GRIN Sparta als politische Metapher im Nationalsozialismus
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Philipps-Universität Marburg, 41 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit versucht, die verschiedenen Gesichtspunkte gleichermaßen heranzuziehen, mit der Absicht einen Gesamteindruck vom Spartabild zu einem bestimmten, zu einem prominenten Zeitpunkt der deutschen Geschichte Auskunft zu geben und nicht etwa das Spartabild einzelner, freilich die Sicht der Zeit prägender Verantwortlicher oder Institutionen. Beinahe zwangsläufig muss eine Untersuchung der Veränderlichkeit geschichtlicher Wahrnehmung oder Deutung auch in wissenschaftstheoretische Überlegungen münden. Die Fragestellung wird daher insofern zu erweitern sein, als das Thema eine Stellungnahme zur Rolle der Altertumswissenschaft im nationalsozialistischen Deutschland verlangt, nicht zuletzt zu ihrer propagandistischen Relevanz. Daraus ergeben sich für die folgenden Ausführungen zwei Strukturprinzipien: Zum einen wird, gleichsam induktiv, an einem Beispiel, nämlich der Integration des antiken Griechenlands in die nationalsozialistische Ideologie, über die Verformung von Geschichtsauffassungen gemäß dem jeweiligen Zeitgeist zu sprechen sein, die Aufgabe und den Missbrauch von Geschichte. Zum anderen sollen die Ebenen "Elite" und "Öffentlichkeit" im Verlauf der Erörterung unterschieden werden. Wobei die Eliten, also die akademische Forschung und die bedeutendsten Ideologen des Nationalsozialismus, die in widerseitiger Beeinflussung eine krude Neuinterpretation der Antike verfertigten, als Ursprung des verzerrten Spartabildes zuerst besprochen werden sollen und in der Folge der Art, Verbreitung und der Wirksamkeit dieses Bildes nachgegangen werden soll.
Der Perserkönig Xerxes ist bestrebt, sein nahöstliches Großreich auszubauen. Mit seiner gewaltigen Streitmacht greift er die Griechen an. 480 v. Chr. marschieren ihm 300 Spartaner unter der Führung des "Löwe von Sparta" genannten Heerführers Leonidas entgegen. Obwohl Leonidas weiß, dass seine Truppen unterlegen sind, stellt er sich Xerxes' Heer entgegen. - Dieser Film gilt als Vorlage zu dem Cult-Comic und des Filmes „300“ von Frank Miller. Pressezitate: - „Wenn Du auf Blut stehst, dann schau Dir “300” an. Aber wenn Du etwas sehen möchtest, was sehr viel mehr der wahren Geschichte entspricht, dann ist „Der Löwe von Sparta„ der richtige Film für Dich“ - (IMDb) - „Brillant inszenierte Kampf- und Massenszenen führen antike „Kriegskunst“ authentisch vor.“ - (Lexikon des internationalen Films)
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Technische Universität Chemnitz, Sprache: Deutsch, Abstract: Fragt man eine Person auf der Straße, was das Athen der Antike ausmachte, so wird man höchst wahrscheinlich als Antwort ungefähr folgendes erhalten. Athen war die Wiege der Demokratie und der Kunst. Volksherrschaft, Tragödien und andere bildende Künste haben in dieser Stadt den höchsten Grad der Vollendung erreicht. Fragt man dieselbe Person aber nach dem Sparta der Antike, wird die Antwort ebenso verallgemeinert aber inhaltlich anders ausfallen. Sparta gilt gemeinhin als das Heereslager Griechenlands, wo Kunst und Kultur überhaupt nicht oder nur kümmerlich ausgeprägt waren. Beherrscht von einer dünnen Elite war ihr einziges Streben und Anliegen der Krieg. Beide Ansichten sind untragbar undifferenziert. Athen war nicht ausschließlich das leuchtende Beispiel kultureller Blüte, sondern ebenfalls eine Militärmacht zur See mit durchaus imperialistischen Bestrebungen, wenn man nur an den Attisch-Delischen Seebund denkt. Solange dieser existent war, schreckte Athen auch nicht davor zurück, abgefallene Bündner mit Gewalt wieder in das System einzugliedern. Auch Sparta war keineswegs nur ein Soldatenstaat. Es mag zwar korrekt sein, dass Kunst und Kultur dort weniger ausgeprägt waren, nichts desto trotz waren sie vorhanden und konnten sogar einen durchaus eigenen Charme vorweisen. Ich werde in den folgenden Ausführungen das spartanische Leben dahin gehend darstellen und untersuchen, ob wirklich das gesamte Leben eines Spartaners auf den Krieg ausgerichtet war. Dabei werde ich verschiedene Rubriken wie Politik, Gesellschaft und Kultur umreißen, wobei es zwischen diesen keine absoluten Trennungen geben kann und geben darf. Einen zeitlichen Rahmen will ich nicht explizit abstecken, denn viele Erscheinungen haben epochenübergreifende Ursachen und Auswirkungen. Es wird gezeigt werden, dass neben einem äußeren Zwang auch ein innerer Wille bestand, sich militärisch zu rüsten. Man kann dabei sogar so weit gehen, das vollendete Kriegertum als höchstes Ideal der Spartaner zu bezeichnen. Aber entspricht dies alles wirklich den Tatsachen? War der Bürgermangel wirklich der Grund für den Untergang der Stadt? Immerhin waren die Spartaner gezwungen, nach den Perserkriegen die Periöken stärker in ihr Heer einzubinden, da sie einfach zu hohe Verluste erlitten hatten. Doch eben derartige Verluste ließen es den Spartiaten deutlich vor Augen treten: nur striktes Festhalten an der lykurgischen Verfassung und der typisch spartanischen Erziehung konnte ihre Hegemonialstellung auf dem Peloponnes sichern. Mein Fazit bezüglich der Ausprägung des kriegerischen Willens werde ich dann in der Zusammenfassung geben.