Testurteil: "68%"
Test: Einzeltest: Das Zen des Ackerpflügens
Zitat: Es ist nicht leicht, ein Spiel wie den "Landwirtschafts-Simulator" objektiv zu beurteilen. Die unfreiwillige Komik des Titels ist durchaus nachvollziehbar, misst man das Spiel an dem, was ein Computerspiel heute ausmacht. Hier wird keine Action und keine Spannung geboten. Aber muß das unbedingt sein? Erinnern wir uns mal zurück: Sicher haben wir als Kinder Cowboy und Indianer, Räuber und Gendarme und Krieg gespielt, also die analogen Equivalente zu den heutigen Actiongames. Aber genauso erinnere ich mich gut daran, mit meinem Spielzeugbagger in der Sandkiste gesessen und einfach nur Sand von A nach B gefahren zu haben. Auch das erfüllte mich mit Zufriedenheit. Und da die Wirkung von Computerspielen nunmal auf unseren kindlichen Spieltrieb zurückzuführen ist, ist das Spielprinzip vom "Landwirtschafts Simulator" gar nicht so abwegig und durchaus eine willkommene Alternative zur Hektik der modernen Actionkracher, sofern man denn Interesse an so einer Alternative hegt. Ich für meinen Teil bin jedenfalls positiv vom Spielprinzip überrascht und kann Gleiches auch von einigen Kollegen behaupten.Woran es jedoch ganz klar hapert, das läßt sich nicht schön reden, ist die Umsetzung. Bei einem so simplen Spielprinzip sollte es möglich sein, zum einen sauberer zu programmieren und zum anderen etwas mehr Wert auf die Präsentation und Optik zu legen. Ich persönlich würde lieber auf den Low-Budget Preis von 19,99 Euro verzichten und dafür eine schickere Fassung geliefert bekommen, welche die idyllische Atmosphäre auch audiovisuell einfängt. Daher gibt es hier die meisten Abzüge. Aber ein erster Patch ist ja bereits erschienen, hoffen wir, dass weitere folgen.Insgesamt kann ich nur jedem, der auf der Suche nach dem etwas anderen Computerspielerlebnis ist empfehlen, einen Blick zu riskieren. Ihr könntet überrascht werden.