalen und inhaltlichen Charakteristika, den Akteuren und Kontexten der Publikationstätigkeit, den Funktionen dieser Publikationen in den jüdischen DP-Camps, ihrer historischen und historiographischen Bedeutung bis hin zu ihrer Stellung in der Kontinuität deutsch-jüdischer Geschichte.
Bloomsbury Genocide, the Holocaust and Israel-Palestine, Sachbücher von Omer Bartov
Dieses Buch behandelt einige der dringendsten aktuellen Debatten über das Studium, die Erinnerung und die Politisierung des Holocausts aus zentralen kritischen Perspektiven. Omer Bartov bewertet geschickt die Spannungen zwischen Holocaust- und Völkermordforschung, die sich wiederholt gegenseitig bereichert und in Konflikt geraten sind, und argumentiert überzeugend für die Bedeutung der lokalen Geschichte und individueller Zeugenaussagen, um die Natur des Massenmords zu erfassen. Er untersucht kritisch, wie der rechtliche Diskurs sowohl dazu gedient hat, individuelle und nationale Komplizenschaft aufzudecken als auch zu leugnen. Völkermord, der Holocaust und Israel-Palästina skizziert, wie autobiografische Geschichten ein besseres Verständnis von Ereignissen ermöglichen, die sonst als unerklärlich wahrgenommen werden, und zieht schliesslich auf die persönliche Biografie des Autors zurück, um Verbindungen zwischen dem Schicksal der Juden im Zweiten Weltkrieg und dem Leid der Palästinenser während und nach der Gründung des Staates Israel zu betrachten. Bartov zeigt, dass diese fünf Perspektiven, die selten oder nie zuvor in einem einzigen Buch diskutiert wurden, untrennbar miteinander verbunden sind und sich gegenseitig erhellen. Daher müssen der Holocaust und andere Völkermorde als verwandte Katastrophen der modernen Ära betrachtet werden; das Verständnis solcher gewaltiger menschlicher Tragödien erfordert eine Untersuchung auf lokaler und persönlicher Ebene; dies wiederum erfordert historische Empathie, die durch persönliche-biografische Introspektion erreicht wird; und wahre, aufgeschlossene und rigorose Introspektion, ohne die das historische Verständnis zur Verwirrung neigt, bringt unangenehme, aber klärende Verbindungen ans Licht, wie die zwischen dem Holocaust und der Nakba, der massenhaften Flucht und Vertreibung der Palästinenser im Jahr 1948.
Erinnerungen eines Holocaust-Überlebenden, die sprachlos zurücklassen Was mit der Wannseekonferenz begann, die die Organisation der Deportation und des Massenmords an den europäischen Juden beschloss, durchlitt Filip Müller (1922 - 2013) wie kaum ein anderer. Wer wie er KZ und Zwangsdienst im Sonderkommando Auschwitz-Birkenau mehr als drei Jahre er- und überlebt hat, der gehört zu den wichtigsten Zeugen des Grauens des Holocaust - und ist für sein Leben gezeichnet. 1979/80 veröffentlichte er seinen Zeugen-Bericht „Sonderbehandlung“ auf Deutsch. Erschütternd, schonungslos und mit geradezu literarischer Wucht erzählt er von seiner Lagerzeit, beschreibt Täter und Opfer und gibt den Blick frei ins Herz der Finsternis. - Ein Buch wie eine Mahnung, den Genozid an den europäischen Juden nie zu vergessen - Nur wenige Menschen, die so lange in Auschwitz interniert waren, überlebten - Filip Müller trat als Zeitzeuge in Claude Lanzmanns Film »Shoah« auf - Ein schonungsloser Bericht, wie nur das Ausschalten menschlicher Regungen das Überleben sicherte - Das eindringliche Zeugnis des Völkermords an den Juden jetzt als kommentierte Neuausgabe Weit mehr als ein historisches Zeitdokument: ein Augenzeugenbericht aus der Hölle »Sonderbehandlung« von Filip Müller ist die erste authentische Gesamtdarstellung der Geschichte des Sonderkommandos. Wer ihn, als einzigen Zeugen des Sonderkommandos, in Claude Lanzmanns Film „Shoah“ gesehen hat, vergisst sein Gesicht, seine Stimme nicht. Nach der Veröffentlichung 1980 gab es massive Bedrohungen durch Alt- und Neo-Nazis, so dass Müller nie einer deutschen Neuausgabe zustimmt. Erst zum 100. Geburtstag 2022 machte seine Familie eine neue, kommentierte Ausgabe möglich. Die historische Bedeutung des Buchs von Filip Müller kann kaum überschätzt werden!
Osiris Schwarzbuch Freimaurerei - Das Kompendium A1078448097
Guido Grandts brisante Freimaurer-Bücher wurden bislang in mehrere Sprachen übersetzt. Nun liegen sie erstmals zusammengeführt, überarbeitet, aktualisiert und ergänzt vor. Das Schwarzbuch Freimaurerei – Kompendium des investigativen Enthüllungsautors Guido Grandt ist kein Verschwörungswerk, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger, akribischer Recherche. Das Resultat ist ebenso unbequem wie brisant: In einzelnen Punkten lagen sogenannte »Verschwörungstheoretiker« näher an der Wahrheit, als ihre pauschale Diffamierung glauben machen sollte – etwa bei der These historischer, ideologischer und personeller Überschneidungen mit den berüchtigten Illuminaten. Erstmals bündelt und vertieft das Schwarzbuch Freimaurerei – Kompendium die politische Dimension der Freimaurerei ebenso wie ihre Verflechtungen mit Macht, Parteien, Institutionen und Eliten – national wie international. Es analysiert Revolutionen, Skandale, Netzwerke und Rituale und dokumentiert Fälle, in denen Logenmitglieder mit schwersten Verbrechen – wie etwa den Massenmorden auf der norwegischen Ferieninsel Utøya – politischer Einflussnahme oder systematischer Abschottung in Verbindung standen. Und es deckt erstmals auf, wie sich freimaurerische Akteure seit Jahren für »offene Grenzen«, Masseneinwanderung und eine europäische Staatsbürgerschaft zulasten der Nationalstaaten einsetzen. Ergänzt wird die Analyse durch bislang wenig bekanntes Bildmaterial: Bizarre und verdeckte Aufnahmen von Freimaurer-Ritualen, die den Leser mit teilweise absurden Einblicken konfrontieren. Das Schwarzbuch Freimaurerei – Kompendium richtet sich an Kritiker, Journalisten, Historiker, politisch Interessierte – und auch an Logenbrüder selbst. Es ist ein Dokumentations-, Analyse- und Debattenbuch. Ein Werk, das Fragen stellt, die lange nicht gestellt werden sollten. Die Fakten liegen nun vor. Das Urteil bleibt Ihnen überlassen.
Ein vergessener Meisterwerk der deutschen pazifistischen Kriegsliteratur – 1919 erschienen und heute erschreckend aktuell. Kaum drei Jahre zuvor stand der gefeierte Virtuose Georg Gadsky noch auf den glanzvollsten Bühnen Europas und lebte in Luxus. Nun hockt er als einfacher Soldat in einem schlammigen Graben an der Westfront, umgeben von Tod, Dreck und ohrenbetäubendem Artilleriefeuer. In den letzten Tagen eines scheinbar endlosen Krieges wird der sensible Künstler mit der brutalen Realität der Materialschlacht konfrontiert: dem anonymen Sterben im Stacheldraht, der seelischen Zerrüttung und der völligen Sinnlosigkeit des Massenmordens. Zwischen glühenden Erinnerungen an sein früheres Leben und der nackten Überlebensangst wird Gadsky zum Symbol eines ganzen Zeitalters, das in Blut und Wahnsinn untergeht. Andreas Latzko, selbst schwer kriegsversehrt, schreibt mit expressionistischer Kraft und schonungsloser Intensität. Ohne falsches Heldentum entlarvt er den modernen Krieg als menschenverschlingende Maschinerie – radikal, literarisch hochstehend und von beißender Aktualität. Warum dieses Buch ein Klassiker sein sollte: Eindringliches Porträt des Absturzes eines sensiblen Künstlers in den Stellungskrieg Meisterhafte Schilderung der psychologischen und physischen Zerstörung Ein frühes, radikal pazifistisches Zeugnis – bereits 1919 veröffentlicht Vergleichbar mit Remarque und Barbusse, doch noch direkter und expressionistischer Für Leser von Im Westen nichts Neues, Feuer (Henri Barbusse) oder Menschen im Krieg (ebenfalls von Latzko) ein absolutes Muss. Ein erschütterndes, stilistisch brillantes Dokument gegen den Krieg – zeitlos und unvermindert wirkmächtig. Entdecken Sie einen der schärfsten literarischen Proteste gegen den Ersten Weltkrieg.
London um 1893. Die Stadt wird von Angst und Entsetzen geschüttelt: Jack the Ripper geht um, und die Polizei muss tatenlos miterleben, wie Dutzende junger Frauen bestialisch erstochen werden. In dieser Zeit lädt H. G. Wells einige Freunde zu sich und berichtet von der Erfindung und Konstruktion seiner Zeitmaschine UTOPIA. Sein Vortrag wird jäh durch eine Razzia Scotland Yards unterbrochen. Als die Beamten - immer noch auf der Suche nach dem Mörder - das Haus unverrichteter Dinge verlassen haben, macht H. G. Wells eine grausige Entdeckung. Die Tasche seines Freundes Dr. Leslie John Stephenson enthält den eindeutigen Beweis: Er ist Jack the Ripper! Und er ist inzwischen mit der Zeitmaschine in die Zukunft entkommen. H. G. Wells macht sich ebenfalls in die Zukunft auf, um den Massenmörder zu fangen und dingfest zu machen. Ein atemberaubender Wettlauf durch Raum und Zeit be-ginnt... Ein brillanter Roman, der auch die vertrackteste Logik der Zeit-Paradoxa mühelos überspielt. FLUCHT INS HEUTE war der Debüt-Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Karl Alexander und erschien erstmals im Jahr 1979. Im selben Jahr wurde er unter der Regie von Nicholas Meyer (STAR TREK II - DER ZORN DES KHAN, THE DAY AFTER, STAR TREK VI: DAS UNENTDECKTE LAND) verfilmt – in den Hauptrollen: Malcolm McDowell als H. G. Wells, David Warner als John Leslie Stephenson/Jack the Ripper und Mary Steenburgen als Amy Robbins.
Die Karl Heinz Dughauser-Reihe Band 2 - nach Aschereben - Nichts brennt ohne Grund Düster, böse, abgründig - und gnadenlos unterhaltsam. Zehn Skelette. Eine Baugrube. Ein geplanter Hoteltempel. Die perfekte Kulisse für Entspannung, Detox - und jahrzehntealten Massenmord. Zuerst hält man die Leichen für einen archäologischen Glücksfall. Doch wer in der Pfalz gräbt, findet nicht nur Römer. Meistens findet man nur das, was andere mit Absicht verscharrt haben: Gewalt. Gier. Menschenverachtung. Was einst in dunklen Kellern, Hinterzimmern und auf feucht-fröhlichen Weinfässern geschah, passiert heute nur smarter: digitaler, glatter, effizienter - aber kein bisschen menschlicher. Die Methoden ändern sich. Der Abgrund bleibt. Karl Heinz Dughauser, Kriminalhauptkommissar mit Burn-out-Gesicht und Leber in Endzeitstimmung, wühlt sich durch das Massengrab einer Gesellschaft, die sich ihre Monster selbst gezüchtet - und sie dann ins WLAN gesteckt hat. An seiner Seite: Leonie Ohlerd, mehr Trieb als Taktik, mit Zielgenauigkeit im Kopf und Zündschnur zwischen den Beinen. Und dann wäre da noch Joachim Maus vom BKA: ein Hirn wie ein Irrgarten, das Reden wie ein Defekt - aber jeder Satz trifft wie ein Hammerschlag auf eine morsche Tür. Was folgt, ist kein Ermittlungsfall. Es ist ein Tanz auf verrottetem Fundament - zwischen Lügen, Lust und Leichenteilen. Denn wo andere den Mantel des Schweigens tragen, trägt dieses Buch ein blutiges Lächeln. Hier wird niemand geschont. Nicht die Opfer. Nicht die Täter. Nicht mal die Leser. Denn was an die Oberfläche kommt, sind nicht nur Knochen - sondern eine ganze Kultur der Verdrängung, hübsch verpackt in Strapse, Aktenstaub sowie Alt- und Neulasten mit internationalen Ausmaßen.