Preisabsprachen im E-Book-Geschäft
25.06.2012
Ob der
Sony PRS-T1, Amazons Kindle Fire oder der
Kobo Touch –
E-Book-Reader erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und kommen immer häufiger zum Einsatz. Gleichzeitig steigt der Absatz digitaler Bücher, was wiederum die Verlage und Händler glücklich macht. Das E-Book-Geschäft boomt! Laut
techcrunch.com stieg der E-Book-Umsatz von Januar bis März in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent auf 229,6 Millionen US-Dollar an. Der Verkauf der digitalen Waren erhöhte sich wiederum um 27,1 Prozent auf 282,3 Millionen US-Dollar.
Vor allem Amazon ist mit zahlreichen Angeboten zu Kampfpreisen auf dem Markt vorgeprescht. Während es in Deutschland eine feste Buchpreisbindung gibt, fehlt diese in den Vereinigten Staaten. Laut heise online liefern sich die Händler in den USA deshalb oft Preisschlachten. Wie die Redaktion berichtet, reagierte Konkurrent Apple mit einem Agentur-Modell, bei dem die Verleger den Preis bestimmen konnten und der Händler einen gewissen Prozentsatz des Verkaufspreises einbehält. Die Folge: Die Kosten für E-Books sind nach dem Eintritt von Apple um bis zu 50 Prozent gestiegen. Teilweise sollen diese höher ausgefallen sein, als für klassische Druckausgaben.
Laut teletarif.de haben sich Kunden des iBookstore von Apple bereits im August letzten Jahres zusammengetan und eine Sammelklage eingereicht. Das US-Justizministerium ermittelte anschließend wegen des Verdachts der Preisabsprachen. Ins Visier gerieten neben Apple auch die Verlagshäuser Verlage HarperCollins, Simon & Schuster, Hachette, Macmillan, Penguin und Random House. Ihnen wird vorgeworfen, sich an der Kartellbildung beteiligt zu haben. Mittlerweile richtet sich das Augenmerk auf den iPhone-Hersteller und die beiden Verlage Macmillan und Penguin. Nun wurde mit dem 3. Juni 2013 ein erster Verhandlungstag festgelegt. Apple und die Verlage bestreiten die Vorwürfe und behaupten, den Markt bereichert und der Monopolbildung Amazons entgegengewirkt zu haben.