Derartige Abspielgeräte gehören heute als Teil der Stereoanlage zur Grundausstattung eines jeden Musikliebhabers. Für alle möglichen Hörgelegenheiten sind die Geräte erhältlich, ob als stationäre Einheit, in der tragbaren Variante oder als Komponente in Computern und Laptops. Je nach Ausstattung und Bauweise variiert auch die Klangqualität: von Telefonqualität bis zu HiFi ist alles möglich. Mancher Hersteller gehört bereits seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Anbietern im Audio-Bereich. Marantz etwa konnte schon in den 50er Jahren die Kundschaft mit hochwertigen Plattenspielern für sich gewinnen. Nach und nach kamen andere Marken hinzu, wie Sony, Yamaha, Philips aus den Niederlanden, Pioneer und Denon.
Was ist ein CD-Player?
Beim CD-Player handelt es sich um das übliche Wiedergabe-Gerät für alle Audio-CDs, die aus optischen, digitalen Datenspeichern bestehen. Der Durchmesser einer Audio-CD beträgt 12 Zentimeter, auf ihr ist Musik mit einer Abspieldauer von maximal 74 Minuten abgelegt.
Auf der CD sind Tracks oder Spuren digital eingebrannt. Die Audiosignale liegen vor als eine verschlüsselte Abfolge von Ja- oder Nein-Informationen. Eine Laserdiode liest diese Daten berührungslos aus, entschlüsselt sie und sendet sie an den Analog-/Digitalwandler, der sie als hörbare Signale wiedergibt.
Welche Typen gibt es?
Unterschiedliche Typen von CD-Playern sind erhältlich. Je nach Bedarf des Kunden bietet der Handel Geräte mit unterschiedlicher Ausstattung an.
Single CD-Player: Meist gehören diese Modelle wegen ihrer anspruchsvollen Mechanik in die höhere Kategorie. Sie geben alle Formate wieder und haben unter Umständen auch eine Aufnahme-Funktion für CD-R oder CD-RW-CDs.
Das klassische Abspielgerät lässt sich nur über Kabel mit dem Stromnetz verbinden. Manche Modelle sind zusätzlich mit externen oder integrierten Lautsprechern ausgestattet. Dann bezeichnet man sie als Kompaktanlagen, die sich je nach Ausführung einfacher aufstellen lassen.
Die Lautsprecher sind meist hochwertig und garantieren ein besonderes Musikerlebnis. Denn der seit langem etablierte Standard mit dem Namen HiFi (High Fidelity) ist bei diesen Modellen geradezu selbstverständlich. Wer seinen CD-Player nur an einem bestimmten Ort verwenden will, wird an den stationären Geräten Gefallen finden. Allerdings sind die Anschaffungskosten höher als bei den tragbaren Konkurrenten, die mit Batterien betrieben werden und überall aufgestellt werden können.
Der tragbare Player: Die mobilen Ausführungen sind im Vergleich mit den stationären Geräten leichter und kompakter. Die Klangqualität der Lautsprecher lässt aber meist zu wünschen übrig, HiFi ist von diesen Modellen nicht zu erwarten. Die tragbaren Geräte bieten aber den Vorteil, dass man sie unabhängig von der häuslichen Stereoanlage unterwegs nutzen kann, wenn kein Stromanschluss in der Nähe ist.
Meist werden für die Stromversorgung vier oder sechs C-Batterien benötigt. Deshalb kann man diese Art von CD-Playern im Garten, am Strand, im Stadtpark und auf jeder Baustelle betreiben. Meist besteht die zusätzliche Möglichkeit, die Geräte an den Netzstrom anzuschließen. Dann kann der Nutzer sein Abspielgerät auch stationär einsetzen.
Mobiler CD-Player oder Diskman? Zusätzlich zum mobilen Single Player bietet sich der Diskman als Alternative an. Sein Vorhänger konnte als Walkman zwar von einem höheren Bekanntheitsgrad profitieren. Aber die aktuelle Variante bietet immer noch einige Vorteile für alle, die beim Musikhören unabhängig bleiben wollen. Sowohl der stationäre Player als auch der Diskman sind mit Anschlüssen für Kopfhörer ausgestattet, so dass die Menschen im Umfeld nicht gestört werden.
Wer jedoch auch unterwegs auf das Gruppenerlebnis nicht verzichten möchte, sollte sich die Anschaffung des modernisierten Walkmans noch einmal überlegen. Den Kopfhörer kann nämlich immer nur eine einzelne Person verwenden. Viele Diskmans können im Gegensatz zu ihren Vorgängern auch Musik wiedergeben, die als mp3 abgespeichert wurde.
Der Tabletop-Player: Unsere britischen Nachbarn nennen die Tischplatte „Tabletop“, daher die Name dieser besonders flachen Ausführung. Sie ist fast ausschließlich im DJ-Bereich bekannt, und das Abspielgerät muss für den Live-Einsatz nicht mehr in ein 19-Zoll-Rack eingeschraubt werden.
Die Bauweise ist dem Teller des Plattenspielers nachempfunden, damit der Disk Jokey mit einem Wheel auf die CD zugreifen und den Tonträger wie eine Platte nutzen kann. Er steuert so bestimmte Positionen auf dem Medium an oder fügt besondere Effekte hinzu.
Der CD-Wechsler: Der CD-Wechsler wird einfach an die Stereoanlage angeschlossen und eignet sich besonders für Partys, bei denen der Hausherr nicht ständig eigenhändig die CD austauschen will. Die Funktionen „Repeat“ oder „Shuffle“ sind bei diesen Ausführungen selbstverständlich.
Manche dieser Geräte nehmen sogar 100 Silberscheiben auf und spielen sie in verschiedenen Modi ab. Eine Wechselmechanik befördert die CD an die Wiedergabeposition, oder ein Lese-Laser bewegt sich zum ausgewählten Medium.
Kombinierte Geräte: Manche CD-Spieler sind mit einer Brennfunktion ausgestattet, etwa um Musik direkt auf einer RW-CD abzuspeichern. Oder sie bieten einen Radio-Empfang von verschiedenen Sendern.
Welche Anschlussmöglichkeiten sollten vorhanden sein?
Der klassische Anschluss auf der Rückseite des Players ist der Stereo-Cinch-Ausgang. Oder man verbindet den CD-Spieler über den AUX-Stecker mit der heimischen Stereo-Anlage. Ein hochwertiges Gerät verfügt außerdem über eine Kopfhörerbuchse auf der Vorderseite. Hinzu kommt ein optischer Digitalausgang oder die koaxiale Ausführung, die beide ein besonderes Klangerlebnis ermöglichen.
USB, Bluetooth und SD-Karte: Der Steckplatz für USB ist bei neueren Abspielgeräten Standard. Ein Speichermedium kann hier angeschlossen, aber auch eine Verbindung zu anderen Geräten hergestellt werden. Etwa zu einem PC, aber auch für die Verwendung im Auto.
Viele CD-Player haben auch einen Schacht für eine SD-Karte, von der aus sie Musik abspielen können. Über Bluetooth kann man den Player mit dem Handy verbinden oder die Musik über ein hochwertiges Audio-System wiedergeben. Manche Geräte sind auch mit WLAN ausgestattet für eine direkte Verbindung mit dem Internet.
Welche Wiedergabeformate können abgespielt werden?
Auch die kleineren Geräten können die meisten der gängigen Formate abspielen. Die normale Audio-CD etwa ist das Standardmedium für Musikaufnahmen, die der Handel anbietet, und sie wird auch von jedem CD-Player wiedergegeben. Alle selbst gebrannten Audio-Dateien wie CD-R oder CD-RW sind für moderne Geräte ebenfalls selbstverständlich.
Darüber hinaus werden Musikdateien in den allermeisten Fällen im WAV-Format abgespeichert, das alle CD-Player wiedergeben können. Die Firma Apple entwickelte mit den AIFF-Dateien auch aus Konkurrenz-Gründen ihr eigenes Format. Beide Arten sind vergleichbar, sowohl was die Dateigröße als auch was die Musikqualität betrifft.
Als die tragbaren Abspielgeräte auf den Markt kamen, entstand mehr und mehr der Wunsch nach größeren Datenmengen auf der CD. Die Entwickler entsprachen den Kundenerwartungen mit neuen Audioformaten, die mittels Kompression die relativ umfangreichen Musikdateien in kleinere Formate umwandeln konnten.
Das mp3-Verfahren wurde vom „Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen“ entwickelt. Das erste weltweit verbreitete Kompressionsverfahren reduziert Audiodateien auf etwa 15 Prozent ihrer ursprünglichen Größe, ohne dass wesentliche akustische Verluste wahrnehmbar werden.
WMA oder „Advanced Audio Decoding“ ist ein Verfahren des Branchenriesen Microsoft und auf allen Windows-Plattformen verfügbar. Mit den vorgenannten mp3-Dateien ist es in der Qualität durchaus vergleichbar, konnte sich aber auf von Microsoft unabhängigen Systemen kaum durchsetzen.
Die „Moving Picture Experts Group“ (MPEG) entwickelte das Advanced Audio Coding (kurz AAC) als eine eigene Methode für die Kompression großer Datenmengen. Auch hier entstehen nur geringe Verluste, trotzdem ist die Wiedergabequalität noch etwas besser als bei mp3 und WMA.
Was unterscheidet Markengeräte von Billiganbietern?
Wie auch bei anderen technischen Geräten kommt es besonders auf die Qualität und die Verarbeitung der verbauten Komponenten an. Im klassischen CD-Player findet sich ein Laufwerk, eine Platine samt elektronischer Steuerung, das Netzteil und der Digital-Analog-Wandler. Vor allem das letztgenannte Bauteil spielt für die Wiedergabequalität des Geräts eine herausragende Rolle. Preiswerte CD-Spieler verfügen nur über Wandler minderer Qualität, was den Musikgenuss deutlich herabsetzt. Außerdem entkoppeln die Entwickler bei einem teureren Gerät die Leistungselektronik von der Platine, was den Klang zusätzlich verbessert.
Nicht wenige Musikfreunde wollen sich auch im Freien informieren oder die ihnen vertrauten Radiosender hören. Für sie eignet sich ein Gerät, das man auch als Radio nutzen kann. Viele tragbare Kompaktgeräte sind mit dieser Funktion ausgestattet. Der Wechsel der Frequenzen erfolgt völlig unkompliziert per Knopfdruck an jedem Player, der Radio als zusätzliche Unterhaltung anbietet.
Wie reinige ich einen CD-Player?
Weit verbreitet sind Anleitungen, nach denen der Nutzer die Laserlinse seines Players selber reinigen kann. Vor dem Gebrauch von Lösungsmitteln muss jedoch nachdrücklich gewarnt werden, denn die modernen Linsen sind aus Kunststoff hergestellt. Die Reinigung ist deshalb nicht ohne Risiko, kann doch die Funktionstüchtigkeit des CD-Geräts herabgesetzt werden.
Allerdings kann es vorkommen, dass CDs nicht mehr ausgelesen werden. Denn häufig sammelt sich Staub im Laufwerk an, und die Laserlinse ist dann nicht mehr in der Lage, auf die Daten zuzugreifen. Der Musikfreund aber kann mit größter Vorsicht und einem Mikrofasertuch oder Wattestäbchen das CD-Laufwerk reinigen. Besser noch, weil berührungslos, eignen sich Druckluftsprays oder eine ebenfalls im Handel erhältliche Reinigungs-CD.
Die speziell konstruierten CDs erwirken eine Art von Fehlerkorrektur. Mit ihren zwei Bürsten auf der unteren Seite legt man sie wie eine normale CD in den Player ein und drückt auf „Start“. Die eine Bürste wischt den Laser feucht ab, die andere trocknet ihn. Manche Reiniger spielen zusätzlich eine Testmusik ab, und sobald der Musikfreund die Melodie fehlerfrei erkennt, ist das Lesegerät wieder sauber.
Fazit
Der CD-Spieler konnte die Schallplatte zunächst verdrängen, die jedoch in den letzten Jahren ein überzeugendes Comeback vermelden konnte. Auch das Internet und die neu entstandenen Streaming-Dienste machen ihm zu schaffen. Dennoch behaupten sich die Geräte, denn sie bieten eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, nicht zuletzt durch ihre immense Typen-Vielfalt. Letzteres ist zwar eigentlich ein Vorteil, aber die Interessenten sehen sich einem differenzierten Angebot gegenüber, das die Kaufentscheidung zu einer anspruchsvollen Aufgabe werden lässt.
Wichtig ist, dass sich der Kunde über seine Erwartungen an den Player wirklich bewusst ist. Nur dann kann er sehr bald die für ihn entscheidenden Merkmale bei der Auswahl berücksichtigen. Der Verwendungszweck des Geräts ist also das zentrale Kriterium. Und die Ausstattung, also die vorhandenen Anschlüsse und die Qualität der Komponenten, sollte dem zukünftigen Einsatz entsprechen und Berücksichtigung finden.
auf USB-Speicher passt mehr Musik als auf CD
spielt viele Audioformate ab
CDs werden geschont
nur Lossless-Formate klingen gut
Streaming nicht allen Geräten möglich
CDs zerkratzen schnell








































