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Uvk Freunde und Medienfiguren verstehen
Brigitte Gasser untersucht und vergleicht die Empathiefähigkeit bei 12- bis 13-Jährigen mit ihrer Empathie gegenüber Medienfiguren. Ausgehend von einer Unterteilung von Empathie in realen und fiktionalen Welten werden psychologische und medienwissenschaftliche Erklärungsansätze betrachtet. Die Entwicklung von Empathie wird aufgrund der psychologischen Forschung dargestellt, woran sich auch die affektiven und kognitiven Aspekte von Empathie aufzeigen lassen. Daneben wird aus einer medienwissenschaftlichen Perspektive auf empathische Mechanismen bei unterschiedlichen Medienarten (Bücher, Filme, Computerspiele) eingegangen. Auf der Grundlage von qualitativen und quantitativen Untersuchungen belegt die Autorin, dass die Empathiewerte von Kindern im Alltag in einem Zusammenhang mit den von ihnen bevorzugten Medienarten stehen. Je höher die Empathiewerte, desto ausgeprägter ist die Präferenz für Medienarten, bei denen zum Verständnis und Genuss der Inhalte empathische Fähigkeiten vorausgeSetzt werden. Ein gegensätzliches Bild zeigt sich bei niedrigeren Empathiewerten. Hier werden Medienangebote bevorzugt, bei denen empathische Fähigkeiten zur Rezeption keine zentrale Rolle spielen. Die Ergebnisse deuten daraufhin, dass Kinder mit hoher Empathie aufgrund ihrer Mediennutzung ihre empathischen Fähigkeiten – sowohl für den Alltag als auch für die Mediennutzung – stärken. Kinder mit niedrigerer Empathie schulen aufgrund ihrer Medienwahl ihre empathischen Fähigkeiten hingegen nicht bei der Mediennutzung.
Gegenstand und Bezugspunkt der »Topoi des Fremden« sind gesellschaftstheoretische und sozialwissenschaftliche Theorien sowie empirische Studien zur Fremdheitsproblematik. Yasar Aydin untersucht am Beispiel Deutschlands und Großbritanniens, welches Potenzial diese für ein Verständnis der Fremdheitsproblematik enthalten. Negative Fremdheitszuschreibungen sind für ihn weder »notwendige« Nebenfolgen von Identitätsbildung noch willkürliche Ausgrenzungen, die jeden treffen können. Es sind gesellschaftliche Strukturen, Institutionen und Interessenkonstellationen, die sie strukturieren und reproduzieren. Mit vorliegender Arbeit promovierte Yasar Aydin 2009 an der Universität Hamburg.
In intensiver Felderhebung wurden prekarisierte Jugendliche in ihrem Alltag und ihren Lebensräumen begleitet. So eröffnen sich Einsichten in die Konfliktfelder und Widersprüche, denen junge Menschen in der Spannung zwischen kulturellen Orientierungen (familiäre Bindungen, Verpflichtungen und Werte) und den neuen Orientierungen, hervorgerufen durch wirtschaftliche und soziale Veränderungen der Gegenwartsgesellschaft, ausgeSetzt sind. Gerlinde Malli untersucht, wie sich kulturelle und soziale Transformationsprozesse auf die Lebenswelten Jugendlicher auswirken, wie sie darauf reagieren, welche Handlungsspielräume ihnen bleiben, und wie Institutionen mit problematisierten Jugendlichen umgehen. Die Autorin promovierte mit vorliegender Arbeit 2009 an der Karl-Franzens-Universität Graz.
Einer professionell durchgeführten Personalauswahl kommt eine besondere Bedeutung zu, denn Fehlbesetzungen führen zu unnötigen Konflikten und hohen Kosten. Das kann durch eine systematische Vorgehensweise vermieden werden. Christiana Nicolai zeigt mit ihrem Leitfaden, welche Instrumente und Methoden es bei der Personalauswahl gibt und worauf man achten muss, um die richtigen Personen für das Unternehmen zu finden. Vom Bewerbungsmanagement über das Führen von Vorstellungsgesprächen bis hin zu den unterschiedlichen Auswahlmethoden werden alle praxisrelevanten Phasen des Personalauswahlprozesses dargestellt. Die Autorin geht außerdem auf die rechtlichen Aspekte der Personalauswahl ein. Das Buch richtet sich an Praktiker im Personalbereich, die fundierte Anregungen für die zukunftsorientierte Gestaltung ihrer Arbeit suchen. Auch (künftige) Führungskräfte in anderen Unternehmensbereichen benötigen im Umgang mit den Mitarbeitern zunehmend personalwirtschaftliche Kenntnisse.
Uvk Wohin treibt die kapitalistische Gesellschaft?
Die Lebenssituation vieler Menschen ist in den vergangenen Jahrzehnten besser geworden - nicht zuletzt durch das Wirtschaften auf überwiegend kapitalistischen Grundlagen, inklusive voranschreitender Globalisierung. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Denn schaut man etwas genauer hin, werden die Schattenseiten dieser Entwicklung deutlich. Für zahlreiche Probleme in der Welt - auch wirtschaftliche - wurde keine Lösung gefunden, sie scheinen sich zum Teil sogar zu verschärfen. Beispiele dafür sind unter anderem die materielle Ungleichverteilung in der Weltbevölkerung und der voranschreitende Klimawandel. Der Autor wirft in diesem Buch die provokante Frage auf, ob der Kapitalismus die Welt besser macht bzw. ob er überhaupt noch eine Zukunft hat. Er geht im Detail auf die drei Ebenen Weltwirtschaft, Politikgestaltung und Nachhaltigkeit ein, die im Buch eine wichtige Rolle spielen und greift zentrale Fragen auf: Wie sind die Spielregeln des Wirtschaftens auszugestalten, so dass ein fairer Welthandel ermöglicht wird? In welchem Maße kann Staat bei der Gestaltung der Wirtschaft eingreifen? Was muss unternommen werden, um zu einem Wirtschaftssystem, das auch ökologisch nachhaltig ist. Ein hochaktuelles Buch in einer Zeit, in der nichts mehr sicher scheint, außer die Tatsache, dass viele Entwicklungen gegenwärtige Probleme noch verschärfen.
Die einmal erworbene Qualifikation reicht heutzutage nicht mehr für das ganze Berufsleben aus. Die Halbwertzeit des Wissens verkürzt sich stetig und macht lebenslanges Lernen unverzichtbar. Deshalb müssen Unternehmen das Potenzial ihrer Mitarbeiter entsprechend der derzeitigen und künftigen Anforderungen ausschöpfen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Christiana Nicolai stellt in ihrem Buch ein systematisches, zukunftsorientiertes Personalentwicklungskonzept dar. Von der Bedarfsermittlung über die Planung und Umsetzung bis hin zur Kosten- und Erfolgskontrolle werden alle praxisrelevanten Phasen der Personalentwicklung aufgezeigt. Auch auf die Möglichkeit der Auslandsentsendung und die damit zusammenhängenden Probleme geht die Autorin ebenfalls ein.
Demographische Veränderungen führen dazu, dass der oder die Vorgesetzte in einem Team nicht immer der oder die Älteste ist. Vielmehr kommt es in der aktuellen Arbeitswelt häufiger denn je dazu, dass hochqualifizierte, engagierte Arbeitnehmer deutlich ältere, erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen. Dies führt nicht selten zu Spannungen und stellt für jede Nachwuchsführungskraft eine besonders herausfordernde Situation dar. Dieser Ratgeber gibt der jungen Führungskraft konkrete Werkzeuge an die Hand, um Spannungen von vornherein zu vermeiden und die entsprechenden Herausforderungen zu meistern. Ein Schwerpunkt dieses Buches liegt auf der Lösungsfokussierten Führung und der Verhaltensanalyse DISG. Letztere Methode basiert darauf, dass gerade junge Führungskräfte Mitarbeitende und deren Verhalten nicht aus dem Bauch heraus interpretieren und bewerten, sondern dazu eine bewährte Methode einsetzen sollten. Mittels DISG kategorisieren Führungskräfte ihre Mitarbeitenden anhand ihres Verhaltens und passen Ansprache und Interaktion situativ an. Die lösungsfokussierte Führung ist ein weiterer Schwerpunkt dieses Ratgebers. Gerade junge Führungskräfte wecken aufgrund des Altersunterschieds bei ihren Mitarbeitenden häufig die Befürchtung, die bisherigen Leistungen würden nicht wertgeschätzt, erfahrene Mitarbeitende übergangen und Bewährtes über Bord geworfen. Lösungsfokussierte Führung jedoch baut jedoch gerade darauf auf, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wertzuschätzen und Ihnen diese Wertschätzung deutlich zu zeigen. Es geht darum, bewährte Prozesse und Vorgehensweise zu identifizieren und aufrecht zu erhalten und Mitarbeitende in Entscheidungsprozesse einzubinden, ihnen Verantwortung zu übertragen und ihre Kompetenzen zu stärken. Neben diesen beiden Schwerpunkten setzt sich dieser Ratgeber unter anderem mit der Frage nach guter Führung und den Folgen schlechter Führung auseinander.
Die von Pierre Bourdieu herausgegebene Studie "La misère du monde" ("Das Elend der Welt") erzielte bei ihrem Erscheinen einen erstaunlichen Publikumserfolg. Das große Echo auf dieses Werk und die zahlreichen ÜberSetzungen in andere Sprachen verweisen auf das starke öffentliche Bedürfnis nach einer solchen Form radikaler Gesellschaftsdiagnose, nach einer unbeschönigten Analyse der alltäglichen Lebensumstände. Bereits 1999 plädierte Günter Grass in einem Gespräch mit Pierre Bourdieu dafür, ein solches Projekt auch für die Bundesrepublik durchzuführen. Genau dieses ehrgeizige Ziel haben sich rund 30 Forscher über einen Zeitraum von drei Jahren geSetzt und legen nun diese umfassende Sozioanalyse Deutschlands vor. Ebenso wie "La misère du monde" verzichtet auch dieser Band weitgehend auf eine soziologische Fachsprache und nähert sich in Interviews den Menschen in Deutschland. Rund 50 Lebensgeschichten geben Zeugnisse von kleinen und großen Nöten, von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Anstrengungen und Frustrationen. Gerade auch die Situation der Menschen in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung und die Position des Staates werden eingehend untersucht. Zusammen genommen geben die Interviews und ihre Analysen ein fasSettenreiches und vielschichtiges Bild der deutschen Gegenwartsgesellschaft unter den besonderen Bedingungen zunehmenden Konkurrenzdrucks und individueller Herausforderungen, struktureller Massenarbeitslosigkeit und der Unsicherheit von Beschäftigungsverhältnissen, Prozessen räumlicher Segregierung und gesellschaftlicher Ausschließung.
»Pitching« ist das Verkaufen einer Projektidee oder einer Story in mündlicher Präsentation. Eine Aufgabe, an der auch brillante Autoren, Filmemacher und Produzenten häufig scheitern. Ein gelungener Pitch eines Filmprojekts kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, er entscheidet in der Regel über die Chancen auf eine Realisierung. In ihrem Standardwerk liefert Sibylle Kurz Techniken und praktische Tipps, sich und die eigenen Filmprojekte prägnant und mitreißend zu präsentieren. Sie zeigt, welche ZielSetzungen man mit dem eigenen Pitch verbindet, wie man kommuniziert und mit seinen Gesprächspartnern – mit Produzenten, Redakteuren, Filmförderern oder Verleihern – ein Verhältnis aus Kreativität, Professionalität und Vertrauen herstellt. Mit der Neuauflage geht Sibylle Kurz auf die sich verändernden Marktbedingungen ein: Heute pitcht man nicht mehr nur B2B, sondern auch B2C und D2F (Direct-to-Fan). Außerdem fordert die aktive Teilnahme der Konsumenten im Netz eine noch ausführlichere AuseinanderSetzung mit der Erarbeitung und Formulierung des Themas als Schnittstelle für mehrere mediale Ebenen, sowie eine bessere Kenntnis der zu erreichenden Zielgruppen. Desweiteren wird in der Neuauflage das Schreiben von Synopsen vertieft. Übungen zur Selbstwahrnehmung des Präsentierenden sowie Körperübungen runden den Band ab.
Personalführung findet "von vorne" statt, in unmittelbarer Interaktion und im operativen Alltag. Entwicklungen und Veränderungen von Menschen, Organisationen und Umwelten führen zu Reaktionen und Anpassungen von Führung. Und Führung selbst kann Entwicklungen und Veränderungen initiieren. Dieses Buch beleuchtet Führungsaufgaben aus drei sich stark überschneidenden Führungssettings, die nichtsdestotrotz drei Forschungs- und Praxisperspektiven darstellen. Sie beziehen sich auf Veränderungen von und durch Führung dadurch, dass die Art und Weise, wie in Unternehmen Leistungen erbracht werden, sich systematisch verändert. Zuerst wird die Führung in und von Team- oder Projektstrukturen, die immer mehr Raum in der betrieblichen Arbeit einnehmen, betrachtet: zunächst hochqualifizierter Expertenteams, dann in virtuellen Teams. Danach geht der Blick auf Führung in organisationalen Veränderungsprozessen; dem Bestreben in Organisationen mit an sie herangetragenen oder aus ihm entstehenden veränderten oder neuen Anforderungen konstruktiv umzugehen (z.B. durch Arbeit in Projekt-Teams und virtuellen Teams).
»Alles ist durch das Wort geworden«, heißt es im Johannesevangelium. Tatsächlich erzeugt das Wort immerfort Welt, daran hat sich seit biblischen Zeiten nichts geändert. Zu dieser Welt gehörten und gehören die imaginären, fantastischen Geschöpfe, die als mythische Kreaturen die Landschaften von Literatur und Kunst bevölkern. Der zweite Band der Reihe Mittelaltermythen stellt Dämonen, Monster und Fabelwesen vor. Das Mittelalter hat diese wundersamen und Furcht einflößenden Fantasiegeschöpfe nicht von realen Naturgeschöpfen unterschieden, weil man in Gottes Schöpfung nichts für unmöglich hielt. Deshalb begegnen uns in Naturkunden, Reiseberichten, Bestiarien, Epen, Chroniken, in den Vorstellungen des Volksglaubens und immer wieder an den Portalen der Kathedralen die absonderlichsten und schrecklichsten Wesen in Wort und Bild. Darunter sind Geschöpfe wie Medusa oder Pegasus, wie Leviathan oder Lilith, die antike und biblische Mythen an das Mittelalter weitergegeben haben. Vor allem aber sind es Wesen wie das Einhorn oder der Drache, wie Riesen oder Hexen, die nach mittelalterlicher Ansicht zu den Lebewesen und übernatürlichen Geschöpfen der beschreibbaren Welt gehören. Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Fachgebieten stellen solche fantastische Wesen vor, von denen viele bis in unsere Gegenwart hinein auch in den modernen Medien lebendig geblieben sind. Weitere Bände der Reihe Mittelalter-Mythen: Band 1: Herrscher, Helden, Heilige Band 3: Verführer, Schurken, Magier Band 4: Künstler, Dichter, Gelehrte Band 5: Burgen, Länder, Orte
Der Würfel ist gefallen Erstaunliches, Faszinierendes, Skurriles und mitunter auch Mystisches rund um diesen besonderen Spielwürfel zeigt der Autor dem Leser in diesem Buch. Auf dessen sechs Seiten sind keine Augenzahlen, sondern die neutrale Zahl Null, die natürliche Zahl Eins, die irrationale Zahl Phi, die irrationalen Zahlen e und Pi sowie die imaginäre Einheit i vermerkt. Allein anhand der sechs auf diesen ungewöhnlichen Spielwürfel vermerkten Zahlen wird also eine Vielzahl von numerischen Erscheinungsbildern angeboten. Der interessierte Leser muss bei diesen Abhandlungen nicht befürchten, einen schwerverdaulichen Zahlensalat kauen und schlucken zu müssen. Im Gegenteil: Er wird mitunter erstaunt sein, wie vielfältig und faszinierend das Zusammenspiel dieser sechs Zahlen allein in alltäglichen Phänomen und praktischen Anwendungen ist. Die paradigmatischen Betrachtungen umspannen ein weites Wissensfeld, das von mathematischen über statistische, historische, literarische, musikalische, kunstgeschichtliche und sprachwissenschaftliche bis hin zu etymologischen Notizen reicht. Es steht dabei außerhalb jeglichen Zweifels, dass die vermerkten konzertanten Auftritte des Zahlensextetts wiederum nur einen Auszug aus einem schier unerschöpflichen Fundus darstellen.
Die Chancen aus Big Data und künstlicher Intelligenz erkennen und jetzt die Digitalisierung vorantreiben! Das globale Datenvolumen wächst Tag für Tag und künstliche Intelligenz optimiert Entscheidungen. Daten und Algorithmen können die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöhen und neue Geschäftsmodelle hervorbringen - aber nur, wenn Menschen, Organisationen und Prozesse mitwachsen. Rund 20 Expert:innen zeigen Strategien und Organisationsmodelle für Unternehmen in einer datengetriebenen Welt auf. Auf Chancen und Risiken gehen sie praxisnah ein. Ein Glossar erklärt Fachbegriffe. Ein Buch für alle in Praxis und Wissenschaft, die Daten und künstliche Intelligenz als Wettbewerbsvorteile besser verstehen wollen, sowie für Studierende der Wirtschaftswissenschaften und -informatik. Mit Beiträgen von Expert:innen der Unternehmen Consorsbank/BNP Paribas, Schweizerische Post, PricewaterhouseCoopers Luxembourg, Eindhoven University of Technology, HDBW München, Hochschule Flensburg, s2 data&algorithms, August-Wilhelm Scheer Institut, ValueWorks.ai, elaboratum, htw saar, HSBC Group, Horváth&Partners, avantum consult und 1&1 Telecommunication.
Vom Merkantilismus über den Ordoliberalismus zur Sozialen Marktwirtschaft Die Wirtschaftsordnung unseres Landes basiert auf dem Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft. Margareta Kulessa stellt es in diesem kompakten nugget-Band vor: Sie beleuchtet die wirtschaftspolitische Konzeption, die geschichtliche Entwicklung, sowie die politischen Anfänge mit Weichenstellungen in z.B. Ordnungs-, Sozial- und Wohnungsbaupolitik. Auch auf ökologisch-soziale Herausforderungen geht sie ein. Das Buch richtet sich an Studierende und Dozierende der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Politikwissenschaft.
Die Stadtverwaltung Konstanz hat eine Besonderheit in ganz Baden-Württemberg aufzuweisen: Als einzige kreisabhängige Stadt verfügt sie seit genau 100 Jahren über ein eigenes Sozial- und Jugendamt. Dessen Geschichte wird hier kritisch aufgearbeitet, insbesondere auch die Zeit des Nationalsozialismus und die Jahre unter französischer Besatzung. 13 Autorinnen und Autoren liefern ein facettenreiches Bild einer städtischen Institution, ohne sich dabei einer trockenen Verwaltungssprache zu bedienen. Es werden durchaus intime Einblicke in die aktuelle Arbeit gegeben, auch zur Kindeswohlgefährdung, die aufgrund spektakulärer Fälle in den letzten Jahren verstärkt in den Medien und der Gesellschaft diskutiert wird.
Wirtschaft und Märkte waren schon immer Veränderungen ausgesetzt. Allerdings in keinem so rasanten Tempo und herausforderndem Ausmaß, wie in den vergangenen Jahren. Unternehmen haben und hatten in dieser Zeit mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen, Lieferkettenengpässen, einer weltweiten Pandemie und deren gesamtwirtschaftlichen Folgen, geopolitischen Ereignissen, Klimaschutzgesetzen, Inflation, progressiver Zinspolitik, Überbürokratisierung, weiter zunehmendem Fachkräftemangel und einer jungen Arbeitnehmergeneration mit einem neuen Verständnis von moderner Arbeitswelt zu kämpfen. Der Garant zur Bewältigung dieser vielfältigen Herausforderungen ist ein funktionierendes und stabiles Inhouse-Gefüge. Das sind die proaktiven Führungskräfte und Mitarbeiter:innen, die tagtäglich mit ihrem Engagement, ihrer Loyalität und Innovationskraft dazu beitragen, dass die Unternehmen konkurrenz- und wirtschaftsfähig sind und bleiben. Dieses Buch zeigt auf, wie Kommunikation und Skills im Unternehmen zum Wettbewerbsvorteil wird.
Trotz seiner demokratietheoretischen Bedeutung ist der Begriff der »publizistischen Vielfalt« bis heute weitgehend unbestimmt geblieben. Auch wissen wir bisher wenig über Faktoren, die die inhaltliche Vielfalt der Berichterstattung beeinflussen. Thomas Zerback widmet sich, neben einer genauen Bestimmung des Begriffs und seinen demokratietheoretischen Wurzeln, vor allem journa-listischen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf die inhaltliche Vielfalt. Eine vielfältige Medienlandschaft, die dem Bürger ein breites Spektrum an Themen und Meinungen zur Verfügung stellt, gilt in modernen Demokratien als erwünscht und schützenswert. Im Kern erhofft man sich davon gut informierte und rationale politische Urteile, Toleranz gegenüber Andersdenkenden sowie eine größere Legitimität politischer Entscheidungen. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei der Frage zu, inwiefern die Struktur von Medienmärkten die inhaltliche Vielfalt beeinflusst – ein Aspekt, der in Zeiten fortschreitender Medienkonzentration besondere Relevanz hat. Der Autor verbindet in seiner Analyse publizistikwissenschaftliche Ansätze mit der ökonomischen Wettbewerbstheorie und ist damit im besten Sinne des Wortes interdisziplinär.
Shoufu Jin hat in diesem Buch reiches, aber verstreutes Material zusammengetragen und daraus einen Zentralbereich der ägyptischen Standesethik des hohen Beamtentums erschließen können, den er »die Tugenden des Richters« nennt. Er formuliert dazu zwei klare Thesen: 1. Die Rechtspflege wurde als »Tugend« verstanden, in der es keinen ausdifferenzierten Normenkatalog gab, sondern Rechtsnormen integrierte Bestandteile sowohl der Moral als auch der Verwaltung waren. 2. Nach diesem Rechtsverständnis geht es nicht nur um ein logisch richtiges Urteil, sondern es dominieren die Ziele der Versöhnung der Streitenden und der sozialen Harmonie, sofern nicht zwischen Täter und Opfer unterschieden und dem Opfer durch Bestrafung des Täters zu seinem Recht verholfen werden muss.
Die Neuauflage des deutschsprachigen Standardwerks zur Online-Kommunikation zeigt Herausforderungen, Konzepte und Instrumente aus Sicht des Kommunikationsmanagement auf. Namhafte Autoren aus Wissenschaft und Praxis geben in 30 Beiträgen einen systematischen Überblick zu Strukturen, Prozessen, Tools und Best Practices. Der Wandel einzelner Handlungsfelder wie Medienarbeit, interne Kommunikation und Public Affairs wird ebenso thematisiert wie die Besonderheiten von Online-Monitoring, Kampagnenführung im Netz, Personalisierung oder Storytelling. Für die Neuauflage sind Beiträge zu Mobile Media, Facebook-Kommunikation, Employer Branding und Personalkommunikation sowie Evaluation und Erfolgskennzahlen hinzugekommen; zudem wurden alle Texte aktualisiert und erweitert. Die Beiträge zeigen, dass es nicht ausreicht, digitale Kommunikation als neuen Baustein in herkömmliche Strategien einzubauen. Stattdessen ist ein grundlegendes Umdenken notwendig. Das Zeitalter der Massenmedien geht zu Ende. Wer für professionelle Kommunikation verantwortlich ist, muss den Wandel verstehen, soziale und technologische Rahmenbedingungen adaptieren sowie neue Strategien entwickeln. Jenseits schnelllebiger Moden geht es vor allem darum, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen und die Stärken beziehungsweise Schwächen verschiedener Ansätze zu verstehen. Dies leistet das wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisnahe »Handbuch Online-PR« mit zahlreichen Fallbeispielen.