Wer zu viel dummes Zeug quatscht, bekommt von seinen Mitmenschen schon mal den Rat erteilt, er oder sie solle das doch bitte seinem/ihrem Friseur erzählen. Erstaunlich viele Leute scheinen das wirklich zu tun, was zur Folge hat, dass viele Friseure wandelnde Anekdotenbände sind, die wirklich die unglaublichsten Geschichten zum Besten geben können. Um die geht es in diesem Buch. Friseurinnen und Coiffeure berichten von haarsträubenden Geschichten, die ihnen von Vorfahren zugeflüstert, beim Schneiden erzählt wurden oder die sie am eigenen Leibe miterleben mussten. Tönungen, die sich von Blond in Knallgrün verwandeln, sind dabei noch das alltäglichste Problem, sexuelle Avancen unter dem blickdichten Kittel kommen ebenfalls regelmäßig vor. Und wenn kleine Kinder erst mal richtig loslegen, bleibt eh kein Lockenwickler an seinem Platz. Begeben Sie sich auf eine Reise voll unerwarteter Wirbel, haltloser Pferdeschwänze und verrutschter Fönwellen, an deren Ende Sie alles über Haare, Frisuren und die damit verbundenen Katastrophen wissen.
Rund 2,5 Millionen Borderliner gibt es allein in Deutschland. Die Persönlichkeitsstörung wirkt sich stark auf Familie und Freunde aus. Borderline-Kranke sind sprunghaft, impulsiv und werfen oft innerhalb von Sekundenbruchteilen alles über den Haufen: Kompromisslos beenden sie Beziehungen oder brechen Ausbildungen ab. Andererseits faszinieren sie durch besonderen Charme und außergewöhnliches Einfühlungsvermögen. Das macht es den Angehörigen schwer, die notwendigen Grenzen zu setzen. Sie lassen sich manipulieren und unter Druck setzen, helfen dem Erkrankten immer wieder aus selbst herbeigeführten Krisen heraus und fühlen sich verantwortlich. Denn Borderliner sind radikal – auch wenn es darum geht, anderen oder sich selbst Schaden zuzufügen. Cosmo ist Borderliner. Er experimentiert mit Drogen, verweigert die Nahrungsaufnahme, verletzt sich und andere mit Rasierklingen und brennenden Zigaretten, droht mit Selbstmord, quartiert eine minderjährige Ausreißerin in die Wohnung ein, befördert sich mit einer Überdosis Valium ins Koma und reist, einem Impuls folgend, mit einer Rockband nach London. Gleichzeitig beweist er seinem Mitbewohner Johannes seine tiefe Zuneigung und versteht ihn besser als jeder andere. Die Freundschaft der beiden pendelt zwischen emotionalen Grenzüberschreitungen und Momenten wortloser Harmonie; keiner kann auf den anderen verzichten. Als Johannes sich in eine Kommilitonin verliebt und Cosmo bei seiner ersten Vernissage als neuer Shootingstar der Kunstszene gefeiert wird, gerät nicht nur das zerbrechliche Gleichgewicht ihrer Freundschaft in größte Gefahr, sondern auch Johannes’ Leben.
Als sie fünf ist, wird Mona zum ersten Mal von ihrem Stiefvater missbraucht. Jahrelang fügt sie sich seinen Drohungen und erduldet ihr Martyrium in dem Glauben, dass ihr niemand helfen kann. Als sie es nicht mehr aushält, erzählt sie ihrer Mutter von den Dingen, die niemand wissen darf. Die jedoch schenkt ihr kein Gehör und verurteilt sie damit zu einem unentrinnbaren Kreislauf aus Leiden, Angst und Scham. Hilflos muss Mona mitanschauen, wie sich der brutale Stiefvater auch noch an ihrer kleinen Schwester vergeht. Erst dreißig Jahre später schreibt Mona einen Brief an ihre Mutter. Die wegschaute, die nichts wissen wollte, die den Missbrauch duldete. Endlich erzählt Mona ihr all das, was sie damals nicht sagen durfte. Mit beklemmender Eindringlichkeit konfrontiert sie ihre Mutter mit der schrecklichen Wahrheit. Doch mehr als um die Mutter geht es um Mona selbst: Wort für Wort befreit sie sich von ihrer Vergangenheit. Flüsterkind ist der ehrliche, schonungslose Bericht einer Betroffenen, der zeigt, dass es mehr als einen Schuldigen gibt, wenn es um Kindesmissbrauch geht: den Täter und diejenigen, die wegschauen und ihn gewähren lassen. Eine Tochter klagt ihre Mutter an: ein erschütterndes und mutiges Buch!
Schwarzkopf & Schwarzkopf Ein bisschen härter ist viel besser
Sadomasochismus hat sich längst vom Schmuddelimage befreit und ist salonfähig geworden. Besonders unter Paaren, die ihr Sexleben aufregender gestalten wollen, erfreut sich diese erotische Spielart zunehmender Beliebtheit. Wenn man die Klischees hinter sich lässt – brüllende Domina, billiger Lederfummel, Lackstiefel mit Endlosabsätzen – und sich traut, genauer hinzuschauen, gibt es einiges zu entdecken. BDSM – kurz SM – steht für Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism und fasst erotische Vorlieben zusammen, die sich um Machtspiele, Dominanz und Unterwerfung, Lustschmerz und Fesselspiele drehen. Mit einem Partner, dem man – notfalls wörtlich – blind vertrauen kann, dem man sich hingeben kann, der auch zu Ausgefallenem nicht Nein sagt, dem man seine Fantasien erzählen kann, lässt sich das am besten ausleben. Wird SM nämlich so praktiziert, wie er sein soll, mit Hingabe und Vertrauen, mit Sinnlichkeit und Lust, eröffnet er in der Partnerschaft ganz neue Welten. Dieses Buch ist eine Einführung in die SM-Kultur. Es vermittelt Wissen und hilft Berührungsängste abzubauen. Es handelt von dem Spiel mit Rollen, von Erotik, von Hingabe und Vertrauen, von sinnlichen Zwängen und liebevoller Machtausübung. Dabei geht es um die Lust, Konventionen abzulegen, um den Spaß, fremde Bereiche der eigenen Sexualität zu erkunden und Vorlieben beim Partner zu entdecken – auch wenn sie ihm vielleicht selbst noch nicht bewusst sind. Die Autoren Sabine und Wolf Deunan erklären die Philosophie sowie die grundsätzlichen Spielarten und Praktiken von SM: Fesselungstechniken und Materialkunde des Bondage, Rollenspiele und ihre Szenerien, die Kunst des Dirty Talk, den Reiz der Öffentlichkeit und Keuschheitsspiele. Weitere Themenbereiche sind die unterschiedlichen Varianten des Fetisch und die Lust am Schmerz (zum Beispiel bei Schlagspielen). Das Buch ist aber nicht trockene Theorie, sondern vor allem anregende Lektüre und eine Einladung zum Entwickeln und Verwirklichen eigener Fantasien.
Schwarzkopf & Schwarzkopf 111 Gründe, Unioner zu sein
Gerätst du an diesen Club, gehst du bald nicht mehr einfach nur zum Fußball, sondern zu Union. Einst bluteten Unioner für das Überleben ihres Vereins. Heute malen sie Bilder gegen eine seltene Augenkrankheit, spenden Spucke gegen Blutkrebs, trinken, rocken & lesen für den Traum eines erkrankten Familienmitglieds, ermöglichen in Not geratenen Fans den Stadionbesuch, bauen in Südafrika eine Alte Försterei für Kinder, feiern Eiserne Plattenpremieren – und verwandeln bei den Spielen ihrer Fußballgötter jedes Stadion zum Auftrittsort des steilsten gemischten Chors dieser Welt. Wann immer die Union-Familie irgendeinen Grund findet, kommt sie zusammen. Auch und gerade in Zeiten des Umbruchs, also der Saison 2014/15, die sich als roter Faden durchs Buch zieht: ein Krimi aus Abstiegskampf, Schicksalsschlägen und neuen Siegen in scheinbar aussichtslosen Kämpfen, längst nicht nur auf dem Rasen. Doch die Unioner wissen: Wir werden ewig leben!
Schwarzkopf & Schwarzkopf Ich kam, sah und reanimierte
Nach dem großen Erfolg von »Ich kam, sah und intubierte« das neue Werk des Notfallmediziners Falk Stirkat Zum zweiten Mal gewährt Falk Stirkat Einblicke in den Alltag deutscher Notfallmediziner: Nach dem Erfolg von ICH KAM, SAH UND INTUBIERTE schildert er in diesem Buch weitere spannende, rasante und spektakuläre Einsätze als Notarzt. Dabei klammert er diesmal auch die kritischen Themen unserer Zeit und ihren Einfluss auf den Alltag nicht aus. So berichtet er von seiner Arbeit in einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge sowie an sozialen Brennpunkten, wo andere lieber wegsehen. Trotzdem bleibt der Autor seinem humorvollen und immer respektvollen Schreibstil treu und versucht, dem Leser ganz nebenbei noch ein paar hilfreiche Tipps für kritische Situationen, wie beispielsweise die erste Hilfe bei einer Reanimation, zu übermitteln. Menschenrettung ist spannend – der Alltag von Notärzten umso mehr. Während manche den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen oder anderen mehr oder weniger aufregenden Tätigkeiten nachgehen, kümmern sich die Mitarbeiter des Rettungsdienstes um Menschen, die sich auf der Schwelle zwischen Leben und Tod befinden. Laien bleibt der Einblick in dieses faszinierende Arbeitsumfeld meist verschlossen. Dabei müsste man gerade Fachfremden erklären, was passiert, wenn wieder einmal ein Rettungswagen die Straße versperrt oder der Stau auf der Autobahn ein Vorankommen unmöglich macht, um diesen Einschränkungen mit einer gewissen Gelassenheit begegnen zu können. Auch sozialen Herausforderungen wie dem Umgang mit Alten, Pflegebedürftigen und Flüchtlingen müssen sich die Retter Tag für Tag stellen. Dabei sind Stressresistenz, medizinische, aber auch soziale Kompetenzen nur einige der vielen Voraussetzungen, die dieser anspruchsvolle Beruf an die stellt, die ihn täglich mit großer Hingabe ausüben. Nach dem großen Erfolg seines Buches ICH KAM, SAH UND INTUBIERTE ist das neue Werk des bekannten Notfallmediziners Falk Stirkat weniger Fortsetzung als Ergänzung. Neben kuriosen und lustigen Geschichten aus dem Alltag eines Notarztes werden auch sehr ernste und nachdenkliche Aspekte des Berufs angesprochen. So erzählt der Autor von seiner Zeit als Arzt in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, berichtet von sozialen Brennpunkten, bei denen andere lieber wegsehen, und setzt sich mit dem Missbrauch des Rettungsdienstes durch Patienten auseinander, die keine sind. Auch strukturelle und gesundheitspolitische Themen werden kritisch angesprochen. Dabei verzichtet Stirkat trotzdem nicht auf die für ihn typische Prise Humor. Anhand von zahllosen Geschichten aus seinem eigenen Leben gelingt es ihm auch in ICH KAM, SAH UND REANIMIERTE wieder zu unterhalten und gleichzeitig wichtige Informationen über lebensrettende Maßnahmen und Ersthilfe zu übermitteln.
Schwarzkopf & Schwarzkopf Ich bin aber auch ein Notfall!
Krankenpfleger in der Notaufnahme – nur wenige Menschen erleben tagtäglich ähnlich Spannendes und auch Kurioses. Und »Notaufnahme« ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn aufgenommen wird jeder, der akut in Not ist – oder zumindest glaubt, es zu sein: Die Symptome reichen von Muskelkater und Vollrausch über Knochenbrüche und Darmverschluss bis hin zu schweren Verletzungen, etwa bei Unfallopfern. Und manchmal zählt jede Sekunde, um ein Menschenleben zu retten. Doch die Notaufnahme ist nicht nur ein Ort der medizinischen Hilfestellung. Sie ist zugleich ein kurzzeitiges Auffangbecken für sozial gestrandete Menschen, wo es gilt, die Grundbedürfnisse zu decken, um ein Leben ein kleines Stückchen lebenswerter zu machen. In dramatischen und manchmal auch skurrilen Situationen müssen die routinierten Pflegekräfte robust und souverän ihren Mann, respektive ihre Frau stehen und dabei immer das Wohl des Patienten im Auge behalten.
Schwarzkopf & Schwarzkopf Der Tod ist ein nicht zu unterschätzender Gegner
Ein ehemaliger Feuerwehrmann berichtet offen und ehrlich über extreme Einsätze, traumatische Erlebnisse und menschliche Abgründe. Für viele Menschen ist ein Feuerwehrmann ein wahrer Held, der sich immer wieder furchtlos durch jedes Feuer kämpft, um Menschen aus den Flammen zu retten. Das wahre Leben eines solchen Retters sieht aber oftmals ganz anders aus. Autor Martin Meyer-Pyritz, der selbst 35 Jahre bei der Düsseldorfer Feuerwehr tätig war, hat in seinem Berufsleben viele Dinge erlebt, die er bis heute nicht vergessen kann. Hoch belastende Einsätze, die ihn an seine Grenzen haben gehen lassen – manchmal sogar darüber hinaus. In 33 Geschichten liefert er die ungeschminkte Wahrheit über die knochenharte, gefährliche und oft belastende Arbeit eines Feuerwehrmannes. Über Einsätze, die auch einen erschreckenden Einblick in die menschlichen Abgründe unserer zivilisierten Gesellschaft geben. Über eine Welt, die den meisten von uns verborgen ist und die sich doch mitten unter uns abspielt. Über bestimmte Einsätze schreibe ich nicht, so habe ich immer gesagt. Die Gründe waren schnell genannt: Es handelte sich um Einsätze, die mich während meiner aktiven Zeit als Feuerwehrmann traumatisierten und die mich, wenn ich sie niedergeschrieben hätte, erneut emotional so stark belastet hätten, dass ich davon Abstand nahm. Aber jetzt, wo ich genügend Distanz gefunden habe, breche ich mit meinem eigenen Vorsatz, denn ich halte es für wichtig, den Menschen die ungeschminkte Wahrheit auch über solche Erlebnisse zu zeigen. Ich berichte über Einsätze, die einem Feuerwehrmann alles abfordern und ihn manchmal mit grausamen Szenarien konfrontieren. Einsätze, die ihnen einen Einblick in die menschlichen Abgründe geben, in tragische Geschehnisse, die sich mitten unter uns abspielen und die wir dennoch nicht sehen oder nicht sehen wollen.
Schwarzkopf & Schwarzkopf 111 Gründe, Arzt zu sein
Es gibt wenig Berufe, die uns mehr Respekt, aber auch Furcht einflößen als der des Arztes. Denn tatsächlich geht wohl kaum jemand freiwillig oder gar gerne ins Krankenhaus – außer: klar, der Arzt selbst. Doch was sind das für Leute, die sich tagtäglich mit den verschiedensten Leiden beschäftigen, und das offenbar auch noch gerne?. Nun, so pauschal lässt sich das gar nicht beantworten, schließlich ist der Arztberuf so bunt wie das Leben selbst und dementsprechend Arzt nicht gleich Arzt. Aber nicht nur die abwechslungsreiche Arbeit und die Verschiedenartigkeit der Fachdisziplinen machen den Beruf des Halbgottes in Weiß zu etwas ganz Besonderem. Auch der Kontakt mit Menschen aus allen sozialen Schichten peppt den ärztlichen Alltag gehörig auf. Da sind Vorurteile genauso fehl am Platz wie der Wunsch nach geregelten Arbeitszeiten oder einer Mittagspause. Arzt ist man eben nicht einfach so, Arzt ist man aus Passion. Humorvoll, aber auch mit kritischem Blick auf die bestehenden Verhältnisse im deutschen Gesundheitswesen erläutert Notarzt Falk Stirkat 111 Gründe, Arzt zu werden und es trotz der mitunter schweren Herausforderungen, die der Beruf mit sich bringt, zu bleiben. Dabei klärt er wichtige Fragen nach dem Privatleben der Ärzte: Verbringen Ärzte ihr bisschen Freizeit tatsächlich auf dem Golfplatz? Sind sie wirklich so ein guter Fang, wie Arztromane einen glauben machen wollen? Und was machen sie eigentlich so im Urlaub? Mit einer gesunden Portion Selbstironie zeichnet Stirkat den entbehrungsreichen Weg, der nach dem Abitur auf den zukünftigen Mediziner wartet, nach und widmet nicht nur den wichtigsten Fachrichtungen, sondern auch den populärsten TV-Ärzten und den skurrilsten Krankheiten ein Porträt. So ist 111 GRÜNDE, ARZT ZU SEIN für Profis wie für Laien ein höchst aufschlussreiches Lesevergnügen!.
Die packende Biographie des Hollywoodstars, der Deutschlands legendärer Old Shatterhand wurde, präsentiert Kommentare von Ehefrauen, Kindern, Freunden sowie Kollegen, die Lex Barker gut gekannt haben. Das Buch erzählt von Barkers Anfängen als Tarzan-Darsteller, schildert, wie er eine Rolle in Fellinis La Dolce Vita ergatterte und erinnert an die große Zeit der Karl-May-Verfilmungen. Erstmals erfährt man Näheres über die letzten Lebensjahre von Barker und seinen tragischen Tod. Die Biographie wird ergänzt durch zahlreiche bislang unveröffentlichte Fotos. Jetzt liegt das Standardwerk über Lex Barker erstmals als broschierte Sonderausgabe vor.
Schwarzkopf & Schwarzkopf Media Der Tastenficker A1048016986
Er ist der Keyboarder der »größten deutschen Band der Gegenwart« (Die Welt) und tourt seit 20 Jahren nahezu ununterbrochen überall auf der Welt. Kaum jemand, der nicht zumindest die Titel der einschlägigsten Rammstein-Stücke wie BÜCK DICH, SEEMANN oder DU RIECHST SO GUT kennt. 1994 gegründet, sind Rammstein die Schöpfer der »Neuen Deutschen Härte« und eine der wenigen Bands, die als Gesamtkunstwerk gelten können. Flake wuchs im Prenzlauer Berg auf. Weil er nicht zur NVA wollte, blieb ihm das Abitur verwehrt. Stattdessen machte er eine Lehre als Werkzeugmacher und widmete sich der Musik. 1983 stieß er zu Feeling B, deren legendäre Auftritte zuletzt Buchpreisgewinner Lutz Seiler in einer Szene seines Romans KRUSO literarisch würdigte. Bei Rammstein fällt Flake durch seine eigentümlichen Showeinlagen auf, die Fans bejubeln seine angst- und schamfreien Aktionen. Er hat es ziemlich weit gebracht als Tastenficker. Sich seine Träume sofort erfüllen, bevor man zu alt ist, sie zu genießen, und sich nicht beirren lassen, wenn mal was nicht klappt, so könnte man Flakes Lebenshaltung zusammenfassen. Tatsächlich liest sich seine Autobiografie ein wenig wie eine anarchische Version von Hans im Glück: Der junge Flake stromert durch die Subkulturlandschaft der DDR der 1980er. Dass er laut eigener Aussage ein ängstlicher Typ ist, hält ihn nicht davon ab, seinen Eingebungen zu folgen. Quasi-Solo-Auftritt mit 13 trotz mangelhafter Beherrschung des Instruments – warum nicht? Einen Oldtimer-Verleih gründen, weil man ein Faible für alte Autos hat? Na klar! Bei dieser neuen bösen Band mitmachen, auch wenn man zunächst mit deren Musik nicht so viel anfangen kann? Hallo, Rammstein! DER TASTENFICKER ist nicht nur eine witzige und entwaffnend ehrliche Künstlerbiografie, sondern auch greifbar gemachte Zeitgeschichte. Ein ganz großes Buch!