Deine Suche ergab leider keine Ergebnisse. Bitte ändere die zuletzt verwendeten Filter und versuche es erneut.
Anzeige
Angebote unserer Partner-Shops
"
Massenmörder
"
Filtern
Sortieren:
Beste Treffer
Beste Treffer
Preis: niedrig bis hoch
Preis: hoch bis niedrig
Ansicht:
Pantheon Davon haben wir nichts gewusst!
Was wussten die Deutschen über die Ermordung der Juden? Was wussten die Deutschen vom Holocaust? Wie wurde die nationalsozialistische »Judenpolitik« in der Propaganda des Regimes dargestellt? Wie haben die Menschen auf Informationen und Gerüchte über den systematischen Mord an den Juden Europas reagiert? Diese Fragen gehören zu den zentralen, bisher ungelösten Problemen der Holocaust-Forschung. Auf der Grundlage neuer, bisher nicht ausgewerteter Quellen gibt Peter Longerich überzeugende Antworten. Peter Longerich gelingt es, aus der Sicht des Historikers Antworten auf die Frage nach dem Wissen der Deutschen über die »Endlösung« und ihre Einstellung zur Judenverfolgung zu geben. Er hat die antisemitische Propaganda des Regimes analysiert, sich mit alliierten Rundfunkprogrammen und Flugblättern befasst, alle noch vorhandenen geheimen NS-Stimmungsberichte zur »Judenfrage« untersucht und zusätzlich Informationen aus Tagebüchern, Gerichtsakten, Aufzeichnungen ausländischer Besucher und anderen Quellen zusammengetragen. Longerich weist nach, dass die Judenverfolgung im Deutschen Reich nicht nur in aller Öffentlichkeit stattfand, sondern dass das NS-Regime ab Ende 1941 immer wieder gezielte Hinweise auf die »Vernichtung« der Juden gab. Die konkreten Einzelheiten des Massenmordes unterlagen zwar strikter Geheimhaltung, doch diese wurde immer wieder durchbrochen. Durch seine Propagandapolitik versuchte das Regime der Bevölkerung zu signalisieren, dass sie zu Mitwissern und Komplizen eines Verbrechens ungeheuerlichen Ausmaßes geworden und ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb mit der Existenz des Regimes verbunden war. Ein Thema, das nach wie vor die Gemüter erregt und bisher nie schlüssig behandelt wurde.
Kiepenheuer & Witsch GmbH Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen, Sachbücher von Achim Doerfer
Jüdische Rache und jüdischer Widerstand - ein verdrängtes Kapitel deutscher Erinnerungskultur. Als Nachkomme von Holocaust-Überlebenden macht sich Achim Doerfer auf die Suche nach einem Gefühl, das nach dem Ende des Nationalsozialismus und dessen gigantischen Verbrechen nicht nur in seiner Familie seltsam blass blieb: der Wunsch nach Vergeltung, nach Rache. Nicht ohne Grund war der Jubel bei der Tel-Aviv-Premiere von Quentin Tarantinos Film „Inglourious Basterds“ gross: endlich eine künstlerische Fantasie, die Jüdinnen und Juden als machtvoll darstellte. Aber es gab Widerstand und Racheakte auch in der Realität: in den Gettos Osteuropas, bei den jüdischen Partisanengruppen, bei der jüdischen Brigade der britischen Armee. Auch wenn es angesichts des gigantischen Massenmords der Nazis viel mehr hätten sein müssen: Achim Doerfer geht diesen Widerstands- und Rachegeschichten nach, um einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, die den Opferstatus von Jüdinnen und Juden in unser aller Köpfe zementiert, etwas entgegenzusetzen. Zumal das Versagen der deutschen Justiz nach 1945 nicht minder gigantisch war: Akribisch listet Doerfer auf, wie die Täter systematisch geschont wurden, Millionen von Opfern keinerlei Gerechtigkeit zuteilwurde - und damit letztlich auch keine gesellschaftliche Perspektive im Nachkriegsdeutschland, weder in der BRD noch in der DDR. Dass mit der massenhaften Wiedereingliederung der Täter auch die von der Mehrheitsgesellschaft viel beschworene und bejubelte Versöhnung zwischen Deutschen und Juden bis heute ein unwürdiges Gedenktheater blieb, ist die bittere Erkenntnis dieses brillanten, wütenden und nachdenklich stimmenden Buches.
BoD – Books on Demand Meine West End Story (Band II)
Bleibt der Westen so erhalten, wie wir ihn kannten? Sind seine Werte in großer Gefahr in diesen Jahren? In Band II seiner zweibändigen West End Story geht der Hamburger Schriftsteller Rafael Robert Pilsczek der wohl wichtigsten Frage dieser Epoche nach, ob das Leben im Westen in derartige Schwingungen gerät, dass er bald Geschichte sein könnte. Während er in Band I unter dem begleitenden Titel "Ich fliege niemals wieder nach New York" eine große Reportage über New York, das neue Berlin und das alte Bonn als Sinnbild für den Westen veröffentlicht hat, versammelt Band II unter dem begleitenden Titel "Herr Biberstein und andere journalistische Arbeiten" den alten Westen, wie wir ihn kannten: in einer breiten Textsammlung der Arbeiten des Reporters Rafael Robert Pilsczek, die von 1987 bis 2001 in fast allen renommierten Medien veröffentlicht worden sind. Die Reportagen handeln von Junkies aus Moers ebenso wie von Massenmördern, die sich Christen nannten, und dem Leben von Pop-Stars, die immer schon wussten, dass sie berühmt werden. Die Artikel erzählen stets von der großen Freiheit, kritischer Reporter im alten, guten Westen gewesen zu sein. So ist das Kunststück in den zwei Bänden der West End Story vollendet, sowohl in die Geschichte des alten Westens zu schauen, als auch in seine Gegenwart zu blicken, in der sich auf dramatische Weise entscheidet, was Aufklärung und Demokratie in einer offenen Gesellschaft heute und in naher Zukunft noch bedeuten.
Gestrandet in einer fremden Welt jenseits der Zeit ... Der namenlose Junge kann seine Freundin Morrow zwar aus den Fängen der Mickies befreien, doch Verderben und Zerstörung folgen ihnen auf dem Fuße. Morrow stellt fest, dass sie nicht aus dieser Welt stammt. Sie erinnert sich nur bruchstückhaft an das, was vorher war, und auch der Junge ist ihr auch keine große Hilfe dabei. Sie begegnen Farmern, die vergessen haben, was ein Auto ist und Morrow hört von einem seltsamen Gott namens Zeuss, der sie vielleicht nach Hause bringen kann. Sie erfährt, wie die Mickies vor vielen Jahren gemeinsam mit den Farmern gegen den Wald kämpften - und verloren. Erneut geraten Morrow und der Junge in Gefahr und verstecken sich an einem rätselhaften und gefährlichen Ort. Mickies-Boss Napoleon steigt hinab in die Kanalisation unter der Stadt, wo er dem König der Ratten begegnet und einen teuflischen Handel eingeht. In unserer Welt am Ende der 1890er Jahre versucht der verrückte Massenmörder H. H. Holmes verzweifelt, dem Wissenschaftler Nikola Tesla, der Biologin Jeannette Baret und der Okkultistin Helena Blavatsky das Geheimnis der Kreation zu entreißen. In einem Geheimlabor in den USA der 1990-er Jahre gelingt es den Wissenschaftlern um Professor Chomsky, eine Tesla-Maschine zu bauen. Während die Wissenschaftler noch den Anbruch eines neuen Zeitalters der Physik feiern, offenbart sich eine schreckliche Wahrheit ... Lesen Sie jetzt - und erleben Sie eine Geschichte, wie Sie sie noch nie erlebt haben!
Sehr wahrscheinlich sind Sie mehr von der „Decke des Schweigens“ betroffen, als Sie denken. Die „Decke des Schweigens“ wird von Generation zu Generation weitergegeben und verhindert Versöhnung, Heilung und Wiederherstellung – bei uns persönlich, in Familien, in Kirchen und Gemeinden sowie in Städten und Nationen. Die meisten Familien in Deutschland leben – ohne es zu merken – unter einer „Decke des Schweigens“. Sie sind die Kinder und Enkel der Kriegsgeneration und tragen die schuldhaften Verstrickungen, traumatischen Erfahrungen sowie die Flucht und Vertreibung dieser Generation heute noch mit sich herum. Ihr gemeinsames Kennzeichen ist das Schweigen. Viele gehen durch endlose Wüsten, ohne dass sich für sie eine Veränderung abzeichnet. Steckt das Schweigen der Kriegsgeneration zum Holocaust immer noch in unseren Knochen? So sehr sich viele Christen in Deutschland auch wünschen, dass das Kapitel des Nationalsozialismus endlich abgeschlossen wird und nicht immer wieder neu ins Blickfeld gerät – es entspricht leider nicht der Realität. Gehören wir, ohne es gemerkt zu haben, schon wieder zur „schweigenden Mehrheit“ und haben dem Geist dieser Zeit nichts mehr entgegenzusetzen? Gibt es einen Weg, wie wir in unseren Städten und in unserer Nation geistliche Durchbrüche und tiefgreifende Veränderungen erzielen können? Ausgehend von den eigenen biografischen Erfahrungen in Tübingen – einer Universitätsstadt, die zur Zeit des Nationalsozialismus eines der ideologischen Zentren war, aus dem Exekutoren und Massenmörder hervorgingen – beleuchtet Jobst Bittner aus biblisch-theologischer, kirchengeschichtlicher und psychologischer Sicht, was die „Decke des Schweigens“ ausmacht und wie wir sie durchbrechen können.
Zu Klampen Verlag In steter Freundschaft A1000447171
Das 20. Jahrhundert ließ bürgerliches Leben in Weltkriegen, Inflation, Revolution und industriellem Massenmord versinken. Die Stetigkeit der bürgerlichen 'Normalität', an der sich die Individuen bis dahin ausrichten konnten, wurde zerstört. Wo die äußere Kontinuität des Bürgerlichen vergangen ist, kann Stetigkeit nur noch von den Individuen gestiftet werden. 'In steter Freundschaft', der Briefwechsel zwischen Leo Löwenthal und Siegfried Kracauer, ist ein Dokument des Aufbegehrens gegen den Verlust der Kontinuität. Er zeigt, wie zwei der bedeutendsten kritischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts angesichts der Katastrophen ihre Freundschaft im Gleichklang mit ihren geistigen Positionen entwickeln und bewahren konnten. Der hier erstmals publizierte Briefwechsel, der etwa 180 Briefe umfaßt, beginnt im Jahre 1922 und endet erst mit Kracauers Tod im Jahre 1966. Er zeigt nicht nur die Beständigkeit der Freundschaft von Löwenthal und Kracauer, sondern auch, wie kompliziert das Beziehungsgeflecht zwischen Löwenthal, Kracauer, Adorno, Benjamin und Bloch oft war. Löwenthals letzte umfassende Rede, gehalten auf einer Konferenz zu Ehren von Siegfried Kracauer, vervollständigt den Band. 'Die Briefe verhelfen uns zu dem Privileg, Mithörer eines lebhaften und bewegten Gespräches zwischen zwei Menschen zu werden, die einer Lebensform huldigten, deren Abgesang Benjamin bereits vorher in ›Deutsche Menschen‹ beschrieben hatte – etwas voreilig, wie man im Lichte dieser Briefe meinen könnte.' Aus dem Vorwort von Martin Jay
"Morgen passiert was am Hermann-Hesse-Gymmi! Guckt in YouTube", ruft ein junger Grufti in einer Stuttgarter Polizeiwache. Und wirklich: Im Internetportal findet sich ein beunruhigendes Audio. Mit verzerrter Stimme wird eine anonyme Drohung ausgestoßen: "Am elften Juni sollt ihr brennen." Die LKA-Profiler Xaver Finkbeiner und Nina Brändle haben genau 24 Stunden Zeit. Im Gymnasium fahnden sie nach dem potentiellen Amokläufer und stoßen auf den frustrierten Deutschlehrer Moser und seine 12. Klasse. Der Lehrer, der mit seinen schwierigen Schülern zu kämpfen hat, liest mit ihnen gerade Hesses "Klein und Wagner". Die Erzählung basiert auf dem wahren Fall des Lehrers Ernst August Wagner, der Anfang des 20. Jahrhunderts seine Familie und 12 weitere Menschen ermordete. Besonders seinem Lieblingsschüler Boris, einem skurrilen Außenseiter, versucht Moser das Buch nahe zu bringen. Den Durchbruch erzielen die Ermittler, als feststeht, dass das Audio den Massenmörder Wagner zitiert und aus dem Computerraum des HHG gepostet wurde - unter Boris' Kennung. Kaum hat die Presse von der Amokdrohung erfahren, stiehlt Boris eine Waffe aus dem Tresor seines Vaters. Stuttgart lebt in Angst. Erst in letzter Sekunde kann das Dream-Team Finkbeiner/Brändle eine Katastrophe abwenden - scheinbar zumindest. Ein Krimi aus der Reihe "ARD RadioTatort". Regie: Günter Maurer Musik: Murat Parlak
Was können wir tun - achshav? Jetzt? Ovid Preis 2025 Reiner-Kunze-Preis 2025 Der 7. Oktober 2023 - ein Schreckenstag, dessen Ausmaß noch immer nicht abzusehen ist. Marko Martin beschreibt, was im Jahr danach geschah. Auf der einen Seite die sich polarisierende Öffentlichkeit, die Relativerungen und Rechtfertigungen. Auf der anderen die Jüdinnen und Juden in Deutschland und Israel, in deren täglichen Leben nichts ist wie zuvor. Die furchtbaren Bilder, der Verlust von Freunden und Verwandten, die Angst auf der Straße hier in Deutschland, und immer wieder Frage: Was können wir tun - achshav? Jetzt? Ein Buch der Zwischenräume und Zwischentöne, das dem Hass die Geschichten der einzelnen Menschen entgegensetzt. Ein Plädoyer für Tikkun Olam, die Reparatur der Welt. Das Jahr nach dem 7. Oktober führt in viele Abgründe. Jüdinnen und Juden machen wieder die Ur-Erfahrung der Schutzlosigkeit, besonders nach den Bildern jubelnder Islamisten in deutschen Großstädten. In Israel hat der Massenmord der Hamas tiefe Wunden gerissen, Kindergärten, Bibliotheken, Kibuzzim - plötzlich Schauplätze des Terrors. Das entsetzliche Schicksal der Geiseln. Dazu der Gaza-Krieg und eine Regierung, gegen die Hunderttausende Israelis protestieren. Und immer diese Frage: Wie miteinander weiterleben? Die eine Lösung gibt es nicht, aber doch viele Möglichkeiten erster Hilfe, Gründe für Zusammenhalt. Marko Martin hat sie gesucht und gesammelt und auf bewegende Weise zusammengeführt. »Marko Martin ist ein wahrer Humanist.« Anne Applebaum »Marko Martins Tel Aviv-Szenen erinnern an die Geschichten Bruce Chatwins.« Ha'aretz
"Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein": Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie außer Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang - bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte. In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Susanne Heims konzises und anschauliches Buch ist ein großer Wurf: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.
Kiepenheuer & Witsch Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen
Jüdische Rache und jüdischer Widerstand – ein verdrängtes Kapitel deutscher Erinnerungskultur. Als Nachkomme von Holocaust-Überlebenden macht sich Achim Doerfer auf die Suche nach einem Gefühl, das nach dem Ende des Nationalsozialismus und dessen gigantischen Verbrechen nicht nur in seiner Familie seltsam blass blieb: der Wunsch nach Vergeltung, nach Rache. Nicht ohne Grund war der Jubel bei der Tel-Aviv-Premiere von Quentin Tarantinos Film »Inglourious Basterds« groß: endlich eine künstlerische Fantasie, die Jüdinnen und Juden als machtvoll darstellte. Aber es gab Widerstand und Racheakte auch in der Realität: in den Gettos Osteuropas, bei den jüdischen Partisanengruppen, bei der jüdischen Brigade der britischen Armee. Auch wenn es angesichts des gigantischen Massenmords der Nazis viel mehr hätten sein müssen: Achim Doerfer geht diesen Widerstands- und Rachegeschichten nach, um einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, die den Opferstatus von Jüdinnen und Juden in unser aller Köpfe zementiert, etwas entgegenzusetzen. Zumal das Versagen der deutschen Justiz nach 1945 nicht minder gigantisch war: Akribisch listet Doerfer auf, wie die Täter systematisch geschont wurden, Millionen von Opfern keinerlei Gerechtigkeit zuteilwurde – und damit letztlich auch keine gesellschaftliche Perspektive im Nachkriegsdeutschland, weder in der BRD noch in der DDR. Dass mit der massenhaften Wiedereingliederung der Täter auch die von der Mehrheitsgesellschaft viel beschworene und bejubelte Versöhnung zwischen Deutschen und Juden bis heute ein unwürdiges Gedenktheater blieb, ist die bittere Erkenntnis dieses brillanten, wütenden und nachdenklich stimmenden Buches.
"Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein": Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie außer Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang - bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte. In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Der Völkerbund und die US-Regierung bemühten sich erfolglos, die Flüchtlingspolitik zu koordinieren: Auf der Konferenz im französischen Évian berieten im Juli 1938 Staaten und Hilfsorganisationen über die Aufnahme von Flüchtlingen - ohne Ergebnis. Die Nazis höhnten, niemand wolle die Juden haben. Weil Flüchtlingen eine reguläre Einreise verwehrt blieb, bestiegen sie seeuntüchtige Boote, bezahlten Fluchthelfer und gingen illegale Wege, um sich in Sicherheit zu bringen. Susanne Heims konzises und anschauliches Buch ist ein großer Wurf: Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.
Was können wir tun – achshav? Jetzt? Ovid Preis 2025 Reiner-Kunze-Preis 2025 Der 7. Oktober 2023 – ein Schreckenstag, dessen Ausmaß noch immer nicht abzusehen ist. Marko Martin beschreibt, was im Jahr danach geschah. Auf der einen Seite die sich polarisierende Öffentlichkeit, die Relativerungen und Rechtfertigungen. Auf der anderen die Jüdinnen und Juden in Deutschland und Israel, in deren täglichen Leben nichts ist wie zuvor. Die furchtbaren Bilder, der Verlust von Freunden und Verwandten, die Angst auf der Straße hier in Deutschland, und immer wieder Frage: Was können wir tun – achshav? Jetzt? Ein Buch der Zwischenräume und Zwischentöne, das dem Hass die Geschichten der einzelnen Menschen entgegensetzt. Ein Plädoyer für Tikkun Olam , die Reparatur der Welt. Das Jahr nach dem 7. Oktober führt in viele Abgründe. Jüdinnen und Juden machen wieder die Ur-Erfahrung der Schutzlosigkeit, besonders nach den Bildern jubelnder Islamisten in deutschen Großstädten. In Israel hat der Massenmord der Hamas tiefe Wunden gerissen, Kindergärten, Bibliotheken, Kibuzzim – plötzlich Schauplätze des Terrors. Das entsetzliche Schicksal der Geiseln. Dazu der Gaza-Krieg und eine Regierung, gegen die Hunderttausende Israelis protestieren. Und immer diese Frage: Wie miteinander weiterleben? Die eine Lösung gibt es nicht, aber doch viele Möglichkeiten erster Hilfe, Gründe für Zusammenhalt. Marko Martin hat sie gesucht und gesammelt und auf bewegende Weise zusammengeführt. »Marko Martin ist ein wahrer Humanist.« Anne Applebaum »Marko Martins Tel Aviv-Szenen erinnern an die Geschichten Bruce Chatwins.« Ha'aretz
GRIN Stalins Verständnis des Sozialismus - ein Missverständnis? A1017224165
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Russland, Länder der ehemal. Sowjetunion, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut), Veranstaltung: Theorie und Praxis des "Postsozialismus"- China nach dem Machtwechsel 2002, Sprache: Deutsch, Abstract: Stalin steht heute für Diktatur, Massenmorde und unglaubliche Grausamkeit. Scheinbar stützte er sich auf die Theorien von Marx, Engels und Lenin und suchte sein Verhalten und seine Maßnahmen mit angeblich sozialistischen Begründungen zu legitimieren. Doch kann man tatsächlich sagen, dass Stalin den Sozialismus in der Art und Weise versuchte umzusetzen, wie Marx, Engels und weitere es im Sinn hatten? Oder kann man vielmehr von einer "ganz speziellen" Sichtweise Stalins ausgehen, der die sozialistische Theorie als Deckmantel für sein Agieren missbrauchte; ist sein Verständnis des Sozialismus also eher ein Missverständnis? In der folgenden Arbeit möchte ich an einigen Merkmalen der stalinschen Herrschaft versuchen, mögliche Differenzen seiner Herrschaft zur sozialistischen Theorie aufzeigen. Aus Gründen der Stärke des Umfangs der Arbeit ist es dabei notwendig, verschiedene Aspekte, wie die Vorgeschichte, also die Herrschaft Lenins, weitestgehend auszuklammern, auch wenn natürlich das Phänomen Stalin nicht aus dem Nichts entstanden ist. Um Differenzen seines Denkens und Handelns zu den Vorstellungen Marx und Engels und auch Lenins bezüglich dem Weg zum Sozialismus aufzuzeigen, erscheint es mir notwendig, zunächst kurz auf diese einzugehen.
Epubli Der 1. Weltkrieg an der Heimatfront,Revolution und Hyperinflation A1039021823
Der Autor Wilhelm Seiffhart, Jahrgang 1867, beschreibt die Zeit des ersten Weltkrieges an der Heimatfront, in der man mit den verstörenden Berichten vom Massenmord im Grabenkampf an der Westfront fertig werden musste, mit seinen brutalen Nahkämpfen und und den ständigen flächendeckenden Kanonenbombardements und Giftgasangriffen sowie den ins Reich zurückflutenden an Körper und Geist verstümmelten Kriegsinvaliden. Er beschreibt wie in Deutschland bitterste Hungersnot herrscht. Es mangelte an allem, insbesondere auch an Kohle. Das führte zu den berüchtigten kalten Steckrübenwintern. Der Autor dokumentiert wie die Leiden der Bevölkerung in den Hungerjahren, in denen es nicht einmal im Sommer Früchte gab und nur ein völlig unzureichendes Maß an Grundnahrungsmitteln, die Menschen erschöpften, zu einer tiefen Verbitterung und schließlich zur Kriegsmüdigkeit führten. Er beschreibt dann das Kriegsende und die anschließende Revolution, die das Kaiserreich hinwegfegte und zur Gründung der Republik führte. Er geht auch auf die dann erzielten sozialen Errungenschaften ein, die Schaffung des Wahlrechtes für Frauen, die von den neuen Gewerkschaften durchgesetzten achtstündigen Arbeitstag und einen sechstägigen bezahlten Urlaubsanspruch. Er macht sehr deutlich, dass auch die Nachkriegsjahre noch große Hunger- und Notjahre waren und es kaum Kohle zum Kochen und Heizen gab. Es kam zu Plünderungen von Geschäften, Unruhen und Generalstreiks in Deutschland und er erlebt, wie über seine Heimatstadt Stettin der Belagerungszustand verhängt wurde. Währen der ganzen Jahre beobachtet Seiffhart sehr genau, wie die Preise immer mehr steigen. So beschreibt er sehr genau die galoppierende Inflation bis hin zur Hyperinflation als ein Handwerksgeselle einen Milliardenschein als Wochenlohn erhielt.
Epubli Ballermänner, Besserwisser & Bevormunder und Andere Kuttenträger
DIE „RECHTFERTIGUNG DES BEHÖRDENPRINZIPS“ DER TÄTERPRIVILEGIERUNG UND OPFERDISKRIMINIERUNG PFLEGT DEN „VERWEIS AUF EINEN ‚RECHTSWEG‘“ UND DAMIT „NOCH ‚NICHT AUSGESCHÖPFTE MÖGLICHKEITEN‘ DES ‚RECHTSSCHUTZES‘“ UND DAMIT ZUGLEICH EINEN BANALEN ZYNISMUS „HOHEITLICHER“ VOLKSVERTRETER DESSEN TRIVIALNATUR NICHT DER SÜFFISANZ ENTBEHRT, SICH IM KOLLEKTIV DES GREMIUMS UND DER INSTANZEN DER SUBALTERNITÄT ZU „LEGITIMIEREN“ BZW. ZU „LEGALISIEREN“; DIE GEWOHNHEITSRECHTLICHE REDUKTION DES RECHTSSTAATSPRINZIPS ZUR FRAGE UND SACHE DES GEHORSAMSGEBUNDENEN ERMESSENS GEGENERIERTER BALLERMÄNNER, BESSERWISSER UND BEVORMUNDER ZU MISSRATEN. DI€ TRAF€ I T €IN€ G€I T€ KRANKH€IT UND DI€ G€ €TZ€ IHR€ DILL€TANTI CH EINTRÄGLICH€ V€RWI €N CHAFTLICHUNG – ÜBER DIE „‚RECHTFERTIGUNG‘ DES BEHÖRDENPRINZIPS DER TÄTERPRIVILEGIERUNG UND OPFERDISKRIMINIERUNG. : HANNAH ARENDT GELANG DIE UMDEUTUNG DER MYSTISCHEN BESTIALITÄT DES MENSCHENVERBRECHERS UND DES MENSCHENVERBRECHENS EINES JAHRHUNDERTS IN DIE BANALE ALLTAGSTRIVIALITÄT KALTER VERWALTUNGSAKTEURE UND VERWALTUNGSAKTE/ ZWISCHEN FRÜHSTÜCK UND FEIERABEND. ADOLF EICHMANN PERSONIFIZIERTE DIE ENTSPRECHENDE „RECHTSPERSÖNLICHKEIT“ DIESER „BETREUUNG“. ÜBERSPITZT UND ZUGLEICH SALOPP FORMULIERT, HÄTTEN BEAMTE MENSCHENVERBRECHEN ZU BEGEHEN, EINES AMTSDELIKTES FÜR SCHULDIG BEFUNDEN ZU SEIN, OBGLEICH DIESE BEZEICHNUNGEN EINANDER EBENSO SYNONYM SIND WIE DER DRITTE IM BUNDE, NAMENTLICH MASSNAHME ODER BEAMTENBELEIDIGUNG. GERADE DAS HISTORISCHE DEUTSCHE DELIKT DES MENSCHENVERBRECHENS, MILLIONENFACHEN MASSENMORDES KONNTE NUR IN KOMPLEX DIVERSIFIZIERTEN, KLEINSTTEILIG AUTOMATISIERTEN UND BÜROKRATISIERTEN VERWALTUNGSAKTEN VOM KOLLEKTIVEN UNMENSCHEN IN DER UNSICHTBARKEIT MIT GEWINN REALISIERT WURDEN: ALLE (HEBEL) TATEN ES > NIEMAND (HAFTUNG) WUSSTE ES.
Ingram Publishers Surviving Our Catastrophes, Fachbücher von Robert Jay Lifton K5 054039410
Vom Gewinner des National Book Award, eine kraftvolle und zeitgemässe Reflexion darüber, wie wir historische Beispiele von "Überlebenskraft" nutzen können, um das Aufruhr und den Tod, die durch die COVID-19-Pandemie verursacht wurden, zu verstehen und gemeinsam zu heilen. In dieser bewegenden und letztlich hoffnungsvollen Meditation über die psychologischen Nachwirkungen von Katastrophen ruft der preisgekrönte Psychiater Robert Jay Lifton sein Lebenswerk hervor, um uns zu zeigen, wie wir mit den bleibenden Auswirkungen und dem Erbe der COVID-19-Pandemie umgehen können. Das Ergebnis ist eine nachdenkliche Untersuchung des Lebens angesichts von COVID-19 von einem der profundesten Denker unserer Zeit. Als die Menschen in Hiroshima den unsagbaren Schrecken des Atombombenangriffs erlebten, reagierten sie, indem sie eine aktivistische "Friedensstadt" schufen. Überlebende der nationalsozialistischen Konzentrationslager führten den Kampf gegen jede Art von Massenmord an und verwandelten ihre Erfahrungen in Kunst und Literatur, die die Widerstandskraft des menschlichen Geistes demonstrierten. Indem er auf die bemerkenswert lebensbejahenden Reaktionen von Überlebenden solcher Gräueltaten zurückgreift, zeigt Lifton den Lesern, wie wir weitermachen und bedeutungsvolle Leben führen können, selbst angesichts des Tragischen und Absurden. "Surviving Our Catastrophes" bietet überzeugende Beispiele für "Überlebenskraft" und macht deutlich, dass wir nicht vorankommen werden, indem wir das wahre Ausmass der Zerstörung durch die Pandemie leugnen. Stattdessen müssen wir uns ernsthaft mit den Auswirkungen von COVID-19 auf uns selbst und die Gesellschaft auseinandersetzen und individuelle sowie kollektive Formen der Erneuerung finden.
BoD – Books on Demand Meine West End Story (Band II) A1047986930
Bleibt der Westen so erhalten, wie wir ihn kannten? Sind seine Werte in großer Gefahr in diesen Jahren? In Band II seiner zweibändigen West End Story geht der Hamburger Schriftsteller Rafael Robert Pilsczek der wohl wichtigsten Frage dieser Epoche nach, ob das Leben im Westen in derartige Schwingungen gerät, dass er bald Geschichte sein könnte. Während er in Band I unter dem begleitenden Titel "Ich fliege niemals wieder nach New York" eine große Reportage über New York, das neue Berlin und das alte Bonn als Sinnbild für den Westen veröffentlicht hat, versammelt Band II unter dem begleitenden Titel "Herr Biberstein und andere journalistische Arbeiten" den alten Westen, wie wir ihn kannten: in einer breiten Textsammlung der Arbeiten des Reporters Rafael Robert Pilsczek, die von 1987 bis 2001 in fast allen renommierten Medien veröffentlicht worden sind. Die Reportagen handeln von Junkies aus Moers ebenso wie von Massenmördern, die sich Christen nannten, und dem Leben von Pop-Stars, die immer schon wussten, dass sie berühmt werden. Die Artikel erzählen stets von der großen Freiheit, kritischer Reporter im alten, guten Westen gewesen zu sein. So ist das Kunststück in den zwei Bänden der West End Story vollendet, sowohl in die Geschichte des alten Westens zu schauen, als auch in seine Gegenwart zu blicken, in der sich auf dramatische Weise entscheidet, was Aufklärung und Demokratie in einer offenen Gesellschaft heute und in naher Zukunft noch bedeuten.
Zu Klampen Verlag In steter Freundschaft A1000447171
Das 20. Jahrhundert ließ bürgerliches Leben in Weltkriegen, Inflation, Revolution und industriellem Massenmord versinken. Die Stetigkeit der bürgerlichen 'Normalität', an der sich die Individuen bis dahin ausrichten konnten, wurde zerstört. Wo die äußere Kontinuität des Bürgerlichen vergangen ist, kann Stetigkeit nur noch von den Individuen gestiftet werden. 'In steter Freundschaft', der Briefwechsel zwischen Leo Löwenthal und Siegfried Kracauer, ist ein Dokument des Aufbegehrens gegen den Verlust der Kontinuität. Er zeigt, wie zwei der bedeutendsten kritischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts angesichts der Katastrophen ihre Freundschaft im Gleichklang mit ihren geistigen Positionen entwickeln und bewahren konnten. Der hier erstmals publizierte Briefwechsel, der etwa 180 Briefe umfaßt, beginnt im Jahre 1922 und endet erst mit Kracauers Tod im Jahre 1966. Er zeigt nicht nur die Beständigkeit der Freundschaft von Löwenthal und Kracauer, sondern auch, wie kompliziert das Beziehungsgeflecht zwischen Löwenthal, Kracauer, Adorno, Benjamin und Bloch oft war. Löwenthals letzte umfassende Rede, gehalten auf einer Konferenz zu Ehren von Siegfried Kracauer, vervollständigt den Band. 'Die Briefe verhelfen uns zu dem Privileg, Mithörer eines lebhaften und bewegten Gespräches zwischen zwei Menschen zu werden, die einer Lebensform huldigten, deren Abgesang Benjamin bereits vorher in ›Deutsche Menschen‹ beschrieben hatte – etwas voreilig, wie man im Lichte dieser Briefe meinen könnte.' Aus dem Vorwort von Martin Jay
Epubli Der 1. Weltkrieg an der Heimatfront,Revolution und Hyperinflation A1039021823
Der Autor Wilhelm Seiffhart, Jahrgang 1867, beschreibt die Zeit des ersten Weltkrieges an der Heimatfront, in der man mit den verstörenden Berichten vom Massenmord im Grabenkampf an der Westfront fertig werden musste, mit seinen brutalen Nahkämpfen und und den ständigen flächendeckenden Kanonenbombardements und Giftgasangriffen sowie den ins Reich zurückflutenden an Körper und Geist verstümmelten Kriegsinvaliden. Er beschreibt wie in Deutschland bitterste Hungersnot herrscht. Es mangelte an allem, insbesondere auch an Kohle. Das führte zu den berüchtigten kalten Steckrübenwintern. Der Autor dokumentiert wie die Leiden der Bevölkerung in den Hungerjahren, in denen es nicht einmal im Sommer Früchte gab und nur ein völlig unzureichendes Maß an Grundnahrungsmitteln, die Menschen erschöpften, zu einer tiefen Verbitterung und schließlich zur Kriegsmüdigkeit führten. Er beschreibt dann das Kriegsende und die anschließende Revolution, die das Kaiserreich hinwegfegte und zur Gründung der Republik führte. Er geht auch auf die dann erzielten sozialen Errungenschaften ein, die Schaffung des Wahlrechtes für Frauen, die von den neuen Gewerkschaften durchgesetzten achtstündigen Arbeitstag und einen sechstägigen bezahlten Urlaubsanspruch. Er macht sehr deutlich, dass auch die Nachkriegsjahre noch große Hunger- und Notjahre waren und es kaum Kohle zum Kochen und Heizen gab. Es kam zu Plünderungen von Geschäften, Unruhen und Generalstreiks in Deutschland und er erlebt, wie über seine Heimatstadt Stettin der Belagerungszustand verhängt wurde. Währen der ganzen Jahre beobachtet Seiffhart sehr genau, wie die Preise immer mehr steigen. So beschreibt er sehr genau die galoppierende Inflation bis hin zur Hyperinflation als ein Handwerksgeselle einen Milliardenschein als Wochenlohn erhielt.
Pantheon Davon haben wir nichts gewusst! A1000979244
Was wussten die Deutschen über die Ermordung der Juden? Was wussten die Deutschen vom Holocaust? Wie wurde die nationalsozialistische »Judenpolitik« in der Propaganda des Regimes dargestellt? Wie haben die Menschen auf Informationen und Gerüchte über den systematischen Mord an den Juden Europas reagiert? Diese Fragen gehören zu den zentralen, bisher ungelösten Problemen der Holocaust-Forschung. Auf der Grundlage neuer, bisher nicht ausgewerteter Quellen gibt Peter Longerich überzeugende Antworten. Peter Longerich gelingt es, aus der Sicht des Historikers Antworten auf die Frage nach dem Wissen der Deutschen über die »Endlösung« und ihre Einstellung zur Judenverfolgung zu geben. Er hat die antisemitische Propaganda des Regimes analysiert, sich mit alliierten Rundfunkprogrammen und Flugblättern befasst, alle noch vorhandenen geheimen NS-Stimmungsberichte zur »Judenfrage« untersucht und zusätzlich Informationen aus Tagebüchern, Gerichtsakten, Aufzeichnungen ausländischer Besucher und anderen Quellen zusammengetragen. Longerich weist nach, dass die Judenverfolgung im Deutschen Reich nicht nur in aller Öffentlichkeit stattfand, sondern dass das NS-Regime ab Ende 1941 immer wieder gezielte Hinweise auf die »Vernichtung« der Juden gab. Die konkreten Einzelheiten des Massenmordes unterlagen zwar strikter Geheimhaltung, doch diese wurde immer wieder durchbrochen. Durch seine Propagandapolitik versuchte das Regime der Bevölkerung zu signalisieren, dass sie zu Mitwissern und Komplizen eines Verbrechens ungeheuerlichen Ausmaßes geworden und ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb mit der Existenz des Regimes verbunden war. Ein Thema, das nach wie vor die Gemüter erregt und bisher nie schlüssig behandelt wurde.