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Sandstein Zwischen Zunft und Fabrik, Fachbücher
Kurz nach Ende des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) gelang der Wiederaufbau Sachsens zu einem führenden deutschen Wirtschaftsstandort. Dieser als Rétablissement bezeichnete Prozess liess eine vielfältige Wirtschaftslandschaft entstehen. Die mittelalterlichen Handwerkerzünfte erlebten eine Renaissance. Privates Unternehmertum gewann an Bedeutung, internationales Finanzkapital und Know-how flossen in die Wirtschaft im Chemnitzer Raum ein. Dezentralisierte Manufakturen wurden zu wichtigen Meilensteinen auf dem Weg zur Gründung erster Fabriken. Das Stadtbild und die Mentalität der Menschen erfuhren einen tiefen Wandel. Eine Vielzahl von Repräsentations- und Ritualgegenständen verdeutlicht die Dominanz der Zünfte zu dieser Zeit. Sensationelle Maschinen, die noch in den 1770er Jahren in Chemnitz entstanden sind, und Kleider sowie filigrane Druckmodeln zeigen, dass sich die Menschen den Herausforderungen erfolgreich gestellt und die handwerkliche Produktion auf ein neues Niveau gehoben haben.
Sandstein Kultur Freiburg und Kolonialismus A1065704512
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-688_FreiburgKolonialismus" Was hat die beliebte Schwarzwaldmetropole mit dem Kolonialismus zu tun und was haben wir hier im Globalen Norden damit zu tun? Wie wirkte sich der deutsche Kolonialismus auf Gesellschaften aus, die von ihm betroffen waren, und welche Folgen hat er für deren Nachfahren heute? Der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung der Städtischen Museen Freiburg beleuchtet diese und weitere Fragen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus und soll motivieren, sich mit dem Themenfeld kritisch auseinanderzusetzen.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-780_GefangenInBautzen" Vor 120 Jahren nahmen im ostsächsischen Bautzen zwei moderne Gefängnisse ihren Betrieb auf. Bis heute prägen die Haftanstalten Bautzen I und Bautzen II das Bild der Stadt an der Spree als Ort von politischer Inhaftierung und Verfolgung im 20. Jahrhundert. Der Sammelband verbindet aktuelle Einzelstudien zur Geschichte der beiden Gefängnisse mit ausgewählten Aspekten moderner Gedenkstättenarbeit. Die Autorinnen und Autoren nehmen die Häftlingszwangsarbeit in Bautzen während des Nationalsozialismus in den Blick, den personellen Neuanfang nach 1950 sowie die Bedeutung von Häftlingschören im Strafvollzug der frühen DDR. Spione und Verräter im »Stasi-Knast« spielen ebenso eine Rolle wie das interne Strafsystem und die bisher von der Forschung vernachlässigten inhaftierten Frauen. Den Blick in die Gegenwart richten weitere Beiträge zur Entstehung der Gedenkstätte, zur pädagogischen Vermittlungsarbeit und zu den denkmalpflegerischen Herausforderungen am historischen Ort seit 1990.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-764_SchweigendSprechen" Das Silentium gehörte von Beginn an zu den wichtigsten Geboten, die das klösterliche Leben regeln. Um aber auch dort kommunizieren zu können, wo das Schweigegebot absolute Stille verlangt, wurde eine Zeichensprache entwickelt, die seit dem 10. Jahrhundert in vielen Gemeinschaften Anwendung fand. Dabei wurden die Ordensbrüder und -schwestern stets ermahnt, nur solche Botschaften auszutauschen, die für die praktischen sowie spirituellen Abläufe im Kloster unabdingbar waren. Die Zeichensprache ist in sogenannten Signa-Listen festgehalten, eine Art einfacher Wörterbücher mit meist knappen Beschreibungen, wie man einen Gegenstand, eine Person oder ein anderes zu bezeichnendes Wort mittels Zeichen darstellt. Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Zeichensprache bei den Zisterziensern. Die überlieferten zisterziensischen Signa-Listen enthüllen Informationen über das tägliche Leben in den mittelalterlichen Klöstern und spiegeln zugleich die Reformbestrebungen ihrer Zeit wider.
Sandstein Kultur »Eine Frau als Museumsdirektorin« A1072536282
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-824_Stirnemann" »Eine Frau als Museumsdirektorin«, meldete die Zeitschrift »Die Frau« im Mai 1930 den Durchbruch der Kunsthistorikerin Hanna Stirnemann in eine bis dato fest gefügte Männerdomäne. Die vorliegende Biografie stellt erstmals das faszinierende Leben der Hanna Hofmann-Stirnemann (1899–1996) vor, die in Oldenburg erste Berufserfahrungen sammelte, bevor sie 1929 das Heimatmuseum im thüringischen Greiz einrichtete und in Jena zur ersten Museumsdirektorin der Weimarer Republik wurde. Nach dem durch die Nationalsozialisten erzwungenen Rücktritt zog sie sich – gemeinsam mit ihrem Mann, dem Bauhäusler Otto Hofmann – ins Privatleben zurück. Politisch ›unbelastet‹; wurde sie 1945 für kurze Zeit zur Bürgermeisterin von Hainichen, 1946 Direktorin des Schlossmuseums Rudolstadt und Landesmuseumspflegerin von Thüringen, bis sie 1950 vor den Repressionen des DDR-Regimes nach West-Berlin floh, wo sie für den Werkbund tätig war.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-827_ModernTimes" Armut und Reichtum, Kriegstraumata, Revolution und politische Radikalisierung, Demokratie und Frauenwahlrecht, Freiheit und Individualität, Nachtleben, Kabarett und Café: Die 1920er Jahre waren eine Zeit voller Widersprüche und scheinbarer Unvereinbarkeiten. Otto Dix, Conrad Felixmüller, George Grosz oder Elisabeth Voigt spiegeln in ihren Werken das Leben zwischen den Weltkriegen – vor allem mit Blick auf jene Menschen, die gesellschaftlich ganz unten standen. Auch rund 100 Jahre später sind die Themen und Widersprüche von damals noch aktuell. Der Katalog, der zur Ausstellung im Museum für Neue Kunst, Freiburg, erscheint, zeigt erstmals in dieser Breite die Werke vom Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit aus dem Lindenau-Museum Altenburg, ergänzt um Arbeiten aus dem Freiburger Bestand.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-868_HansTicha" Hans Ticha (geb. 1940) zählt zu den prägendsten Künstlern der deutschen Nachkriegsgeschichte. Sein Werk bewegt sich zwischen Pop-Art, Konstruktivismus und grafischer Strenge, kombiniert mit einer unverkennbaren Formsprache. Mit seinen überzeichneten, oft kugelrunden Figuren entwickelte er eine ironische Bildwelt, die sich kritisch mit Gesellschaft, Politik und Ideologien auseinandersetzt. Tichas Werke orientieren sich mitunter an dem Bauhaus-Künstler Oskar Schlemmer, aber auch an Fernand Léger und dem russischen Konstruktivismus. In der DDR wurde Ticha als Künstler mit einer klaren, fast plakativen Bildsprache bekannt. Seine Werke spielen mit den Symbolen des Sozialismus, hinterfragen jedoch unterschwellig dessen Ästhetik und Ideologie. Neben großformatigen Leinwänden und Papierarbeiten sind es vor allem die Illustrationen, die Tichas Werk einem breiten Publikum zugänglich machten. Er gestaltete über 100 Bücher, darunter Werke von Bertolt Brecht, Erich Kästner und Kurt Tucholsky.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-711_JanBuk" »Für mich ist Kunst die innere geistige Auseinandersetzung mit der Realität.« Das gemeinsame Maß der grundlegenden Gesetzmäßigkeiten in der Natur und in der Kunst betrachtete Jan Buck als Ausgangspunkt seiner Malerei. Damit brachte er einen völlig neuen Ansatz in die sorbische bildende Kunst, die sich in einem recht engen, folkloristisch übersteigerten und provinziell begrenzten Radius bewegte. Aus seiner Erfahrung heraus, dass die Gegenwart nicht mit Mitteln der Vergangenheit darzustellen sei, sondern nach neuer, zeitgemäßer Formensprache und intellektueller Auseinandersetzung verlange, plädierte Jan Buck wiederholt für eine geistige Öffnung der sorbischen Kunst, der er mit seinem Werk zum Anschluss an die Moderne verhalf.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-667_LesAmusements" Für Max Slevogt spielten Bühne und Literatur eine bedeutende Rolle. Er malte aufregende Bildnisse und Rollenporträts von Stars seiner Zeit, darunter die Ballerina Anna Pawlowa, die japanische Schauspielerin Sada Yakko und der Sänger Francisco d’Andrade. Er schuf Bühnenbilder zu Gerhart Hauptmann, zu Inszenierungen der Zauberflöte und des Don Giovanni von Mozart; er befasste sich mit Wagners Tannhäuser oder Walküre. Seine herausragenden Illustrationen umfassen die Weltliteratur von Homer über Shakespeare und Goethe bis hin zu Märchen und Wildwest-Geschichten. In Essays und anhand von über 130 Werken widmet sich der Katalog diesem spannenden Themenkomplex im Œuvre des großen deutschen Impressionisten, der mit seinen Bildwelten, changierend zwischen amüsant und diabolisch, auch zu irritieren wusste.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-664_InsLicht" Als sich im 19. Jahrhundert die Fotografie zu einem eigenständigen Medium der Bildreproduktion entwickelte, stieg sie schnell von ihrer ursprünglichen Rolle als »Dienerin der Wissenschaft und Künste« zur eigenständigen Kunstgattung auf. Die »Lichtbildner« der Bergbaufotografie hatten anfangs mit großen technischen und organisatorischen Schwierigkeiten zu kämpfen, was gerade die Kreativität und den Einfallsreichtum förderte. Nach wie vor bestand das Interesse an Bildern von der Arbeit und den »Landschaften« untertage. »Über die vermeintliche Objektivität der Kamera suggerierten« die Fotografen einen ›authentischen Einblick‹ in die unbekannte (Bild-)Welt des Bergbaus«, griffen aber meist gängige Klischees auf, inszenierten ebenfalls stimmungsvolle Szenen« und reproduzierten narrative Imaginationen. Viele der Bilder avancierten so zu eigenständigen Kunstwerken.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-740_CindySherman" Seit knapp 50 Jahren zieht sich das Thema Mode wie ein roter Faden durch das Schaffen der US-amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman – die Ausstellung Cindy Sherman – Anti-Fashion setzt darauf erstmals den Fokus und beleuchtet ihr fotografisches Werk aus einer neuen Perspektive. Dabei wird das Wechselspiel zwischen Mode und Kunst deutlich, denn Sherman nutzt ihre zahlreichen Aufträge von Modezeitschriften sowie ihre enge Zusammenarbeit mit berühmten Designerinnen und Designern als ständige Quelle der Inspiration. Das Thema Mode erweist sich für die Künstlerin als Ausgangspunkt ihrer kritischen Fragen nach Identität, Gender, Stereotypen und dem Umgang mit dem Altern. Shermans große Bandbreite an Charakteren zeigt die Künstlichkeit und Wandelbarkeit von Identität, die mehr denn je wählbar, (selbst-)konstruiert und fließend erscheint. For almost 50 years, the theme of fashion has been a constant in the work of US artist Cindy Sherman. The exhibition Cindy Sherman – Anti-Fashion is the first to focus on this close engagement with fashion and approaches her photographic oeuvre from a new perspective. In so doing, it sheds light on the interplay between art and fashion. For Sherman uses her numerous commissions from magazines and her collaborations with renowned designers as a constant source of artistic inspiration. The exhibition reveals the subject of fashion as the starting point for the artist’s critical investigation of gender, stereotypes, and our attitude to aging. The wide range of Sherman’s assumed characters highlights the artificiality and changeability of identity, which – now more than ever – is shown to be selectable, (self-)constructed, and fluid.
With effortless provocation, Duchamp created works beyond the known genres. Art, to his mind, was to transcend the superficially visible. Duchamp turned everyday objects into art; playing chess became a form of mental drawing, and with Rose Sélavy he created his female alter ego. The volume shows works from the Duchamp collection at Schwerin: caricatures that are groundbreaking for his handling of image and language; the cosmos of the "Big Glass", in which he constructed the view of an actually invisible, multi-dimensional world; graphics, objects and the notes related to the "Green Box", which give insight into the complexity of his intellectual world; readymades, whose bewildering titles inspire the viewer's imagination to see the impossible. Selected works enter into a dialog with works by John Cage, Marcel Broothaers, Nam June Paik, Ben Vautier, AK Dolven, and Werner Reiterer, and make visible Duchamp's power, which continues to be inspiring to this day.
Sandstein Kultur Denkmalpflege in Sachsen A1069682665
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-753_LfD-Jahrbuch2021" Neueste Entdeckungen, Forschungs- und Arbeitsergebnisse zu sächsischen Kulturdenkmälern werden in verschiedenen Beiträgen aus der Kunstgeschichte, Architektur, Landschaftsarchitektur, Bauforschung und Restauration im vorliegenden Jahrbuch zusammengetragen. Wertvolle Erkenntnisse liefern beispielsweise spätgotische Bildwerke aus dem UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí aus tschechischer und deutscher Perspektive, mittelalterliche Wandmalereien in den Kirchen der Oberlausitz, der neu entdeckte Brief des Nischwitzer Parkgärtners aus dem 18. Jahrhundert sowie die Sanierung des Dresdner Waldschlösschens. Die Arbeit an Kulturdenkmälern mit allen Schwierigkeiten und Erfolgen zeigen zudem Beiträge zur Forschungsgruppe Kursächsische Postmeilensäulen e.V. anlässlich des 300. Jubiläums dieser Verkehrsdenkmäler, zur Raumfassung der Stadtkirche in Werdau, dem Hermann-Seidel-Park in Dresden sowie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Kulturgut in Deutschland.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-889_Heckel-Postkarten" Wie kein anderes Medium vermochte die Postkarte, mit ihren knappen bildlichen Darstellungen und kurzen schriftlichen Mitteilungen unmittelbare Äußerungen zu transportieren – spontan und persönlich, stets mit besonderer Frische und Direktheit. Erstmalig präsentiert das Buch einen Überblick über die gestalteten Postkarten Erich Heckels. Die gezeichneten, aquarellierten und bedruckten Karten bilden ein wichtiges Kapitel im Leben und Werk, das motivisch und stilistisch die Bandbreite seines Schaffens reflektiert. Für die kunsthistorische Forschung sind Künstlerpostkarten und Briefe wertvolle Quellen, denn Poststempel und Textinhalte geben Auskunft über Aufenthaltsorte, Kontakte und Begegnungen, ermöglichen präzise Datierungen von Motiven und helfen bei deren biografischer Einordnung. Zudem können die Bildseiten Aufschluss über etwaige Vorstudien zu Malerei oder Druckgrafik liefern und im Fall konkreter Bildskizzen Hinweise zu unbekannten, zerstörten oder verschollenen Arbeiten geben – so auch bei Erich Heckel. Die Publikation vereint 217 Postkarten sowie 17 illustrierte Briefe, Brieffragmente und Briefbeilagen von 1907 bis 1975, ergänzt durch detaillierte, weiterführende Bemerkungen, und erhält dadurch den Charakter eines Werkverzeichnisses.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-568_NebelmeerNeidhardt" Das Leben des 1925 in Leipzig geborenen Kunsthistorikers Hans Joachim Neidhardt umspannt inzwischen nahezu ein Jahrhundert. Aufgewachsen in den Jahren der Weimarer Republik, erlitt er als blutjunger Wehrmachtssoldat eine schwere Verletzung, die ihn wehruntauglich machte und ihm letztlich das Leben rettete. Eine Tuberkuloseerkrankung verlangte ihm weitere zehn Jahre ab, bevor er das Studium der Kunstgeschichte abschließen konnte. Seit 1959 Kustos der Dresdener Gemäldegalerie Neue Meister, gelang es ihm trotz politischer Schwierigkeiten, Grundlagenforschung und wegweisende Ausstellungen zur Deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts im In- und Ausland zu realisieren. Der DDR gegenüber kritisch eingestellt, war er nach der deutschen Wiedervereinigung eine maßgebliche Persönlichkeit mehrerer die Stadt prägender Dresdner Bürgerinitiativen.
Mario Schifano (1934–1998) war ein Künstler, der den damaligen Anti-Helden verkörperte: mondän, exzessiv, unkonventionell, widersprüchlich – und gerade deshalb faszinierend. Er gilt als »Rockstar der Kunstwelt« und als Ikone der italienischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das SCHAUWERK Sindelfingen widmet dem Pop-Art-Künstler diesen Katalog anlässlich der ersten Museumsausstellung in Deutschland sowie der ersten europäischen Retrospektive nach über 30 Jahren außerhalb Italiens. Es wird die Gesamtheit seines künstlerischen Universums von den Anfängen in den frühen 1960er-Jahren bis zur letzten Schaffensphase in den 1990er-Jahren nachgezeichnet, wobei die Vielfalt und Komplexität seines Œuvres – darunter Malerei, Collage, Zeichnung, Film und Fotografie – deutlich werden. Seine Werke erzählen von Erlebnissen und Erinnerungen, Erfolg und Scheitern, Leidenschaften und innerer Zerrissenheit.
Heute gilt der Künstler Max Liebermann (1847–1935) als einer der bedeutendsten Vertreter des »Deutschen Impressionismus.« Diese Publikation widmet sich einer weniger bekannten Seite seines Wirkens und rückt ihn als bedeutenden Protagonisten der Kulturpolitik in den Fokus. Wie konnte er sich vom Wegbereiter der Moderne zu einem der einflussreichsten Kulturpolitiker seiner Zeit entwickeln? International vernetzt und im intensiven Austausch mit Künstler:innen im In- und Ausland, setzte er sich unermüdlich dafür ein, neue Ausstellungsmöglichkeiten für moderne Kunstströmungen im Berlin der Kaiserzeit zu eröffnen. Vielseitige Beiträge schildern anschaulich, wie Max Liebermann die Strukturen des Kulturbetriebs strategisch zu nutzen wusste, um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen: die Anerkennung der modernen Malerei und die Freiheit der Kunst.
Sandstein Kultur Über das Sichtbare hinaus A1074467577
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-859_Sichtbares" Der Hamburger Maler Jochen Hein und der argentinische, in Berlin tätige Fotograf und Installationskünstler Miguel Rothschild, die im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms des Museums Kunst der Westküste zu Gast auf Föhr waren, verhandeln in ihren eindrucksvollen Werken die großen kollektiven Urbilder: Meer, Wald, Himmel und Wolken. Sowohl in kleinen als auch in monumentalen Bildformaten werden Illusionen hoher Wirklichkeitsnähe erschaffen und zugleich durch Abstraktion oder Aufbrechen von Oberflächen entzaubert. Nichts Geringeres als die Erhabenheit der Natur, die ohne den Menschen auskommt, steht im Zentrum.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-741_MenschenAnschauen" Menschenschauen haben eine lange Geschichte, die bis heute nachwirkt. Wie in anderen europäischen Städten wurden in Dresden bereits im 18. Jahrhundert Menschen öffentlich zur Schau gestellt. Als Angehörige »fremder Völker« oder mit bestimmten körperlichen Merkmalen sollten sie die Sensationslust des Publikums bedienen. Der fürstliche Hof war ebenso Ort solcher Schauen wie später Jahrmärkte und Zirkusse. Ab den 1870er Jahren fanden »Völkerschauen« im Dresdner Zoo statt – inszenierte Shows, die als »authentisch« beworben wurden. Solche Menschenschauen transportierten und erzeugten während des Kolonialismus Klischeebilder, die bis heute in rassistischen Stereotypen fortleben. Dieser Sammelband gibt erstmals für Dresden einen Überblick über die Praxis dieser Schaustellungen und bringt regionale und überregionale Forschungen, unterschiedliche Perspektiven und aktuelle Diskurse zusammen.
Sandstein Kultur Von Dürer bis Kandinsky A1067004181
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-713_DuererKandinsky" Mit gut 8000 Werken vom Mittelalter bis zur Gegenwart besitzt der Zeichnungsbestand innerhalb der Sammlungen der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau ein großes Gewicht. Dennoch ist er bisher nur ausschnittweise publiziert. Die Auswahl von 100 Meisterzeichnungen soll nun erstmals die Gelegenheit geben, diesen Bestand in seiner künstlerischen und thematischen Breite kennenzulernen. Neben bekannten Namen wurden bewusst auch weniger vertraute Künstlerinnen und Künstler mit qualitätvollen Blättern in die Auswahl aufgenommen und ebenso Werkgruppen wie Architekturzeichnungen, Gartenpläne und kunstgewerbliche Entwürfe einbezogen, um die Vielfalt der Sammlung zu vermitteln. Die künstlerische Entdeckungsreise vom 14. Jahrhundert bis in die Zeit der Klassischen Moderne bietet immer wieder Werke – auch von prominenter Hand –; die bisher nie publiziert wurden.