Test: Einzeltest: Trio mit zwei Fäusten
Zitat: Sehr tief hinabreichendes, massives Bassfundament mit viel Struktur und ganz leichter Tendenz ins warm-füllige. Im Class-A-Betrieb etwas neutraler, aber ebenfalls keinesfalls nüchtern. In den Mitten agiert die X-A 220 im Class-AB-Betrieb nicht ganz neutral im audiophil-korrekten Sinn, was durch die leicht angewärmte Basswiedergabe mitverursacht wird. So werden unter anderem Stimmen geschmeidiger und satter dargestellt, als es der musikalischen Vorlage entspricht. Das ist aber mitnichten unangenehm, zumal sich diese Eigenschaft im Class-A-Modus weitgehend nivelliert. Auch im Hochton halten sich die X-A 220 ganz sanft, indes nicht unangenehm auffallend, zurück. Alle wichtigen Informationen werden dennoch transportiert. Die Ortbarkeit einzelner Schallereignisse auf der virtuellen Bühne ist exakt möglich, die Raumabbildung insgesamt großzügig, ohne unglaubwürdig zu werden. Forderungen nach Attacke, Punch und Dynamik beantwortet die X-A 220 mit satten Leistungsreserven in jeder Situation. Sie kann knallhart und unmittelbar zuschlagen, hält sich aber da zurück, wo es musikalisch geboten ist. Class-A-Betrieb bis zu einer Leistungsabgabe von 45 Watt je Kanal per Schalter (High Bias) möglich.